Das Wunder der Baie Orientale

Seit wir die Vereinigten Staaten verlassen haben, ging unsere Logge nicht mehr, das bedeutet, wir hatten keine Angaben zu unserer tatsächlichen Geschwindigkeit durchs Wasser. Dadurch kann unser Navigationssystem den wahren Wind nicht berechnen, wir mussten uns auf die Angaben zu dem scheinbaren Wind verlassen. Auf der Überfahrt sind wir damit zurecht gekommen, ob der Wind, der eh von vorne kommt, nun 50° wahr oder 30° scheinbar anzeigt, daran muss man sich nur gewöhnen, höher können wir nicht gegen den Wind segeln. Leider hatten wir dann keine Angaben zu den Tagesmeilen, sondern mussten die später anhand der von uns eingegebenen YellowBrick-Punkte, die im Internet unsere Route verfolgen lassen, zusammenzählen.

Sabrina und Matthijs – willkommen an Bord

Auf St. Martin war leider bei keinem Schiffsausrüster diese schon etwas ältere Version des Geschwindigkeitsmessers zu finden, aber letzten Freitag kamen unsere Freunde Matthijs und Sabrina aus Hoorn, und die hatten für uns so eine Logge erstanden und brachten sie im Gepäck mit. Am nächsten Tag sollte sie dann eingebaut werden.

Noch lacht die Capitania

Als Sabrina und ich dann im Supermarkt waren, um für die nächsten Tage einzukaufen, haben Matthijs und Volker die Logge eingebaut und an die Anschlüsse in dem Konverter ITC-5 angeschlossen. (Der ITC konvertiert Seatalk-Anschlüsse, die über Protokoll 0183 gehen, in NMEA 2000.) Als wir es jedoch ausprobierten, funktionierte gar nichts mehr, auch die Daten für scheinbaren Wind und Tiefe und Wassertemperatur waren verschwunden. Oh je, oh je!

Jetzt beginnt die Fehlersuche. Alle stromführenden Leitungen werden durchgemessen, alle Anschlüsse kontrolliert, die Logge noch einmal abgenommen und wieder angeschlossen, die alte Logge angeschlossen, nichts hilft. Es kommt kein Strom beim ITC-5 an.

Ich telefoniere mit unseren Boots-Reparatur-Beratern, Ralf und Bernhard, beide denken und denken, und geben Tipps, die wir ausführen, aber leider auch keine Besserung zeigen.

Blauer Himmel – blaues Meer in der Baie Orientale

Da wir so nun auch nicht weiter kommen, es ist Wochenende, segeln wir Sonntag in die schöne Oriental Baie, Sabrina und Matthijs gehen zum Riff zum Tauchen, und abends grillen wir gemütlich. Leider sind am Strand mehrere Disc Jockeys am Start, und die Bässe wummern zu uns herüber. Schon am Nachmittag geht es los, glücklicherweise hört die auditive Umweltverschmutzung pünktlich um 21 Uhr auf. Wir sind erleichtert, trinken ein letztes Glas Wein und einen Gute-Nacht-Tee, da dröhnen plötzlich um 22 Uhr die schlimmsten Bässe in die Bucht! Es war nur ein Ausrutscher, Volker wollte schon den Anker hoch holen.

Am nächsten Morgen, heute, Montag, telefoniere ich mit den möglichen Raymarine-Technikern auf der Insel. Ile Marine hat zwar einen Techniker, der kommt aber nicht aufs Boot. Sie geben mir die Nummer von einem Monteur, der das tut. Der aber geht nicht ans Telefon. Auf der holländischen Seite, also Sint Maarten, gibt es auch noch zwei mögliche Raymareine Service-Läden, den einen rufe ich direkt im Anschluss an, und ein freundlicher Mensch erklärt mir nach meiner Schilderung des Problems, dass wir bereits alles getan hätten, was auch er tun könnte, außer vielleicht ein neues Gerät auszuprobieren. Das hat er aber nicht. Und fairerweise sagt er noch, dass er 70 oder 90 $ kostet, wenn er zu uns kommt, und doch auch nicht helfen kann.

Ein bisschen frustriert telefoniere ich noch mit Ile Marine, ob sie einen ITC-5 da haben, und dass die mir den reservieren. Wir beschließen jetzt einfach, heute doch noch nach St. Barth zu fahren, dann waren wir wenigstens auch auf der letzten französischen Insel in der Karibik. 

