Unterstützung beim Rolling home für Segler

Wie alle sind auch wir in diesen seltsamen Zeiten häufig in telefonischem und Mail-Kontakt mit vielen Freunden. Hier in Deutschland arrangiert man sich mit den Umständen, Schlangen an den Supermärkten und der Maskenpflicht ab Montag, offensichtlich mehr oder weniger gut. Gestern waren wir mal am sehr späten Nachmittag kurz in der Innenstadt, um frisches Obst zu kaufen, dabei fiel uns, trotz der inzwischen auf 800 qm wieder geöffneten Geschäfte eine gähnende Leere auf.

Zuchttöpfe!

Aber glücklicherweise haben wir ja seit Wochen sehr schönes Wetter. Außerdem sind wir hier in Deutschland nicht sooo reglementiert wie unsere Freunde auf den Kanaren oder in der Karibik und in anderen Ländern. Wir wurschteln so vor uns hin, und ich freue mich auf meinen neuen Garten, für den ich schon ganz viele Gemüse- und Nutzpflanzen vorziehe. Außerdem vermissen wir Samy schmerzlich, auch die obligatorischen Spaziergänge. Jetzt muss ich morgens turnen, damit ich nicht einroste, statt über die Mathildenhöhe zu laufen.

Unsere Segelfreunde Ralf und Inge von der Segelyacht „Malwieder“ liegen noch in der Marina auf Antigua, aber sie scharren mit den Füßen (oder besser, wedeln mit den Segeln?), um nach Europa zurück zu kehren, denn die Hurrican-Saison in der Karibik naht, und mit ihr die Notwenigkeit, das Boot in sichere Gefilde zu bringen, also außerhalb des Hurrikan-Gürtels zwischen 10° und 30° N. Das Problem haben dieses Jahr viele Segler, die vielleicht eigentlich weiter in die USA oder durch den Panama-Kanal wollten. Und so hat Trans-Ocean, der Verein zur Förderung des Hochseesegelns, mit dem Verein Intermar e.V.  eine einmalige Initiative, das Trans-Ocean Rolling Home Team, entwickelt, um Boote, die sich auf den langen Weg machen, zu unterstützen, und den Crews mit Wetterberichten, und Kontakt zur eventuellen Transithäfen zur Seite zu stehen. Wer sich dafür interessiert, hier ist der Link dazu: https://www.trans-ocean.org/Bericht-lesen/ArticleId/6156/Unterstuetzung-fuer-die-Route-Karibik-Europa

Wir werden die „Malwieder“ auf jeden Fall, soweit es geht, verfolgen und per Mail Kontakt halten, ebenfalls das atlantische Wetter beobachten, um im Notfall mit Berichten helfen zu können.

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Abschied für immer

Ein letztes Foto von Samy

Nicht plötzlich, nicht unerwartet, aber doch für uns viel zu früh mussten wir auf immer Abschied von unserem treuen Begleiter und geliebten Bordhund Samy nehmen, der nach 14-tägiger Krankheit gestern verstorben ist. Die Nieren haben nicht mehr mitgespielt, zahlreiche Tierarzt- und Tierklinikbesuche haben letztendlich leider nichts bewirkt, der Zustand von unserem Samy hat sich tagtäglich verschlechtert. Samy hat gekämpft, alle Behandlungen tapfer ertragen, und am Ende hat er doch den Kampf verloren.

im Gras auf der Mathildenhöhe

Wir waren so hoffnungsvoll nach der überstandenen Bauchspeicheldrüsenentzündung im vergangenen Oktober, dass uns Samy bis ins hohe Hundealter als  geliebter vierbeiniger Begleiter, egal ob auf dem Wasser oder zu Lande, erhalten bleiben würde. Wer Samy kannte (und das sind sicherlich einige), egal ob in seiner Funktion als Bordhund oder als ruhiges Wesen an unserem Heimatstandort, weiß, was wir nun vermissen müssen.

Der Abschied schmerzt uns sehr, viele Tränen sind geflossen, als wir Samy auf dem letzten Weg begleitet haben. Wir werden ihn allzeit liebevoll in Erinnerung behalten und wir sind sicher, dass er seinen Weg über die Regenbogenbrücke gefunden hat und gut im ewigen Reich der Hunde angekommen ist.

