Grenzgänger

Weitersegeln, den Westwind nutzen, Gibraltar links liegen lassen, in einem durchsegeln bis Cartagena, gut 250 Meilen weiter im Osten. Bloß den Frust über die gestrige neue technische Panne mit der Steueranlage im Kielwasser achteraus lassen. Hätten wir machen können. Doch dann hätten wir unseren Freund Harald und seinen Sohn Julian verpasst, die sich mit ihrem Schiff in der letzten Woche, meistens gegen den Wind, nach Gibraltar vorgekämpft hatten, um uns im Mittelmeer willkommen zu heißen. Und auf ein Wiedersehen haben wir uns schon seit dem letzten Tunesienaufenhalt sehr gefreut.
Nach einem kurzen Anruf in der Marina Alcaidesa, im spanischen Teil von Gibraltar, haben wir unseren Kurs zum “The Rock”, dem Felsen, wie Gibraltar im englischsprachigen Raum genannt wird, abgesteckt. Dort gab es einen wunderbaren Längseitsliegeplatz für uns und im nahegelegenen Restaurant habe ich uns ein paar Brötchen zum Frühstüsck besorgt. Der Hund hat sich über den Landgang sehr gefreut, hat wie wild herumgetobt, mit anderen Hunden gespielt und ist beim Spaziergang sicher die 5-fache Strecke vom normalen Weg gelaufen. Zurück an Bord gab es ein ausgiebiges Frühstück mit allem Drum und Dran, denn am Vorabend waren wir zu geschockt gewesen, um an Essen zu denken.
Aber was genau ist mit der Ruderanlage passiert? Jetzt wird es leider ein bisschen technisch und vielleicht langatmig, weil man es sonst nicht verständlich erklären kann. Plötzlich hatte sich der Autopilot ausgeschaltet, und das Boot fuhr direkt in die Fahrlinie eines näher kommenden Frachters. Um diesem auszuweichen, schalte ich den Autopilot aus, greif ins Steuerrad, und nix passiert. Die Hexe ändert ihren Kurs nicht, ich schalte geschwind den Autopilot wieder ein, ändere den Kurs, die Hexe dreht, wir kommen frei vom entgegenkommenden Frachter. Gott sei Dank.
Danach versuchen wir, den Fehler zu finden, zuerst in der Schaltbox, wo man von der Steuerradsteuerung auf die optionale Pinnensteuerung mittels eines Bowdenzuges umstellen kann. Der Bowdenzug hat am Ende einen Metallbolzen, der den Ruderquadranten der Radsteurung und den der Pinnensteuerung miteinander verbindet, oder auf Wunsch eben über die Schaltbox trennen kann. Wie gesagt, die Schaltbox ist in Ordnung. Ich verziehe mich in den Motorraum, guck mir die Rudermechanik dort direkt am Quadranten an, und was finde ich? Ein abgebrochener ca. drei Zentimeter langer Metallbolzen liegt auf dem Boden, ich fluche rum, maule (natürlich ungerechtfertigter Weise) in meiner Wut/Hilflosigkeit über die Situation, die Capitania an. Nix gut, doppelte Scheiße. Also erstmal raus aus der Situation und dem Motorraum, runterkommen, abkühlen und nachdenken. Cornelia meint, das wir dann halt den Rest der Strecke nur mit Autopilot fahren können, was ja prinzipiell ginge. Doch so schnell will ich nicht aufgeben, irgendwie muss eine Lösung her, damit wir im Notfall über die Steuerräder steuern können, dafür sind die ja da…
Nach einer Weile fällt mir ein, dass wir Gewindestangen in verschiedenen Durchmessern an Bord haben, und dass man damit die zwei Quadranten verbinden könnte. Abgeregt geht es ans Werk und nach einem Versuch mit Irrtum und 60 Minuten später, arbeitet die Steuerung wieder so, wie sie soll. Nur meine Wut über die Outremerwerft, das Schiff, den ganzen Pannenmix, die bleibt, auch noch mit einem Tag Abstand. ENDE
In Gibraltar ging es dafür umso erfreulicher mit dem Vater-und-Sohn-Gespann per Pedes in Richtung spanisch-englischer Grenze. Und ganz so, wie man es aus den Medien kennt, stauten sich tatsächlich die Autos vorm britischen Grenzübergang bei der Ausreise aus dem spanischen Teil, auf einigen hundert Metern. Wir vier gingen zuerst mit gezückten Personalausweisen durch die spanische Grenzkontollbaracke, ohne beachtet zu werden. In der nachfolgenden englischen Baracke wurde unsere Ausweise von Officer kurz in Augenschein genommen. Danach waren wir offiziell im englischen Teil von Gibraltar, was man an der typisch roten Telefonzelle gleich auch optisch erkannte.
Dann folgte die nächste Besonderheit, wir überquerten zu Fuß die Start- oder Landebahn des Flughafens, wo noch kurz zuvor eine große Boing von Easyjet gelandet war. Lustiges Gefühl, aber wenn ein Flugzeug angekündigt ist, wird der Durchgang für den ganzen Verkehr gesperrt und mehrere Kontrollfahrzeuge fahren das gesamte Rollfeld ab. Kurze Zeit später saßen wir in einem netten Pub und blickten dabei über die Shepphard’s Marina. Der Rückweg lief dann in umgekehrter Folge. Zum Sonnenuntergang saßen wir endlich mit hängenden Mägen in “unserem” Hafenrestaurant, das schon am Mittag und Nachmittag voll war mit spanischen Familien, die den Sonntag feierten, und haben lecker gegessen und getrunken.
Danach war bei Cornelia und mir die Luft raus, rien de va plus, ganz schnell ab in die Koje. Heute Morgen sind wir mit dem Kat, ohne Grenzkontrolle, zum englischen Gibraltarteil rübermotort und haben Diesel für knapp 60 Cent je Liter gebunkert. Jetzt pflügen wir mit Rückenwind und Schmetterlingssegelstellung durchs aufgewühlte Mittelmeer. Wie cool, wir waren gerade über 16 Knoten schnell im Surf, und das mit 2-fach gerefftem Großsegel und verkleinerter Genua :-))). Segeln kann ja so schön sein!

