Sommerfreuden

Ich war ein bisschen erschrocken, als ich im Blog nachgeschaut habe, von wann unser letzter Beitrag ist. Gähnende Leere im Blogkalender, sorry, das war keine Absicht. Die letzten drei Wochen sind wie im Flug vergangen. Die Tage in Deutschland waren angefüllt mit Enkelbesuchen und heimischer Gartenarbeit bei sommerlichen Temperaturen, einigen Abenden im Biergarten und natürlich haben wir Freunde getroffen, die wir schon wochenlang nicht mehr gesehen hatten. 

Schon war es an der Zeit, mit unserer geliebten Enkeltochter Zoey in den gemeinsamen Ferien zu starten. Ferien an Bord in Workum, wohlgemerkt. Hier ist ein Paradies für Kinder und damit auch für die Eltern oder die Großeltern. Ein großer Strand ist nur einen Steinwurf entfernt, ein toller Spielplatz am Hafeneingang, Fahrradwege, Campingplatz mit Imbiss um die Ecke und vieles mehr, wird für unternehmungslustige Kinder hier geboten. 

Und so kam es, dass wir jeden Tag stundenlang am Strand waren, Burgen bauten, Zoey im 24 Grad warmen flachen Wasser endlos spielen konnte und auch wir mal geschwommen sind. Am Nachmittag ging es meist mit dem Dinghy ins benachbarte süße Städtchen Hindeloopen, wo Cornelia ihren Matjes und wir lecker Eis bekamen. Nach dem Abendessen an Bord ging es dann nochmals auf den Spielplatz oder für eine Fahrradrunde über den Campingplatz. Auch diese Tage zogen schneller als man gucken konnte ins Land. 

Am nicht ganz so warmen Freitag packten wir eine große Picknicktasche, Badezeug und Getränke ins Dinghy und fuhren damit stadteinwärts, in Richtung Workum. Das Glück war mit uns und die Schleuse öffnete in dem Moment ihre Tore, als wir ankamen. Ein paar vor uns wartende Boote fuhren wie an der Perlenschnur aufgereiht vor uns in die Schleuse, doch für so ein kleines Wasserfahrzeug wie unser Dinghy es in der Relation ist, ist selbst in einer vollen Schleuse immer noch irgendwo ein Platz. Der Schleusenmeister kam und bekam seine 6 Euro Schleusengebühr und danach befanden wir uns schon mitten im Herzen von Workum, respektive dem Kanal, der uns durch Workum führte. Für Zoey und uns gab es soviel zu sehen, schöne traditionelle Schiffe, die festgemacht da lagen, historische Gebäude, entgegen kommende Boote und niedrige Brückendurchfahrten. Letztere versperrten uns nicht den Weg, denn wir machten uns ganz klein im Dinghy, die anderen Schiffe mussten jedoch auf die Brückenöffnung warten. 

Irgendwann waren wir unter der letzten, der Eisenbahnbrücke durch und mit langsamer Gleitfahrt fuhren wir entlang der landwirtschaftlich geprägten Gegend. Bald schon näherten wir uns der weit verzweigten  friesischen Seenlandschaft und einige aufkreuzende Segelboote kamen uns entgegen, andere segelten mit Rückenwind in östliche Richtung. Im Groote Gaastmeer bogen wir nach links ab und machten kurz darauf an einem großen Längsseitssteig, auf einer der zahlreichen Inseln unsere Leinen fest. Auf einem kleinen Inselrundgang erkundeten wir das Naturparadies und spielten ein bisschen Fußball. Danach war das tägliche Schwimmen angesagt, mit anschließender ausgiebiger Verköstigung der sehr hungrigen, großen und kleinen Crew. Schon war es an der Zeit für die Rückfahrt nach Workum, zum zweiten Mal ging es durch die diesmal fast leere Schleuse.  Am Samstag wurde Zoey von den Eltern und Schwester für einen Campingurlaub abgeholt.

Auf dem Rückweg gab es vor der Schleuse noch ein Konzert vom Leierkastenmann

Seit Sonntag ist übrigens der Sommer hier in Holland vorbei, die maximale Tagestemperatur beträgt gerade noch magere 17 Grad.

Sonntag machten wir mit Andreas, einem Interessenten für Performance Katamarane, bei bis zu 26 Knoten Wind einen flotten Segelausflug. Mit bis zu 12 Knoten Speed flogen wir im 2. Reff über das aufgewühlte Ijsselmeer.

Petra genießt den Ausflug

Montag kam Petra zu Besuch. Dienstag sind wir bei ruhigem Wetter, mit Sonne, zum Windpark und zurückgesegelt. Was für ein Kontrastprogramm zum sonntäglichen Segelausflug.

Heute fährt Petra nach Hause und Larissa, Johannes mit Hund Nana checken für einen Woche an Bord ein.