Samys Grab in unserem neuen Garten, dort kann er für immer über uns wachen

Am Ende dieses traurigen Blogbeitrages wollen wir noch ein Gedicht von Pablo Picasso niederschreiben, das unsere Bindung zu Hunden im Allgemeinen und zu Samy im Besonderen widerspiegelt:

Hunde kommen in unser Leben, um zu bleiben

Sie gehen nicht fort, wenn es schwierig wird, und auch,

wenn der erste Rausch verflogen ist, sehen sie uns noch

immer mit genau diesem Ausdruck in den Augen an.

Das tun sie bis zu ihrem letzten Atemzug.

Vielleicht, weil sie uns von Anfang an als das sehen, was wir wirklich

sind: fehlerhafte, unvollkommene Menschen.

Menschen, die sie sich dennoch genau so ausgesucht haben.

Ein Hund entscheidet sich einmal für den Rest seines

Lebens. Er fragt sich nicht, ob er wirklich mit uns alt

werden möchte. Er tut es einfach.

Seine Liebe, wenn wir sie erst verdient haben, ist absolut.

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Kurzes Update

Überall auf der Welt ist die Zeit verlangsamt, das öffentliche Leben ist mehr oder weniger zum Erliegen gekommen, die Menschen kommen mehr oder weniger gut damit zurecht.

Auch wir sitzen in Darmstadt fest, uns geht es gut, wir leben in unserer Wohnung wie so viele andere auch, noch können wir problemlos nach draußen gehen, im Familienverbund oder mit einer „haushaltsfremden“ Person, wie es so schön heißt.

Kathrin hat einen Mundschutz, Stil “Florentine”, selber genäht

Viele Freunde von uns sind aber noch auf ihren Booten, sie liegen in Häfen auf den Kanaren, In Puerto Calero, wo auch die einsame Hexe auf unsere Rückkehr wartet, Solvey und Armin in Santa Cruz de Teneriffa, Martina und Jens in Garrachico auf Teneriffa, Susanne und Martin in Lagos (Portugal), Kathrin und Peter inArenys de Mar nördlich von Barcelona, und ganz viele sind in der Karibik verstreut.

Von Solvey und Armin haben wir erfahren, dass es im Hafen von Santa Cruz de Teneriffa  eine strenge Duschordnung gibt: Von 9 – 10 Uhr darf Steg 3 in die Waschräume, von 10 – 11 Uhr Steg 4, u.s.w., damit sich nicht zu viele Menschen dort aufhalten. Einkaufen darf immer nur einer. In Garrachico auf Teneriffa kontrolliert das Militär jede Bewegung der Boat People, Joggen, Sport im Freien, Fahrradfahren ohne Supermarktbesuch sind verboten. Die Segler verabreden sich zum Plausch auf der Toilette! Da ist das Leben wohl total eingeschränkt.

Hilfe über die Situation in den Marinas bieten Trasocean und Navily auf ihren Websites:
https://www.trans-ocean.org/Bericht-lesen/ArticleId/6136/Corona-Das-sagen-unsere-St-252-tzpunktleiter

http://blog.navily.com/en/blog/covid-19-marina-information/

In Lagos ist die Marina ebenfalls abgeriegelt, die Bootsbewohner bekommen die Einkäufe an Bord geliefert, und igeln sich ein. Boote kommen vielfach weder rein noch raus aus den Marinas.

Prinzipiell gut geht es manchen Seglern in der Karibik. Auf einigen Inseln scheint das Leben halbwegs normal weiterzulaufen, aber ganz viele Inseln sind gesperrt. Und die Hurrikan-Saison steht vor der Tür! Ab Ende Mai gibt es keinen Versicherungsschutz für die Boote mehr, viele, sehr viele planen den Rückweg nach Europa, aber die Azoren sowie Madeira sind gesperrt, und stehen unter Quarantäne. Hier noch ein interessanter Artikel, den Volker im Netz gefunden hat:

https://floatmagazin.de/orte/fluch-der-karibik/?fbclid=IwAR1oXZZ7psAjDyY47DisX1LPSG2l4ny5KlSo_EwF5nfJSkG6TSvguqCbuzk

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Schneeflöckchen

Winterwonderland

Man kann ja sagen. was man will zum bisherigen deutschen Winter, der, zumindest in Darmstadt, die Bezeichnung “Winter” bis heute garnicht verdient hatte. Seit wir hier sind, und das sind nun schon geschlagene drei Monate, hatten wir ein paar schöne Sonnentage, einige Regenperioden und ganz viel Grau, nur hin und wieder richtig winterlich kalt, mit Temperaturen unter null Grad, gab es kaum.

