Hin und her

15. Juni 2015, Montag, Baro 1008, sonnig, warm, Wind SSW 2-5
Cannes 09:30 – Nizza 13:30 22 sm
Zuerst ist kaum Wind, dann 5 Knoten. Volker will zwischen die Inseln zum Ankern gehen, denn motoren wollen wir nicht. Dann kommen 12 Knoten Wind, dann Schaumkrönchen, und nachher sind es über 20 Knoten.

Eric und Nany von der Aruna wollen nach Menton, um von dort aus mit günstigen Winden, die hoffentlich bald kommen werden, nach Korsika zu segeln. Wir begleiten sie ein Stück, denn wir wollen noch ein bisschen in dieser schönen Gegend bleiben, ehe wir zu den Inseln übersetzen. Hoch am Wind fahren wir außen um St. Honorat herum, nach dem Gefahrenzeichen können wir langsam abfallen und dann geht es direkt vor den Wind mit ausgebaumter Fock. Leider bekommt Eric von der Marina in Menton eine Absage, und auch ich habe kein Glück in Cap-Ferrat, aber in Nizza sind noch zwei Plätze frei, also fahren wir dort hin.

Gewitterwolken türmen sich auf

Gewitterwolken türmen sich auf

Drei Meilen vor der Hafeneinfahrt kommt die Fähre aus Korsika, und die hat leider Vorfahrt, also müssen wir draußen abwarten, bis der Lotse an Bord gekommen, die Fähre in den Hafen gefahren ist und die Leinen fest sind. Direkt vor Nizza ist das Meer noch über 200 m tief, und dann geht es steil nach oben. Das produziert eine unruhige See bei auflandigem Wind, kurze choppige Wellen, wir lassen das Großsegel oben, damit es uns ein bisschen Stabilität verleiht. Außerdem türmen sich gerade über den Bergen riesige Gewitterwolken auf, in denen es auch blitzt und donnert.

Der Flughafen liegt direkt am Meer

Der Flughafen liegt direkt am Meer

Und vom Flughafen, der hier in Nizza direkt am Meer liegt (Start und Landung sind spektakulär), kommt das Heulen der Motoren. Schon ein bisschen gespenstig, das Ganze. Endlich sind die drei roten Lichter an der Hafeneinfahrt aus, und wir können reinfahren. Es ist unglaublich warm, deshalb bilden sich auch diese Gewitterwolken. Nico genießt die Kühle des Steinbodens im Marina-Office, als wir zum Zahlen gehen, und macht beim anschließenden. hundespaziergang schnell seine Geschäfte, damit er – nach einem kleinen Umweg an der Slipbahn für ein Hundebad – wieder ins schattige Schiff kommt.

Restaurant mit bunt gedeckten Tischen in Nizza

Restaurant mit bunt gedeckten Tischen in Nizza

Um 18:00 Uhr hat es ein bisschen abgekühlt und wir machen uns auf den Weg in die Altstadt. Wir kennen diese schon von einem früheren Besuch, aber es ist ein wunderschönes Viertel mit ganz engen Gassen, in die zudem noch die Restaurants ihre Tische und Stühle stellen. Eric möchte nicht mitten auf der Straße essen, da könnte ja jeder kommen und von seinem Teller probieren wollen.

Ein Altar in der Kirche von Nizza

Ein Altar in der Kirche von Nizza

Baron von Münchhausen?

Baron von Münchhausen?

Wir bewundern die provenzalischen Stoffe, die Süßigkeiten und die seltsamen Dinge in den Andenkenläden.

Zum Apéritif finden wir eine wunderschön auf “altes Brauhaus” dekorierte Bar, in der wir leckeres “König Ludwig Weißbier” trinken.

Ein Cowboy vor l'Opéra

Ein Cowboy vor l’Opéra

Leckere Pralinen im Schaufenster

Leckere Pralinen im Schaufenster

Dann geht es weiter mit dem Sightseeing: Wir schlendern durch die Straße direkt hinter der Uferpromenade mit ihren unzähligen Restaurants, können uns aber noch nicht entscheiden, wo wir essen wollen, laufen an der Opéra vorbei, noch bis zum Ende der Altstadt, und schließlich am Meer entlang zurück zum Hafen. Denn der liegt in Nizza nicht direkt neben der Altstadt, sondern – durch einen ziemlich hohen Hügel getrennt – in der nächsten Bucht. Dort finden wir das “blaue Schiff”, dessen Küchenkapitän aus Kalabrien kommt und essen mal lecker italienisch (mit Sepia-Nudeln, wie man sieht…).

Nudeln aller Art

Nudeln aller Art

Die Capitania mit Lätzchen beim Spaghetti-Essen

Die Capitania mit Lätzchen beim Spaghetti-Essen

Nachtischzeichnungen?

Nachtischzeichnungen?

 

 

 

 

 

 

16. Juni 2015, Dienstag, Sonne-Wolken-Mix, Baro 1012, Wind SW um 3
Nizza 10:20 – vor Anker vor St. Honorat 14:10, 16 sm

Die Optis üben vor der Hafeneinfahrt

Die Optis üben vor der Hafeneinfahrt

Große Abschiedsszene auf der Aruna, die beiden winken uns nach, hoffentlich haben sie morgen einen guten Wind, um nach Korsika zu segeln. Unsere Wege werden sich sicher noch mal kreuzen, hier an der Côte oder auf den Inseln.
Mit wenig Wind – wie immer am Morgen – segeln wir los. Nach einer halben Stunde und ein bisschen motoren, hat sich der Wind bei 7-8 Knoten stabilisiert, Volker hört auf, das Holz im Salon zu polieren und wir setzen den Spi. Das geht eine weitere halbe Stunde gut, dann dreht der Wind zu sehr auf die Nase, der Spi muss wieder runter und wir kreuzen bis zum Cap Gros. Unser Ziel sind die Îles des Lerins vvor Cannes, wir sind also wieder zurück nach Westen gesegelt. Die heutige Nacht wollen wir, bei angekündigt wenig Wind, zwischen den beiden Inseln Ste. Marguerite und St. Honorat vor Anker verbringen.

 

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