Abschiede

Mason, noch entspannt vor der Überfahrt

So langsam leert sich der Hafen, jeden Tag brechen Segelboote zur Atlantiküberquerung auf, aber auch einzelne Nachzügler kommen noch aus Portugal oder dem Mittelmeer in Santa Cruz an. Gestern haben wir unsere neugewonnen Freunde von der Liloe, einer Bavaria 40 verabschiedet, die nicht mit Kind und Kegel, dafür jedoch mit ihrem Hund Mason, einem 32 Kilo schweren verschmusten Vierbeiner in die neue Welt aufgebrochen sind. Am Vorabend haben wir noch ein bisschen bei uns an Bord gefeiert, gestern morgen hieß es dann „Leinen los“. Am Steg herrschte ein wenig Gedränge zum Abschied, gute Wünsche für die Reise wurden ausgesprochen und viel gewunken. Kurz nach der Liloe verließ noch die Saphir mit ihrem deutsch-schweizerischen Eignerpaar den Hafen. Wie gesagt, die Stegreihen lichten sich…

Die Alexander von Humboldt II

Heute hatten wir erwarteten und lieben Besuch an Bord. Unsere Freundin Christiane, Cornelias Trauzeugin bei unserer Hochzeit, und engagierte “Altsegelverwerterin” kam mit ihrem Lebensgefährten Branko zu uns an Bord (mehr Infos zu Christiane und ihrem Wirken unter www.sailartfashion.de). Wir hatten uns lange nicht gesehen und entsprechend herzlich war das Wiedersehen, es gab natürlich viel zu erzählen, wir haben gegrillt, dann ’ne Hafenrundfahrt mit dem Beiboot gemacht und einer wichtigen deutschen Botschafterin “Hallo” gesagt.

Das grüne Segel wird aufgetucht

Das bekannte Ausbildungs- und Traditionsschiff, die Bark “Alexander von Homboldt 2” hat im Hafen von Santa Cruz die Leinen fest gemacht. Leider bleibt das Schiff nur einen Tag für einen Crew-Wechsel liegen und kann daher nicht besichtigt werden. Ein ausführlicher Schnack mit dem Maschinisten war trotzdem möglich.

Es gibt leider nicht nur gute Nachrichten. Das Segelboot unserer Freunde Sabine und Joachim, die “Atanga” wurde vom Blitz getroffen. Die gesamte Bordelektronik ist zerstört und muss jetzt in Panama ersetzt werden (mehr auf www.atanga.de). Der Katamaran von unseren Freunden Angela und Franz wurde kurz vorm Losfahren zu den Kapverden von einem anderen Katamaran im Hafen von Las Palmas auf Gran Canaria gerammt und trug einige Schäden davon, die deren Atlantiküberquerung auf unbestimmte Zeit verzögert.

Die Bohrinsel gehört auch zur Hafenrundfahrt

Beide Vorfälle sind für mich gedanklich der Horror, weil ich auch immer latent Angst um unser schwimmendes zweibeiniges Zuhause habe und weil man auf solches Missgeschick keinen Einfluss hat. Wir drücken beiden Eignerpaaren ganz fest die Daumen, dass die Schäden bald behoben sind, und dass die Reise – wie geplant – weitergeht.

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