Der Winterspeck muss weg

Die Laufschuhe sind an Deck, es kann losgehen!

Die Laufschuhe sind an Deck, es kann losgehen!

Lange dunkle Wintertage mit scheußlichem nasskalten Wetter, bei denen man nicht mal den  Nico vor die Tür jagt (zumindest nicht für längere Spaziergänge) haben einen gewissen Bewegungsmangel mit sich gebracht. Natürlich bei bekannt guter Versorgungslage mit zahlreichen Süßigkeiten, festlichem Essen und einigen prozentreichen Getränken haben diese Tage des Wenigtuns ihre sichtbaren Spuren auf meiner Hüfte, bzw auf der Waage hinterlassen. 3,5 Kilo zeigt die Messeinrichtung mehr an als üblich, nicht schön von dem Ding, und leider spannt sich der Bauch auch deutlich sichtbar. Nur ungerechter Weise ist bei der Capitania kein Unterschied erkennbar, wo steckt die das nur hin? Egal wie, mein Speck muss weg, und da Verzicht nicht meine Stärke ist, muss der Kalorienumsatz eben drastisch gesteigert werden. Die Laufschuhe sind schnell aus den Tiefen der Hexenstauräume rausgekramt und ab geht es auf den schwarzen Asphalt. Die ersten Meter fallen noch schwer und der innere Schweinehund scheint alle Hebel zum Umdrehen in Bewegung setzen zu wollen. Aber so nach einem Kilometer ist der richtige Laufrhythmus gefunden  und es macht sogar richtiggehend Spaß.

Pfiffig: als Stütze für ein Brett dienen zwei alte Nähmaschinen an der Capitaneria von Imperia

Pfiffig: als Stütze für ein Brett dienen zwei alte Nähmaschinen an der Capitaneria von Imperia

Ob jetzt die Pfunde so dahinschmelzen, lässt sich auf der Hexe leider nicht feststellen. Wir haben keine  Waage an Bord und die Capitania hat optisch eh nichts an mir auszusetzen. Sagt sie zumindest. Wenn das keine wahre Liebe ist…

Heute hatte der Skipper ein anderes Sportprogramm, Fock setzen, Fock bergen, Spi setzen, Spi bergen, zwischendurch ein Sonnenbad, oder anfangs, wegen des fehlenden Windes und der trotzdem vorhandenen Wellen ein Rumpelstilzchentanz…

Bei schönstem Sonnenschein verlassen wir San Remo und wollen die italienische Küste, alles Neuland für uns ab hier, erkunden. Der Skipper ist schon wieder an der Grenze zum Fluchen, weil der wenige Wind sehr raum kommt, die Dünung lässt dann die Segel schlagen, und das nervt. Ich werde mir mein ZKWR (Zeit-Kreuzworträtsel) nehmen, und mich in die Sonne setzen. Wenn wir mal ein bisschen weiter draußen sind, wird sicher der Spinnaker gesetzt. Leider lässt der wenige Wind immer weiter nach, und statt Spi muss ab 11:45 die eiserne Genua mitschieben.

Das Regattafeld der 420er vor San Sebastian al mare

Das Regattafeld der 420er vor San Sebastian al mare

Irgendwo da vorne ist ein riesiges Regattafeld, es sind 420er, die offensichtlich eine internationale Regatta fahren, denn man sieht Segelzeichen aus verschiedenen Ländern. Gut für das Regattafeld und für uns, der Wind frischt etwas auf, wir setzen den Spinnaker und wieder freut sich ein Italiener über die Farbwahl, das Motorboot des Yachtclub San Remo fährt an uns vorbei und der Spi wird fotografiert.

Trotz drehender Winde und andauernder Trimmvorgänge halten wir durch bis kurz vor Imperia, erst zwei Meilen vor dem Hafen bergen wir das bunte Segel, und freuen uns auf eine neue Stadt. Es ist eine riesige Marina, mit Liegeplätzen für die ganz großen Boote. Jetzt sind sooo viele Plätze frei, ob die im Sommer wohl alle gefüllt werden?

Die Altstadt von Imperial ist vom Wasser aus deutlich sichtbar

Die Altstadt von Imperial ist vom Wasser aus deutlich sichtbar

Wir machen an der Pier direkt vor der Altstadt fest und freuen uns schon drauf, diese heute nachmittag zu erkunden.

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