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Angekommen

Am Pfingstsonntag, 24. Mai sind wir in Puerto Calero losgefahren, Richtung Madeira, dort sind wir am 26. Mai angekommen.  Von dort aus sind wir am 7. Juni Richtung Azoren gestartet, nicht wissend, ob wir dort stoppen werden oder lieber weiter fahren. Wir haben dann doch zwei Nächte vor Santa Maria geankert, in der Nacht zum 10. Juni sind wir dort angekommen und am 11. Juni haben wir den Anker wieder gelichtet für das große Stück über den Atlantik. Am 21. Juni sind wir am 10. Tag der Fahrt über den Atlantik, die Nordsee und den Ärmelkanal in Nieuwpoort, Belgien, angekommen. Dort wurden wir von unseren Freunden Ria und Jan lieb empfangen, verbrachten ein paar Tage in der Marina der belgischen Luftwaffe. Anschließend gab es noch einen Stopp in Blankenberge, ehe wir am 27. Juni an der Schleuse zum Ijsselmer im Süßwasser angekommen sind.

Die Reise dauerte insgesamt 35 Tage, davon insgesamt 17 Tage auf See, es waren 2.468 Seemeilen bis von Puerto Calero bis nach Workum. In Workum haben wir viele Jahre im Sommer gelegen, von 1998, noch mit der Sherazade, dann mit den „halben“ Hexen (weil sie nur einen Rumpf haben) bis 2012. Wir wurden freundlich begrüßt von Jan, dem langjährigen Hafenmeister, der nunmehr in Rente ist, aber noch zwei Tage in der Woche der Marina erhalten bleibt. Wir haben den schönsten Platz im Hafen, liegen am Meldesteiger mit voller Übersicht über alle ein- und ausfahrenden Boote, und einen sensationellen Blick auf den Kanal und die majestätisch vorbei segelnden Plattbodenschiffe.

Im Wetterradar

Noch am gleichen Abend bekamen wir was geboten: Zwei Stunden lang entluden sich endlos viele Blitze über Friesland, der Himmel war ein einziges Feuerwerk, und der Donner hatte die Wucht von vielen Dezibel. Es dauerte fast bis Mitternacht, bis wir in unserer Koje lagen.

Schon am nächsten Tag hatte sich der Himmel aufgeklärt, es gab schönsten Sonnenschein, der Strand am Ijsselmer war voller Familien, die den warmen Sonntag genossen. Wir haben den vielen Kitern zugeschaut und ihre waghalsigen Sprünge bewundert. Der Wind war frisch, also haben wir für heute auf ein Bad in dem, zugegebenermaßen mit 24º richtig warmem Wasser verzichtet.

Viele frühere Bekannte waren im Hafen, so ergab sich immer ein Schwätzchen, wir fühlten uns nicht einsam. Und dann kamen erst Monika und Günther mit ihrem schicken neuen Motorboot, und Wolfgang und Ute aus Heppenheim, Auch Ralf und Tochter Pia waren da, später kamen noch Arthur und Iris, wir haben schöne (natürlich Grill-) Abende in großer Runde bei uns an Bord erlebt, insgesamt ein wunderbarer Empfang.

Auch ein Ausflug mit dem Beiboot zu der Fischbude am Hafen von Hindelopen durfte natürlich nicht fehlen, wo wir den großartigen Matjes Hering sehr genossen haben. Aber leider hatte unser Lieblingscafé geschlossen, sonst hätten wir auch noch die Appeltaart verspeist. Am nächsten Tag sind wir noch nach Workum geradelt, haben dort auch den Matjes probiert.

Jetzt sind wir auf der Heimfahrt. Wir hatten Glück, Wolfgang und Ute nehmen uns in ihrem Wohnmobil mit, denn wir hatten natürlich kein Auto in Workum am Hafen stehen.

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Fast im Ijsselmer

Freitag, 26. Juni 2026
Blankenberge 04:20 – 20:45 Anker vor Julianadorp, Nord-Holland, Schnitt 7,75 Seemeilen
Baro 1014, sonnig, warm, Wind SO 4-5 Beaufort, später W um 4, die See 1 m

Der Wecker steht auf fünf Uhr, aber als ich – wie auch Volker – um Viertel nach vier wach bin, sagt er „Komm, wir fahren.“ Sofort fängt er an, die zahlreichen Leinen los zu machen, ich ziehe mir schnell was an, und erwecke die Navigation und die Motoren zum Leben, schon geht es los. 

Noch in der Dunkelheit verlassen wir den Hafen, nach der Ausfahrt werden natürlich sofort die Segel gesetzt, und – schwupp – sind wir wieder im Rennen. Kurz nach der Ausfahrt wird es kniffelig, denn dann kommen wir an Hoek van Holland vorbei, und in der Ansteuerung des Hafens kreuzen große Frachtschiffe und Tanker unseren Weg. Und abgesehen davon, dass sie auf einer Schifffahrtsstraße fahren, hat in Holland grundsätzlich die Berufsschifffahrt Vorrang. Auch die zahlreichen Kardinalbojen, die auf unserem Weg liegen, erfordern Beachtung. 

