Alle Jahre wieder

findet Ende Januar in Düsseldorf, zwar am Rhein, aber nicht am Meer, die weltgrößte Indoor-Bootsmesse statt, kurz „Die Boot” genannt.

IMG_0724Seit 1969 öffnet die Messe jährlich ihre Tore und zigtausend Wassersportbegeisterte stürmen täglich die Hallen. Über 1.700 Aussteller aus der ganzen Welt bieten auf über 220.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche alles erdenklich Mögliche aus dem Themenbereich “Wassersport” an. Ein Austellungsschwerpunkt sind nach wie vor Segel- und Motoryachten. Vom kleinen Boot für den Binnensee bis hin zur 25 Meter großen Luxusyacht ist alles vertreten, was das Wassersportlerherz höher schlagen lässt. Aber längst nicht nur die Yachties kommen auf ihre Kosten, sondern auch die Liebhaber relativ neuer Trendsportarten wie Kitesurfen, Standup-Paddeling, oder Flyboarding. In einer der zahlreichen Ausstellungshallen gibt es sogar vieles direkt auszuprobieren. Ein überdimensional großes Becken ist mit Wasser gefüllt, Kajaks liegen ebenso bereit für jedermann wie Paddelboards, Surfbretter und kleine Segeljollen – Wassersport zum Anfassen und Mitmachen.

IMG_0778Wir waren am Dienstag vor allem in den Hallen 15, 16 und 17 unterwegs und haben uns die neuesten Segelyachten angeschaut. Und dazu war an dem Tag so richtig schön Zeit, während an den Hauptbesuchstagen am Wochenende die Menschen dicht an dicht durch diese Hallen ziehen, war es gefühlt relativ leer. So hatten wir im Laufe des Tages (und das war früher nicht immer so), die Möglichkeit, selbst die ganz großen Segelschiffe zwischen 50 und 74 Fuß Länge anzuschauen.

IMG_0766Aber nicht nur die Schiffe mit ihren riesigen Abmessungen haben uns beeindruckt, sondern auch die Art des Standbaus. Es gab Schiffe auf lila gefärbtem Kies, eine Segelyacht, die mit hunderten blumenähnlichen Lichtern angeleuchtet wurde, riesige Stände mit Bar, Sitzgruppen und Empfang.

Was für ein Aufwand für ein paar Tage Messe. Ein Verkäufer erzählte uns im Vertrauen, dass für jede Segelyacht über 10 Meter mindestens 70.000 Euro Standgebühr fällig werden. Einige Nischenanbieter kleinerer Schiffe kommen da sicher günstiger weg, aber wir wissen aus eigener „Ausstellererfahrung”), dass es nicht immer ganz leicht ist, die entstandenen Kosten reinzuholen.

IMG_0680Die Messe selbst, also die Veranstalter, geben sich jedoch sichtbar und hörbar reichlich Mühe, möglichst viele Besucher auf die Boot zu locken. Egal, ob hier in Darmstadt im Radio, in den Nachrichtenportalen und in den Printmedien wird für die Messe geworben. Klappern gehört halt nicht nur zum Handwerk. das Konzept geht seit vielen Jahren. Wir fahren morgen für eine zweite Besuchsrunde nochmal nach Düsseldorf. Diesmal sind die Zubehörhallen dran.

IMG_0763Im letzten Jahr sind einige neue elektronische Gadgets auf den Markt gekommen, die wir uns gerne anschauen wollen. Raymarine stellt erstmals sein neues hochauflösendes “Quantum-Radar” aus, eine Brandbekämpfungsfirma ihren neuen Feuerlöschball, den man nur noch ins Feuer werfen muss und der dann alles löschen soll und vielleicht gibt es ja noch ein paar dauerhaft wasserdichte Segelstiefel für mich. Die Capitania hat auch eine lange Liste, die sie abarbeiten will. In den letzten Wochen und Monaten ist das Interesse am Langwellenfunk, kurz SSB-Funk, bei ihr gewachsen.

Also auf geht’s, kommt alle zur Boot und erlebt 360 Grad Wassersport, noch bis zum Sonntag 🙂
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