Ein Platz an der Sonne

Nun kommt die große Überraschung: Ich mache die Navigation an, und auf den zweiten Blick sehe ich plötzlich, dass wir wieder eine Anzeige für den Apparent Wind haben! Und auch für die Tiefe und die Wassertemperatur, und als wir dann losfahren, sehen wir auch die Geschwindigkeit und den True Wind! Warum das so ist, wissen wir auch nicht, aber wir sind sehr froh, und fragen erstmal nicht weiter nach!

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Auf nach Süden – ein Fazit von der Capitania

Die Facts:
Reisezeit insgesamt 12  x 24 Stunden, 11 Tage unterwegs, 1 Tag Ruhezeit
Meilen: 1806, Tagesschnitt ca. 155 sm
Wenn ich eine gute Statistikerin wäre, hätte ich die Manöver mitgezählt z.B. 15 x Genua reffen, 3 x Großsegel Verkleinerung auf Reff 2, hab ich aber nicht, das waren zu viele, und manche hab ich auch verschlafen, weil der Skipper sie ganz alleine ausgeführt hat. Das Großsegel war auch, abgesehen von einem Tag, immer mindestens im 1. Reff.

Planung unter Berücksichtigung des Golfstroms (hellgrau)

Natürlich war uns bewusst gewesen, dass uns da draußen kein Spaßegeln erwartet. Für mich war dies nicht unbedingt eine der schöneren Überfahrten, was natürlich auch daran liegen mag, dass ich zwischendurch so krank war. Außerdem konnte ich mich nur noch hangelnd durch das Boot bewegen, jeder Gang auf die Toilette im Rumpf wurde zu einer  Herausforderung. Am ersten Tag ging es besonders hoch her, beim wilden Wellenrodeo; und später beim Hoch-am-Wind-Segeln gegen die gut 2,5 Meter hohen atlantischen Wellen in den letzten fünf Tagen unserer Überfahrt von Amerika in die Karibik.

Gut gegessen haben wir trotzdem immer, Volker hat jeden Tag zur Abendzeit etwas Leckeres auf den Tisch gezaubert. Und wenn es nichts am Boot zu tun gab, haben wir die Tage mit Lesen, Schlafen und Rätseln verbracht. Leider war es in den Nächten nicht so verlockend, den Sternenhimmel zu studieren, er zeigte sich auch nicht immer, sondern verschwand gerne hinter Wolken.

Der Trimm des Vorsegels

Eine kleine Anekdote zwischendrin:

Wir hatten ja, wie berichtet, in Rudee Inlet eine Pause eingelegt, um die für Camp Hatteras vorhergesagten starken Winde abzuwarten.Am Nachmittag bin ich dort mit einem „Uber“, das ist so etwas wie ein günstigeres Taxi, nach Norfolk gefahren, um den gebrochenen Bolzen des Lümmelbeschlages schweißen zu lassen.

In der nahen Marina hatte man mir diese Adresse gegeben, und versichert, dass Larry uns hervorragend helfen könne. Bevor ich wegfuhr, legte Volker mir nahe, „ordentlich Geld einzustecken“, Schweißer seien teuer. Und in den Staaten wahrscheinlich sowieso. 

Ein freundlicher älterer Mann, eben Larry, empfängt mich, bittet mich höflich herein, hört sich mein Anliegen an. Dann verschwindet er mit meinem Bolzen ein bisschen weiter in die Halle hinein, „Ich muss dabei nachdenken“ sagt er, vorher setzt er mich auf einen Besucherstuhl, ich solle mich entspannen. 

Nach weniger als einer halben Stunde kommt er mit dem perfekt reparierten Teil, es ist noch warm. Von Volker vorbereitet frage ich ihn nach dem Preis, höhere Zahlen erwartend. „Ach weißt Du, nimm es als Geschenk, ich will nichts dafür.“ Ich glaube, ich sah nicht sehr intelligent aus, als er geendet hatte. Mir stand der Mund offen. Natürlich versuchte ich zu protestieren, er solle doch an seine Kinder und Enkelkinder denken, aber es half nichts.