Ansonsten  ist es das schönste Segeln, das man sich denken kann. Ein Wind mit genügend Kraft, um das Boot voranzubringen, relativ konstant, sodass man nicht dauernd an den Tüchern zuppeln muss, um die optimale Segelstellung zu erreichen, und absolut flaches Wasser erlauben dem Einen Zeit zum Ausruhen, und dem Wachhabenden entspannte Aufmerksamkeit.

Am Maasmond müssen wir wieder alert sein, dort muss man sich vorher auf Kanal 03 bei Maas Entrance melden, dort wird Erlaubnis erteilt zum Queren oder Einfahren. Leider muss da auch der Motor mit schieben, der schöne Wind vom Anfang hat sich wohl erst einmal zum Frühstücken verabschiedet. Um 14:15 Uhr wird der Gennaker gesetzt, aber leider gleich wieder geborgen, da war Volker wohl zu optimistisch. Das bunte Segel kommt aber noch einmal zum Einsatz und zieht uns bei leichtem Wind schön voran.

Nachdem wir auch das Fahrwasser von Ijmuiden hinter uns haben, hat der Wind freundlicherweise auf West gedreht und schiebt die Hexe mit 11 Knoten Wind auch trotz der jetzt leider gegenan laufenden Strömung mit sieben bis zehn Knoten voran. Manchmal fahren wir durch riesige Algenteppiche, das mögen wir gar nicht, normalerweise, weil sich da auch gern mal was in der Schraube vom Motor verfängt, oder sonst irgendwie, und dann das Boot bremst. Geht gar nicht. Aber diese Algen sind nett, sagt Volker, sie sind die, die das Wasser nachts zum Leuchten bringen, zum Beispiel, wenn man sie durch die Toilettenschüssel pumpt.

Unser heutiges Ziel ist ein Ankerplatz irgendwo um die Schleuse von Den Oever. Das hat sich im Laufe des Tages ständig verändert, je nachdem, wie schnell wir voran gekommen sind. Vorhin hatten wir kurzfristig in Erwägung gezogen, an der kleinenRobbeninsel vor Texel mit Namen Noorderhaaks zu ankern. In der Seekarte ist dort ein Naturschutzgebiet eingetragen, in Navily war jemand, der dort geankert hat. Um sicher zu sein, habe ich eine WhatsApp an die Verkehrszentrale Den Helder geschrieben (wie modern!), die freundliche Antwort kam umgehend: „Gute Frage!“ Ich solle doch Kontakt aufnehmen mit dem Zentralen Meldeposten Waddenzee. Dort habe ich angerufen, und man fing an zu diskutieren, und ich solle doch mal bei der Verkehrszentrale Den Helder nachfragen. “Die haben mich an Sie verwiesen”, sage ich und weiter ging es mit der Unsicherheit. Schließlich hieß es „Leider nein, das ist wirklich ein Naturschutzgebiet.“ Aber alle hatten ihren Spaß dabei!

Der Anker fällt um kurz vor neun im Sand vor dem ewig langen Sandstrand vor Julianadorp. Wir hatten keine Lust mehr, gegen die Gezeit und im Dunkeln in dem Watt-Fahrwasser bis zur Schleuse zu fahren. Es sind noch Menschen am Strand und auch zwei nervige Seascooter machen Lärm. Aber dann ist nur noch ein bisschen Hundebellen zu hören, das wird dann sicher nach Sunset um 22:12 aufhören. Noch ist die Sonne nicht untergegangen, aber in der Ferne ist im Dunst der Leuchtturm von Den Helder zu sehen, der uns in der Nacht immer wieder Grüße schicken wird.

Jetzt weiß ich auch, warum wir doch früher geankert haben:

WM Frankreich gegen Norwegen!

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Sonntag, 21. Juni 2026 Ankunft in Nieuwpoort

Baro 10, sonnig,, Wind O, zunehmend 2-8 Knoten, die See weiterhin siegelglatt

Das ist der Track unserer Reise

Nach zehn Tagen und zweieinhalb Stunden, 1508 Seemeilen 138 (!) Motorstunden sind wir um zwölf Uhr Azorenzeit von Santa Maria bis Nieuwpoort gekommen.  Auch mit Sonnenaufgang  heute früh kam kein Wind, so sind wir die letzten Stunden wieder unter Motor gefahren. Das war in diesem Fall garnicht so schlecht, weil erstens anscheinend sämtliche Boote, die auf die Passage nach Frankreich oder England wollten, heute Morgen wegen des für diese Strecke günstigen Ostwindes ausgelaufen waren und uns entgegenkamen. Zum Zweiten war vor Nieuwpoort eine größere Regatta und viele Segler, einige mit bunten Leichtwindsegeln, kamen uns entgegen, denen wir ausweichen mussten.

