Starkwind ade

Der Skipper versucht, dem Hund die Krallen zu feilen…

Seit dem gestrigen Tag flaut es beständig ab, mit dem nachlassenden Wind steigt der zuvor stark  gesunkene Luftdruck wieder nach oben, fast so weit wie bei einem nordischen Sommerhoch. Nur merklich kühler ist es durch den tagelang anhaltenden Nordwind geworden, besonders in der Nacht. Heute morgen um sieben Uhr waren es kühle elf Grad draußen, die Dieselheizung kam seit Langem mal wieder zu einem Einsatz und wir freuen uns, dass sie tadellos funktioniert.

Friedliches Ankerfeld

Tadellos hat auch der Anker in den letzten Tagen gehalten, sich im Starkwindeinsatz bei bis zu 30 Knoten Wind bestens bewährt. Wir hatten reichlich Kette gesteckt, gut und gerne das sechsfache der Wassertiefe, 45 Meter Ankerkette, um genau zu sein. Die Zwölf-Millimeter-Kette wiegt über  drei Kilo pro Meter, der Anker 44 Kilogramm, das hohe Gewicht bringt ausreichend Dämpfung bei einfallenden Böen, sodass wir kein Rucken im Schiff verspüren. Aber uns ist aufgefallen, dass der Katamaran sich immer mal wieder richtungsmäßig anders dreht als der Monohull. Entweder liegt das an der langen Bridle, dem langen Hahnepot, oder schlicht daran, dass wir keinen bewegungsbremsenden Kiel durchs Wasser schleifen. Zusammenfassend würde ich sagen, der Kat bewegt sich bei Winddrehern mehr hin und her als ein Einrumpfer.

Verlassener Steinbruch

Heute war endlich mal wieder der Versuch eines Segeltages, mit einem schönen achterlichen Schiebewind konnten wir aus der Lacona-Bucht raus segeln. Der Wind schlief jedoch schnell wieder ein, motorend ging es nach der Umrundung vom Capoliveri nordwärts in Richtung Porto Azzurro. Wir haben dabei zwei überirdische, mittlerweile zerfallene Steinbrüche gesehen, in denen Eisen aus dem Stein gewonnen wurde. Der hohe Eisengehalt im Stein würde auch erklären, warum unserer elektronischer Kompass bei der Kapansteuerung so eine hohe Abweichung zum geplotteten Kurs hatte.

Bildschöne Buchten südlich von Porto Azzurro laden zum Baden ein

Bei einem mittäglichen Ankerstop in der wundervollen Cala Nova lernten wir Massimo und seine sehr sympathische, amerikanisch-deutsche Familie kennen, wir ankerten neben deren hübscher X-402. Bei einem gemeinsamen Strandpicknick wurden Seglergeschichten und andere Anekdoten ausgetauscht. Am späten Nachmittag gingen wir ankerauf und liegen jetzt fast genau auf der gleichen Ankerposition wie bei unserem letzten Besuch in Porto Azzurro. Jetzt weht es auch wieder mit guten 16 Knoten und gleich geht die Sonne unter.

Sunset vor Porto Azzurro

Dieser Beitrag wurde unter Leben an Bord veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.