Das T-Shirt kommt sofort zum Einsatz

Und zu allem Überfluss gab er mir am Ende, nachdem wir eine Weile charmant geplaudert hatten, noch ein T-Shirt seines Betriebes für Volker mit. Und als der Uber kam, der mich zurückbringen sollte, begleitete Larry mich bis zum Auto, „um zu schauen, ob der Fahrer auch ordentlich ist“. So ein schönes Erlebnis! Thank you so much, Larry!!!

Anmerkungen von Volker

Gesplitterte Segellatten

Was ging kaputt/bereitete Probleme:

  • Der obere Teil vom Lümmelbeschlag, an dem gleichzeitig das Vorliek vom Großsegel angebunden ist, ist abgebrochen.
  • Bei einer Patenthalse hat es die obersten zwei Segellatten zerbröselt.
  • Der Geschwindigkeitsgeber, die Logge, hat ihren elektronischen Geist aufgegeben.
  • Der Mantel der Reffleine vom ersten Reff ist kurz vorm Ziel durchgescheuert.
  • Der Steuerbordmotor musste entlüftet werden (woher die Luft im Treibstoffsystem kam, bleibt ein Rätsel).

An der Stelle müssen wir unbedingt mal unsere Outremer loben.

Squall im Anzug

Die ist wirklich steif und solide von ihrer Struktur her gebaut, wir sind über so viele Wellenkämme geflogen und in so viele Wellentäler gekracht, das hätten wir manch anderem Serienschiff nicht zumuten wollen. Alle Schotten und alle Verbindungen haben gehalten, auch alle Möbeleinbauten sind schadensfrei an ihrem Platz geblieben, vorbildlich. Zudem saßen wir in einem absolut wasserdichten Kokon, keine Luke hat geleckt, keine Fenster auch nur einen Tropfen Salzwasser nach innen gelassen. Wir können uns momentan kein besseres Fahrtenboot  für schwierige Seegangsverhältnisse vorstellen. Anmerkungen Volker Ende.

Als wir im ersten Morgenlicht des letzten Tages Land sahen, St. Martin mit seinen Bergen war hinter Anguilla, der vorgelagerten Insel, in der Ferne gut zu erkennen, ließ die Vorfreude auf die Insel bereits alle Strapazen vergessen.

Werden wir weiterhin lange Etappen segeln? Natürlich! Aber wenn ich mir was wünschen dürfte, könnte der Wind ruhig ein wenig achterlicher kommen, und die Wellen ein bisschen kleiner sein. 

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Der letzte Tag auf See und die Ankunft

Und dann ging es doch ganz schnell , auch wenn die Windvorhersage nicht wie erhofft eingetreten ist und die letzten 52 Seemeilen, der Motor   ran musste, weil der Wind genau von vorne kam. Die letzte Nacht auf See passte zum Rest vom Törn; nicht die schönste Nachtfahrt unserer Segelkarriere, trotzdem gut zu händeln, insgesamt eher mittelklassig. Umso größer war die Freude, als sich Saint Martin, kurz vorm Sonnenaufgang, mit dem ersten Büchsenlicht, klar erkennbar am Horizont abzeichnete.

Da sind wir zwar noch sechs Motorstunden von entfernt, doch das Ziel liegt klar vor den Augen und auch die flache, nicht vulkanische Nachbarinsel Anguilla ist im Vordergrund klar zu erkennen. Nun heißt es bloß nicht zu leichtsinnig werden, die Flachs im Süden von Anguilla und zwei weitere kleinere Steinhaufen im Meer müssen mit gebührendem Abstand umschifft werden. 

Danach liegt die Marigot Bay hindernisfrei voraus, nur ein letzter Squall mit Starkregen lässt die komplette Insel noch einmal komplett verschwinden. Dankenswerter Weise bleiben wir von dem himmlischen Nass verschont. Dafür rücke ich schon mal der dicken Salzkruste auf unserer Hexe mit dem Wasserschlauch und der Decksbürste zu Leibe. Der Wassermacher spendiert das dafür notwendige Süßwasser und die laufenden Motoren laden die Batterien voll, heile Welt, solange alles funktioniert…

Geschafft!

