Reiseabbruch

vorläufig zumindestens. Verärgert enttäuscht frustiert, das ist die richtige Beschreibung für unseren momentanen Gemütszustand. Einen Tagestripp von Barcelona entfernt haben wir uns schweren Herzens entschlossen, unsere Reise zum Ausgang des Mittelmeers aufgrund technischer Probleme vorübergehend abzubrechen, um nach La Grande Motte für einen vierten Interventionsstopp zurückzukehren.

Je nach Windrichtung kann es auch kühler sein

Seit der Abfahrt in LGM knarzt es weiterhin an zwei Stellen im Salon, dieser Umstand allein wäre noch verkraftbar, bzw. eine Reparatur zu einem späteren Zeitpunkt für uns denkbar. Gestern in der Ankerbucht jedoch habe ich ein neues, bzw. altes Knarzgeräusch ganz leise gehört und mir noch nicht soviel dabei gedacht. Heute morgen sind wir gegen kleine Wellen und ein bisschen Wind in Richtung Barcelona motort und es war wieder einmal der Mast, bzw. der Mastfuß, der sich mit unerträglich lauten knarrenden Geräuschen zurückgemeldet hat.

Eine Tasse Kaffee lang haben wir überlegt, wie es weitergehen soll. Macht es Sinn, die 50 Meilen weiter nach Barcelona zu segeln, ist das Geräusch doch nicht so laut, kann man damit 20 Tage über den Atlantik in die Karibik schippern, warum ist der blödes Mastfuß aus Alu, was hat sich Outremer oder Lorima dabei gedacht… So nach dem Muster schossen mir die Gedanken durch den Kopf und der Capitania die Tränen in die Augen.

Mein Kommentar im Logbuch dazu:
NEIIIIIIIIIIIN! Nicht schon wieder!!! Sofort bekomme ich schlechte Laune…”

Die traurige Vernunft siegte, dabei hatten wir in den letzten Tagen seglerisch viel Spaß am Schiff, besonders durch den neuen Spi. 55 Seemeilen rückwärtsgerichtete Seemeilen haben wir heute abgespult. Dabei konnten wir einmal mehr die Vorteile unseres symetrischen Spis nutzen, bis 12 Knoten Fahrt waren drin bei frischen achterlichen Winden.

Die Mondlandschaft der Cala de Culip

Jetzt liegen wir in einer Bucht vor Anker, die uns sehr an norwegische Fjorde erinnert, und steinig karg erscheint, mit ganz wenig grün. Für den, der auch mal hin möchte – Cala de Culip, direkt beim Cabo Creus.

Auf dem bewährten Lotusgrill bruzzeln ein paar Würstchen und leckere Hamburger, Zivilisationsgeräusche gibt es hier nicht, nur Stille, die Laute der See und der Widerschein des Leuchtturms.

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