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Der vierte Tag

Samstag, 26. Mai 2018, 2. Teil

Dieser vierte Tag unserer Überfahrt war für mich der entspannteste und angenehmste. Obwohl ich in der Nacht nicht so gut geschlafen hatte wie in der Nacht zuvor, fühlte ich mich ausgeruht und freute mich auf diesen letzten Tag auf dem Atlantik. Nachdem ich Volker um 03:15 abgelöst hatte, konnte auch er sich noch eine richtige Mütze voll Schlaf holen und war ebenfalls am Morgen en pleine forme und gut gelaunt. Wir hatten ein gemütliches Frühstück im Cockpit mit ordentlichem Kaffee und Spiegelei, die Kommunikation über emails und gribfiles für Wetterberichte mit dem Pactor-Modem war tadellos und schnell, es gab Wind zum Segeln und ein glattes Meer, dann sogar noch Reste von der gestrigen Lasagne zum Lunch, Mensch, was willst Du mehr?

Am späten Nachmittag tranken wir wie jeden Tag unser alkoholfreies Bier in der Abendsonne, entspannt natürlich. Aber nicht lange! Denn da begann der Albtraum.

Plötzlich ruft Volker von innen mir zu: “Was machst Du denn? Warum fährst Du so ‘n Scheiß?” Ich bin mir keiner Schuld bewusst, ich hatte lediglich an Deck gesessen und verträumt ins blaue blaue Meer gestarrt, aber jetzt merke auch ich, dass das Boot komplett vom Kurs abgewichen ist und sich völlig unkontrolliert dreht. Da hat sich wohl der Autopilot ausgeschaltet. Volker steht am Steuerrad und will die Hexe zurück auf Kurs bringen, aber nix geht! Das Rad hat keine Steuerungswirkung mehr! Mittels Autopilot bringen wir das Boot auf Seinen richtigen Kurs zurück, ehe es vor den uns entgegen kommenden Frachter läuft. Nochmal gut gegangen.

Die Pinnensteuerung funktioniert, also scheint hier etwas ausgekuppelt zu sein. Merkwürdig ist nur, dass keiner von uns überhaupt dran war. Alle weiteren Berichte hierüber kommen morgen vom Skipper selbst. Und es war dramatisch und furchtbar.

Aber kaum hatten wir diese Phase überstanden, zeichnete sich ein  neues Problem ab. Wir waren unterwegs an der marokkanischen Küste, eigentlich weit genug entfernt vom Land. Volker war noch in der Motorbilge beschäftigt, da war ich schon die ganze Zeit nervös mit den gerade noch sichtbaren Bojen, die irgendwelche Fischernetze ankündigten. Unter Motor versuchte ich im letzten Sonnenlicht, ihnen auszuweichen. Es wurde immer dunkler, und immer weiter mehrten sich diese furchtbaren Bojen. Mal blinkten sie rot und weiß, mal rot und blau, aber immer lagen sie mitten in unserem Weg. „Was tun wir denn jetzt?“, war die bange Frage, denn es macht keinen Spaß, mit 6 – 8 Knoten Fahrt in eine Fischerleine rein zu rauschen. Wir sind ausgewichen, nach Nord, nach Süd, solange, wie uns das kleine Fischerboot, das dann immer mit uns fuhr, es für nötig hielt, damit deren Netze nicht beschädigt wurden. Und das in der Nacht, ohne Sicht, wir wollten nur noch weg, am liebsten raus aufs Meer, wo man nicht mit so ‘nem Blödsinn zu kämpfen hat.