Gegen 13 Uhr fällt der Anker und gräbt sich tief und fest in den sandigen Untergrund. Wir fallen uns in die Arme und schießen ein Ankunftsfoto. Was sind wir froh, endlich hier hier zu sein. 12 Tage waren wir nonstop auf dem atlantischen Wasser unterwegs, 13 Tage, seit wir in Newport die Leinen losgeworfen haben.

Ein Fazit gibt es in den nächsten Tagen (das will die Capitania so), ebenso einen Film, und ein paar Fotos von unterwegs. Doch jetzt müssen wir erst Mal feiern, schlafen, ausruhen, kommunizieren, reparieren und im Hier undJetzt ankommen.

Eines muss ich als Capitania noch sagen: 

Ich bin beeindruckt, wie gut mein Volker all die unvorhergesehenen kleinen und größeren  Katastrophen gemeistert hat, egal ob es um die kaputte Logge oder die gebrochenen Segellatten  oder um die gerissene Großsegelreffleine oder den gebrochenen Lümmelbeschlag ü ging.  Ich habe ganz großen Respekt davor, und muss das hier  einmal kundtun, auch wenn er das vielleicht nicht will. 

Volker, Du bist mein Held, Danke!

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Auf nach Süden Tag 12

24. November 2022, auf See
Baro: 1010 Hektopascal, Etmal 12:00 Uhr 145 Seemeilen, sonnig mit Wolkenfeldern, Wind OSO 14-24 Knoten, Position um 13:30 19°34.785N, 64°38.926W
Cornelia hat mich gebeten, den gestrigen Tag von ereignislos auf einen Tag mit einzelnen Ereignissen umzuschreiben.
Die Fernbedienung vom Autopilot wollte am späten Nachmittag nicht mehr mit ihrer Basisstation kommunizieren, also haben wir uns als Gegenmaßnahme einen kompletten Shutdown der Navigationselektronik erdacht. Ich steuere das Schiff von Hand und die Capitania, ganz in ihrem Element, schaltet die besagte Elektronik nach und nach aus. Beim wieder Hochfahren zeigt das Instrumentarium keine Winddaten mehr. Es dauert eine ganze Weile mit ausprobieren, bis wir kapieren, dass nur der wahre Wind nicht mehr angezeigt wird, weil wahrscheinlich das System erst jetzt erkannt hat, dass die Logge schon seit Tagen kaputt ist, das soll man mal verstehen. (Wahrscheinlich hatten wir es seit dem nicht mehr ausgemacht, so merkte die Windanzeige erst jetzt, dass nur der scheinbare Wind angezeigt werden kann.) Der scheinbare Wind wird, Gott sei Dank, mit Stärke und Richtung tadellos angezeigt. Nach dem Schreck mache ich einen meiner täglichen Kontrolltrollgänge rund ums Boot und sehe, dass die Niederholerleine vom Hydrogenerator gerissen ist, und dass der pinnenähnliche Schenkel mit dem Propeller halb oben schwimmt. Schwimmweste und Lifeline werden angelegt und ab geht es auf die, mal immer wieder von Wellen geflutete Badeplattform. Kurze Zeit später ist der Wassergenerator im geschützten Cockpit, und die defekte Niederholerleine gegen eine neue ausgetauscht, fröhlich surrend lädt er bald danach wieder unsere Bordbatterien. Da in den letzten Beiträgen leider wegen Vergessens, hier die noch nicht niedergeschriebenen Abendessen:
Vor drei Tagen gab es angebratene Chorizowurst mit Weißkohl, Paprika und Fenchel, in einer Wein-Sahne-Soße gekocht, ein neu ausprobiertes Gericht, das es nun immer wieder mal geben wird. Vor zwei Tagen gab es einen Klassiker, Bratwurst, Bratkartoffeln und in Brühe gekochter Blumenkohl, ein Hoch auf die deutsche Küche. Gestern, wegen zuviel gekauften Blumenkohls, köchelte eine Ingwer-Kartoffel-Blumenkohl Suppe in unserem großen Topf, die Capitania war begeistert.
So langsam sieht man auch wieder den Boden in unseren großen Auszugfächern vom Kühlschrank. Wir waren anscheinend sehr hungrig, als wir für diese atlantische Segelreise eingekauft haben.
Doch nun zur wichtigsten Nachricht, Cornelia geht es wieder deutlich besser und ihr Wach-Schlaf-Rhythmus ist fast wieder normal. Richtiggehend Pech hatte vorhin ein fliegender Fisch, der wohl den Katamaran als einen bösen Feind identifiziert hat, dem man, koste es was es wolle, ausweichen muss. Nur die Flugshow ging leider nach hinten los und endete für das Fischlein tödlich. Denn er prallte zuerst auf dem Vordeck, gegen das Kutterfall, dann gegen den Mast und dann auf das Gangbord an Steuerbord. Es tut mir immer sehr leid, wenn ich diese wunderbaren Fischwesen tot an Deck finde.
Es sind jetzt noch 130 Seemeilen bis zum angepeilten Ankerplatz in Saint Martin, in der Marigot Bay, der Wind weht immer noch aus Ost, mit einer kleine Tendenz nach Südost. Wir segeln so hoch am Wind wie es geht und steuern jeden Winddreher zu unserem Vorteil aus. Ziel ist es eine m
Es sind wie seit Tagen keine Schiffe um uns rum, genauer gesagt seit der Querung des Golfstromes, nur selten taucht mal eins in weiter Entfernung als AIS-Signal im Kartenplotter auf. Wir leben einsam, wie in einer menschenleeren Welt in unserem kleinen segelnden Kokon, nur wir, das Schiff und der Atlantik. Nachrichten und Ereignisse, bleiben außen vor.
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Auf nach Süden Tag 11

