Plitsch-Platsch

So, jetzt sind in Frankreich endgültig Ferien, bei Outremer sind alle Hallentore sind zu, die Rolläden an den Büros heruntergelassen, nur bei Gunboat wird noch an der Baunummer 1 gearbeitet

Die wichtigsten Dinge unserer neuen Mängelliste sind soweit erledigt, dass wir segeln können. Heute morgen hat Volker noch mit der Flasche im Hafenbecken getaucht, um die Propeller von dem Muschelbewuchs zu befreien, das Unterwasserschiff ist auch soweit sauber, nun steht einem Ausflug aufs Meer nichts mehr im Wege. Nach letzten Einkäufen legen wir ab, segeln zunächst mit dem schönen Nordwind nach Südwesten, bis der sich zur Mittagsflaute entwickelt. Um 1300 Uhr drehen wir ab nach Osten, bei 90° Windeinfallswinkel und 6 – 7 Knoten Wind segeln wir mit 5,6 Knoten dahin, sehr schön. Leider nimmt der Wind immer mehr ab.

Hinterher trocknen Kleid und Bikini an der Reling

In der Nähe der Espiguette-Boje machen wir einen Landausflugsstop, Samy ist zum ersten Mal dabei, er weiß noch nicht genau, wie er das findet im Beiboot. Im Gegensatz zu Nico muss man ihn erstmal sehr ermuntern, darin einzusteigen. Beim Anlanden und Aussteigen stolpere ich zur Unterhaltung der Strandbesucher über meine eigenen Füße und liege – plitisch-platsch – der Länge nach im flachen Wasser. Ich kann gerade noch die Sonnenbrille festhalten, ein Schuh rutscht mir vom Fuß, wird aber am Strand angespült. Köstlich erfrischt kann ich nun mit Volker und Hund spazieren gehen.

Im Laufe des Nachmittags hat der Wind auf Süd gedreht, wir nutzen das aus und segeln noch die zehn Meilen bis Les-Saintes-Maries-de-la-mer. Aber kaum haben wir die erste Meile hinter uns, schläft der Wind ein, the skipper is not amused!

So halbwegs geht es dann doch noch mit dem Segeln, über zwei Stunden haben wir für die zehn Seemeilen gebraucht, aber um sieben Uhr liegen wir an einem schönen Ankerplatz direkt vor Les-Saintes-Maries. Jetzt schnell das gute Kleidchen an, den Hund gefüttert, und ab ins Beiboot. Es ist ein relativ langer Weg bis in die Marina, aber bei der glatten See ist das kein Problem. Wir finden einen Platz am Meldesteiger für unser kleines Bötchen, dann spazieren wir durchs Städtchen.

Heute ist Ferragosto, Mariä Himmelfahrt, und überall gibt es Veranstaltungen, die Stadt ist voller Touristen. In der Kirche spielt Zigeunermusik, draußen davor können wir eine Band mit einer Flamenco-Tänzerin bewundern, wir sind nicht ganz sicher, ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelt, aber sie tanzt gut. Es ist ein tolles Abendlicht, nur leider habe ich die Telefone auf dem Boot gelassen, nach meinem nachmittäglichen Sturz ins Wasser, und so müssen alle diese Bilder in das schwarze Fotoalbum mit dem silbernen Knopf…

Wir finden eine kleine Kneipe, in der noch ein paar Tische frei sind, setzen uns nach dem Spaziergang zu einem Drink und ein paar Tapas, und bekommen eine großartige Street Break dance-Show zu Hiphop-Musik geboten. Drei Jungs, super durchtrainiert, mit akrobatischen Einlagen und richtig guter Choreographie. Zwanzig Minuten „Straßentheater“, super, die Gäste des Restaurants und die vorbeigehenden Passanten sind beeindruckt.

In der Arena git es heute Abend eine Stier-Schwimmbad-Show (was immer das ist), die Leute strömen in Massen dorthin, und angeblich Feuerwerk um 23 Uhr. Während unseres Nachhausewegs mit dem Beiboot gab es allerdings auch schon ein Feuerwerk, cool, das hat den Weg erhellt, und uns für andere Boote sichtbar gemacht. In Saintes-Maries-de-la-mer wird was geboten!

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Ein Kommentar zu Plitsch-Platsch

  1. Gerd sagt:

    Das ist wohl eine TORRO PISCINE Show gewesen. Ist lustig mit Zuschauerbeteiligung und einem aufgeblasenen Planschbecken.

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