Adiós Palma

28.03.2015, Samstag, Baro 1020, sonnig, Wind um Süd, später West, 7-23 Knoten
Palma de Mallorca 11:10 – Puerto Andratx 16:00 Uhr, ca. 25 sm

Schweren Herzens reißen wir uns nach vierzehn Tagen in Palma los, bei schönstem Sonnenschein und leichtem Wind kreuzen wir aus der Bucht von Palma heraus, damit wir ein bisschen weiter nach Westen kommen, für den großen Absprung Richtung Barcelona. Mit dem leichten Wind kommen wir heute sicher nur bis Puerto Andratx, vielleicht morgen dann weiter nach Sóller, je nachdem, wie der Wind sich gebärdet.

Astrid aus der Marina ist sozusagen die gute Seele einiger Segler hier, sie kümmert sich um deren Boote, hält sie sauber, und lüftet, während die Eigner nicht an Bord sind. Vorgestern Abend hat sie uns einen guten Tipp gegeben, sie war nämlich – mitsamt Hund – auf dem Weg zu ihrem Lieblingsitaliener, gleich hier in Santa Catalina. Das hätten wir mal früher wissen müssen, dass man da den Hund mit reinnehmen darf. Wir waren gestern Abend auch dort und haben köstliche Pasta und Pizza gegessen, und mussten uns nicht drum grämen, dass Nico allein an Bord bleibt.

IMG_3839 IMG_3846Und weil ja Freitag DER Ausgehabend der Spanier ist, sind wir nach dem Essen noch in die Altstadt gegangen, um im English Pub einen „Good Night Drink“ zu nehmen. Wir haben auf dem Weg in die Ausstellung von Rebecca Horn geschaut, in einem wunderschönen Saal waren verschiedene Spiegelobjekte mit Totenköpfen platziert, wer’s mag, und ein großes, sich langsam drehendes Karussell-ähnliches Objekt, das ebenfalls mit Spiegeln operierte.

13:10 Uhr liegt das Cap de Cala Figuera querab, der Wind dreht mit, sodass wir jetzt nicht schön abfallen können und Spi setzen, sondern es geht weiter mit der Kreuz. Johannes fotografiert alles, und Larissa lernt brav Chemie. Es dauert allerdings nicht mehr lange, dann muss sie damit aufhören, denn der Wind frischt ordentlich auf, geht oft auf über 20 Knoten, und die Wellen werden kabbelig. Da kommt Larissa lieber raus, damit ihr unten nicht schlecht wird. Volker refft zuerst die Fock und dann auch ganz bald das Großsegel, dadurch fühlt es sich wieder angenehmer an. Und weil die Sonne scheint, ist es sowieso eigentlich ganz toll.

IMG_3849Und immer weiter dreht der Wind, immer kommt er genau aus der Richtung, in die wir wollen, so kreuzen wir die 19 Seemeilen, und es werden sicher über 25, nur unsere Logge (die misst die Fahrt durchs Wasser) hat sich verabschiedet. Als wir im Hafen an kommen, zeigt sie an, dass wir 0,0 Seemeilen zurückgelegt hätten. Was ein Unfug!

IMG_3851Unter dem Schutz der Felsen werden die Wellen wieder kleiner, und der Wind etwas schwächer, so können wir kurz vor dem Anlaufen der Zielbucht wieder ausreffen, und segeln, immer noch bei strahlendem Sonnenschein, in die Bucht von Andratx hinein. Hier bieten sich spektakuläre Ausblicke auf die Felsen, auf die Häuser darauf und über die gesamte Bucht. Im Hafen werden wir von den Mariners, wie fast immer, nett empfangen, wir haben einen wunderbaren Platz mit Blick auf die Bucht, und stärken uns erst einmal mit einem kleinen Imbiss.

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