Wer Cannes, kann

15. September 2016, Donnerstag, Baro 1008, sonnig, warm, Wind Südwest
Baie des Anges 11:10 – Cannes 13:30, 11,1 sm

Das Meer ist noch unruhig

Das Meer ist am Morgen danach noch unruhig

Das war ja ein Gewitter heute nacht! Wir sind froh, dass wir uns rechtzeitig in die Marina verkrochen haben, ab 01:30 fängt draußen das Gewitter an, es blitzt und es regnet, und der Wind kommt. Noch hält die Regenplane das aus, und wir können einige Fenster zumindest gekippt offen halten. Um 03:15 geht es dann richtig los, die Plane ist wie eine große Segelfläche, und muss ganz schnell weg, alle Fenster müssen zugemacht werden, dadurch wird es drinnen noch wärmer und draußen pfeift der Wind und die Blitze zucken, und es gibt ein paar, nicht zu viele, aber dafür heftige Donnerschläge.

Um 05:00 Uhr ist der Zauber vorbei, man kann an Schlaf denken, wie durch ein Wunder ist der Wind weg, und man hört im Boot nur noch die Wellen, die natürlich draußen immer noch sind, und hier in der gut geschützten Marina leise ans Heck plätschern.

Piniennadeln schwimmen in den Pfützen

Piniennadeln schwimmen in den Pfützen

Morgens scheint die Sonne, die ganze Marina liegt voller Kiefernnadeln und in den kleinen Vertiefungen am Boden haben sich riesige Pfützen gebildet. Nach Frühstück und einem kurzen Schnack mit Dorothee legen wir ab, Richtung Cannes. Die Wellen sind immer noch ordentlich und der Wind sehr böig, aber segelbar.

Wir quälen uns bis Cap d’Antibes, mehr motorend als segelnd, danach ist alles gut, wir können wunderbar segeln, leider nimmt der Wind zu, je weiter wir uns Cannes nähern, mit dem vielen Seitenwind wird das ein spannendes Anlegemannöver werden. Irgendwie sind die auch absolut unterbesetzt in der Marina, nicht nur ich, auch andere Boote rufen mehrfach „Cannes Port“, ohne jedoch direkt eine Antwort zu erhalten. Aber irgendwann hat der Hafenmeister ein Einsehen und antwortet über VHF, wir sollen an die Westseite des H-Stegs gehen und uns dort einen Platz suchen. Wir nehmen den Liegeplatz, der am weitesten zu der Stadt liegt und uns somit am geschütztesten erscheint, Die Anfahrt ist nicht ganz einfach, wird aber gemeistert, und bald sind die Leinen fest.

Der rote Teppich in Cannes

Der rote Teppich in Cannes

Der Besuch beim Hafenmeister lässt mich wieder einmal wütend rausgehen: Der ältere Hafenmeister hat meine Anfrage für ein paar Tage freundlich entgegengenommen und uns einen Platz zugesichert, und der jüngere, der sich schon mal als Ekel geoutet hat, will uns den Platz nur für eine einzige Nacht zugesagt haben. Vielleicht ist er ja ein Deutschenhasser, oder ein Macho, oder ich erinnere ihn an eine frühere Freundin, die ihn verlassen hat…, jedenfalls ist es schon auffällig, wie er sich uns gegenüber verhält. Vielleicht habe ich morgen früh beim Bezahlen Glück und ein anderer hat Dienst, ansonsten versuchen wir unser Glück halt anderswo. Eigentlich würden wir aber gerne ein paar Tage hier in Cannes bleiben, zumal für die nächsten zwei Tage Regen und Starkwind vorausgesagt sind, und man hier vieles machen kann, ins Museum gehen z.B. oder die Pastis überfallen, oder oder…

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