Flotte Lotte

Der kleine gelbe Twingo

Der kleine gelbe Twingo

Wir überlegen hin, wir überlegen her, sollen wir noch einen Tag in Argelès-sur-mer bleiben oder endlich weiter nordwärts segeln. Zwei Kleinigkeiten nehmen uns dann schnell die Entscheidung ab. Cornelias Versuch, den kleinen gelben Twingo noch einen Tag länger zu mieten, schlägt fehl, weil der Wagen das ganze Wochenende an Urlauber vermietet ist, und der Wind dreht früher als vorhergesagt auf eine für uns günstige Richtung.

Trotz Leihauto spendiere ich  vor der Rückgabe “unserem” liebgewonnenen Renault eine kleine eigenhändige Endreinigung, dafür bekommen wir, großzügigerweise, die Hälfte der über 100 zuviel gefahrenen Kilometer erlassen – guter Deal!

Um 12 Uhr 15 liegt die Hafenausfahrt achteraus und die Segel gehen hoch. Ein günstiger Wind ist von Anfang an da, die See ist flach. Idealbedingungen. Mit schäumender Bugwelle und schneller Fahrt geht es unserem nächsten Ziel entgegen. Nach einer Weile zeigt unsere Geschwindigkeitsanzeige über 8 Knoten Fahrt an. Segeln kann sooooo schön sein. Schnell, eigentlich viel zu schnell kommt Gruissan näher. Ok, verglichen zum Autofahren sind ca. 15 Stundenkilometer wahrlich nicht der Brüller, aber für uns ist es gefühlt und in echt schon ganz schön flott. Die 60 Kilometer oder 35 Seemeilen segeln wir in vierdreiviertel Stunden ab. Wir haben Glück und bekommen einen Superliegeplatz, längseits an einem Steg mit tollem Blick zur Hafeneinfahrt.

Reste des Forts über Gruissan

Reste des Forts über Gruissan

Blick über den Etang…

Blick über den Etang…

… und zum Meer

… und zum Meer

Heute war Markttag im historischen Ortskern von Gruissan. Die Altstadtgassen waren voll mit Ständen und voll mit Menschen. Unser Hauptaugenmerk galt jedoch zuerst der Festung, die die Stadt im Nordwesten überragt. Der Blick von oben zum  Meer, zum Binnensee, über die Altstadt  bis hin zu den südlichen Ausläufern der Pyrenäen ist wirklich fantastisch.

Maria auf der Fahrt zum Himmel

Maria auf der Fahrt zum Himmel

Nach dem Abstieg und einem Blick in die wirklich sehr schöne Kirche “Mariä Himmelfahrt” haben wir uns in den (Markt)-Trubel gestürzt und reichlich frisches Obst aus der Region gekauft. Zum Verkauf feilgeboten wurde so ziemlich alles, was man sich vorstellen kann. Kleider, Schuhe, Obst, Gemüse, frische Grillhähnchen, Olivenpasten, Holzofenbrot, gegarte Tintenfische, Paella, Spielzeug und sicher noch vieles mehr. Müde vom Wandern machen wir mittags einen kurzen Zwischenstopp in einer kleinen Eckkneipe und schon war es Zeit für den 20 Minuten langen Rückweg. Bis Montag bleiben wir sicherlich in Gruissan liegen, die Liegeplatzpreise sind trotz Hochsaison mit 34 Euro für unsere Bootsgröße sehr moderat.

Markt

Markt

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