Laufplanke für die Capitania

img_1434So langsam weihnachtet es in unserem Wohnzimmer. Die in Kisten gelagerte und verstaute Weihnachtsdeko, haben wir wieder aus den Stauräumen unseres Firmengebäudes rausgekramt und hübsch im Wohnzimmer drapiert. Die vier Lichterketten illuminieren bereits den Weihnachtsbaum, der seit gestern endlich an seinem angestammten Platz steht.

Alle Jahre wieder: ein Traum von Weihnachtsbaum

Alle Jahre wieder: ein Traum von Weihnachtsbaum

Das war nicht so einfach, wie es sich liest, denn unser grüner Tannenfreund hat eine kleine “Behinderung”, einen sog. Bodenzwiesel. Wenn ein Hauptstamm sich in zwei Stämme teilt, spricht man bei einem Baum von Zwieseln. Dadurch war der Stamm ganz unten so dick, das ich ihn mit der Kettensäge mehrfach ausdünnen musste, bis er in unseren Christbaumständer reingepasst hat.

Nur die Wachskerzen und die Kugeln oder Strohsternchen oder Lametta müssen noch warten, die dürfen erst am 23. Dezember an den schönen Baum. Aber so können wir uns schon am Morgen an dem Weihnachtsfeeling erfreuen.

Bereits vor ein paar Tagen hat Cornelia ein, ich nenne es mal “vorweihnachtliches Geschenk” erhalten.

Die Hexen pflastern den Weg aufs Boot

Die Hexen pflastern den Weg aufs Boot

Damit die Capitania auch bei dem neuen Kat einfach und elegant an Land gehen kann, haben wir bereits im Vorfeld direkt beim Hersteller in Slowenien eine Gangway bestellt. Die ist 2,6 Meter lang, 35 Zentimeter breit und aus leichtem superstabilen Carbon hergestellt. Gerade einmal 7,6 Kilo wiegt die Laufplanke und ist zudem mit einem praktischen Handlauf für ein sicheres An-, bzw. Von-Bord-gehen ausgestattet. Zudem hatten wir die Möglichkeit, die Gangway zu personalisieren und so ist sie jetzt dank der Hexensymbole und dem Namenszug ein ansehnliches Unikat, das bald seiner Bestimmung zugeführt wird.

Auch Nico übt schon den Gang über die Planke

Auch Nico übt schon den Gang über die Planke

Apropos Bestimmung, wir müssen uns noch ein bisschen gedulden, bis unser Kat ins Wasser kommt. Vor zwei Tagen haben wir von Outremer mitgeteilt  bekommen, dass der Krantermin auf den 4. Januar verlegt wurde, damit noch einige Details in der trockenen Produktionshalle installiert werden können. Uns soll es recht sein, das gibt uns hier in Darmstadt ein paar Extratage, um wichtige Dinge zu regeln. Wir haben jetzt den 2. Januar als Abreisetag nach Südfrankreich eingeplant.

Ich weiß nicht, wer in der letzten Woche die Vendée-Globe-Regatta verfolgt hat. Ein Teil des Regattafeldes ist durch ein Gebiet mit Windgeschwindigkeiten von über 100 Stundenkilometern und Wellen von über 10 Metern Höhe durchgesegelt, diesmal Gott sei Dank ohne größere Schäden an Schiff oder Skipper. In der Woche davor hatte eine Starkwindfront sowie ein paar  Kollisionen mit unbekannten Unterwasserhindernissen, sog. “UfOs” (Undefined floating Object), zu einigen Ausfällen geführt, mit der Folge, dass von den einst gestarteten 29 Teilnehmern, nach 41 Segeltagen nur noch 22 Segler im Rennen sind. Hier findet man einen Film darüber: http://www.vendeeglobe.

Das mehrwöchige extrem spannende Kopf-an-Kopf-Duell zwischen dem Franzosen Armel le C’leac’h mit seiner “Banque Populaire” und dem Engländer Alex Thompson auf der “Hugo Boss” hat leider vor ein paar Tagen ein zumindest zwischenzeitliches Ende gefunden. Alex Thomson hat sich in einem Tiefdruckgebiet mit wenig Wind festgefahren und kann diesem, wie es scheint, im Moment nicht entfliehen, mit der Folge, dass sich der Abstand zwischen den beiden auf fast 400 Seemeilen vergrößert hat. Neun der Teilnehmer haben das Kap Leeuwin umrundet und damit bereits die Hälfte der Weltumsegelung in ihrem Kielwasser. Es ist sicher noch verfrüht, davon zu sprechen, dass diese Topsegler nun auf dem Heimweg sind, denn noch gilt es, das berüchtigte und häufig sturmumtoste Kap Hoorn zu runden.

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