Nach dem eher aufregenden Start waren die nächsten Stunden unserer Überfahrt nach Madeira eher unspektakulär. Segeln und motoren wechseln sich ab.
Taube Andrea hat uns am Abend vorder Ankunft auf Madeira verlassen. Zunächst hat sie ein paar Flugübungen gemacht, dann hat sie sich getraut. Ob sie lieber auf das nahe Fischerboot mit Ziel Frankreich wollte, oder sich auf den Ilhas Desertas, den verlassenen Inseln, niederlassen will, steht in den Sternen, vielleicht ist sie ja zu den Kanaren zurückgeflogen, von wo sie abstammt.
Wir jedenfalls haben nach 48 Stunden auf See um 11:47 in Quinta do Lorde an der Tankstelle angelegt, es waren 230 sm, davon sind wir ca. 16 Stunden gesegelt, aber eben auch 32 Stunden unter Motor gefahren. Für den nächsten, größeren Schlag wurden alle Kanister voll gemacht und die beiden Tanks wieder aufgefüllt, das waren satte 511 Euro, billig ist das Diesel hier auch nicht mit 1,87 € pro Liter.



In der Marina wollten wir für 106 € pro Nacht nicht bleiben, sie ist nicht besonders einladend und in dem großen Hyatt Hotel ist man als externer Gast in den Restaurants auch nicht willkommen, wir sind wieder auf unseren bereits erprobten Ankerplatz in der Ensenada da Ambra gefahren, und haben mit dem Beiboot einen Ausflug zur Marina gemacht, um ein bisschen einzukaufen und uns die Beine zu vertreten. Auf dem Weg mussten natürlich wieder einige Höhlen von See aus besichtigt werden, das ist so gar nicht meins, ich finde das immer ein bisschen unheimlich.
In dieser Nacht haben wir sehr ruhig geschlafen, außer uns war nur ein französischer Einrumpfer in der Bucht, und ein Stück weiter draußen lag eine Superyacht mit Namen Capricorn ebenfalls vor Anker.


Viele tapfere Menschen wandern on der Nähe der Marina bis zum Miradouro São Lourenço, einige schon früh um vier mit Stirnlampen, andere abends zum Sunset. Das sind auf dem Hinweg ca. dreieinhalb Kilometer und 220 Höhenmeter. Die „Fußfaulen ;-)) nehmen, statt alles wieder zurück zu laufen, das Wassertaxi ab dem Café bei m Leuchtturm.


Wir machen das heute mittag bei einen Ausflug mit dem Dinghy, um die Schönheiten der Bucht aus der Nähe anzuschauen. Anfangs gab es einen größeren Schreck, an einer Stelle kurz vor dem Land, wo das Wasser so schön sprudelte und über die vorliegenden Felsen wieder ablief, ging der Motor aus, im Rückwärtsgang. Die Schaltung lies sich aber nicht mehr in neutral zurückstellen, und so konnte der Motor nicht gestartet werden. Und wir trieben immer näher auf die Strudel und Felsen zu. Jetzt schnell die Paddel nehmen und weg von dem Sog. Es war gar nicht o einfach, weil natürlich Strömung und Wind das Paddeln schwer machten, aber schließlich konnten wir an einer der zahlreichen ausgelegten Bojen festmachen, und Volker schaffte es natürlich, nachdem er den Deckel vom Motor abgenommen hatte, die Schaltung auf Neutral zu stellen.


Zuerst hatte ich die Schnauze voll von der Idee der Dinghy Tour, aber Volker war nicht zu erweichen, und es hat sich auch wirklich gelohnt. Die Felsformationen auf Madeira gleichen denen auf Lanzarote nicht, obwohl die Insel ebenfalls vulkanischen Ursprungs ist. Aber hier gibt es zwischendurch bunte Schichten aus dunklen Basaltformationen, rotem Tuffgestein und helleren Trachyt-Ablagerungen, wie uns nach unserem Grübeln die KI erklärt hat.



Wir sind mit dem Dinghy bis zum östlichen Ende der Insel gefahren, wo auf einer kleinen vorgelagerte Insel, der Ilha do Farol der einsame Leuchtturm steht. Die Leuchtturmwärter mussten mit dem Boot hierher gebracht werden, es gibt auch Wohngebäude, jetzt wird der Leuchtturm allein mit Solar betrieben und es werden auch keine dort wohnenden Wärter mehr gebraucht.
Tatsächlich sieht das alles, die Felsen, die Buchten, das Gestein so wunderschön aus, dass ich hunderte Fotos gemacht habe. Und die Strudel, die beim Aufschlagen der Wellen an den kleinen und großenGesteinshöhlen entstehen, sind einfach nur sensationell, und davon gibt es dann kleine Filme. Der Osten von Madeira ist in der Tat, ein echtes Naturparadies!




























































