Hexe mit Hund im Schnee

Heute kam dann die Totalüberraschung, Wintereinbruch mit starkem Schneefall seit dem Nachmittag. Im Moment schneit es noch weiter und verwandelt die ganze Stadt in ein einheitliches Weiß.

Ich mag die weißen Flocken sehr, die ruhig und sacht vom Himmel fallen.

Vergesst die meckernden Autofahrer, die schneebedingt im Stau stehen, auch die fluchenden  Radfahrer in der Stadt, die schlingernd ihren Weg suchen, mir egal, mein Herz schlägt schneller wenn es draußen schneit.

Auf unserem Rückweg waren hier schon rodelnde Kinder unterwegs

Wir haben unserem Samy das Wintermäntelchen angezogen, uns selbst dick und warm eingepackt und sind erstmal hoch zur winterlichen Mathildenhöhe gestiefelt und haben die schneeweißen Parkanlagen, Denkmäler und historischen Gebäude bewundert.

Es war zunächst noch sehr nasser Schnee, der sich aber großartig zum Bauen von Schneemännern aller Größen eignete. Deshalb sieht man schon die ersten Kinder große Bälle rollen für ihre  Schneemänner, andere probieren es schon mit den Schlitten, oder lassen sich im Schnee den Abhang hinunter rollen.  Viele Spaziergänger haben ein seliges Lächeln im Gesicht und erfreuen sich wie wir am “Winterwonderland”.

Denker im Schnee

Stumm schauen die Löwen vom Tor auf das Weiß

Hochzeitsturm in Xmas-Deko

kleiner Schneemann

 

 

 

 

Das sieht eher weihnachtlich aus!

 

Spontan kommen mir ein paar Weihnachtslieder, die sich um das Schneethema drehen, auf die Lippen und auch wir bauen einen kleinen Weihnachts-Schneemann.

Weiter geht es durch den schweren feuchten Schnee zur Rosenhöhe, die ebenfalls von einigen fotografierenden Menschen besucht wird.

Lange wird die spätwinterliche Freude wohl nicht währen, denn am Samstag soll es mit vorhergesagten 14 Grad wieder frühlingshaft warm werden. Aber wir haben ja gelernt, dass vor allem der Moment zählt, und der ist wunderbar

Jetzt kommt die kurze winterliche Abhandlung zum Ende, bei dampfendem Ingwertee wärmen wir uns auf.

Segeln steht leider noch nicht auf dem Programm, es gibt daher keine Berichte von abenteuerlichen Segelreisen, aber das wird sich auch irgendwann wieder ändern. Wie uns Bilder und Zeilen von lieben Freunden verraten, liegt die Hexe gut an ihrem Platz, hat den Sahara-Sandsturm vom letzten Wochenende gut überstanden und erstrahlt, dank Pedros Hilfe, in glänzendem Weiß.

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Ganz nah am Wasser

Die Elbphilharmonie: eine gigantische Welle

Im Moment kann man uns getrost als Landratten bezeichnen, denn zu viele Themen halten uns hier noch für eine ganz schön lange Weile gefangen. Wie sagt Ralf von der Segelyacht “Mal Wieder” so richtig; “Die Gesundheit ist das Wichtigste “, damit hat er natürlich Recht. Bei der Capitania ist noch einiges abzuklären und das geht leider untersuchungstechnisch nicht auf den Kanaren, jedoch auch nicht in Darmstadt, sondern nur in Hamburg. Und weil wir die Stadt an der Elbe sehr mögen, haben wir das Nützliche mit dem Angenehmen verbunden und einen Kurzurlaub in der Elbmetropole verbracht.

Der große Saal in der “Elbphi”, auf jedem Platz eine optimale Akustik

Wir hatten zudem noch Buchungsglück und konnten für adäquates Geld ein Zimmer im “Westin”,dem Hotel in der Elbphilharmonie, mit sagenhaftem Elbeblick buchen. Die Capitania hat noch eine Führung durch die Elbphilharmonie am Ankunftstag buchen können, leider nur für sich, da diese Führungen manchmal auf Wochen hin ausverkauft sind.