Dieses Spiel haben wir über Stunden gespielt, und es hat uns ungefähr 25 Meilen gekostet, bis fast in das Verkehrstrennungsgebiet hinein, Treibnetze überall, bis wir endlich in der Straße von Gibraltar waren. Es war eine Horror-Nacht, wie wir sie noch nie erlebt hatten, und auch nicht wieder erleben möchten. Das Segeln war gut, und hat uns viel Spaß gemacht, aber wir würden nie mehr so nah an die marokkanische Küste vor Gibraltar gehen!

Morgen kommen sicher noch ein paar intelligente Analysen, aber das war es erst einmal für jetzt, wir sind gut in La Linea, direkt neben Gibraltar angekomme, haben am Nachmittag ausgeschlafen und waren mit Harald und Sohn Julian unterwegs in Gibraltar und La Linea. Morgen gibt es auch mehr hierüber, total gut und spannend, gute Nacht!

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Der dritte Tag auf dem Atlantik

Freitag, 25. Mai 2018, Baro 1014, Sonne, kleine Wolken, Wind NW 3
auf See, Position 32°58.65 N / 009°22.52 W
Um 11:00 haben wir wieder den Code D ausgerollt, der Wind kommt aus 110 – 120° von Backbord. Die erste Segelyacht fährt in zwei Meilen Entfernung vorbei, allerdings ohne Segel, ein 13 Meter langer Einrumpfer motort Richtung Kanaren.
Der Wind bleibt beständig um die 10 Knoten, nachmittags nimmt er sogar noch zu, und wir befürchten schon, dass wir den Code D bergen müssen, wenn der wahre Wind über 15 Knoten geht, so die Regel, sollen kein Gennaker und kein Spinnaker mehr gefahren werden. Dabei läuft es gerade so schön, die Hexe fliegt mit 9 – 10 Knoten übers flache Wasser, jetzt kommt noch die langgezogene Bucht bei Rabat, und bei Tanger nähern wir uns wieder dem afrikanischen Festland, dann folgt die geschäftige Straße von Gibraltar und schon sind wir da!
Ich kämpfe seit heute morgen mit meinem SSB-Funk und versuche, den angeforderten Wetterbericht abzuholen. Aber bei keiner Station, und bei meinen Lieblingsstationen in der Schweiz probiere ich jede Frequenz, will niemand mit mir spielen und meine Mails bzw. meine Wetteranfragen für Gribfiles bearbeiten.
Sonnenuntergang lokale Zeit (UTC + 1): 20:30 Uhr.
Um 23 Uhr legt sich Cornelia hin, und um 24 Uhr legt sich auch der Wind. Ein kleines Lüftchen weht noch und füllt die Segel, der Motor läuft jetzt mit niedriger Drehzahl mit. So geht es mit gemütlichen sechs Knoten Fahrt in unsere dritte Nacht.
Noch ein kleiner Schlenker zurück. um 21 Uhr hatte Cornelia mit unserer Kurzwellenfunkanlage Kontakt zu Amateurfunkern in Österreich und nach Tarragona /Spanien, sowie zu Ralf von der SY „Mal Wieder“. Die abendliche Funkrunde ist jetzt schon eine feste Institution in unserem täglichen Bordalltag. Samys Hygieneprozedur „sanitäres Ausscheiden“ war die gleiche wie am Vortag – klasse, wie das Langfahrtseglerleben mit ihm abläuft.

Samstag, 26. Mai 2018: 03:00 Uhr komme ich, Cornelia, zurück zur Wache, Herr und Hund schlafen gemeinsam, mit gestelltem Timer-Wecker auf dem großen, zum Bett umgestellten Salonsofa. Baro unverändert 1014, ein Phänomen, leider hat der Wind nicht zugenommen und weht nur noch als laues Lüftchen von 3 – 4 Knoten aus 150 – 160° von Backbord. Noch 150 Meilen bis Gibraltar.
Wegen der gefürchteten marokkanischen Fischerboote, die ohne AIS unterwegs sind, lasse ich das Radar „verzögert“ mitlaufen, es sendet alle 15 Minuten 30 Umdrehungen aus, sollte sich uns ein Radarziel zwölf Minuten später unter zwei Meilen nähern, gibt es einen lauten, unangenehmen Ton, der uns aufwecken würde.
Nach der abendlichen Intermar-Funkrunde hat es auch geklappt mit der E-Mail-Abholung, sodass wir nunmehr einen aktuellen Wetterbericht haben. Der sagt für die Nacht und den Samstag Vormittag eher schwache südwestliche Winde voraus, aber am Nachmittag soll er wieder westlich drehen und ein bisschen zunehmen, dann können wir bestimmt wieder segeln, zumal, wenn wir dann wieder näher unter Land kommen.
Um 05:15 kommt wieder das erste schwache Licht an den östlichen Horizont, und um 05:50 wird er rosa. Leider sind Wolken über der marokkanischen Küste, sodass es kein schönes Sonnenaufggangsfoto geben wird.
07:30 Uhr: Den Sonnenaufgang hätte man fotografieren können, aber da habe ich schon wieder geschlafen, meine 28 Minuten bis zum übernächsten Radardreh. Jetzt zieht es sich leider gerade mit Wolken zu, Positionsmeldung konnte ich absetzen, Gribanfrage ebenso, gleich haben wir einen neuen Wetterbericht. Brötchen sind fertig gegangen, und können gebacken werden, mal sehen, was uns dieser Tag, der ja wahrscheinlich der vorerst letzte auf dem Atlantik ist, bringt.
Noch 128 Meilen bis Gibraltar.