Ein großer Frachter

Die letzte Nacht war – wie die vorherige – nicht so entspannt. Zwar motorten wir außerhalb des  Verkehrstrennungsgebietes, in dem die großen Schiffe wie auf einer Autobahn fahren, aber auch daneben gab es zahlreiche beleuchtete Seezeichen und Fischer, die ja nie einen geraden Kurs fahren, weil sie immer hinter den Fischschwärmen her sind, völlig unberechenbar. So konnte Volker nicht wie auf dem leeren Atlantik, alle zwanzig Minuten einen Wecker einen Wecker stellen und an sonsten Schlafen. Nein, hier musste man permanent aufpassen. Mit dem ersten schüchternen Licht am Horizont habe ich übernommen, und er konnte wenigstens ein paar Stunden schlafen.

Gleich nachdem die Leinen fest waren im Hafen der belgischen Airforce, wo Jan uns einen Liegeplatz reserviert hatte, war das Dinghy bereit und wir sind mit einer seit gestern eisgekühlten Flasche Sekt aus Lanzarote zu der Philae, dem Boot von unseren Freunden Ria und Jan getuckert, um die Ankunft gebührend zu feiern.

Nach dem eher stürmischen Beginn der ersten Meilen von Lanzarote und Madeira war dieser Törn sehr entspannt, zumindest für mich. Volker war manchmal von dem sehr achterlichen Wind genervt, aber dass der Gennaker tagelang stehen bkeiben konnte, fand er dann doch sehr schön.

Die letzten Seemeilen bis Hoorn werden wir ruhig angehen, erstmal bleiben wir ein paar Tage hier im sonnigen Nieuwpoort.

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Nebelsuppe

Der Ärmelkanal ist eines der Seegebiete, in dem zu bestimmten Jahreszeiten häufig Nebel mit Nebel gerechnet werden muss. Gerade jetzt im Frühsommer trifft  das noch kalte Meerwasser auf feucht warme Luft, bei dem der sogenannte Seenebel entstehen kann. Die Sichtverhältnisse verschlechtern sich dann schnell und bilden eine nicht zu unterschätzende Gefahr für die Schifffahrt. Trotz modernster nautischer Hilfsmittel wie AIS und Radar kommt es leider immer wieder mal zu Kollisionen. Das letzte medial ausgeschlachtete Ereignis war zwar, Gott sei Dank, keine Kollision, dennoch sehr brisant. Im Nebel näherte sich die Segelyacht Bright Future der russischen Fregatte Grigorowitsch so weit, dass der Kapitän Warnschüsse abgeben ließ. Auch uns hat der Seenebel verschlungen doch dazu später mehr.

Am gestrigen Abend motoren wir mit dem letzten Büchsenlicht des gestrigen Abends gemächlich nördlich von Guernsey vorbei  in Richtung französischen Festlands, garniert von einem einem üppigen Resteessen. Mit der einsetzenden Dunkelheit wird es dann spannend auf dem Wasser, denn gefühlt von überall her blinken uns zahlreiche Leuchtsignale entgegen. Der große Leuchtturm vom französischen Kap, unzählige wild blinkende Kardinalbojen und zahlreiche Blinkfeuer, die auf irgendwelchen Felsen stehen, dazu hell erleuchtete Fähren und zahlreiche wild umher kurvende Fischerboote sind extrem verwirrend. Kurz gesagt, dem müden Käpt’n bietet sich ein chaotisches Lichtspektakel auf dem Wasser, das das schläfrige Gehirn erstmal einordnen muss. Erschwerend kommt der quer setzende Gezeitenstrom noch dazu, der das Schiffssymbol auf der elektronischen Seekarte zur Seite gedreht darstellt.

In solchen Nächten schlafen wir beide im Salon

An einem Punkt wird es mir dann zu viel, ich wecke die schlafende Capitania und wir sortieren die Bilder der Realität, also das was man draußen sieht, und die Bilder der virtuellen Realität, also Plotter und Radar, gemeinsam und legen einen leicht geänderten Kurs zum nächsten Wegepunkt fest. Es kommt uns dann noch ein Fischer entgegen, der alle paar Minuten den Kurs vor uns kreuzt. Doch als der vorbei ist, ist es geschafft und die restliche Nacht geht ihren gewohnten ruhigen Gang. 

Der Tag beginnt mit einem Wolkenband im Osten und erstaunlich flacher See. Nur der Wind ist wie abgestellt, dafür zieht um die Mittagszeit Seenebel auf. Das Radar muss arbeiten, mit Alarmzone für gefährliche Ziele, schalten die Positionslichter an, kramen das Nebelhorn raus und aktivieren auch den AIS Alarm. Und natürlich halten wir gründlich Ausguck, ich bin überwiegend draußen, um sich nähernde Motorengeräusche besser wahrnehmen zu können als drinnen im Schiff.

