Himmlische Ruhe

Good dog - bad dog

Good dog – bad dog

Nach einem angenehmen Spaziergang um acht Uhr morgens am Hundestrand und einem Tag im Schatten hatte ich für Nico und mich für den späten Nachmittag einen wahrhaft biblischen Ort ausgesucht: Galilea. Ich denke dabei sofort an das Weihnachtsoratorium, sehr unpassend zur jetzigen Jahreszeit, aber man muss sagen: Galilea ist nicht Galiläa, aber trotzdem etwas ganz Besonderes. Und es ist unglaublich ruhig dort, ab und zu bellt ein Hund.

Es gibt eine kleine Kirche, daneben eine Tapas-Kneipe, die, mit Balkon, sehr einladend aussieht, mir auch empfohlen wurde, wo aber leider keine Hunde erlaubt sind. Schade.

Blick von Galilea

Blick von Galilea

Der Reihe nach: Am Ende eines heißen Tages in Palma machen Nico und ich uns auf, und fahren mit unserem geliehenen Fiat Punto („so klein und schon Auto“) Richtung Nordosten, zu dem Ort mit dem biblischen Namen Galilea. Meine Osteopathin aus Barcelona hatte mir das empfohlen, sie war ganz verliebt darin. Durch das Weltkulturerbe „Selva Tramuntana“ führt uns der halbstündige Weg, immer nach oben. Auf halber Strecke machen wir Halt, damit Nico auch einen richtigen Spaziergang ohne Leine und mit Rennen haben kann. Ich habe an der Straße ein Schild gesehen, dass auf dem kleinen Weg keine Autos, Fahrräder oder sonstwas fahren dürfen. „Perfekt“, denke ich, aber die Sache hat einen Haken. Das ist ein Weg, um Mallorca sozusagen mit Höhenmetern zu erwandern, es geht steil bergan, Nico läuft voraus, und ich weiß nicht, wann er die nächste Straße kreuzen wird. Ich hechte hinterher, mal sehen, wer länger durchhält. Nach einer halben Stunde sind wir einig, wir gehen wieder runter, keine Ahnung, wohin dieser Weg weiter führt.

Im Restaurant: Fer Filmvorführautomat …

Im Restaurant: Der Filmvorführautomat gestern …

Zehn Minuten später erklärt das Navi, dass wir uns am Ziel befinden, ich parke den Wagen, und wir erkunden den Rest zu Fuß. Tatsächlich gibt es in Galilea kein Hotel, dafür eine Kirche, oben erwähnte zwei Kneipen  / Restaurants und viele hübsche Häuser, die fast alle als Ferienwohnungen vermietet werden, mit dem großartigen Blick bis zum Meer. Es herrscht eine wahrhaft himmlische Ruhe, man hört die Vögel singen, ab und an einen Hund bellen, aber sonst keine störenden Geräusche.

 … heute

…und  heute

Wir laufen eine gefühlt endlos lange Stunde die steilen Wege auf und ab, gönnen uns eine Pause mit einer „Caña“ und einem riesigen Eimer Wasser für den Hund auf dem Kirchplatz, ehe wir uns wieder in die Ebene bewegen. Hier ist heute Ausnahmezustand, morgen, Freitag, Johannistag, ist Feiertag auf den Balearen, in Santa Catalina, dem Viertel am Hafen, bebt die Erde.

Und am Ende des Tages gibt es ein Feuerwerk beim Yachtclub, ich vermute wegen der Super Yachts Regatta, gestern war auch eins, aber auf der anderen Seite von Palma…

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