Die etwas andere Toilettenbeschriftung

Nach gemütlichen und staufreien fünf Stunden Autofahrt sind wir am Sonntag in Hamburg angekommen. Das Wetter zeigte sich nicht von seiner besten Seite, neblig-grau begrüßte uns die Hansestadt, nur dass das erste, für uns reservierte Zimmer im Hotel, zwar die versprochene tolle Aussicht hatte, doch dafür eine defekte Fensterdichtung, sodass der Generatorenlärm des gegenüber liegenden Frachters samt dem Lärm der angrenzenden Fabrik für industrielle Gase herein drang.

Die größte der fünf (!) Orgeln von St. Michaelis

Das Wahrzeichen Hamburgs: der Michel …

… mit dem wunderbaren Barock-Interieur

Die Empfangsdame bemühte sich, so wurde uns ein anderes Zimmer zugesagt, das jedoch noch nicht übergabeklar war. Wir nutzten die Zeit bis zum neuen Zimmer für einen Spaziergang durch die Speicherstadt und zur Michaelis Kirche, die  wohl umgangssprachlich besser als “der Michel” bekannt ist. Wir waren sehr beeindruckt von dieser wunderschönen Barockkirche Auch dem City Sportboothafen haben wir einen Besuch abgestattet und es gibt dort immerhin trotz des nordischen Winters zwei bewohnte Katamarane. Am nächsten Morgen ging es früh zur Klinik.

Die Rickmer Rickmers im Hamburger Hafen

Der Nachmittag hat dann wieder uns gehört, wir haben den schönen Hotelpool ausgiebig genossen. Abends ging es am Hafen entlang, an der Dreimastbark Rickmer Rickmers vorbei, zum Brauhaus. Dabei nieselte es leicht, aber in Hamburg ist das kein Regen, sondern einfach “Wetter”! Die Capitania liebt nicht nur das Meer, sondern auch dessen verzehrbaren Inhalt und war von ihrem appetitlich angerichteten Käptn’s Teller mehr als begeistert.

Das rote Feuerschiff LV14
vor dem blauen Ausflugsboot

Auf dem Rückweg haben wir spontan noch einen Stop auf dem historischen Feuerschiff eingelegt und sind aus rein glücklichen Zufall mitten in eine Jazz Jamsession reingestolpert. Jeden Montag treffen sich dort verschiedene Jazzmusiker im Maschinenraum des historischen Bootes und spielen für das begeisterte Publikum bekannte und unbekannte Lieder in immer wechselnden Besetzungen. Und es wurden immer mehr Künstler auf und neben der Bühne.

Begeisterte und begabte Jazzer spielen montags im Feuerschiff

Vorne Klarinette und zwei Saxophone, hinten Bass, Klavier und Schlagzeug, links die letzten Zugänge: zwei Trompeter und ein Posaunist

Was für ein schönes Erlebnis!

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Auf gefrorenem Wasser

Die Morgensonne färbt schon die Gipfel

Obwohl wir ja eigentlich gerne in wärmeren Gefilden weilen, und auch eher übers Wasser gleiten, haben wir traditionell schon immer möglichst eine Woche auf Wasser in der festeren weißen Form verbracht, also beim Ski- oder Snowboardfahren. Dieses Jahr waren wir mit Larissa, Freund Johannes und lieben Freunden aus Remscheid in Maria Alm am Steinernen Meer.

Bergpanorama

Glück gehabt, am Anreisetag fing es am Abend an zu schneien, gerade genug für eine Woche Fahrspaß in dem großen Gebiet vom Hochkönig. Bei strahlendem Sonnenschein wurden viele schöne Stunden auf Skiern, Volker meist auf dem Snowboard und Spaziergängen mit unseren beiden Familienhunden Samy und Nana verbracht. Mittags haben wir auf den Bergen oder im Tal bei einer Jause die leckeren österreichischen Spezialitäten wie Kaspressknödel, Frittatensuppe, Palatschinken oder Kaiserschmarrn genossen, abends haben wir es uns bei Schnitzel oder Kaasspatzen gemütlich gemacht.

