Kunst, Kultur und Karneval

IMG_1358Seit zwei Tagen haben wir lieben Besuch in unserem Haus. Unsere englischen (Segel-) Freunde sind für ein paar Tage angereist. Diesmal mit der Kombination aus Fähre und eigenem Auto. Täglich pendeln die P&O-Fähren zwischen Hull/ Ostengland und Rotterdam hin und her. Zwölf Stunden beträgt die Fährfahrzeit, es wird nachts gefahren, während die Passagiere in den Kabinen selig schlummern. So kommt man denn auch schön ausgeruht auf der großen Insel oder in Holland an. Die Ticketpreise inkl. Fahrzeug, zwei Personen und Kabine liegen bei rund 330 Euro, hin und zurück, je nach Buchungslage. Kein schlechter Preis und, gerade für Menschen mit latenter Flugangst, sicher eine gute Alternative. Und damit eine Seefahrt  so richtig lustig und schön ist, gibt es an Bord der Fähren verschiedene Restaurants, Bars und Pubs. Damit am Ende der Nacht keiner die Straßen mit Restalkohol unsicher macht, muss jeder Fahrer vor Fahrantritt ins Röhrchen blasen. So sind dann für alle die Straßen ein wenig sicherer, egal, ob sie auf der jeweils falschen oder jeweils richtigen Straßenseite fahren müssen.

IMG_8724Und wenn man dann schon mal in so fröhlicher Runde für ein paar Tage zusammen ist, kommt, dazu passend, die Karnevalszeit genau recht.

Nur, da war doch noch was? Ach ja, ein Tiefdruckgebiet, das den Karnevalsumzügen, zumindest einigen, kräftig den Garaus gemacht hat. Auch unser Plan ist so nicht nur ins Wasser gefallen, sondern buchstäblich vom Winde verweht worden. Irgendwie hatte wir es in den zurückliegen Jahren nie geschafft zum Mainzer Karneval aufzubrechen.

IMG_8741Wir waren da immer ein paar Tage segeln. Meistens dick eingehüllt, ging es raus zu den friesischen Inseln. Da gab es keine Narren, höchstens Narrenschiffe, wenn man so will. Gefeiert wird Karneval nur in Südholland.

Aber nun wollten wir die Gelegenheit und den Besuch unserer Freunde zum Anlass nehmen, uns ins närrische Treiben zu stürzen Das geht am besten im Epizentrum des Karnevals, in Mainz. Doch wegen des Sturmtiefs Ruzica haben wir schon in weiser Voraussicht umgeplant und den gestrigen Karnevalsumzug in Heppenheim angeschaut.

IMG_8744Schön verkleidet, wie sich das gehört, mit ein paar “kleinen Feiglingen” im Gepäck, zur Aufmunterung, hatten wir erst mal den sehenswerten historischen Innenstadtkern von Heppenheim erkundet. Ja, und dann kam er, der närrischen Zug, der sich langsam und mit viel Tamtam durch die engen Gassen schlängelt.

IMG_8763Jeder hatte sichtlich seinen Spaß an dem Treiben, für Trevor und Kay war es die karnevalistische Taufe. Am Ende waren dieTaschen gut gefüllt mit gesammelten Süßigkeiten, Rosen für die Damen und Popcorn für die Herren. Doch irgendwann ist auch der längste Zug vorüber, die Capitania hat das Steuer in die Hand genommen und uns nach Hause kutschiert

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Heute gibt es zu späterer Stunde ein kleines kulturelles Highlight in Darmstadt. Im Staatstheater wird das Violinkonzert von Jean Sibelius dargeboten und wir werden das karnevalistische Kostüm gegen angemessen-festliche Kleidung eintauschen. Ein Hörgenuss auch für Klassikmuffel!

Jetzt bleibt nur noch die Kunst offen. Zumindest, was die Kunst des Segelns angeht, gibt es Licht am Ende des dunklen segelfreien Tunnels. Wenn alles weiterhin gut geht, werden wir am nächsten Sonntag gen Süden aufbrechen. Über zweieinhalb Monate sitzen wir nun schon auf dem Trockenen, dementsprechend freuen wir uns schon sehr, wenn die segelfreie Zeit bald vorüber ist. Solange waren wir in den zurückliegenden Jahren noch nie ohne Boot. Der Mittelmeerwinter war, ähnlich dem hiesigen, bisher sehr mild, und wir hoffen daher sehr, dass wir einen superschönen Frühling erleben werden.

bundesliga.de | Liveticker Bundesliga | 20. Spieltag 2016-02-08 18-34-02Zu guter Letzt noch eine gute Nachricht für alle Freunde der Darmstädter Lilien: Nach dem gestrigen 2:0-Sieg gegen den Tabellenletzten Hoffenheim, steht die Darmstädter Equipe auf dem 11. Tabellenplatz.

