1A-Ausflugtipp

in 2009 geschälte Korkeiche

in 2009 geschälte Korkeiche

Liebe Leser, heute bekommt Ihr von uns mal einen Ausflugtipp. Heute morgen haben wir uns früh auf den Weg nach Aljezur gemacht. Das liegt ca. 25 Kilometer nordwestlich von Lagos. Auf dem Weg dorthin haben wir einige Korkeichen bewundert, bei denen die ertragreiche Rinde vom Stamm entfernt war. Alle neun Jahre kann der Kork “geerntet” werden. Der so genutzte Baum wird ca. 100-150 Jahre alt und liefert in seinem Baumleben 100 Kilogramm Kork zur geplanten Weiterverarbeitung. Das Hinterland von Lagos ist hügelig, überwiegend mischbewaldet, manchmal auch karg. Die Straße nach Aljezur ist kurvig und schmal und wenig befahren. Aljezur durch einen Fluss in zwei Teile geteilt.

Medronhe-Früchte im Baum

Medronhe-Früchte im Baum

Beide Altstadtteile liegen an einem Hügel und bieten eine gute Aussicht auf die umliegende Landschaft. Direkt neben der Kirche stehen mehrere Bäume, prall gefüllt mit Früchten, aus denen der landestypische Medronhe-Schnaps hergestellt wird. Nachdem wir die kleinen hübschen Ortskerne erwandert haben, sind wir an die raue Westküste Portugals gefahren und haben die anrollenden Wassermassen des Atlantik bewundert. Nach der Fahrt durch dasValle da Telha, ein landschaftlicher Augenschmaus, sind wir abermals über Aljezur nach Monchique gefahren. Eine Staße mit zahlreichen Serpentinen führte auf teilweise über 500 Höhenmeter zu dem tief im Inland liegenden beliebten Ausflugsort Monchique. Die Aussicht auf tiefliegende Schluchten, Zitronen- und Apfelsinenplantagen, einsame Gehöfte und einen großen Granitsteinbruch liessen die Fahrt wie im Flug vergehen.

Der Bullerofen im Restaurant "Palmeiras"

Der Bullerofen im Restaurant “Palmeirinha”

In Monchique angekommen goss es leider wie aus Kübeln, glücklicherweise hatten wir aber unseren neu erstandenen Regenschirm mit. Nach einem kurzen und feuchten Ortsrundgang bei ungewohnt kühlen 11 Grad sind wir in das Restaurant Palmeirinha eingekehrt. Dessen Spezialität sind Piri-Piri-Hähnchen. Also frisch, über offenem Hozkohlefeuer gegrilltes Hähnchen, die dabei ständig mit einer feurig scharfen und zugleich minzigen Soße eingepinselt werden, absolut lecker. Der halbe Hahn mit Beilagen kostet fünfeinhalb Euro, die Aussicht inn Tal ist gandios und gratis, der Service wirklich freundlich. Da wollen wir wieder hin!
Nach dem Festmahl hatte es sich so eingeregnet, dass unser Entdeckerwille nicht mehr so groß war und wir deshalb beschlossen haben, die Rückfahrt zum Schiff anzutreten.
Die Strecke dorthin hat uns dann aber noch einiges geboten. Das war ein Gemisch aus Rallystrecke mit Schlaglöchern, Haarnadelkurven, Schotterweg und breiter Piste. Für jeden, der gerne mal flott mit dem Auto unterwegs, ist ein echter Adrenalinkick. Das ganze führte uns durch einsame Wälder, Täler, kleine Ortschaften und vorbei an einsamem Gehöften, echt abenteuerlich.
Insgesamt haben wir 140 Kilometer zurückgelegt, mit Ortsbesichtigungen und Essen dafür 5 Stunden gebraucht, bei schönem Wetter wäre das sicher ein Ganztagesausflugtipp.
Die nächsten TAGE !!! soll es mal wieder regnen, stürmen und gewittern. Und gerade fallen dicke Hagelkörner aus dem rötlich-gelben Nachthimmel!

 

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