Da steppt die Luzie…

Entspanntes Dahingleiten…

Entspanntes Dahingleiten…

Also, nachdem die Capitania in ihrem letzten Beitrag mir die Rolle zukommen hat lassen, über unser Katamaranprobesegeln zu berichten, will ich das jetzt mal machen.
Es steht bei uns seit ein paar Jahren immer noch das Thema im Raum, ob wir zweirümpfig die Weiten der Weltmeere erkunden werden, oder einrümpfig wie bisher.
Die ganze Geschichte, wie es bei der Bootsmesse in Cannes dazu gekommen ist, dass die Capitania sich mit dem Multihullvirus infiziert hat, wurde schon öfter mal erzählt. Seit dieser Zeit diskutieren wir immer wieder über dieses Thema. Nur soviel zum Thema “Segeleigenschaften”, genau wie bei den Einrümpfern gibt es auch bei den Katamaranen schnellere und agilere Schiffe und die langsameren, sogenannten Cruisingkatamarane. Wir haben über beide Schiffstypen ausgiebig “geforscht”, Segelerfahrungen gesammelt und viel Wissen angehäuft.

Nico gefallen die Netze auch

Nico gefallen die Netze auch

Nachdem es bei einem Gespräch mit Allegra eigentlich nur um Wassersprudler ging, (das sind die kleinen Dinger, die mit Hilfe von Kartuschen Leitungswasser in kohlensäurehaltiges Mineralwasser verwandeln), kamen wir auf Umwegen mal wieder auf das Thema Katamaran zu sprechen. So mit dem Hintergrund, was man da alles draufpacken kann. Und da geht echt einiges, platzmäßig im direkten Vergleich zum Mono.
Da ist er wieder ausgebrochen, der Zweirumpfvirus, der nicht nur Cornelia sondern auch mich zwischenzeitlich volll gepackt hat.

Das war noch nicht alles!

Das war noch nicht alles!

Nur eins ist klar, wenn schon Katamaran, dann muss es einer sein, der schnell und sicher segelt, wenn es sein muss, sogar gegen den Wind, also keine lahme Ente. Dieser Markt ist dünn gesät,es gibt eigentlich nur zwei Hersteller in Europa, die in Serie flotte Katamarane mit guten Segeleigenschaften bauen. Für uns die einzige Option, da wir unser Glück nicht bei einer Kleinst- oder Individualwerft suchen wollen. Die Serienproduktion bietet den Vorteil ausgereifter Produkte mit einem relativ standardisierten Herstellungsverfahren, sowie fest kalkulierten Lieferfristen und Preisen. Beide Bootsbauer, Catana und Outremer, sind in Frankreich am Mittelmeer beheimatet und bauen seit 30 Jahren flotte Schiffe für weltweite Reisen.

So schnell sieht das aus!

So schnell sieht das aus!

Eine Catana sind wir schon vor ein paar Jahren für eine Woche gesegelt, diesmal wollten wir die Sensation des Segelns mit einer Outremer erleben. Wind gab es an dem Tag reichlich, fast grenzwertig viel, das Werftteam stand parat und nach einem kurzen Kaffee ging es gleich früh morgens raus aufs Wasser. Wie gewohnt von unserer Hexe, habe ich das riesige Großsegel versucht direkt am Mast hochzuziehen, aber für die letzten der 27 Meter musste die Elektrowinsch ran.
Dazu noch schnell und effizient die Selbstwendefock ausgerollt und ab ging die Luzie. Wir haben alle Kurse zum Wind abgesegelt und waren begeistert von der Performance und dem ganzen Handling des Kats. Ca. 45 Grad wahre Höhe zum Wind bei 10 Knoten Speed, Topschnelligkeit des Tages 14,8 Knoten und auch mit einem Reff im Großsegel segelt die Outremer wie auf Schienen. Wenden? Kein Problem! Das Beste dabei, alles läuft total entspannt ab, ohne Stress oder große Anstrengung, alle Leinen sind da, wo sie hingehören und natürlich, es ist ja ein Kat, das Ganze ohne Schräglage.
IMG_8805Nach dem Segeln haben wir den ganzen Kat noch einmal von innen nach außen inspiziert. Alle sichtbaren Installationen sind sauber ausgeführt, die Bilge und unteren Stauräume mit Topcoatanstrich sauber versiegelt und alle erspähten Laminatarbeiten scheinen sehr solide ausgeführt.
Auch drinnen ist die schnellsegelnde Outremer keine leere Höhle, sondern eine modern eingerichtete Schönheit mit ganz viel hübsch gestaltetem Wohnraum und Wohnwert. Ein rundum gelungenes Gesamtkonzept!

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