Ins Wasser gefallen

So schön im Sonnenschein

So schön im Sonnenschein

Bedrohlich wirkend, ziehen immer mehr dunkle Gewitterwolken über Cannes auf. Ein erstes Gewittergrollen ist in weiter Ferne zu vernehmen, der Wind frischt auf, und ein paar Regentropfen fallen vom verdunkelten Himmel. Ich bin allein unterwegs mit unserem Beiboot, Cornelia hat es vorgezogen, im trockenen Boot zu bleiben. Der Start zur zweiten Wettfahrt, der Regates Royales de Cannes ist erst vor wenigen Minuten erfolgt. Aufgereiht wie an einer unsichtbaren Perlenschnur, streben die Yachten der Luvtonne, durch den Winddruck mit ordentlich Schräglage, entgegen. Die Mannschaften sitzen sozusagen als lebendes Gewicht auf der Luvkante und wirken der Krängung entgegen. Es liegt was in der Luft an diesem zweiten Wettkampftag. Wetterbedingt. Der Wind frischt auf, der Regen wird stärker. für mich wird es Zeit, das Beiboot zu wenden und Kurs auf den sicheren Hafen zu nehmen. Zu groß ist das Risiko, bei einem möglichen Motorausfall hilflos abgetrieben zu werden. Trotz Paddel, denn die sind bei viel Wind wirkungslos. Leider gibt es von der Segelaction diesmal keine Bilder, ich hatte schlichtweg nichts zum Fotografieren dabei.

Nico ist auch hundemüde

Nico ist auch hundemüde

Kurz nachdem das Dinghy sicher vertäut am Steg liegt, öffnet der Himmel vollends seine Schleusen und der Wind heult im Mast. Draußen auf der Regattabahn wird es jetzt hoch hergehen, Segel müssen gerefft-, leichte Vorwindsegel eingeholt werden und die Segler werden sich wohl hektisch das Ölzeug überziehen, um den Elementen zu trotzen. Für uns im Hafen hat diese Wetterturbulenz diesmal keine Auswirkungen. Wir liegen lesend auf den Salonsofas und sind froh, gerade nicht unterwegs zu sein. Bis in die frühen Abendstunden hält der Wetterspuk an und gegen 7 Uhr machen wir uns auf in die Stadt. Ein letztes Abendesssen mit Annett und Patrick in einem Super-Fischrestaurant steht an, bevor die beiden nach Hause fahren.

Wie???
Volker geht ins Fischrestaurant???

Gurkensalat einmal anders

Gurkensalat einmal anders

Ja, auch das gibt es, aus Liebe zu Cornelia und aus Freundschaft zu den beiden. Aber was esse ich da? Es gibt ein Fleischgericht und ein vegetarisches Menü für die Fischverweigerer.  Als ausgewiesener Fleischesser bin ich vegetarischen Gerichten gegenüber „von Hause aus“ skeptisch eingestellt. Trotzdem liest sich die fleischlose Variante interessanter als das frankreich-übliche „Steak avec Frites“. Und ich muss sagen, das gestrige Essen im Astoux war der Knaller. Als Vorspeise gab eine Art Gurkensalat in der Mitte des Tellers, umrahmt von Kartoffel-Sahne-Schaum rundherum, und Zwiebeln mit Dill on Top, das Ganze kalt serviert. Der Hauptgang war ein Risotto mit geräucherten Tomaten, umrandet von Mozarellaschaum, krass klasse.  Immer wieder kam mir  beim Essen dieser Köstlichkeiten der Spruch von Martina in den Sinn, „Fleischlos, aber nicht reizlos“.

Ein Gruß aus der Küche, Meerschnecken und selbst gemachte Mayonnaise

Ein Gruß aus der Küche, Meerschnecken und selbst gemachte Mayonnaise

Der hat in dem Fall den berühmten Nagel auf den Kopf getroffen. Abschließend bermerkt, war auch die Fisch- und Meeresgetier essende Fraktion mehr als zufrieden mit ihren ausgewählten Speisen.

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.