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Land in Sicht!

Ca. 20 Seemeilen östlich von uns liegt der große Industriehafen El Jadida und die Hafenkräne zum Entladen der Containerschiffe sind bis zu uns hin sichtbar. Wir segeln immer noch mit dem Code D und dem perfekten Windeinfallswinkel von 120 Grad. Wir haben uns bewusst entschieden, tagsüber möglichst nahe zur marokkanischen Küste zu segeln. Das hat mehrere Gründe; einer ist davon ist, dass wir uns gehofft haben, dass die nördliche atlantische Stömung näher zur Küste schwächer wird, dem ist auch so. Der andere positive Effekt ist, dass der Wind tagsüber durch den thermischen Seewindeffekt stärker ist als vorhergesagt. Man kann diese thermischen Effekte sehr schön im Mittelmeer an warmen Sommertagen beobachten, tagsüber weht es zum Land hin und nachts vom Land weg. Wir segeln im Moment bei 10-12 Knoten wahrem Wind mit guten acht Knoten dahin, bei einer leichten Atlantikdünung. Es ist halt sehr wahrscheinlich, dass am späten Abend der Wind einschlafen wird, zumindest sieht es auf den Gribfiles so aus, die Cornelia mit unserer SSB-Anlage in Verbindung mit dem Pactormodem abgerufen hat.
Negativ ist, dass es ein kleines neues elektronisches Problem an Bord gibt. Die Motoren laden die Batterien nur bis zu 95 Prozent voll. Dann geht von den Lichtmaschinen kein Ladestrom in die Batteriebank hinein. Hingegen die Solarpanele vermögen die Batterien bis zu 100 Prozent vollzuladen. Wenn jemand eine Idee hat, sind wir für Anregungen dankbar. Samy tut es wirklich wunderbar an Bord, alle seine Geschäfte erledigt er mühelos. Damit es ihm nicht zu eintönig wird, spielen wir viel mit ihm und trainieren wichtige Kommandos, wie Sitz, Platz oder Hütte. Mit dem Kommando “Hütte” ist seine Flugbox gemeint, in die er sich dann hineinlegt. Heute haben ich versucht, ihm den Hütchenspielertrick mit den 3 Bechern, unter einem ist ein Leckerli, beizubringen. Den hat er auf Anhieb noch nicht verstanden und es bedarf wohl noch zahlreicher Wiederholungen. (Das waren auch keine Platikbecher, sondern Eierbecher, die schmeißt ein Hund nicht so leicht um, Anm. d.Red.)
Noch 245 Seemeilen bis Gibraltar.

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Der zweite Tag auf See

Donnerstag 24. Mai 2018, 12:00 Uhr, Baro 1015, Sonne-Wolken, Wind SW 10-14 Knoten
Auf See, Position 31°02.97 N / 011°24.90 W, 431 Meilen bis Gibraltar.
Der schöne Code D steht und zieht uns noch mehr als die Genua Richtung Nordost. Leider raumt der Wind immer weiter, wir sind jetzt schon auf Vorwindkurs und ich bin ein bisschen angeluvt. Zum späten Frühstück gab es Münchener Weißwürste mit original süßem Senf, anschließend versuchen wir mal wieder den Gassigang mit Samy, aber der wartet tatsächlich, bis er meint, dass wir nicht zuschauen, dann geht er aufs Vorschiff und pinkelt, bestimmt drei Minuten lang, bis die kleine Blase leer ist. Neben uns fährt ein Frachter mit riesigen Kränen, angeblich mit Ziel Piräus, ob er die dahin bringt?
14:00 Uhr, Baro 1014, Wind SW um 13 Knoten, Besegelung immer noch Code D und volles Groß.
17:00 Uhr: Ein Drittel der Strecke ist geschafft! 200 nautische Meilen liegen bereits in unserem Kielwasser, also noch zweimal so viel vor uns. Um das zu feiern, setzen wir uns mit einem Bier in die Sonne, und unterhalten uns über Langfahrten, und wie wir wohl die vor uns liegenden Meilen ohne zu viel Langeweile überstehen, denn die Bootspflege ist erledigt, klar kann man jeden Tag an den Edelstahl-Wasserhähnen putzen und Staub wischen, außerdem funken und lesen und rätseln – und natürlich schlafen, aber ein bisschen langweilig ist so eine Überfahrt schon. Plötzlich ein unbekanntes Geräusch. Ist die Code-D-Schot gerutscht?, die Großschot?, Nein, das Großsegel ist plötzlich in Falten. Was da passiert ist, und was wir dagegen tun konnten, davon hat der Skipper in einem separaten Blogbeitrag berichtet. Wir waren jedenfalls geschockt!
Nach 35 Stunden segeln hat Samy mitten ins Cockpit ein Häufchen gemacht, direkt nach seinem Abendessen hat er sich gedreht, und schwupp, war es geschehen! Wir sind sehr froh (ein bisschen wie junge Eltern über den ersten Zahn!), denn das bedeutet, dass wir längere Strecken mit dem Hund segeln können, wenn er einen Ort an Bord für seine Notdurft finden kann. Und bei der Abendrunde geht er selbstverständlich vorne ins Netz zum Pinkeln. Jetzt aber genug davon!
Für uns gibt es zum Abendessen Gulasch mit Nudeln, denn leider war die eingelegte Rinderlende von Lidl, die wir gestern als Spieße gegrillt haben, so zäh, dass wir beschlossen haben, sie ein bisschen länger zu kochen, lecker mit Zwiebeln, Champignons, Paprika und frischen Tomaten.
22:00 Uhr Baro unverändert, Wind SW um 11 – 16 Knoten

