Zurück am Meer

Der idyllische Landsitz

Der idyllische Landsitz in der “Drôme”

Am Sonntag haben wir auf dem Weg nach Montpellier einen Stop mit einem kleinen Umweg durch das Land eingelegt, um unsere Segelfreunde schon mal auf ihrem Landsitz in “la Drôme” zu treffen. Das ist wunderschön dort, das riesige Grundstück liegt direkt an einem Fluss, die Obstbäume blühen schon und es ist unglaublich grün. Am späten Nachmittag fahren wir gemeinsam nach Montpellier, bewundern die mit Stuckdecken reichlich ausgestattete Altbauwohnung im historischen Zentrum der Stadt, und verbringen einen wunderschönen Abend zu viert.

Am nächsten Morgen machen wir uns früh auf zum Probesegeln in La Grande Motte, davon wird der Skipper separat berichten. Nach einem langen Tag fahren wir abends zu unserer Hexe, schaffen es gerade noch, um kurz vor zehn in die Pizzeria, um, bevor die Küche schließt, zwei Pizzen zu ergattern und fallen todmüde ins Bett.

Wellenbrecher

Wellenbrecher

Karwenzmänner 1

Karwenzmänner 1

bis Karwenzmänner 2

bis Karwenzmänner 2

Am Dienstag überrascht uns das Mittelmeer mit einer gewaltigen Dünung, schon am Morgen. als ich mit dem Hund gehe, wundere ich mich über den Lärm am Strand, der von den großen Wellen verursacht wird, die auf die unzähligen Kieselsteine treffen. Mittags laufen wir an der Strandpromenade entlang und staunen über die Karwenzmänner, die da ankommen. Allein die Möwen, die auf dem Wasser sitzen, zeigen sich davon unbeeindruckt. Gut, dass wir heute, bei dem fehlenden Wind, nicht hinausgefahren sind, das wäre ein reines Gewackel geworden, kein Wind, aber Wellen wie auf dem großen Meer.

von weiß bis dunkelrot blühen die Alpenveilchen in der Marina

von weiß bis dunkelrot blühen die Alpenveilchen

Idyllischer Flusslauf

Idyllischer Flusslauf

Heute haben wir mit dem Auto einen Ausflug gemacht. Nach so langer Zeit am Land muss man sich wohl erst langsam an das Bootsleben gewöhnend Nur der Verkehr und die Umleitung in Nizza wegen des dort noch herrschenden Karnevals haben genervt, das wäre auf dem Seeweg nicht vorgekommen, da haben wir nur mal eine Stunde vor Nizza hin- und hergekreuzt, weil wir nicht in den Hafen einlaufen durften wegen der herannahenden Fähre.

Wolkenverhangen präsentiert sich das Tal

Wolkenverhangen präsentiert sich das Tal

Wer kennt diesen Baum?

Wer kennt diesen Baum?

Kaktusfeigen

Kaktusfeigen

Wie auch immer es sei, wir sind mit dem Auto nach Eze gefahren, da kommt man mit dem Boot auch nicht hin, es liegt auf 470 m Höhe, in – heute – wolkenverhangenen Bergen. Warum auch immer, hier sind wieder die großen Parfümerien angesiedelt, vielleicht wegen der vielen Kräuter und Blumen? Eze ist eine kleine mittelalterliche Stadt, wo man – mal wieder – zahlreiche Steintreppen hoch- und wieder runterstiefeln kann. Mit der fehlenden Sonne war es kalt und feucht, und man fühlte sich schon ein bisschen ins finstere Mittelalter zurückversetzt.

Ein Seitenaltar

Ein Seitenaltar der sehr schönen Kirche

Glaskunst…

Glaskunst…

Hippokunst…

Hippokunst…

Allein die übermächtigen Andenken- und Kunsthandwerksläden waren Zeugen, dass wir uns in der Gegenwart befanden. Die für die kleine Gemeinde relativ große Kirche ist außen neoklassizistisch, innen aber sehr schön mit den seitlichen Erkern, die verschiedenen Heiligen gewidmet sind.

Nietzsches steiniger Weg zu Zarathustra

Nietzsches steiniger Weg zu Zarathustra

Der Weg zum Auto zurück war besonders steinig. Wir haben den Friedrich-Nietzsche-Pfad genommen, der Hund fand es gut, wir  mussten aufpassen, dass wir nicht auf den ganz unregelmäßigen Treppenstufen, die auch schon einigermaßen verwittert waren, ausrutschten und uns die Haxen brachen. Diesen Pfad ist Nietzsche häufig gewandelt (hoffentlich war der Weg damals ein bisschen besser in Schuss) und lobte dessen landschaftliche Schönheit. Hier hat er auch große Teile seines bedeutenden philosophischen Werks „Also sprach Zarathustra“ geschrieben, das vielen heute eher durch die Vertonung als symphonische Dichtung von Richard Strauss und seine Verwendung in zahlreichen Filmen bekannt ist, die erste und wichtigste in Stanley Kubrick’s „Odyssee im Weltraum“, aber auch „Werner Beinhart!“ oder “Scott and Huutsch“ oder bei den Simpsons.

Auf dem Rückweg wollten wir lieber an der Côte entlangfahren, als die Autobahn zu nehmen, das war auch sehr schön bis Nizza, wo immer noch der Karneval tobt, die Jecken mit Masken herumlaufen, und die Straßen wegen Umzügen gesperrt werden. Vielleicht schauen wir uns das in den nächsten Tagen mal per Boot an, falls wir uns doch entschließen können, die Leinen loszumachen…

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2 Kommentare zu Zurück am Meer

  1. Monika Paukert sagt:

    Den Blättern nach ist die gefragte Pflanze Rhizinus.
    Viele Grüße aus NF, die Krokusse blühen schon, es darf gerne Frühing werden.

  2. Martina Meyrose sagt:

    Da lasse ich mal ein Gruß da :-))
    Es ist schön bei Euch zu lesen, so segeln wir im Geist etwas mit, nä……
    Volker, ich war auch gerade laufen und bei mir ist es leider noch immer der Seglerspeck. Oder war das der Wein? Ich weiß es nicht, egal. Laufen, laufen, laufen dann hat man jedenfalls Wind um die Nase.
    Wir wünschen Euch noch viel Spaß und ein dicken rubbler an Nico
    Martina und Jens

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