Sport oder “no sports”

Unsere Orchidee steht in voller Blüte

Nach einer kurzen Schwimmrunde am Donnerstag Morgen, die allerdings nur ich absolviere, lichten wir den Anker, um unseren Weg an der Ostseite von Fuerteventura fortzusetzen. Der Wind zeigt sich gnädig, entgegen der Vorhersagen können wir fast den ganzen Weg segeln. Es ist eine angenehme Fahrt, wir haben Grindwale gesehen, eine Walart, die zu den Delfinen gehört, ihnen auch ähnelt, aber wenn sie auftauchen, sieht es aus, als würde ein Delfinfilm in Slow-motion abgespielt.

verschiedene Gesteinsschichten

Als der Wind sich 10 Meilen vor Gran Tarrajal verabschiedet, beschließen wir, den nächstmöglichen Ankerplatz anzulaufen.  Eine kleine Bucht vor Las Playitas, auf deutsch  “Die kleinen Strände” bietet sich an, wie sich herausstellt, ein großartiger Ankerplatz mit schöner Kulisse. Links ein großes, aber sich harmonisch in die Landschaft einfügendes Hotel, rechts am felsigen Berg der kleine Fischerort. Neben uns liegt die Schweizer Yacht „September“, die sich vor Los Lobos so nah an uns gelegt hat, dass wir umgeankert haben, und Volker dem Skipper lautstark zuruft, warum er denn so nahe bei unseren Platz Anker werfen muss, wenn die ganze Bucht leer ist; sowie die “Shuenga”, die wir aus Erzählungen von Dörte und Felix kennen.

Nach einem kurzen Bad im Meer fahren wir mit dem Dingi an Land, machen kurz bei der Shuenga fest, um uns vorzustellen. Der steinerne Steg, an dem wir aussteigen müssen, hat eine Leiter zum Hochsteigen. Nun sind wir fast bei Niedrigwasser und die Wellen laufen parallel, es ist also gar nicht so einfach, dort aus dem kleinen schwankenden Gummiboot hochzukrabbeln. Wir machen einen Rundgang durch den kleinen Fischerort, finden einen Supermarkt, um Brot und Oliven zu kaufen, und beobachten die vielen Sportler, die sich hier eingefunden haben. Das große Hotel ist ein Sporthotel und bietet Fitnessprogramm und verschiedene Trainingswochen das ganze Jahr über an. Wir werfen einen Blick auf die Schwimmbahnen und die verschiedenen Sportarenen, im Moment läuft Aerobic und Workout, da setzen wir uns lieber in die Strandbar und nehmen einen Sundowner.

Sonnenuntergang hinter der Hexe

Es wird eine angenehme Nacht in der Bucht, nur unser Rigg fängt wieder um zwei Uhr an zu singen, ansonsten bleibt alles ruhig. Heute morgen wollten wir auch ein bisschen Sport machen, draußen liefen schon die ersten Jogger und radelten die Fahrradfahrer, wir machten uns bereit für eine große Schwimmrunde ums Boot, pro Runde über 50 m, wieviele Runden machen wir? Beim Sporthotel beginnt das Training, eine englischsprachige Animateuse bringt die „Guys“, Mädels sowie Kerle, auf Vordermann: „Come on, guys, one more time!“ „And now one more time“ und „And one more time“ „Good job!“, nach einer halben Stunde „You can have a drink of your water now“ und dann weiter „One more time…“

Dicke Wolken hängen über Gran Tarrajal

So geht das eine ganze Stunde, und als sie nach zehn Minuten Pause wieder anfängt, ist uns das zu anstrengend, sowohl der Gedanke an soviel Sport als auch das Zuhören, wir lichten den Anker und suchen uns eine neue Bucht. Mit den dunklen Wolken fahren wir weiter nach Süden, heute Nacht soll der Wind auf Nordost drehen, und am Nachmittag die Sonne zurückkommen, mal sehen.

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Kommentare zu Sport oder “no sports”

  1. Grè & Kees. sagt:

    welkom in las Palmas we hebben jullie gevolgd op A.I.S.
    de broeder van Grè is ook op dat eiland maar weet niet aan welke kant.
    zo te zien was het een kalme over tocht .
    het is hier koud en erg vochtig.

    tot later..

  2. Bernhard, Beate & Alex sagt:

    Wir haben iweder mal in euren blog geschaut und mussten etwas schmunzeln, als wir lesen mussten, dass euer PBO-standing rigging auch “singt”. Wir hatten anfänglich auch dieses Problem, das uns den Schlaf raubte. Nun ist unsere erste Aktion nachdem der Anker gefallen ist, Leinen von den Shrouts (möglichst hoch, am Aufbau stehend, befestigen, mittels eines Klemmknoten – Schutzschlauch um das PBO-Kabel) schräg nach hinten zu den Klampen zu befestigen. Möglichst schwere (dicke) Leinen (12mm) haben die beste Wirkung gezeigt – dünne Leinen sind fast wirkungslos.
    Wir wünschen euch eine schöne (schnelle) Reise in die Karibik.

  3. Schade dass wir euch nicht wirklich kennengelernt haben, wir hoffen auf eine zweite Chance! Stefanie und Matthias von der SY Shuenga
    Seegangcom.wordpress.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.