Wikinger an Bord

Das Castillo de San Juan thront malerisch über dem Meer

Das Castillo de San Juan thront malerisch über dem Meer

Der Luftdruck steigt, der Himmel ist blau, der Wind hat deutlich nachgelassen und trotzdem treibt es uns nicht so früh aus den Federn. Gestern war ein anstrengender Tag gewesen. Wenn man das Optimum an Leistung aus unserer HEXE herausholen will, muss man auch ganz schön viel trimmen: Traveller nach Luv oder Lee, bei Böen die Großschot fieren (rauslassen),wenn die Böe vorbei ist, das ganz wieder dichter kurbeln, die Fock reffen, die Fockschot zum Windeinfallswinkel passend trimmen. Dabei steuern wir gerne von Hand. Oft stundenlang, weil es auch einfach Spaß macht das Beste aus dem Schiff rauszukitzeln und möglichst flott unterwegs zu sein. Für uns ist das Segelsport und nach so einem stundenlangen Sportprogramm sind wir dann auch schlag-kaputt. Die Arme sind schwer vom ständigen Trimmen, die Beine angespannt vom Abstützen bei der Schräglage, und zu alledem ist auch eine gewisse mentale Anspannung bei soviel Wind nicht von der Hand zu weisen. Kurzum, wir lassen es uns heute so richtig gut gehen, stehen spät auf und genießen ein ausgiebiges Frühstück  draußen im Cockpit.

Bunte Fischernetze liegen zum Trocknen aus

Bunte Fischernetze liegen zum Trocknen aus

Und dann steht unerwartet, aber willkommen ein norwegisches Paar vor unserem Schiff steht und erkundigt sich nach unseren Reiseplänen. Die beiden sind vor einem Jahr über Schweden, Polen, die Oder (ab da mit gelegtem Mast),den Mittellandkanal,den Rhein, die Mosel und die letzte Etappe per LKW, mit ihrem 13 Meter langen Segelschiff von Norwegen nach Marseille gereist. Jetzt geht es nahezu den gleichen Weg zurück nach Norwegen, wie wir hierher gekommen sind. Beide stammen aus dem Norden von Norwegen, in der Nähe des berühmten Geirrangerfjordes, sind damit also irgendwie auch Wikinger, oder? Wir haben uns ausgiebig ausgetauscht, leider wollen die beiden heute noch weiter in Richtung Gibraltar segeln.

Viele alte Männer beim Boule-Spiel

Viele alte Männer beim Boule-Spiel

Die Kirche von Aguilas

Die Kirche von Aguilas

Die Wurzeln des uralten riesigen Baumes auf dem Platz vor der Kirche

Die Wurzeln des uralten riesigen Baumes auf dem Platz vor der Kirche

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Nachmittags haben wir ausführlich Aguilas erkundet, vom Hafen zum Zentrum über die lange Uferpromenade bis hoch zur Festung sind wir gelaufen. Danach haben wir es uns in einer Bar an der Uferpromenade gemütlich gemacht. Wer sich Aguilas mal anschauen will, Volker hat ein Video gedreht.

Bald geht die Sonne unter und es wird kühl

Bald geht die Sonne unter und es wird kühl

Die Sonne geht zwar erst ab 18.30 unter, ab 17 Uhr wird es jedoch zu kühl, um draußen zu sitzen und es wurde Zeit für den Rückweg.

Für morgen haben alle Wetterberichte keinen Wind angekündigt, wenn wir weiter wollen, muss unser Motor für den nötigen Vortrieb sorgen.

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Ein Kommentar zu Wikinger an Bord

  1. Johanna sagt:

    Den Artikel zu lesen hat Spaß gemacht! Außerdem klingt es nach einer tollen Reise. Und ja, Norwegen (Geirrangerfjord) wurde von den Wikinger gegründet 🙂

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