Auf den Spuren der Vergangenheit

Am Freitag hatte ich in Frankfurt zu tun, u.a. konnte ich unsere Glasenuhr endlich beim Uhrmacher Nickel abholen, der in mühevoller Kleinarbeit die Rädchen und Schräubchen im Uhrengetriebe gesäubert und wieder gangbar gemacht hat. Dann blieb mir eine gute Stunde Zeit, bis ich Allegras Freundinnen treffen sollte, um sie nach ihrer Facharztprüfung abzuholen und ordentlich zu feiern.

Die Baugrube wartet auch auf besseres Wetter

Ich bin dann mal nach Rödelheim gefahren, wo ich meine Kindheit verbracht habe, und den Großteil meines beruflichen Lebens. In der Strubbergstraße war das Gebäude, das Druckerei und Verlag beheimatet hatte, bereits abgerissen, und eine große Baugrube ausgehoben. Hier sollen Eigentumswohnungen entstehen, das ist bestimmt schöner in einem so ruhigen Viertel, vor allem für die hier ansässigen Anwohner.

Dann habe ich noch einen Abstecher in den Breidensteiner Weg gemacht, Elternhaus von den frühen 60er Jahren bis zur Jahrtausendwende. Hier war das Haus stehen geblieben, es ist schön renoviert und beherbergt eine Krabbelstube, bestimmt großartig für Kinder und Erzieher, mit dem Garten. Ich konnte leider nicht sehen, ob der große alte Kirschbaum noch steht, auf dessen Zweigen wir Kinder im Sommer so gerne gesessen haben.

Klar, bei Sonne sah das besser aus

Auf dem Weg Richtung Praunheim wollte ich mir die Nachbarschaft unseres ersten Rödelheimer Domizils ansehen, wo wir ab 1959 gewohnt hatten. Auch hier steht das Haus an sich unverändert, nur die Fenster sind erneuert, natürlich, und die Nachbarhäuser, in denen damals meine Freunde wohnten, haben sich – bis auf eine sehr moderne Erneuerung – nur wenig verändert. Die Straße war unser Treffpunkt, nachmittags nach den Schulaufgaben tobte das Leben, wir sprangen Seil oder hüpften Gummi-Twist; wenn genügend Kinder zusammengekommen waren, konnten wir auch Völkerball spielen. Tempi passati.

Dortmund-Fan Mikesch

Darmstadt-Fan Nana

Am Samstag hingegen hat Mikesch gegen Nana verloren. Die beiden waren sich offenbar nicht einig, einer hat für Herrchens, einer für Frauchens Mannschaft die Daumen gedrückt. Und – das Wunder ist geschehen! Die Lilien haben zuhause gegen Borussia Dortmund gewonnen, Volker und tausende Darmstadt-Fans sind glücklich, endlich hat die Mannschaft ihre Form gefunden und drei Punkte geholt!

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Ein Kommentar zu Auf den Spuren der Vergangenheit

  1. Susann kretschmer sagt:

    Das ist ja toll: auf den Spuren Deiner Geschichte. Was ist eigentlich aus dem Elternhaus geworden indem wir als teenies immer im Dachgeschoss gefeiert haben??

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