Mittwoch 23. November 2022, auf See
Baro 1013, sonnig, Wind OSO 18-27 Knoten, die See ruppig bis 2,5 m

Nach einer wieder sehr unruhigen Nacht, in der wir mehreren Squalls begenet sind, und wir auf jede kleinste Winddrehung qufgepasst haben, weil wir ja möglichst schnell zum Ziel kommen möchten, außerdem muss man höllisch auf die Wellen aupassen, die bei einer geschätzten und vorausgesagten Höhe von zwei bis drei Metern, je nach Periode ein kräftiges Auf und Ab der Hexe verursachen oder – schlimmer – sie mit lautem Krachen in das Wellental fallen lassen.
Die Squalls sehen wir im Radar, weil sie fast immer auch Regen in sich bergen und der wird von dem Radar dargestellt. Unseres dreht alle 10 Minuten, und hat eine von mir eingestelle Gefahrenzone, die, wenn ein Boot oder eben auch eine Regenfront in diese Zone kommt, der Bildschirm unseres Plotters einen unüberhörbaren schrillen Ton abgibt, das würde selbst aus dem tiefsten Schlaf wecken.
Nun, wir haben es überlebt, seit 06:00 Uhr sind wir wach, kümmern uns um die kleinen Angelegenheiten des Bordalltags, zumindest bei mir geht das nicht so schnell, weil die Bootsbewegungen doch sehr ruppig sind.

Die Wellen sind, wenn man es von dem Spaß-Standpunkt aus betrachtet, eigentlich ganz schön, mit ihrem azurblauen Wasser. Das Meerwasser kommt manchmal über die hintere Badeplattform und die Stufen hoch fast bis zum Cockpit, deshalb haben wir uns da einen Schutz machen lassen, damit das Cockpit nicht geflutet wird; jedenfalls sehen die Wellenspiele gigantisch aus.
Der Tag vergeht ereignislos, mit Schlafen, Lesen, Rätseln, fast.
Wieso fast? Das erzählen wir morgen, auf jeden Fall ist der Windeinfallswinkel sehr günstig, und die Hexe fliegt ihrem Ziel entgegen, der Skipper ist froh!

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Auf nach Süden Tag 10

Dienstag 22. November 2022, auf See
Baro 1018, sonnig, Wind OSO 18-27 Knoten, die See ruppig

