Away from Africa

Obwohl der zweite Tag nach Ramadan in der arabischen Welt eigentlich noch ein Feiertag ist, standen Zoll und Immigration pünktlich um acht Uhr vor der Hexe, um unsere Pässe zu stempeln, und uns die Ausreisegenehmigung zu erteilen. Die armen Kerle müssen ja trotz der für heute angesagten 37° in ihren Uniformen rumlaufen, man kann ihnen nur wünschen, dass ihre Büros mit Klimageräten ausgestattet sind. Leider waren die Hafenmeister Muhrat und Mohammed noch nicht im Dienst, sodass wir uns nicht offiziell verabschieden konnten, nur unseren netten französischen Nachbarn haben wir Adieu gesagt.

Die ersten drei Seemeilen gab es überhaupt keinen Wind, seit Cap Blanche fahren wir mit unserem bunten Code D bei 15 – 22 Knoten Wind mit gutem Speed nach Nordwesten. Leider wird das nicht für die nächsten zwei bis drei Tage halten, für Dienstag ist wenig Wind aus unterschiedlichen Richtungen vorhergesagt, und ab Mittwoch früh soll der Mistral uns kräftig auf die Nase wehen. Wir lassen uns einfach mal überraschen.

Gestern war es tagsüber so heiß, dass wir keine großen Ausflüge unternommen haben. Am Vormittag kam Raouf auf einen Abschiedsschwatz an Bord, leider waren seine Damen mit den Vorbereitungen für die zahlreichen für heute erwarteten Verwandschaftsbesuche beschäftigt, wir hätten sie zu gerne ein bisschen bewirtet. Am frühen Abend haben uns unsere französischen Bootsnachbarn auf einen Apéro eingeladen, Volker war glücklich, dass er die kleine nette alte Hündin auf den Schoß nehmen konnte, wir haben extra Leckerli eingesteckt.

Zum Abendessen haben wir versucht, unsere letzten Dinar unters Volk zu bringen, sind aber wieder nur auf 55, mit Trinkgeld auf 60 Dinar gekommen (ca. 20 Euro), selbst mit Schnitzel und Seafood und einem – natürlich alkoholfreien – Cocktail wird das hier nicht mehr. Am Samstag haben wir noch Proviant, Obst, Gemüse und Fleisch für die Überfahrt eingekauft, und selbst um 10 Uhr morgens war es schon so heiß, dass wir uns ein Taxi vom Markt zur Marina geleistet haben. Gut, das war nicht sehr weit, man läuft zu Fuß ca. 12 – 20 Minuten, aber der Fahrer wollte in der Marina weniger als einen Dinar haben, wie geht das denn?

Wenn ich das hier abschicke, sind wir an der Südspitze von Sardinien, dort werden wir noch einmal den Wetterbericht checken und dann sind wir wieder einmal nicht erreichbar. Wir wünschen allen unseren Lesern eine gute Zeit und melden uns, wenn wir in Frankreich angekommen sind.

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Ein Kommentar zu Away from Africa

  1. Raouf sagt:

    Bonjour mes amis
    Votre passage à bizerte quoiqu’il est bref nous a marqué profondément tant par votre accueil et votre hospitalisé tant par votre humour et votre état d’esprit
    On attend votre retour à Bizerte avec impatience que dieu vous garde
    À très bientôt

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