Ein kleiner Umweg

Diejenigen, die am heutigen Tag unsere Positon verfogt haben, werden sich sicherlich gefragt haben, warum wir wieder auf dem Weg nach Norden sind. Dafür gibt es eine relativ einfache Erklärung. Aber zunächst möchten wir euch mitteilen dass wir in Sada sind, einem kleinem Ort, ca. 20 Kilometer entfernt von La Coruna, der Teil eines weit verzweigten und sehr hübschen Buchtenlabyrinthes ist. Steile Felsküsten, mit bewaldeten Hängen und zahlreiche Höhlen auf Meeresniveau geben ein imposantes Bild ab.

Was für dicke Delphine!

Was für dicke Delphine!

Und zwischendurch gibt es auch immer wieder einladende Strände, also ideal, um mal ein paar Urlaubstage hier zu verbringen. Das Meer schimmert blau und besonders große Delfine (so große Exemplare haben wir noch nicht gesehen > 3 Meter,  http://youtu.be/gEX9kN1HAr0  haben uns nach Saba begleitet.

Jetzt wollen wir, dann mal den wirklichen Grund für unseren Abstecher verraten. Der erfolgt nämlich nicht freiwillig (auch wenn es wirklich schön hier ist). Seit 7 Tagen lässt sich das Großsegel nur noch mit Mühe setzen und die Reibung auf dem Fall ließ uns Böses erahnen. Wir haben uns schon gedacht, dass die Umlenkrolle in der Mastspitze der Grund des Übels ist. Heute hat sich diese Annahme bestätigt. Wir hatten den Eigentümer und einen Monteur von der Firma Cadenote, die sich auf Masten und andere Reparaturen spezialisiert hat, hier an Bord. Und den Monteur haben wir dann flux, sitzend im sog. Bootsmannstuhl in die Mastspitze gezogen.

imageDort hat er in mühevoller Arbeit die alte, total zerstörte Rolle demontiert. Wir haben dann in einer Diskussion mit Händen und Gesten festgelegt, die kaputte nicht gegen eine gleiche neue heile Rolle zu tauschen, sondern aus einem besseren hitzebeständigen Kunststoffvollmaterial, auf der Drehbank, eine komplett neue Rolle zu drehen.
Gesagt, getan, nach 30 Minuten standen die beiden Helden mit einer wunderbaren neuen Rolle auf unserem Schiff, den Monteur nochmals flux in den Mast gezogen und kurze Zeit später war das Werk erfolgreich beendet. Und Ende gut, alles gut. Die Bilder sagen dann sicher auch mehr als tausend Worte.

Innen gebrochen...

Innen gebrochen…

... außen geschmolzen

… außen geschmolzen wohlverdiente Feierabendbier will auch sicher keiner in Anrede stellen, oder???

Also, falls Ihr mal in Nordspanien seid: Die Leute bei Cadenote sind supernett, sie waren schnell vor Ort, sehr professionell, und unglaublich frundlich, wie die Señora schon sagt: “Wenn da Segler auf ihrem Weg vorbeikommen, werden sie umgehend bedient, denn die anderen Arbeiten können wir auch noch später machen.” Und der Hafen wird 24 Stunden am Tag überwacht, und sie kennen ihre Schweinchen am Gang….
Aber es hilft, wenn man ein bisschen Spanisch kann, denn die Menschen hier können meist nur wenig andere Sprachen, allein das Mädel heute abend im Restaurant liebte die deutsche Sprache und ging schon seit fünf Jahren einmal in der Woche zum Srachhkurs Deutsch nach A Coruña…

 

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