Nur zäh fließend vergeht die Zeit, besonders die langen Nächte ziehen sich dahin wie Kaugummi. Sind wir zu sehr aufs Ankommen fixiert? Jedenfalls verschließt sich mir bei diesem Törn der Zauber der See. Diese tiefe innere Ruhe und Zufriedenheit, wie bei unseren vorhergehenden Segeltörns, stellt sich bei diesem, insgesamt 1700 nautischen Meilen langen Seeweg, partout nicht ein.
Anstatt die Zeit mit und und auf dem Meer zu genießen, beobachte ich mich dabei, wie ich alle paar Minuten nach dem Loggestand schiele und im Kopf kalkuliere, wie lange wir noch unterwegs sein werden. Mir fehlt die Leichtigkeit, die Leichtigkeit und die Gewissheit, mit der wir in Lanzarote im Januar 2022 aufgebrochen sind. Ich glaube schon, dass mein negatives Empfinden mit der Wetter-, oder viel mehr der Windsituatuion zusammenhängt. Es sind die Strapazen der Awindsegelei und Kreuzerei, die mir nicht behagen, diese abgehackten Bewegungen des Schiffes, wenn es in die heranrollenden Wellen fällt, oder darüber hinwegfliegt.
Das Bewusstsein über die latente Gefahr eines möglichen Defektes, bedingt durch das ewige Auf und Ab des Bootes sitzt tief. Ein Fall könnte reißen, oder eine Schot könnte brechen, die Lasten auf den Leinen sind immens, wenn der Kat beschleunigt, oder abrupt abgebremst wird. Gerade jetzt können wir auch den direkten Kurs nicht halten, der uns nach Saint Martin führen würde, weil der Wind immer weiter vorlicher einkommt.
Kopfzerbrechen bereitet ebenso die Segelführung, ungerefft sind wir heillos übertakelt, bei Böen reicht selbst Reff 2 im Großsegel kaum aus, und wenn wir zu wenig Segelfläche am Wind stehen haben, kommen wir nicht nach Luv. Intensiviert wird das Segeldilemma durch die zahlreichen Squalls mit ihren ungewissen Mitbringseln, wie Starkregen, Windrichtungsänderung und heftigen Böen. All diese kleinen Faktoren sorgen für eine ziemliche innere Anspannung.

Cornelia: Auch die Nächte sind anstrengend, weil Volker mich wegen meines anhaltenden Hustens und der damit verbundenen Schlappheit oft nicht weckt, wenn es doch meine Wachperiode ist. Natürlich bin ich dankbar, aber gleichzeitig habe ich doch ein schlechtes Gewissen.

Heute Nachmittag aber war die Stimmung besser, der Wind hatte ein bisschen zu unseren Gunsten gedreht, sodass wir schnell und auf Kurs segeln konnten. Trotzdem haben wir für die Nacht Reff 2 eingebunden, die Wellen werden immer höher, und der Wind lässt auch nicht nach. Laut Wetterbericht bis morgen Abend…

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Auf nach Süden Tag 9

Montag. 21. November 2022, auf See
Luftdruck 1015, sonnig, Wind im wesentlichen aus Ost
Tagesemal um 12 Uhr 148 sm, Rest bs St. Martin 565

Von wegen ereignislos!
Es fing in der Nacht an. Volker hatte keine Lust mehr auf den ewigen Lärm des Motors, und wir müssen ja auch aufpassen, dass wir nicht den ganzen Diesel verbrauchen. Der Wind hatte ein bisschen aufgefrischt, so konnten wir es wagen, mit vollem Groß und Genua los zu segen. Es dauerte nicht lange, da wurde die Genua gerefft, und kurz vor Mitternacht, wir hatten schon abwechselnd geschlafen, musste auch ins Großsegel Reff 1 eingebunden werden. Um 02:30 Uhr wurde die Genua wieder ausrefft. So ging das die ganze Nacht, das Vorsegel muss kleiner werden, die Genua muss noch kleiner werden, das Vorsegel kann wieder ganz stehen, sollen wir das Reff im Großsegel ausschütten, etc.
Am Morgen kamen erste kleine Squalls dazu, wir fuhren mitten in eine Böenwalze hinein, man konnte den Regen fallen sehen, aber glücklicherweise hatte sie sich aufgelöst, ehe wir wirklich drin waren.
Es ist ein stracker Amwindkurs, den wir jetzt zum Ziel fahren müssen, die Wellen werden immer höher und unruhiger, sodass das Bewegen an Bord zu einem Hochseilakt wird, und die Hexe mit lautem Krachen in die Wellentäler fällt .Wieder wird ein kleines Stückchen Genua weg gedreht, aber zuviel oder gar Reff 2 darf es auch nicht sein, denn dann können wir keine Höhe mehr laufen, sprich, auf unserem Kurs bleiben.
Für eine Weile steuert Volker das Boot von Hand, meist übernimmt das ja der Autopilot. Volker macht das leider viel besser, das Boot fällt nicht mehr so in die Wellen, vielleicht sollte er dem Autopiloten mal eine Unterrichtsstunde erteilen. Eigentlich sieht die See gar nicht so hoch aus, es sind wohl nur einzelne Wellen, die solches Fallen in die Täler verursachen.
Leider sieht es auch so aus, als müssten wir mit diesem Kurs und der Windgeschwindigkeit bis zum Schluss rechnen, wenn es nicht sogar noch spitzer wird.
Dabei ist es richtig schön warm, und auch wenn unsere Leser im kühlen Deutschland das sicher nicht so richtig nachvollziehen können, wir bedauern, dass wir die Fenster im Salon nicht aufmachen können, um ein wenig frische Luft herein zu lassen, weil natürlich eine Menge Spray und Wellen überkommen.
Inzwischen haben wir doch Reff 2 eingebunden, von Osten kommen lauter Böenwalzen und Squalls, wen das nicht besser wird, sollte es eine anstrengende Nacht werden.
Heute Abend werde ich einen neuen Wetterbericht über die Kurzwelle holen, aber man müsste schon an Wunder glauben, wenn sich da etwas Gravierendes geändert haben sollte.