Freitag 25. Mai 2018, 01:00 Uhr, Baro 1014, Wind W 9 Knoten, Position 32°11.39 N / 010°14.61 W
Als ich Volker um 00:30 Uhr ablöse, hat leider der Wind nach vorne gedreht und ist schwächer geworden. Ich versuche zuerst, den Code D und das Großsegel anzuholen aber schon nach einer halben Stunde ist der Windeinfallswinkel viel zu ungünstig, ich muss Volker wecken, damit wir das Leichtwindsegel wegpacken. Danach geht es mit der Genua aber auch noch flott voran, hoffentlich wird der Wind nicht noch spitzer. Volker will weiter wachen, ich gehe um 02:00 Uhr nochmal ins Bett.
04:30 Uhr, Baro 1014, Wind NW, 9 – 10 Knoten aus 90°
Position 32°27.36N / 009°57.43 W, 320 Meilen von Gibraltar
Es ist ein fast wolkenloser Himmel, voraus sehe ich die Kassiopeia, nicht ganz so liegend wie bei uns, ich sehe den leuchtenden Mars und die Milchstraße, beeindruckend. An Steuerbord liegt der schwache Schein der marokkanischen Stadt Safi, 35 Meilen entfernt, ab jetzt müssen wir fpr die nächsten einhundert Meilen vermehrt nach Fischern Ausschau halten. Ich habe das „Verzögerte Senden“ beim Radar eingeschaltet, alle 15 Minuten dreht sich die Schüssel 15 Mal, und würde, wie auch das AIS, einen Warnlaut geben, wenn ein „gefährliches Ziel“ in 12 Minuten näher als zwei Meilen an uns ist. Supertechnik!
Um 05:20 Uhr zeit sich die erste zarte Helligkeit am östlichen Himmel, um 06:00 färbt sich der Horizont rötlich, um 06:30 geht die Sonne auf.
07:25 Uhr: Halbzeit! Noch 300 Meilen bis Buffalo! Nein, Gibraltar, natürlich. Nach 46,5 Stunden, davon 14 Stunden unter Motor.
Der Morgen beginnt geschäftig, da der Wind nur schwach ist mit fünf Knoten, starten wir einen Motor, der Wassermacher darf Wasser machen, ich koche Kaffee und backe die am Vorabend vorbereiteten Hefebrötchen, Volker holt den Staubsauger, und befreit das ganze Boot vom Staub. Die See ist glatt, inzwischen hat sich meine ganze Segelaufregung gelegt, die ich immer vor längeren Strecken habe, und, natürlich auch bedingt durch die perfekten Wetterverhältnisse, könnte ich mir gerade vorstellen, immer weiter zu segeln.
09:00 Uhr: Etmal der letzten 24 Stunden: 167 sm, noch 290 Meilen nach Gibraltar.