Auf zum Tanz beim Après-Ski

Natürlich ging es nach dem Skifahren das eine oder andere Mal zum Après-Ski beim Bachwirt, da gab es kleine „Schneewutzel“ oder „heiße Witwen“, warmen Likör mit Sahnehäubchen, oder schlicht „Willi mit Frucht“. Zünftige Musi wie der „Heli-Helikopter“ oder ähnliches durfte selbstverständlich auch nicht fehlen. In der Dengl-Alm gab es zweimal in der Woche Live-Musik zum Après-Ski, mit einem erstaunlich guten Allein-Unterhalter. Kurzum, wir hatten eine wunderbare Woche!

Und für uns beide, na, sagen wir mal, vor allem für mich, gab es auf dem Rückweg noch ein ganz großes Highlight. Wir hatten einen Stopp bei unseren Segelfreunden Peter und Irene in München eingeplant, und die beiden haben Karten im Cuvillié-Theater organisiert, „Die drei Musketiere“ wurde gegeben. Hier der Link im Netz: https://www.residenztheater.de/stuecke/detail/die-drei-musketiere.
Das Spektakel hatte wenig mit dem Original von Dumas zu tun, obwohl die vier brillanten Schauspieler auf der ansonsten leeren Bühne sich des öfteren fragten, wieso sie eigentlich als drei Musketiere zu viert waren, aber es war einer der großartigsten Theaterabende, die ich je erlebt habe. Das Publikum dankte es mit nicht enden wollendem Applaus, wir haben uns zwei Stunden lang amüsiert über intelligente Anspielungen auf die gesamte Theatergeschichte und haben die sportlichen Leistungen, inklusive einer Schwert-und-Degen-Einlage, sehr bewundert. Ganz großes Theater!

Nächste Woche fahren wir nach Düsseldorf auf die „Boot“ und schauen mal, was es dort Neues zu besichtigen gibt. Wir werden berichten.

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Happy New Year!

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Fröhliche Weihnachten!

Wir wünschen allen Freunden und Lesern unseres Blogs

eine wunderschöne und friedliche Weihnachtszeit,

und ein gesundes, glückliches und spannendes neues Jahr!

 

Die Crew der Hexe: Cornelia Großmann und Volker Mandler mit Bordhund Samy

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3. Advent

Ein Traum von Weihnachtsbaum

Cornelia hat ihre gesundheitlichen Probleme hinter sich gelassen und ist wieder vollkommen hergestellt, Weihnachten kann jetzt kommen, wie meine Mutter kommentierte. Da ich eine gewisse Leidenschaft für das ganze weihnachtliche Treiben nicht verhehlen kann, geben wir uns diesem auch ganz hin. Wir besuchen, so oft wir können, den Darmstädter Weihnachtsmarkt, wir treffen fast täglich liebe Freunde zum gemütlichen Beisammensein,. Außerdem sind wir vorbereitet, rechtzeitig wurden die Adventskalender für die Kinder verpackt und versandt oder abgeliefert, wir haben so gut wie alle Weihnachtsgeschenke für das Fest besorgt, und seit einer Woche verströmt eine Odenwälder Nordmannstanne ihren nadeltypischen Duft in unserer Wohnung. Vor vier Tagen konnten wir uns nicht mehr beherrschen und haben den Christbaum fix und fertig geschmückt. Irgendwie tue ich mir bei dem Gedanken schwer, Weihnachten in karibischen Gefilden zu verbringen. Hier, das traditionelle deutsche Weihnachten, mit den vorweihnachtlichen Wochen, der Kälte, der frühen nachmittäglichen Dunkelheit und all den gelebten Traditionen, die dazu gehören, das ist genau nach meinem Geschmack.

Natürlich ist das Thema Segeln trotz aller vorweihnachtlicher Romantik nicht ganz vom Tisch. So erörtern wir seit Tagen, welchen Mann-über-Bord- Sender, zum Anklippen an die Schwimmweste, wir anschaffen sollen. Fest steht, dass es ein AIS-Sender werden soll, mit dem man auf dem Plotterbildschirm am Naviplatz einen Signalpunkt sehen kann, wenn der Sender durch den Wasserkontakt bei einem möglichen Überbordgehen automatisch ausgelöst wird. Ein massives Sicherheitsplus, so ein Sender, wie wir finden. Es gibt grundsätzlich zwei Typen von AiS- Sendern, Die „günstige“ Variante schickt das Signal „nur” an bis zu acht, vorher einprogrammierte Schiffe, die andere Variante, das AIS-SART sendet zudem einen Notruf im DSC-Verfahren an alle Schiffe, so sie sich denn in der Umgebung befinden. Denn, und das muss man wissen, die Reichweite ist bei den Geräten mit ein bis zwei Watt Leistung limitiert, und wird mit 8-16 Seemeilen angegeben. Das sind Idealwerte, da die Antenne sich auf Schwimmwestenkragenhöhe, also nur ca. 25 Zentimeter über der Wasseroberfläche befindet. Bei Wellen kann man von realistischen 2-4 Seemeilen Reichweite der kleinen UKW-Sender ausgehen. Aber es ist unserer Ansicht nach tausendmal besser, einen von Bord aus ortbaren Sender an der Schwimmweste zu haben,als garnichts, wenn es denn zum Worst-Case-Szenario kommt.