Eine schnittige 23 Meter lange Kunststoffmotoryacht kommt uns seitlich versetzt mit 17 Knoten Fahrt entgegen und erst im letzten Moment ist ein winzig kleiner Punkt auf dem Radar zu erkennen. Kunststoffschiffe ohne Radarreflektor geben kein gutes Radarecho ab. Irgendwann lichtet sich der Nebel und es setzt ein Wind aus Westnordwest mit 6-11 Knoten ein, sofort ist der Gennaker ausgerollt, die Motoren werden abgestellt und endlich segeln wir wieder.

Heute haben wir die Reservekanister in die halb leeren Tanks gefüllt. Falls wir die nächsten 20 Stunden durch motoren müssen, brauchen wir uns keine Gedanken um Tankfüllstände zu machen. Am frühen Abend setzt wieder Seenebel ein und der Wind macht Feierabend. 

Hier läuft der Gezeitenstrom mit uns

Noch eine kleine Kuriosität vom Vormittag. Da lief der Gezeitenstrom so stark gegen uns, das wir trotz des Einsatzes beider Motoren gerade einmal 1,9 Knoten Geschwindigkeit über Grund geschafft haben. Und das über einen Zeitraum von drei Stunden. das erinnert an frühere Nordsee Segelabenteuer, besonders im Bereich der Elbe. Wenn der Ebbstrom stark lief und man in Richtung Cuxhaven fahren wollte, blieb das Boot manchmal für längere Zeit fast auf der Stelle stehen. 

Jetzt trennen uns noch eine Nacht auf See, 99 Seemeilen Entfernung und eine trickreiche Ansteuerung mit vielen Knickpunkten von Nieuwpoort.

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Canale Grande

Freitag, 19. Juni 2026 Tag 9
Baro 1014, schöner Sonnenaufgang im Wolkenspalt am Horizont in 50º,
Wind um 3 Beaufort, die See  1 m

Wer vom großen atlantischen Ozean zurück zu den Niederlanden oder nach Skandinavien will, hat die Qual der Wahl zwischen drei verschiedenen Routen. Wobei für die Nordfranzosen, Südengländer, Belgier und Deutschen zwei dieser alternativen Routen gleich im Vorfeld ausscheiden dürften. Der weiteste Weg führt um Nordschottland herum, über die Nordsee zum jeweiligen Zielland. Ein sehr schöner Weg ist die Reise entlang der englischen Westküste und dann über den kaledonischen Kanal, mitten durch das Herz von Schottland, mit den Highlands und dem berühmten Loch Ness. Bei letzterem waren wie schon, ist lange her, da waren die Kinder noch kleiner, bzw. jünger.

Der englische Kanal

Die meist gewählte Segelroute, der englische Kanal, erstreckt sich von Calais bis Ouessant auf der französischen Seite und zwischen Dover und Falmouth auf der englischen Kanalseite. Die Gesamtlänge beträgt ca. 300 Seemeilen und die schmalste Stelle ist gerade mal 17 nautische Meilen breit.

Wir haben den englischen Kanal in unserer Segelgeschichte einige Mal gequert, und auch diesmal sind wir der französischen Seite treu geblieben. Es ist auch der kürzere Weg, da der Kanal, bildlich gesprochen, eine leicht bananenförmige Biegung macht. Früh gegen 2.30 Uhr began unser jetziger Kanaltransit.

Doch zuerst nochmal ein kleiner Schwenk zurück zum blauen Nordatlantik, der uns bei der Passage von den Azoren bis Ouessant wirklich wohl gesonnen war. Abgesehen von 30 Motorstunden konnten wir die 1.100 Seemeilen lange Distanz segeln. Wobei wir noch nie  so viele Stunden mit unserem bunten Gennaker Strecke machen konnten. Gestern und vorgestern stand das bunte Raumschotssegel für über 30 Stunden am Stück. Allein durch die leuchtend bunten Farben, die wir für den Code D ausgewählt haben, strahlt das 212 Quadratmeter große Segel für uns etwas Positives aus und macht uns fröhlich, wenn es unser Boot durchs Wasser zieht.

Fröhlich, da unheimlich lecker, wurden wir auch beim gestrigen Abendessen, mit dem  Schweinebraten in dunkler Zwiebel-Bratensauce, mit selbst gemachten Semmelknödeln. Danach ging es in eine kühle Nacht mit 14 Grad und viel Berufsschifffahrt auf dem Wasser. Der Schlaf kam zu kurz, was aber nicht nur am Verkehr lag. Zahlreiche Segelmanöver hielten uns, bei wechselnden Windrichtungen, auf Trab. Da freut sich das Seglerherz, dass die Nächte kurz sind und die Morgendämmerung früh einsetzt, weil einige Situationen bei Tageslicht leichter einzuschätzen sind. Man kann ja an dieser Stelle sagen, dass wir uns in der Jahresphase der kürzesten Nächte befinden , und mit jeder Seemeile, die wir nach Norden kommen, die Zeit der Dunkelheit kürzer wird (leider nur noch bis Sonntag).

