Bastelblues statt Segelfreuden

Direkt nach dem gestrigen Ankommen gab es gleich einen Riesenschreck für uns. Es war so warm im Schiff, dass wir erstmal alle Luken geöffnet haben und da es kurz vor den moskitofreundlichen Abendstunden war, haben wir auch gleich alles fliegensicher mit den integrierten Mückenrollos verschlossen.

Noch schaut sie nur mal neugierig…

Nur Hündin Nana hat das wohl in ihrer Spielfreude nicht richtig erkannt, wild tobend rennt sie übers Deck und war schwupp-di-wupp weg. Kopfüber fällt sie in ein geöffnetes Decksluk, jeder schreit erschrocken auf. Gottseidank war es die Öffnung, die sich über unserem Bett befindet und nicht der 2,5 Meter tiefe Bugstauraum, in die unser Aussiemausi reingefallen ist. Nix ist passiert, Nana fällt weich auf die Matratze. Der Hund hat sichtlich daraus gelernt, heute umgeht sie seemännisch den ganzen Tag die offenen Luken. Das beschädigte Mückenrollo habe ich provisorisch repariert.

Ganz so schnell wie das Rollo lässt sich unsere Navigationselektronik leider nicht flicken. Zu unserem Erstaunen gibt es immer noch einige Fehler im Navigationssystem und wir fragen uns, warum der Punkt auf der Outremer-To-Do-Liste als erledigt angekreuzt wurde, zumal unser Kat laut AIS Ende Juli für ein paar Stunden auf dem Mittelmeer gesegelt wurde. Das Radar funktioniert absolut garnicht, es empfängt kein Signal, die externe GPS-Antenne war schon in Canet-en-Roussillon defekt und ist es noch immer. Die kleine Wifi-Einheit, mit der Cornelia die Navigationsdaten auf dem IPhone oder IPad empfangen kann, will ebenfalls nicht das tun, wofür sie eingebaut ist und zeigt rot blinkend „Overflow“, was soviel wie Überlastung heißt. Der Werftchef persönlich kümmert sich um unser Anliegen und organisiert, was im ferienzeitgeprägten Land möglich ist, nur unsere Stimmung wird davon gerade nicht besser – wähnten wir uns doch ab morgen auf dem blauen Meer mit Kurs Südwest.

Ein anderes Elektronikproblem bekommt die Werft wohl auch nicht in den Griff, der Geber, bzw. die Anzeige für den Backbord-Fäkalientank zeigt seit der Schiffsübergabe im März permanent an, was sie will. Und das trotz mehrmaligem Austausch und erfolglosen Kalibrierungsversuchen. Irgendwie will das System im fäkalen Umfeld nicht so richtig arbeiten. wie sagt man so gerne „the Queen is not amused“, wir sind es auch nicht. Hoffentlich gelingt morgen den Technikern der Durchbruch und es geht voran – wir werden berichten

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