Ein Tag so…

Unabhängig voneinander haben wir beide in der Nacht wachgelegen und die Für-und-Widers bedacht, ob wir uns wieder einen Hund anschaffen sollen. Am frühen Morgen liegen wir nebeneinander und Volker fragt: „Was denkst Du?“ „Ei, ja, was denkst Du denn?“ „Klar, warum nicht?“

Samy – selbstbewusste Schönheit

Eindeutige Kommunikation zwischen Ehepaaren, noch vor dem Aufstehen, bedeutet: Wir fahren jetzt dorthin, holen den Hund, und schauen mal, ob er von uns geholt werden möchte. Und ob der wollte! Die ganze Meute der kleinen Hunde war aufgeregt, als wir die Papiere fertig machen lassen, damit wir Samy mitnehmen können, zuerst einmal ein paar Tage zur Probe. Den Hundepass bekommen wir normalerweise erst nach einer Probezeit von vierzehn Tagen, aber wir verhandeln auf den kommenden Sonntag, denn am Dienstag könnte das Wetter gut sein, um nach Gran Canaria oder Lanzarote zu segeln, und das machen wir nur mit gültigen Papieren.

Und Samy hat, ganz gegen seine Gewohnheit, heftig gebellt heute morgen, als wollte er sagen: „Heute müsst Ihr mich aber wirklich mitnehmen“. Gestern beim Abschied hat er schon soooo traurig geschaut, nach dem Motto: „Wie, Du nimmst mich jetzt nicht mit?“ Dabei muss man sagen, den Hunden im Refugio Internacional de los Animales geht es gut, sie werden hervorragend versorgt, der Tierarzt kümmert sich um sie, und die angestellten Tierpfleger sind den ganzen Tag damit beschäftigt, für der Tiere Wohl zu sorgen.

Selva hätten wir auch genommen

Wir bezahlen 105,00 €, gehen noch eine Runde mit Samy und drei anderen Hunden spazieren, alle süß, alles Kandidaten für einen Platz an der Hexensonne, Sancho, der quirlige junge Mix, Olga, ein bisschen älter, klein, aber oho, und Selva, keine Schönheit, von der man noch nicht viel weiß, weil sie gerade erst ins Heim gekommen ist, die aber, so denke ich, unglaublich intelligent ist; man könnte sie alle mitnehmen.

Samy – in ganzer Länge

Wir aber haben uns entschieden, Samy soll mit uns kommen. Samy ist zwölf Jahre alt, sein Herrchen ist verstorben, deshalb kam er ins Heim. Samy ist hübsch und ein ruhiger Charakter. Und er hat unser Herz gefangen. Warum sollte er sein Alter im Tierheim verbringen? Ein paar schöne Jahre noch mit uns sind viel besser. Findet er auch.

Nach obligatorischen Abschiedsfotos verlassen wir mit Samy das Heim, er steigt gerne ins Auto, muss überzeugt werden, dass er im Fußraum sitzt und nicht auf dem Beifahrersitz, irgendwann legt er sich hin. In La Laguna besorgen wir uns in der örtlichen Zoohandlung ein Körbchen, Dog-Shit-Beutel, eine Wasserschale und Spielbälle.

neues Terrain

zum Erkunden

Problemlos lässt Samy sich in Santa Cruz aufs Boot heben, erkundet es neugierig, in jede Schublade, die ich aufziehe, steckt er seine Nase und folgt uns auf Schritt und Tritt. 

Gute Nacht!

Erst als der Skipper sich zum späten Mittagsschlaf auf die Couch legt, macht der Hund es sich im Körbchen bequem. Im Moment kämpfen wir noch damit, Samy zu erklären, dass das Sofa den Menschen gehört und nicht dem Hund…

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3 Kommentare zu Ein Tag so…

  1. Glückwunsch zum neuen Mitglied der Bordmannschaft! Schön geschrieben, toller Hund! Wau!

  2. Susanne Bollmann sagt:

    Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß mit dem Süßen.

  3. Rolf sagt:

    Herzlichen Glückwunsch, eine gute Tat und für euch auch klasse. Viel Spaß euch dreien

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