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Auf nach Süden Tag 8

Die Daten:
Luftdruck 1018, leicht bewölkt mit Sonnenschein, heute Nacht schöner Sternenhimmel
Tagesetmal von Samstag 12:00 bis Sonntag 12;00 Uhr 148 sm, Rest Seemeilen bis St. Martin 713
Motorsegeln bis 03:00, Segeln bis 08:00, Motorsegeln bis19:30

Als Ruhetag, oder so ähnlich könnte man den heutigen Tag bezeichnen; der Wind hat eine Pause gemacht, die Wolken haben eine Pause gemacht und Wellen gab es auch nicht. Cornelia hat ebenfalls eine ausgiebige Pause gemacht und im Moment ist noch nicht absehbar, wann der Zustand endet. Denn seit gestern ist die Capitania richtiggehend erkältet, hustet nachts rum wie dolle und hat zu allem Übel noch Kopfweh. Sogar aufs Pizzabacken am heutigen Abend hatte sie keine Lust und das ist zu normalen Zeiten ihre Paradedisziplin. Daher verschläft sie 80 Prozent des Tages, so geht die Zeit dann für sie vorbei.
Zwischendrin rafft sie sich jedoch auf und holt die aktuellen Windvorhersagen. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob sie das heute nicht besser hätte lassen sollen. Denn die vorhergesagte Windrichtung passt nicht zu unserem Ziel, sondern kommt eher ziemlich genau von dort her.

Apropos Ziel, das haben wir vor zwei Tagen mal angepasst, da die Zeitplanung nach hinten raus doch sehr ambitioniert war. Denn der Flieger, fliegt hoffentlich mit uns am 9. Dezember über Paris nach Frankfurt, und das ist ja nicht mehr so lange hin. Puerto Rico, das Ursprungsziel liegt leider sehr weit im Westen und damit im Lee des ewig wehenden Passatwinds.

Jetzt wird wohl klar, worauf ich hinaus will; von Puerto Rico aus sind es genau 180 Seemeilen bis Saint Martin und Saint Martin liegt damit genau in LUV. Und lange (Warte-)Zeit auf eine Drehung des Passatwindes oder gar eine Passatstörung haben wir nicht, weil ja der Heimatflieger bald abhebt. Erschwerend für die gesamte Routenplanung kommt jetzt die vorhin schon angedeutete etwas unglückliche Windvorhersage für die kommenden Tage, hinzu. Der Ostpassat hat in den Monaten von Oktober bis Januar eine Tendenz der Richttungsänderung nach Südoste . Und genau da wollen wir hin und genau da beißt sich jetzt die Katze in den Schwanz. Das bedeutet dann für uns in der Konsequenz, tagelanges Kreuzen gegen den Wind, wenn wir an Sint Maarten als Ziel festhalten. Alternativziel ist damit wieder, wer hätte das gedacht, Puerto Rico, das liegt 10 Grad günstiger zum Wind, oder die Turks and Caicos. Nur der Flug am 9. wüde damit in Seemeilen weite Entfernung rücken. Alles nicht so einfach, wir werden berichten!
Pizza gab es dann doch, der Einfachheit halber mit fertigem Blätterteig, Mamamia, super lecker.
Unsere 5 Jahre alte Bordorchidee hat seit 2 Wochen 4 Knospen und eine davon ging heute zur vollen Blüte auf, wie schön.

