Land in Sicht!

Ca. 20 Seemeilen östlich von uns liegt der große Industriehafen El Jadida und die Hafenkräne zum Entladen der Containerschiffe sind bis zu uns hin sichtbar. Wir segeln immer noch mit dem Code D und dem perfekten Windeinfallswinkel von 120 Grad. Wir haben uns bewusst entschieden, tagsüber möglichst nahe zur marokkanischen Küste zu segeln. Das hat mehrere Gründe; einer ist davon ist, dass wir uns gehofft haben, dass die nördliche atlantische Stömung näher zur Küste schwächer wird, dem ist auch so. Der andere positive Effekt ist, dass der Wind tagsüber durch den thermischen Seewindeffekt stärker ist als vorhergesagt. Man kann diese thermischen Effekte sehr schön im Mittelmeer an warmen Sommertagen beobachten, tagsüber weht es zum Land hin und nachts vom Land weg. Wir segeln im Moment bei 10-12 Knoten wahrem Wind mit guten acht Knoten dahin, bei einer leichten Atlantikdünung. Es ist halt sehr wahrscheinlich, dass am späten Abend der Wind einschlafen wird, zumindest sieht es auf den Gribfiles so aus, die Cornelia mit unserer SSB-Anlage in Verbindung mit dem Pactormodem abgerufen hat.
Negativ ist, dass es ein kleines neues elektronisches Problem an Bord gibt. Die Motoren laden die Batterien nur bis zu 95 Prozent voll. Dann geht von den Lichtmaschinen kein Ladestrom in die Batteriebank hinein. Hingegen die Solarpanele vermögen die Batterien bis zu 100 Prozent vollzuladen. Wenn jemand eine Idee hat, sind wir für Anregungen dankbar. Samy tut es wirklich wunderbar an Bord, alle seine Geschäfte erledigt er mühelos. Damit es ihm nicht zu eintönig wird, spielen wir viel mit ihm und trainieren wichtige Kommandos, wie Sitz, Platz oder Hütte. Mit dem Kommando “Hütte” ist seine Flugbox gemeint, in die er sich dann hineinlegt. Heute haben ich versucht, ihm den Hütchenspielertrick mit den 3 Bechern, unter einem ist ein Leckerli, beizubringen. Den hat er auf Anhieb noch nicht verstanden und es bedarf wohl noch zahlreicher Wiederholungen. (Das waren auch keine Platikbecher, sondern Eierbecher, die schmeißt ein Hund nicht so leicht um, Anm. d.Red.)
Noch 245 Seemeilen bis Gibraltar.

Dieser Beitrag wurde unter Leben an Bord veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.