In der Tonne

Wir sind wieder zurück in Darmstadt, die Routine kommt schnell, morgens Hundespaziergang, Kaffee, nicht wie früher in der gemeinsamen Küche in Erzhausen, sondern jetzt als schnell löslicher Kaffee aus der Dose, aber für Nico wird alles anders.

Nana schläft

Nana schläft

Nana ist in unser Leben getreten, sozusagen als “Enkelhund”, und heute morgen kam sie wegen Terminproblemen ihres Frauchens Larissa schon um 06:30 Uhr. Glücklicherweise ist das kleine Mädchen nochmal für ein Stündchen eingeschlafen, dann bin ich mit Nico und ihr in den Park gegangen. Nana liebt unseren Park und die vielen Hunde, die dort mit ihren Herrchen oder Frauchen spazieren gehen. Nico ist erstaunlich entspannt mit dem kleinen Derwisch, sie darf ganz nah an ihn heran, nur, dass sie ihm in die Ohren beißt, hat er ihr zweimal lautstark und konsequent verboten.

Nico auch

Nico auch

Nach dem Frühspaziergang zieht sich Nico nach einem kurzen Frühstück ins Dachgeschoss zurück, Nana bleibt bei mir und meinem Café im Erdgeschoss und spielt mit all ihren Knäulen und Spielzeugen. So hat Nico noch eine Verschnaufpause.

Doch Nana lässt mir auch genug Zeit, um meine Home-Office-Aufgaben zu bearbeiten. Oft spielt sie alleine mit sich und ihren Spielzeugen, danach zieht sie sich in ihr Körbchen zum Schlafen zurück.

melon-Kissen

melon-Kissen

So vergeht der Tag wider Erwarten sehr schnell, Nana ist abgeholt, am Spätnachmittag wollen wir einen Ausflug zum Einrichtungshaus Segmüller machen, um passende Kissen für unseren neuen Katamaran zu finden. Die Farbe „Melon“, die wir uns für die Cockpitpolster ausgesucht haben, ist nicht unproblematisch, denn es gibt so viele Nuancen, dass man die Farbe nicht so einfach bestimmen kann.

Nun haben wir soviel Zeit mit Organisation etc. verbracht, dass irgendwie die leiblichen Genüssen zu kurz gekommen sind. Wir haben nicht mit rechtzeitigen Einkäufen vorgesorgt, und wollen uns die weihnachtlichen Spezialitäten der lokalen Brauerei „Grohe“ nicht entgehen lassen.

Stiefel und Mantel sind angezogen, Portemonnaie und Hundeleine eingepackt, doch wo ist Volkers Handy?

„Ruf mich doch mal an“, sagt er. Mache ich, klar.
Ruhe im Schiff. Kein Handy, kein Klingeln.

Volker geht zum Auto, überprüft, dass es nicht unter dem Sitz im Benz liegt. „Vielleicht liegt es ja doch im Bett unter der Decke vergraben“, Volker sprintet ins Dachgeschoss und wirft die Decken auf die Seite, nichts. Ich meine, ein leises Signal zu hören, draußen, aber in der Nähe vom Haus.

„Es muss doch im Auto liegen!“. Erneuter Versuch, negativ. „Es liegt in der Nähe vom Haus“, sage ich, „ich habe es läuten hören.“ Volker ist entsetzt: „Wenn wir es nicht finden, ist es eine Katastrophe!“

maritimer Adventskalender

maritimer Adventskalender

Wir starten noch eine Offensive, in der Haustür stehend rufe ich Volkers Nummer an, er rennt ins Wohnzimmer, das Signal wird schwächer, hier draußen ist es am stärksten, wir nähern uns … der Papiertonne, darinnen klingt und vibriert es, und endlich … summt es inmitten von alten Zeitungen und Butterbrotpapier, wahrscheinlich war es heute morgen beim Aufräumen in die kostenlose Stadtteilzeitung auf dem Weg in den Papiermüllcontainer eingewickelt worden. Wir finden es wieder.

Danke, lieber Nikolaus!

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