Hightech in Tunesien 

so klein und will über den Atlantik…

Nachdem wir vor ein paar Tagen die Baliwerft in Haouaria angeschaut haben, hat uns der superfreundliche Hafenmeister von Bizerte gestern auf eine nahegelegene Werft mitgenommen, die sich seit ein paar Jahren u.a. auf die Fertigung von Yachten spezialisiert, die aus dem leichten Werkstoff Karbon hergestellt werden. Wir waren gespannt. Denn das Karbonmaterial wird mit verschiedenen Harzen in den jeweiligen Formen in großen Öfen auf bis zu 100 Grad erhitzt, oder wie der Fachmann sagt, gebacken. Dabei hatten wir das große Glück, eine kleine Regattayacht, die für einen deutschen Schauspieler im Bau war, in Augenschein zu nehmen.

… und sooo leicht

Der kleine Renner, der beim berühmten Minitransat starten soll, wiegt mit seinen 6,50 Metern Länge gerade mal 230 Kilo, natürlich ohne. Mast, Segel und sonstiger Ausrüstung, die an Bord gehört.Der Minirenner hat zudem einen heutzutage üblichen und typischen Rundbug und soll außerdem mit Foils ausgestattet werden.

Die Werft bietet zu attraktiven Preisen, alle möglichen Arbeiten rund ums Schiff an. Ein moderner 270-Tonnen-Kran, der bis zu zwölf Meter breite Schiffe aus dem Wasser heben kann, steht zur Verfügung, eine Preisanfrage für alle interessierten Eigner lohnt, deshalb hier die Kontaktdaten.

Für uns war die Zeit in Tunesien etwas ganz besonderes – weder Cornelia noch ich, waren vorher in einem nordafrikanischen Land gewesen. Wir haben soviel gesehen und soviel erlebt, dass wir garnicht alles in unserem Blog wiedergeben können, ohne tagelang die Computertastatur zu traktieren. Tunesien hat uns in seinen Bann gezogen – die Städte, die unglaubliche Freundlichkeit der Menschen, die wir getroffen haben, das wuselige Leben in den Straßen und Gassen der Orte.

Tunesien ist schön

Bizerte, selbst ist mit seinem Hafen, der Altstadt und den Märkten ein lohnenswerten Ziel, ganz gleich, ob man es vom Wasser oder vom Land her entdecken möchte. Unserer besonderer Dank geht an den unbekannten jungen Vater, der uns zusammen mit seiner kleinen Tochter, auf seinem Motorroller, nach einer endlosen Suchaktion, sicher und ganz selbstverständlich ans Ziel geführt hat, wir danken dem Hafenmeister und seinem engagierten Team, die wirklich alles getan haben, um unseren Aufenthalt zu einem ganz besonderen Erlebnis zu machen, wir danken dem freundlichen Herrn, der uns ohne Eigeninteresse und ungefragt, den Weg zum Restaurant erklärt hat.

Und für alle Nachahmer, Nachsegler und andere Interessierte gibt es hier die vollständigen Kontaktdaten der Marina Bizerte.

Diesen Beitrag möchten wir daher gerne mit den Worten beenden, die der italienische Werftchef in Bizerte gewält hat, der seit 2003 permanent in Tunesien lebt und arbeitet: „Wer einmal in Tunesien war, den zieht das Land in seinen Bann und lässt es nie mehr los.”

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