Seit wir im Ärmelkanal sind, wechseln sich Phasen unter Motor mit Zeiten unter Segeln ab. Wind und Windrichtung wechseln manchmal im Minutentakt, und kaum ist der Gennaker ausgerollt, geht der Wind komplett weg.

Jedoch bedingt durch Verkehr, die nahe, teilweise sichtbare Küste und den ständigen Funkverkehr fühlt sich der an Einsamkeit auf dem großen Meer gewöhnte Segler wieder zurück in der Zivilisation, und der Bordalltag gestaltet sich abwechslungsreicher.

Diese Strömungs- und Gezeitenboje war in keiner Karte verzeichnet

Auch die Gezeiten entscheiden jetzt in diesem Revier über unser Vorankommen, das sind wir auch nicht mehr gewöhnt. Ziemlich genau sechs Stunden geht die Gezeit mit uns und ebenso fast 6sechs Stunden lang werden wir durch sie verlangsamt. Einen kleinen Vorteil gibt es jedoch in der West-Ost-Richtung. Bedingt durch die Gezeitenverspätung in Richtung Osten läuft der Flutstrom länger mit als gegen uns, und bringt uns einen kleinen Geschwindigkeitsvorteil. Noch 275 nautische Meilen liegen vor uns, zwei Nächte müssen wir in diesem Seestück noch wachen, und so, wie es aussieht, am Sonntag mit Gegenwind kämpfen.

Das war vorher nicht absehbar, sonst hätten wir nicht vor Santa Maria geankert. Das ist einfach kein Glück, von Pech wollen wir bei einer bisher schön verlaufenden Fahrt nicht reden.

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Donnerstag, 18. Juni 2026 Tag 8

Baro 1017, bedeckt, neblig, später sonnig, Wind S um 4 Beaufort, die See 1 m, Etmal 167 sm

Heute Morgen hat sich mal wieder eine Taube auf dem Bugkorb niedergelassen, ein kleines Tier, und sie plustert sich auf, denn hier ist es wirklich noch kalt. Und der Wind, der mit 12-15 Knoten weht, macht es für den weit gereisten Vogel nicht einfacher. Als Volker nach vorne geht, fliegt sie doch lieber weg, es war eine Ringeltaube, die sind Menschen nicht so gewöhnt wie die Brieftaube, die uns so lange begleitet hat.

Halb zehn zeigt sich tatsächlich ein bisschen blauer Himmel, die Sonne hat den Nebel aufgelöst. Inzwischen scheinen wir langsam wieder in der Zivilisation anzukommen, auf dem AIS sind sieben Schiffe gleichzeitig zu sehen. Es werden immer mehr Schiffe, die um uns herum auf den verschiedensten Kursen fahren, und es macht mir viel Spaß, im AIS zu schauen, wie sie heißen, wie groß sie sind, und wohin sie fahren. Ein General Cargo Segler ist dabei, die „Artemis“ fährt unter französischer Flagge, sie möchte am 7. Juli in Pointe-à-Pitre auf Guadeloupe sein

Noch mehr Schiffe um uns herum

Das gibt es für uns sozusagen als Vorgeschmack auf den Englischen Kanal, damit wir uns darauf vorbereiten können, immer auf der Hut zu sein vor Schiffen, die unseren Weg kreuzen. Von russischen Militärbooten werden wir uns jedenfalls fern halten.

Mit dem neuen Wetterbericht diskutieren wir erneut die richtige Strategie: Wo fahren wir an Ouessant vorbei? Zwischen der Insel und dem Festland? Oder doch lieber außen herum? Weiter hoch zur englischen Küste? Oder doch lieber an der französischen bleiben?

Im Moment fahren wir auf einen Punkt westlich von Ouessant zu, dort werden wir heute Nacht sein, dann sehen wir weiter, wie wir durch den Englischen Kanal segeln wollen.

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Mittwoch 17. Juni 2026 Tag 7

Baro 1018, komplett bedeckt, in der Nacht hat es geregnet, Wind SW4-6 Beaufort,
die See 1-2 m, Etmal um 08:45 Uhr 173 sm

Um 07:00 Uhr steht wieder der Gennaker, in der Nacht sind wir mit Genua gesegelt, so konnte Volker auch ein bisschen schlafen. Mit dem Gennaker muss man so aufmerksam segeln, das ist sehr anstrengend in der Nacht. Und das kleinere Segel hat uns auch gut voran gebracht. Der Gennaker bleibt den ganzen Tag stehen und zieht uns brav bei dem achterlichen Wind Richtung Englischer Kanal.

Seit heute Morgen ganz früh haben wir eine „2“ am Anfang der dreistelligen Zahl stehen auf der Anzeige der noch zu segelnden Meilen bis zu dem Kap vor Brest. Von da aus sind es „nur“ noch 355 sm bis Nieuwpoort, wo wir eine Pause machen wollen, um unsere Freunde Ria und Jan zu treffen. 

