Gegensätze

Zuerst mal noch ein kleiner Nachtrag zu Marseille.

IMG_4671 IMG_4670 IMG_4668IMG_4674Um die Stadt zu erkunden, sind wir einmal mehr stundenlang rumgelaufen, über fünf Stunden haben wir uns die näher gelegenen Stadtteile erschlossen. Besonders das nordfarikanische Viertel mit seinem Basar, den koscheren Metzgereien, den zahlreichen Obst- und Gemüseläden und sonstigen Haushaltswarenshops hat es uns angetan. Laut, lebendig und voll ist es dort. Unbekannte Sprachen, unbekannte Speisen und der Duft von unbekannten Gewürzen. Unsere Obstbestände haben wir aufgefüllt und können jetzt die ersten französischen Süßkirchen genießen.

IMG_4686 IMG_4682 IMG_4681IMG_4662Das komplette linksseitige Hafenviertel mit der Börse, dem Prunkbau des Intercontinental Hotel, der alten Seefahrerkirche, außerdem die monumentale Festung an der Hafeneinfahrt mit angeschlossener neu erbauter Kunsthalle und noch eine weitere gothische Kirche standen auf dem Besichtigungsprogramm. Und das beste für alle Pub- und Kneipenfreunde, diese geliebten Freizeiteinrichtumgen liegen gerade mal einen Steinwurf entfernt vom Yachthafen. Über 800.000 Menschen aus gefühlt allen Kulturen der Erde prägen das Gesicht dieser quirlig-bunten Stadt.

IMG_0170 IMG_0163 IMG_0161Und dann das krasse Gegenteil: Eine halbe Bootsfahrstunde vor Marseille beginnen die sogenannten Calanques, fjordartige Felsbuchten, die am Ende ganz eng zulaufen. Kalksandstein steigt steil vom Meeresgrund nach oben, mickrige Bäume krallen sich an den ansonsten kahlen Fels. Eine wahrhaft majestätische Landschaft, die ein Betätigungsfeld ist für Kletterer, Paraglider, Taucher, Wassersportler aller Couleur und erholungsuchende Badegäste am felsigem Badestrand, für alle zugleich.

IMG_0157Wir haben in einer der Buchten geankert, unser Beiboot klargemacht und sind mit dem Hund auf Erkundungslandgang gegangen. Der Landgang war aber nur kurz, der felsige Strand war so von Kalkfelsen umzäunt, dass es von dort nicht weiter ging. Wir sind dann noch weitergerudert, der Mensch will erkunden.

IMG_0172Am Schluss ging es zurück zum Boot, das einsam, aber fest verbunden an seiner Ankerkette, natürlich mit Anker, rumschaukelte. Beim Rollen des bauchigen Bootskörpers durch die leichte Dünung haben wir deutlichen Algen- und Muschelbewuchs gesehen und mit den Händen auch erfühlt. Deshalb segelte unsere Hexe eher verhalten langsam bei leichtem Wind, in den letzten Tagen! Dem bremsenden Umstand werde ich schnellstmöglich, tauchend und mit einer Spachtel bewaffnet, zu Leibe rücken.

IMG_4748 IMG_4747 IMG_4736Danach ging es Anker auf, jetzt liegen wir in dem malerischen Küstenort Cassis, mittendrin statt nur dabei, mit bestem Ausblick auf die ganze Schönheit und das touristische Treiben. Tagsüber ist es konstant um die 25-27 Grad warm, dazu weht ab 12 Uhr immer eine leichte Seebrise, abends schläft der Wind ein, der Himmel ist tiefblau, ganz so, wie man das vom Mittelmeer her kennt und erwartet.

Morgen gibt es mehr zu Cassis, wo der beliebte Likör aus schwarzen Johannisbeeren für Kir oder Kir Royal herkommt und wir segeln dann ein kleines Stück weiter nach La Ciotat.

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