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Schadensmeldung

Seit gestern Abend schweigen die Dieselmotoren, mit der Kraft des Windes in den Segeln, geht es beständig in nordöstlicher Richtung voran. Heute Morgen gegen 10 Uhr haben wir die Genua gegen den Code D getauscht. Mit seinen kräftig-bunten Farben leuchtet das Segel in der gleißenden Sonne. seitdem hat der Bootsspeed zugelegt und hin und wieder erreichen wir zweistellige Werte. Die Sonne in Verbindung mit den Sollarzellen und der Hydrogenerator haben tagsüber die Batteriespannung zurück auf 100 Prozent gebracht. Wir freuen uns sehr, dass der Batteriehaushalt jetzt perfekt stimmt.
Gegen 17 Uhr haben wir dann mit einem kleinen Bier auf 200 zurückgelegt Seemeilen (ein Drittelmdess Weges) angestoßen, als ein lautes Klong-Geräusch uns ganz schnell aus der Feierlaune rausgeholt hat. Was ist da mit so einem hässlichen Geräusch kaputt gegangen? Es hat eine Weile gedauert, doch dann war die Bescherung offenbar. Die obere Hälfte des Bolzens, der den Großbaum mit dem Mast verbindet, war abgebrochen. Jetzt war schnelles Handeln angesagt, denn ein potenziell führungsloser, herumbaumelnder Großbaum, zumal mit dem Seegang und dem Wind, die wir im Moment haben, stellt allein mit seiner Masse eine große Gefahr für Schiff und Mannschaft dar, wenn der restliche Bolzen rausfallen sollte. So einen riesigen Bolzen haben wir auch nicht als Ersatzteil anBord. Mit Gurtbändern haben wir den Bolzenrest fixiert und anschließend eine Manschette aus fünf Metern Panzerband geflochten. Wir hoffen, dass dieses Provisorium bis nach Gibraltar hält, andernfalls ist es Essig mit der Segelei, und der kiloschwere Baum, samt 80 kg schwerem Großsegel muss sicher an Deck verzurrt werden. Aber jetzt glauben wir mal ans Positive.
Hingegen den Glauben ans Positive kann man bei denjenigem verlieren, die das Großsegel angebaut haben. Der hat nämlich unsinniger- bzw. fahrlässigerweise den Unterliekstrecker des 127 Quadratmeter großen Segels mit dem Auge des Bolzenoberteils mit einem Dyneemalasching verbunden. Bei jedem Großsegelsetzen und während der Segelei selbst kamen somit sehr große Zugkräfte auf den Metallring, der dafür aber nicht konstruiert ist.
Es ist wirklich ein fortlaufendes Ärgernis und mal wieder fragen wir uns: Wie man nur so viele Fehler in ein Schiff einbauen kann??? Bilder folgen, wenn wir wieder Netz haben.

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Der erste Tag

Seit 14:00 Uhr sind wir aus der Abdeckung der Insel heraus, die leichte Atlantikdünung lässt die Hexe jetzt ein bisschen mehr schaukeln, aber es ist immer noch sehr sanft. Samy schläft und schläft, erst als Volker sich ein Brötchen mit Leberkäse macht, wird er wach und folgt ihm auf Schritt und Tritt. Mein erster Versuch, einen Position Report einzustellen ist gescheitert, vielleicht klappt es gleich einmal. Eben habe ich noch die letzten Gribfiles über das Internet geholt, heute Abend werde ich es über das Pactormodem versuchen.
Es ist relativ kühl, kleine Schleierwolken verdecken die Sonne, sodass wir in langen Hosen und mit Jacke segeln. Noch kann man am Heck Lanzarote und La Graciosa gut erkennen, nur voraus liegt der weite Atlantik.
20:00 Uhr Baro 1014. Die Wellen haben ein bisschen zugenommen, nur der Wind bleibt immer unter acht Knoten, der Motor läuft weiter mit. Der Himmel ist eher bewölkt. Volker bereitet die Grillspieße zum Abendessen vor, und auch der Hund hat seinen Teil vom Fleisch gekocht bekommen.
Nachmittags habe ich im Funk plötzlich deutliche Stimmen gehört, als ich eigentlich nur mails verschicken und Gribfiles anfordern wollte. „Die Stimme kenn ich doch!“ Tatsächlich war Ralf von der Malwieder am schnacken mit einem Wolfgang aus Tarragona. Frech hab ich mich mal kurz in die Unterhaltung eingemischt, und wir haben noch einmal bekräftigt, dass wir heute Abend uns in der Intermar-Funkrunde treffen wollen, 20:00 Uhr UTC auf 14.313, mal sehen, ob ich hier auf dem Meer gut hören werde.
20:40 Sonnenuntergang. Wir stellen fest, dass der Hund glücklicherweise, heimlich still und leise am Steuerbord-Heck gepinkelt hat, Super! Intermarfunkrunde klappt super, es sind wieder die gleichen wie vorhin, Wolfgang und Ralf, wir schnacken ein bisschen über unsere jeweiligenStrecken- und Windverhältnisse und Wolfgang erzählt Schauergeschichten von Walen im Mittelmeer.
23:00 Uhr. Der Wind hat sich stabilisiert und Volker segelt, während ich versuche zu schlafen. Danach geht das viel besser, das Schlafen, meine ich.