Beim Studium der Wetterberichte überlegen wir immer wieder, ob wir dem Routing von den meisten Modellen bei PredictWind folgen sollen, denn diese Kurse machen einen  deutlichen Umweg nach Norden, offensichtlich um den etwas stärkeren Wind zu fangen, oder ob wir doch lieber bei unserer bis jetzt erfolgreichen Strategie bleiben, möglichst nahe an der Ideallinie zu fahren. 

Die Modelle werden morgens und abends aktualisiert, anschließend verbringe ich viel Zeit mit der Suche nach der besten Taktik, besonders weil die verschiedenen Modelle sich eigentlich nie einig sind. Für die nächsten paar Stunden ist es meist  ein halbwegs annehmbarer Konsens, aber schon am nächsten Tag gibt es Divergenzen, und das potenziert sich, je weiter die Vorhersagen in der Zukunft liegen.

Heute morgen kam in allen Modellen plötzlich raus, dass ab Samstag in der Nacht zum Sonntag im Englischen Kanal Nordöstlicher Wind herrschen soll. Das wäre aber die gänzlich falsche Richtung für uns. Deshalb wollen wir uns jetzt beeilen, sodass wir nicht später dort eintreffen werden, wir sind also „On the run“!


Ab 16:00 Uhr fahren wir unter Motor ohne Vorsegel, der Wind hat wieder ungünstig gedreht, und wir müssen ein bisschen weiter nördlich fahren, damit wir den Anschluss an den Wind nicht verpassen.

Wir sind ganz allein auf dem weiten Meer. Nur ab und zu zeigt sich auf dem Plotter ein AIS-Signal eines anderen Schiffes, bisher sind das meistens Tanker oder Frachter, die in ferne Teile der Erde fahren, ein paar nach Brasilien. Aber tatsächlich gesehen habe ich nur einen in Natura. 

In den letzten Tagen zeigten sich ja  ab und an ein paar Sonnenstrahlen, oder auch ein schöner Sonnenaufgang. Heute bekommen wir nix Buntes, rundherum ist alles grau. Es sind nicht fünfzig, sondern eher „Two Shades of Grey“.

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Gebannt

folgt die Capitania dem von Outremer organisierten Webinar, das sich in den nächsten acht Wochen immer dienstags verschiedene Situationen „Was ist, wenn“? beschäftigt. Ladies only. Heute hieß es: „Was ist wenn die Vorsegelrollanlage nicht funktioniert?“ Selbst gravierende Probleme werden von Nikki Hendersson, der erfahrenen Katskipperin, angesprochen. Man stelle sich vor die Reffleine von der Rollanlage reißt oder das Fall der Genua  bricht und das Segel rauscht nach unten. Dann heißt es schnell und zielgerichtet zu handeln, um weitere Schäden durch das schlagende Segel am Boot oder noch schlimmer, Verletzungen der Crew zu vermeiden. 

Über solche Szenarien kann man meiner Meinung nach im Vorfeld garnicht oft genug nachdenken, denn es werden ganz sicher unerwarteteSituationen auf See  eintreten, man weiß nur nicht wann und was passiert. Ist man mental gut vorbereitet, kann man adäquat und zielorientiert handeln, dann verliert auch so eine prekäre Situation hoffentlich recht schnell ihren Schrecken.

Letzte Nacht haben wir in bewährter Manier den Gennaker nach Einbruch der Dunkelheit geborgen und sind die ganze Nacht nur mit dem Großsegel unterwegs gewesen. Der Wind kam auch ziemlich genau von hinten und da fährt der Kat ja sowieso nicht so flott.

Mal wieder ein Sonenaufgang

Heute früh um sechs Uhr haben wir gehalst, um ein bisschen nach Norden zu halten, mit gesetztem Gennaker, aber das war dann doch die falsche Richtung, weil die Wellen quer zum Schiff liefen und wir so richtig durchgeschüttelt wurden. Nach zwei Stunden zeigte der Bug dann wieder nach Nordosten und Rauschefahrt war angesagt. Der Topspeed lag bei 13,5 Knoten!

Im Laufe des Tages zogen Böenfelder durch, und gerade als die Capitania einen Mittagsschlaf machte, frischte der Wind auf 22 Knoten auf. Zuviel für das große bunte Segel. Schluss mit Schlafen hieß es für Cornelia und ab auf Manöverstation, in dem Fall an die Schotwinsch. Es dauerte eine Weile, bis der Gennaker weggedreht war, soviel Druck war im Segel. Um diesen Druck zu reduzieren, haben wir beide Motoren auf volle Fahrt voraus gestellt, damit der Wind von hinten weniger Druck im Segel erzeugt. Da der Wind ein bisschen mehr von der Seite kam, konnten wir gleich, nachdem alles aufgeklart war, die Genua ausrollen.

Mit der Segelkonstellation sind wir noch jetzt unterwegs. Die Welle ist zwei Meter hoch, darauf sitzt  nochmal ein kräftige Windwelle, es geht also ab, wie man so schön sagt. Es sind jetzt noch 700 Seemeilen bis Nieuwpoort, respektive 360 Seemeilen bis zum Eingang des englischen Kanals. 

