Im Norden Lanzarotes

Grüne Bäume in der Stadtmitte von Haría

Die ersten Palmen künden Haría an

Am zweiten Tag haben wir uns den Inselnorden vorgenommen, allerdings mit kleinen Korrekturen des ursprünglichen Plans. Anfangen wollten wir mit der ehemaligen Hauptstadt Teguise, die einen mittelalterlichen Stadtkern hat. Allerdings waren wir sehr erstaunt, als wir dort ankamen, winkten uns zahlreiche Hände auf Parkplätze, links und rechts der Straße, bis wir herausfanden, dass dort sonntags ein großer Markt stattfindet, wohl so groß, dass man dafür Tausende von Parkplätzen aufmacht. Das haben wir uns dann lieber geschenkt und sind zum Mirador del Río gefahren über die erstaunlich grüne Stadt Haría, deren Straßen von Palmen gesäumt sind, ein ganz anderer Anblick als die Mondlandschaft der Südinsel. Es geht auch ziemlich hoch in die Berge, gewundene Straßen mit großartigen Ausblicken über die Insel und zum Meer hin auf allen Seiten.

La Graciosa

Beim Mirador del Río hat man große Ausblicke zur Insel La Graciosa, man sieht viele Yachten in der geschützten Bucht ankern. Auf dem Feld vorher haben wir gigantisch große Ziegen gesehen, die dort frei auf dem Feld herum liefen, und viele Autos mit einer Art Jagdhund, eine Aktivität, die offensichtlich  eine Sonntagsbeschäftigung der Inselbewohner ausmacht.

Durchblicke

Lava-Felsen

Felsformationen

Auf dem Weg zum Meer machen wir Halt bei den Cuevas de los Verdes, einer durch die zahlreichen Vulkanausbrüche geformten unterirdischen Höhle, die man mit einer geführten Gruppe besuchen kann. Es geht durch viele Gänge, die Höhle ist total trocken und hat eine konstante Temperatur von 19°. Am Ende des begehbaren Teils ist ein Auditorium, in dem auch Konzerte abgehalten werden, es gibt einen kleinen unterirdischen See. Die Einwohner der Insel haben die Höhle zu früheren Zeiten als Fluchtort genutzt, vor den Conquistadores der spanischen Armada und später vor den Piraten aus Afrika, die die Inselbewohner gerne als Sklaven mitnahmen. Die Gänge gehen bis hinunter zum Meer, auch das ein Fluchtweg vor Eindringlingen.

Ein salziges Bad am Ende des Tunnels?

Felsformationen am Meer

Da kommt der unterirdische Höhlentunnel raus

Das dem Meer nahegelegene Ende der Höhle haben wir in einem zweiten Schritt ebenfalls besucht, dort allerdings machten uns die Gerüche der ebenfalls in und um die Höhle ansässigen Restaurants darauf aufmerksam, dass wir noch kein Frühstück und kein Mittagessen hatten.

In einem kleinen Fischerdorf an der Nordostküste finden wir ein Restaurant, das gut besucht ist von lauter spanisch sprechenden Menschen, da gehen wir hin und werden nicht enttäuscht, köstliches Essen erwartet uns.

auch eine Kaktusart

mit Blüte

schön angelegt

großartige Formen

Danach schaffen wir nur noch einen Besuch im Jardín de Cactús, einem von Cesar Manrique, dem lokalen Inselkünstler, der alles hier entworfen hat, erfundenen Kaktusgarten, wunderschön angelegt, mit zahlreichen verschiedenen Kakteenarten. Hier gibt es außerdem richtige Kaktuszuchten, die vor allem die Cochenilleläuse, die auf diesen Kakteen leben, für die Gewinnung von rotem Farbstoff züchten. Die rote Farbe in vielen Kleidern, aber auch im Campari stammt daher, naja, man schmeckt es ja nicht…

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.