Aufwärtstrend?

Toys for Boys - der Größte! (Motor)
Toys for Boys – der Größte! (Motor)

Das soll es nun wirklich sein, die Wende, der Aufbruch, der Aufwärtstrend? Gemeint ist die Stimmung in der Yachtbranche. Nach zum Teil massiven Abschwüngen und Auftragsrückgängen soll es jetzt wieder bergauf gehen. Das zumindest suggerieren zusammenfassend die Pressestimmen, im Nachgang zur “Boot 2016”.

Unterlegt werden soll diese (Achtung, jetzt Ironie anstellen!) Tatsachen mit harten Zahlenfakten:
Es gab ein Besucherplus gegenüber dem Vorjahr um ganze 2,8 Prozent. Dazu gibt es – wie alle Jahre wieder – einzelne positive Stimmen von den Branchengrößen, die ihr teures Standengagement einfach nicht schlecht reden können. Klar ist die “Boot” die weltgrößte Wassersportmesse, aber gerade der Verkauf von Segelyachten ist in den letzten Jahren stark rückläufig und auch größere Werften fahren zum Teil Millionenverluste ein.

Faltbare Carbon Gangway mit individuellem Aufdruck
Faltbare Carbon Gangway mit individuellem Aufdruck

Es gibt sicher Nischenanbieter, die sich über gute Absätze freuen können. Doch die guten Zeiten im konventionellen Yachtbau sind sicherlich unwiederbringlich vorbei. Das liegt auch am geänderten Freizeitverhalten der Segler selbst. Wer früher ein Schiff hatte, hatte in der Regel genau nur dieses Hobby. Es gab nichts anderes, jeder Urlaubstag wurde auf dem Boot verbracht, andere Freizeitbeschäftigungen waren tabu. Das ist nun anders. Diese Fixiertheit auf ein Hobby ist passé. Es lockt der Golfcourt, die Berggipfel, der Tennisplatz oder die komfortable Kreuzfahrt. Gesegelt wird, wenn es passt, und dazu wird einfach ein Boot gemietet. Keine lästigen Unterhaltsarbeiten, keine teuren Liegeplatzkosten fallen an, man ist nicht nur auf ein Revier fixiert und je nach Charterlocation gibt es noch eine Sonnengarantie mit Badespaß obendrauf.

Seile, soweit das Auge reicht
Seile, soweit das Auge reicht
So ein schöner Falt-Propeller
So ein schöner Falt-Propeller
Viel Platz gibt es nicht in so einer Rettungsinsel
Viel Platz gibt es nicht in so einer Rettungsinsel

Anders sah die Messe sicher für die Zubehörbranche aus. Dort waren die Stände gut gefüllt. Egal, ob Yachtelektronik, Yachtausrüster, Segelmacher – wenn schon kein neues Schiff gekauft wird, so wird “die Alte” doch gut gepflegt und modernisiert.

Zimmer mt Aussicht
Zimmer mt Aussicht

Nur ein Zweig des Yachtbaus kann sich entgegen dem derzeitgen Trend über kräftige Umsatzzuwächse freuen – die Katamaranbauer. Darum war der die weltgrößte Katamaranwerft gleich mit zwei Modellen vor Ort vertreten, der bereits in den letzten 5 Jahren über 500 mal gebauten Lagoon 450 und der Weltpremiere Lagoon 42. Direkt am Nebenstand präsentierte die zweitgrößte Zweirumpfwerft Fotaine Pajot ihr neues, 40 Fuß großes Einstiegsmodell, die Lucia 40. Bezeichnend für den Erfolg dieses Einstiegsmodells steht die Zahl der sozusagen frisch vom Reißbrett verkauften Katamarane: 60! Keiner der Kunden hat das Schiff vorher wirklich gesehen oder überhaupt zur Probe gefahren. Und das bei einem Invest von über 300 Tausend Euro. Ein super Erfolg für Fountaine Pajot.

geräumige Pantry mit Naviplatz links
geräumige Pantry mit Naviplatz links
sehr geräumiges Eigner-Bett in der Lagoon
Schlafzimmer!
schickes Bad
schickes Bad

Wir haben uns jedenfalls alle drei Katamarane auf der Messe angesehen und waren sehr angetan von der modernen und schönen Innenarchitektur.

Und das haben wir heute in einem Großmarkt gesehen:

Kaum sind die Weihnachtsmänner weg, da stehen die Osterhasis bereit!
Kaum sind die Weihnachtsmänner weg, da stehen die Osterhasis bereit!