Donnerstag 24. Mai 2018, 01:99 Uhr, Baro 1015, Wind 12 – 15 Knoten, TWA 105, DTW 510 sm
Auf See, Position 30°04.58 N / 012°22.24 W, Speed 7 – 8 Knoten
04:00 Uhr: Der Wind raumt weiter, es sind jetzt eher 135° Windeinfallswinkel, geht gerade noch so mit der Genua. Volker schläft im Salon. Am Abend haben die den Tisch herabgesenkt, und so gibt es dort eine große Liegewiese, Platz genug für Herr und Hund!
08:00, Position 30°42.54 N / 011°44.41 W, Sonne-Wolken-Mix, Wind 14-16 Knoten WsW
Nachdem es mir in der Nacht soooo kalt war, konnte ich mich heute morgen von 06:00 bis 08:00 mit zwei Decken im Bettchen aufwärmen. Nun darf der Skipper schlafen, der die ganze Zeit den Segeltrimm übernommen hat. Bei diesem unstetigen Wind ist andauern was zu zubbeln, die Segel fieren, die Segel trimmen, der Großbaum hat einen Bullenstander bekommen, damit er nicht umschlagen kann. Noch 457 Meilen bis Gibraltar, ein Etmal von 154 Meilen am ersten Tag, wenn das weiter so geht sind wir Sonntag morgen angekommen.

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Logbuch der Abfahrt

Mittwoch, 23. Mai 2018, Baro 1014, bedeckt, 19°, kein Wind
Motorstunden 192 SB, 164 BB, Log gesamt 4370

Um kurz vor neun Uhr waren die Leinen los und wir haben abgelegt. Peter und Kathrin von der Florentine standen auf dem Steg und haben zum Abschied auf der großen Kaurimuschel einen tiefen Ton geblasen. Auch von den netten Marina-Mitarbeitern haben wir uns per Funk verabschiedet, und die Wünsche für eine „ buena travesía“, eine gute Überfahrt, entgegen genommen. Auf dem glatten Meer wurden schnell die Fender weg geräumt, das Großsegel gesetzt. Am Anfang ist es eher motorsegeln, denn der Wind ist einfach zu schwach.

Auf der Höhe von Arrecife rollt Volker die Genua aus, der Wind hat auf 8 – 10 Knoten aufgefrischt, wir segeln! Leider reicht der Wind noch nicht aus, der Motor bleibt an. Noch 600 Meilen bis Gibraltar.

Wer hätte das gedacht: Der Wind weht im Moment genau aus der Richtung, in die wir hinwollen und damit entgegen allen Vorhersagen. Wenn das bis Mitternacht so bleibt, wird es wohl eher Madeira werden und nicht Gibraltar. Der Tauchgang mit dem nun sauberen Unterwasserschiff und den blanken Propellern macht sich sehr positiv bemerkbar. Wir motoren bei 2200 Umdrehungen mit 5,7 Knoten genau gegen den Wind und den Kanarenstrom. Also erstmal abwarten, wo es uns hin verschlägt. Der Atlantik zeigt sich ansonsten im Moment von seiner Sonnenseite und der ewige atlantische Schwell ist maximal einen halben Meter hoch. Sehr erfreulich für uns und den Hund, denn man merkt kaum, dass man auf einem Boot ist, so ruhig ist es.

Eine Horde Wale verabschiedet uns von der Insel

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Es geht los!

Das kleine meteorologische Wunder scheint einzutreten. Ein atlantisches Tiefdruckgebiet, das sich normalerweise von West nach Ost über den Atlantik bewegt, ist nach Süden gewandert und hat seinen Kern, mehr oder minder über, bzw. leicht nördlich von Madeira etabliert. Dort scheint die kleine Tiefdruckzelle erst einmal ein paar Tage stationär liegen zu bleiben und produziert freundlicherweise an ihrer südöstlichen Flanke Winde aus dem westlichen Quadranten. Soweit so gut für uns, wir wollen daher diese besondere Wettersituation nutzen und am Mittwoch Morgen in Richtung Gibraltar aufbrechen.

Diese erfreuliche Tendenz hat sich sehr kurzfristig, erstmalig vor 2 Tagen, in dem einen oder anderen Vorhersagemodell erkennen lassen. Stand jetzt, sieht es so aus als könnten wir wirklich ohne Gegenwind in Richtung Mittelmeer segeln. Einen kleinen Dämpfer gibt es dennoch, zum Freitag hin soll der Wind komplett einschlafen und wenn wir wirklich einigermaßen gut vorankommen wollen, müssen wir ca. 50 Prozent der Strecke motoren. Doch das ist uns nach Wochen des Wartens auch egal und die Dieseltanks sind bis oben hin gefüllt. Gut 700 Liter Diesel sind auf zwei Tanks verteilt, plus noch einmal 100 Liter Diesel in Reservekanistern. Voraussichtlich mehr als genug an fossilem Brennstoff, der insgesamt für 200 Motorstunden ausreichen sollte. Wir rechnen mit 100 Stunden Fahrtzeit insgesamt bis Gibraltar und wollen am Samstag das Fahrgebiet zwischen dem europäischen und dem afrikanischen Kontinent, das gleichzeitig die Grenze zwischen Mittelmeer und Atlantik markiert, erreichen.

