Rheinschnoacken

gibt es an der Côte sicher nicht. Doch auch die Stiche der hiesigen Plagegeister sind nicht von schlechten Eltern. Bei Einbruch der Dunkelheit kommt der stechende Angriff. Deshalb gibt es jetzt mal eine kleine Übersicht mit den Orten, wo es mal mehr oder wenig lästig ist, mit den Steckmücken:

– Fontvielle/Monaco ist stechmückenfrei

– Ankerbuchten um Cap-Ferrat, wenig Stechmücken, wenn überhaupt, nur bei ablandigem Wind, der die Plagen auf den Ankerplatz weht

– Ankerbuchten bei Juan-les-Pin, sehr starke Stechmückenaktivität, die kommen sogar bei Gegenwind in Massen zum Schiff geflogen. Ohne Mückennetz ist man verloren

– Nizza, wir wurden nicht gestochen

– Cannes, auch dort hat uns bis jetzt keiner dieser Blutsauger erwischt

– Antibes, dort ist ein Mückennetz mehr als nützlich.

Generell ist es bei uns so, dass alle Dachluken mit gut funktionieren Mückenrollos ausgestattet sind. Die seitlichen Aufbaufenster sind dagegen gut zum Querlüften, haben aber kein Mückenschutz. Für den Eingang/Niedergang haben wir ein großes Mückennetz angefertigt. Ohne geöffnete Seitenfenster bleibt es dennoch ziemlich warm innendrin. So gesehen bleiben nicht so viele Varianten übrig. Entweder eine gute Lüftung mit Mücken, oder das nächtliche Bad “im eigenen Saft”, dafür ohne juckende Stiche. Die diversen Mittelchen zum Einsprühen oder Einreiben wirken nur für eine begrenzte Zeit gegen die surrenden Plagen und die Nacht ist länger als deren Wirkdauer. Wenn dann nach Stich nichts anderes hilft, haben wir gegen stark juckende oder entzündete Stiche eine wirksame Cortisonsalbe in unserer gut ausgestatteten Bordapotheke.

An unserem heutigen Ankerplatz hatten wir viele kleine Feuerquallen im Wasser, Lila bis rosa schimmernd, mit Tentakeln ca. 20 Zenimenter groß, treiben diese unliebsamen Genossinnen an unserem Schiff vorbei. Bereits in der gestrigen Ankerbucht wurden wir, ob gewollt oder ungewollt sei einmal dahingestellt, Zeuge, wie zwei ältere französische Herrschaften angeschwemmte Medusen mit gezielten Steinwürfen töteten. Nicht schön, aber wer will schon den schmerzenden Kontakt damit haben.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Lärm an der Wasseroberfläche die Quallen zum Abtauchen animiert. Außerdem sind sie mit Tauchermaske und Schnorchel gut in dem klaren Meerwasser auszumachen. Wir gehen also weiterhin schwimmen, einer scannt die Wasseroberfläche von Bord aus und der im Wasser ist, passt eben so gut auf, wie es geht. Vielleicht gibt es zwischen den beiden Inseln, Iles des Lerins, aber so viele Feuerquallen, weil es dort auch eine permanente Strömung in die eine oder andere Richtung gibt.

Die letzte Nacht haben wir in Antibes verbracht, die kleine gemütliche Altstadt erkundet, die ist wirklich nicht so groß, dafür superschön, sozusagen ein Must see, (vor allem der Platz am Markt morgens früh, mit seinen schönen Gemüse-, Käse- und Olivenständen).

Wir haben lecker an einem schönen Platz gegessen und bei einem nächtlichen Bummel noch die Meggayachten am “Quai des Millardaires” bestaunt. Die dort festgemachten Yachten sind wirklich die Show und gehören mit zu den größten Privatyachten auf diesem Planeten. Über den zur Schau gestellten Reichtum kann man sicher unterschiedlicher Meinung sein, die teilweise sehr schönen Linien und Designelemente dieser Meeresschönheiten finde ich jedoch ansprechend.

Soviel von der französichen Riviera, mit sonnigen Grüßen von der ganzen Hexencrew.

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