Der gravierendste Unterschied zwischen den beiden AIS-Sendertypen ist jedoch die Größe, denn der kleine Sender der nur den eigenen Plotter alarmiert, ist so klein, dass man ihn in die eigene Schwimmweste integrieren bzw. daran befestigen kann. Der Sendertyp der auch die umliegende Schifffahrt alarmieren kann, ist so dick und doppelt so schwer, dass er leider nicht in die Schwimmweste integrierbar ist, auch wenn er bessere Funktionen hat und damit mehr Sicherheit bietet.

Wenn jemand ins Wasser fällt und situationsbedingt aus irgendeinem Grund nicht bei Bewusstsein ist, für den ist der kleine fest integrierte, automatisch auslösende Sender dem AIS-SART-Sender klar überlegen. Ist jedoch der Überbordgegangene bei Bewusstsein und er/sie trägt den AIS-SART-Sender beispielsweise in einer Segeljacke bei sich, hat er die Gewissheit, dass neben dem eigenen auch in der Nähe fahrende Schiffe im Fall der Fälle alarmiert werden. Irgendwann vor dem Rückflug nach Lanzarote müssen wir uns für eines der Systeme entscheiden. Bis dahin werden wir uns durch alle Testberichte, Youtubebeiträge und Internetforen wühlen.

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… ein Lichtlein brennt

Fanaktion zum 100. Jahrestages der Gründung des SVD, auf Leinwand gemalt

Wenn ein fußballerisches Heimspiel gewonnen wird, ist es ein leichtes, der Heimmannschaft zu applaudieren. Doch wenn das Spiel verloren geht, obwohl die heimischen Fußballer jeden Angriff, jede Torchance und all ihre spielerischen Möglichkeiten genutzt haben und dann unglücklicherweise sieglos bleiben, sollte man, sprich die Fans, nicht zu kritisch sein und trotzdem den Spielern am Spielende zujubeln. Für mich als Gelegenheitsstadionbesucher war das heutige Heimspiel trotzdem ein gutes Fußballspiel, auch wenn keine erhofften drei Punkte aufs Tabellenkonto gingen, zumal wenn die Lilien gegen den momentan Tabellenführenden die Punkte verloren haben.

Der lange Ludwig erstrahlt im Lichterglanz

Bereits seit neun Tagen sind wir in der Heimat, also in Darmstadt. Wir haben uns akklimatisiert und die einstelligen Temperaturen können uns nicht mehr schrecken. Die Eröffnung des Weihnachtsmarktes haben wir live auf dem Marktplatz verfolgt und die Ansprache unseres Oberbürgermeisters, der gegen Hass und Hetze und für ein verständnisvolles Miteinander geworben hat, wissen wir als weltoffene Bürger, besonders in der heutigen Zeit sehr zu schätzen.

Wenn wir keine anderen abendlichen Verabredungen haben, gehen wir gerne am frühen Abend für einen Glühwein auf dem Darmstädter Weihnachtsmarkt vorbei, und sind dabei nicht allein. So viele junge und ältere Menschen finden sich allabendlich vor den zahlreichen Glühweinbuden und anderen Trinkständen ein, dass man sich fragt, was haben die alle gemacht bevor der Weihnachtsmarkt eröffnet wurde. Bei den anderen Verkaufsständen hingegen kann man nur hoffen, dass sie tagsüber bessere Geschäfte machen.

Advent, Advent

Laut Wetterbericht sollen gleich ein paar Schneeflocken vom Himmel herab fallen, die erste Kerze am Adventskranz brennt stimmungsvoll und die Capitania backt Weihnachtsplätzchen. Wenn es jetzt noch ein Meer vor der Haustür gäbe…

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