Man(n) muss geduldig sein

Heute morgen wurde ich gleich um 9 Uhr in der Schlosserei vorstellig. Mit maßstabsgerechtem Muster. Der Chefschlosser, ganz Fachmann, hat unser Problem und das Muster sofort verstanden und eine baldige Fertigung der Aluplatte zugesichiert, nur ganz so schnell geht es nicht, und unsere ausgeschlagene Halterung des oberen Ruderlagers muss noch bis Samstag auf ihre Reparatur warten. Eine Schwachstelle, die wir im letzten Sommer auf dem Rückweg von Korsika erstmalig bemerkt hatten. Plötzlich hatten wir so ein „schwammiges” Steuergefühl, vor allem bei höheren Geschwindigkeiten. Bei genauerem Hinsehen konnte man feststellen, wie sich die obere Führungsbuchse des Ruderlagers hin und her bewegte.

Hier muss die Platte hin

Hier muss die Platte hin

Beim Krantermin im Oktober wurde das Problem von den Mechanikern in Villeneuve Llobet behoben. Leider anscheinend nicht dauerhaft, denn auf dem langen Weg nach Villeneuve trat das gleiche Problem wieder auf. Ursächlich dafür ist das nicht ausreichend starke Laminat, in dem das Gleitlager eingebettet ist. Der Plan ist daher, eine Aluplatte um das Gleitlager herum zu befestigen, die dauerhaft verhindern soll, dass sich das Ding weiterhin bewegt. Das ist ziemlich wichtig, weil das ein sehr sicherheitsrelevantes Teil ist und eine sich bewegende Ruderachse im schlimmsten Fall das Schiff aufreißen kann, durch die großen auftretenden Kräfte.

Den Umfang muss man erst einmal messen!

Den Umfang muss man erst einmal messen!

Auf dem Bild ist das der äußere sichtbare schwarze Flansch, nur zum besseren Verständnis. Lange haben wir darüber nachgedacht, wie eine adäquate Abhilfe aussehen muss, Ralf, Joachim und Wolfgang haben mit überlegt und die Lösung ausgearbeitet. Lösungsorientiertes Networking.

Jetzt heißt es erst mal abwarten, bis Samstag, und dann geht es so richtig los. Bis dahin packen wir die Gelegenheit beim Schopfe und bummeln aisführlich übler die Katamaranmesse und klettern auf jedes ausgestellte Schiff.

Messefahnen

Messefahnen

Allegra war heute bei leichten Winden mit der Outremer 45 zum Probesegeln, und hat das ruhige Dahinsegeln auf dem Zweirumpfer sehr genossen. Mit Gennaker, einem Leichtwindsegel, ging es trotz nur ein bis zwei Windstärken flott voran. Ich habe nachmittags das gute sonnige Wetter ausgenutzt, um den Bootskeller, die Bilge, zu reinigen und unseren Teppich mal gründlich auszuklopfen. Frühjahrsputz sozusagen.

Morgen früh bringen wir Allegra in aller Herrgottsfrühe zum Zug. Ihre Zeit bei uns an Bord ist leider schon vorbei, und sie war sehr schön.

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Ein Kommentar zu Man(n) muss geduldig sein

  1. G sagt:

    Volker, du wirst ja noch eine Schiffbau-Ingenieur mit deiner genauen Beschreibung der zu schwachen Lager-Abstützung. 🙂
    Wir machen uns schon mal warm und gehen gleich zum Spiel ans Bölle.

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