Heute ist der 6. Tag auf See, der Luftdruck stabil und unverändert 1015, es war sonnig mit einzelnen Wolkenfeldern.

Gestern Abend gab es dick geschnittenen panierten Bacon mit Kartoffelpüree, heute backt die Capitania Salamipizza.

Morgen müssen wir uns entscheiden, ob wir noch einen kleinen Schlenker nach Norden machen, um mehr Wind zu haben, oder ob wir weiter auf direktem Kurs zum Wegepunkt bleiben. Vielleicht schauen wir nachher, zur Abwechslung, mal einen Film in der Mediathek.

Mehr gibt es für heute nicht zu berichten. Wir melden uns morgen wieder.

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So …

was ist jetzt?, fragt die Capitania am Nachmittag ein bisschen gereizt. Schreibst du jetzt Blog oder soll ich schreiben? Das ist kein Einstieg in eine weitere Unterhaltung, sondern eine Aufforderung, die keinen weiteren Redebedarf erfordert. Paarkommunikation, mit wenigen Worten viel bewegen, man kennt sich, man versteht sich. Man weiß, was der andere von einem will. Nicht immer herzlich, aber sehr effektiv.  Und schon sitze ich an der Tastatur …

Heute ist der fünfte Tag auf dem Weg nach Norden, und bisher war, bzw. ist diese Reise von der Durchschnittsgeschwindigkeit her unsere langsamste Reise. Magere 5,7 Knoten Durchschnitt, das ist schon langsam für uns und erst recht für eine Outremer, doch die bisherigen ruhigen Tage mit wenig Wind spiegeln sich in diesem Zwischenstand wider. Mehr war bisher nicht drin und wir haben fleißig von den Leichtwindsegeln Gebrauch gemacht. Vom Code Zero zum Code D gewechselt, gehalst und getrimmt, immer auf der Suche nach den besten Windwinkeln. Doch das ist jetzt vorbei, denn es soll in den nächsten Tagen auffrischen. Noch steht der Gennaker, aber schon morgen wird er in der Backskiste bleiben müssen. Böen bis 25 Knoten aus Südwest sind angesagt. Nichts dramatisches, aber zu viel Wind für das bunte Leichtwindsegel. 

Heute haben wir wieder viel Zeit mit der Wetterplanung verbracht und Stand jetzt sieht es so aus, als ob wir im englischen Kanal nahe an England vorbei segeln sollten, statt auf der französischen Seite. Das hat Vorteile, weil dort der Wind stabiler wehen soll, sowohl in Stärke als auch in Richtung. Der Nachtteil sind aber der viele Verkehr, die stärkeren Gezeitenströme und die vielen Fischerbojen mit ihren tückischen Leinen. Doch noch ist das Zukunftsmusik, und wir müssen abwarten, welche Melodie die Götter des Windes spielen werden. 

Gestern Abend haben wir dank Elon, das WM-Spiel Deutschland gegen Curaçao anschauen können, und ich muss sagen, das hat uns echt viel Freude bereitet. Eine offensive, passgenaue Spielweise. Schöne Unterhaltung an Bord, so kann die Fußball Weltmeisterschaft weitergehen.

Nur die Zubereitung des Abendessens war durch den frühen Spielbeginn ein bisschen hektisch. Aber dank mexikanischer Küche, es gab gefüllte Fajitas mit Hackfleisch, Mais, Tomaten, Karotten, Lauch, Guacuemole, Knoblauchpaste, etc. konnten wir doch einiges vor dem Spiel, bzw. in der Pause vorbereiten.

Ab Mitternacht ging der Wind komplett weg, Gennaker und Großsegel kamen nach unten. Und so eine segelfreie Nacht mit langsam drehenden Motor sorgt für ein ausgewogenes Schlafmanagement. Anders halt, als wenn Segel getrimmt, gerefft oder gewechselt werden müssen. Entsprechend erholt und motiviert waren wir heute früh, und mit dem einsetzenden Südwestwind ging erst das Großsegel am Carbonmast empor, abermals gefolgt vom Gennaker.

Wenn es was zu meckern gibt, dann sind es die Temperaturen, mit 16-18 Grad ist es für uns recht frisch. Aber das warme Sommerwetter ist auf dem Weg, noch dreimal schlafen. So, wie es jetzt aussieht und berechnet ist, sind es noch sechs Tage zu segeln bis zu unserem Zwischenstopp in Belgien.

Cornelia hat noch ein kleines Video vom Setzen unseres Gennakers gemacht:

Und wer uns auf der Seekarte folgen möchte, das kann das über diesen Link anschauen:

https://www.predictwind.com/tracking/syHexe?mapMode=useAtlas&windSymbol=Barb&weatherSource=ECMWF&trackDuration=0&visibleTrackDuration=90&t=1781401527&symbol=WindStreamlines&routing=false

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