Am Morgen haben wir wirklich die Leinen losgeworfen, die Florentine hat uns mit leutem Tuten auf der Muschel verabschiedet und wir motoren über das glatte Meer zunächst noch an der Ostseite von Lanzarote entlang

Täglich werden wir per Winlink unsere Position melden, Ihr findet das unter Winlink.org/PositionRreports Callsign DL3HEX, und wenn es denn klappt, stellen wir zwischendurch auch kleine Berichte auf unseren Blog.

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Tierischer Sonntag

Taubenformation

Früh war Cornelia am heutigen Pfingstsonntag auf den Beinen, um 8.000 Reisetauben beim Start zuzuschauen. Die fliegenden Friedensbringer, Palmzweigträger und Hochzeitsvögel stammten allesamt aus Gran Canaria und sollten auch wieder dorthin wieder zurück fliegen. Ca. zweieinhalb Stunden brauchen die meisten Tiere für diesen fast 200 Kilometer  langen Flug, über den offenen Atlantik, einige kommen sogar schon nach 100 Minuten an. Cornelia war beeindruckt, wie sich die Vögel zu Staffeln zusammengefunden haben, die sich in Form, Ausdehnung und Aussehen immer wieder verändern, bis alle Tauben ihre Flugformation gefunden haben.

Warum werden heute die Tauben fliegen gelassen? Klar, weil Pfingsten ist, und der Heilige Geist in Form einer Taube den Jüngern Jesu 50 Tage nach der Auferstehung erschienen ist. Die Jünger verloren dabei ihre Sprachbarrieren und konnten sich plötzlich in allen möglichen Sprachen miteinander unterhalten. Cornelia braucht in diesem Fall derlei himmlischen Beistand nicht, weil sie richtig gut spanisch spricht, mit oder ohne Taube, und so konnte sie den Züchtern die nötigen Informationen entlocken.

So viele Ziegen, und alle wollen prämiert werden

Weil heute Sonntag ist, hat sie wieder einen Ausflug geplant, der unerwarteter Weise zu einem tierischen Erlebnis wurde. Angedacht war, in Uga, einem kleinen Dorf, ca. fünf Kilometer entfernt von Puerto Calero, einen Bauernmarkt zu besuchen.

Der Bauernmarkt entpuppte sich als überwiegender Viehmarkt mit volksfestähnlichem Charakter. Es gab Ziegen, junge und alte Kamele, Esel, Eulen, Jagdvögel, Pferde, Hühner und kanarische Schafe und kanarische Schafe hautnah zu bestaunen. Zu alledem sang  und spielte lautstark der örtliche Gitarrenchor aus Yaiza und wir bummelten natürlich an allen Obst-, Gemüse-, Käse- und Handwerksständen vorbei, die der Markt so zu bieten hatte. (Mehr Tierfotos gibt es ganz am Ende des Beitrags.)

Papas arrugadas, in enorm viel Salz gegarte Pellkartoffeln, lecker!

Viele der Tiere standen zum Verkauf und uns hat es besonders das kleine braune Eselchen angetan, wobei die Capitania genauso von dem stolzen Hahn und auch von den Perlhühnern fasziniert war.Danach sind wir zu viert (Kathrin, Peter, Cornelia und ich) in den hochgelegenen Ort Femes gefahren und haben bei schönster Aussicht typisch  kanarische Küche mit Knoblauchgarnelen, Linsensuppe und geschmorten Kaninchen genossen.

Was für ein schönes Schiff

Seglerisch gesehen können wir noch ein schönes Erlebnis von gestern nachschieben, denn wir sind zu einem Tagesausflug auf einem sehr hübschen, in Deutschland erbautem Alussegelboot eingeladen gewesen. Bei der schwimmenden Segelschönheit handelt sich um eine Nordsee 65, die bei der berühmten und legendären Alubauwerft Dübbel und Jesse auf der friesischen Ferieninsel Norderney entstanden ist. Das 33 Tonnen wiegende Schiff segelt sehr behände, garnicht träge, bei 20 Knoten Wind und flachem Meer erreichten wir eine sehr gute Maximalgeschwindigkeit von 9,5 Knoten über Grund. Das Eignerpaar erhält das Schiff, das 1987 gebaut wurde, in einem  bemerkenswert guten Zustand, man könnte denken, dass das Schiff neu oder komplett refittet ist, die Schiffswerft Dübbel und Jesse hingegen baut leider schon seit vielen Jahren keine Yachten mehr.

wollige Schafe

Die Sau mit ihren Ferkeln

Perlhuhn im Ausgehkleid

So ein schöner Esel!

Dromedarschönheit

Dromedarmama mit zwei Kälbern

Hedwig auf Abwegen?

… und ein stolzer Hahn dabei!

zu verkaufen – wir hätten ihn fast mit genommen

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