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Auf in den Süden Tag 7

Ich knüpfe mal an gestern und den frommen Wunsch des ereignislosen Tagesablaufes, der nur aus Segeln besteht, an. Was die sSegelei betrifft, gibt es aus meiner Sicht nichts zu meckern, bis um 19 Uhr blieb der bunte Gennaker oben, danach schralte der Wind, er kam also weiter von vorne. So weit so gut, mit einem Reff im Großsegel und einem Reff in der Genua ging es in die Nacht.
Dass jedoch nichts kaputt ging am gestrigen Tag, können wir leider nicht vermelden, auch wenn viele liebe Menschen dafür die Daumen drücken. Am späten Nachmittag fiel uns auf, dass die Logge, das kleine Paddelrad im Wasser, das die Geschwindigkeit durchs Wasser anzeigt, nicht mehr funktioniert. Diese Logge im Verbund mit dem Windmesser im Mast und der vom GPS gelieferten echten Geschwindigkeit, ermöglicht es, dass wir auf den Displays immer die wahre rechnerische Windgeschwindigkeit und Richtung angezeigt bekommen und nicht nur den scheinbaren Wind. Es half auch nicht, das Paddelrad, das in ein Röhrchen praktisch eingegossen ist, aus dem Rumpf zu ziehen und stattdessen das Blindrohr einzusetzten, damit wir nicht geflutet werden. Das Paddelrad, im Trockenen betrachtet, schien an sich tadellos in Ordnung zu sein, doch so sehr wir an dem Rädchen drehten, es zeigte sich nichts im Display. Damit war die Fehlersuche noch nicht beendet, wir überprüften den Anschluss am Hauptplotter, aber auch das führte zu nichts. Leider haben wir keine Reservelogge dabei, man kann auch echt nicht für alles Ersatz an Bord haben, finde ich, was sollen wir denn noch alles mit rumschippern?
Egal, dann wurde es Zeit für das zweite Reff, weil die Wellen höher wurden, der Wind noch weiter von vorne kam und noch stärker wurde. Also beide Motoren an und ab in den Wind gedreht. Pustekuchen, der Steuerbordmotor sprang kurz an und gin sofort wieder aus. Ich sprang also flott in die Motorkammer, öffnete die Entlüftungsschraube, bis etwas Diesel aus derselbigen herauskam, drückte noch ein paarmal auf die Entlüftungspumpe und drehte die Schraube wieder dicht. Ein kurzer Druck auf den Starterknopf und schon schnurrte der Motor wieder. (Nur woher kam die Luft ins System?).
Reff 2 kommt ins Großsegel, mittlerweile wehte es mit 20-24 Knoten, wir fliegen durch die Nacht, so werden die Meilen bis zum Ziel schnell weniger.
Reff 2 bleibt bis 14.30 drin, jetzt hat der Wind deutlich nachgelassen. Volles Groß und volle Genua, 7-8 kn Fahrt sind noch drin, wir segeln hoch am Wind, das Leeschwert ist ein Stück abgesenkt, ca. 40 Zentimeter, denn die See ist noch relativ unruhig, wir wollen das Schwert ja nicht abbrechen, es soll nur die laterale Abdrift verhindern.
Cornelia macht ein bisschen Statistik, damit wir wissen, wieviele Seemeilen wir pro Tag machen müssen, um Donnerstag früh anzukommen, natürlich nur rein theoretisch, und nur auf Basis der jetztigen Wetterdaten.
Zwei fliegende Fische hatten die letzte Nacht nicht überlebt und eine Bruchlandung an Deck, bzw. auf dem Trampolin gemacht. Es ist jetzt richtiggehend warm, mit 28 Grad und in der letzten Nacht war die Luft nicht mehr feucht.
Das gestrige Abendessen war ein Mix aus Tafelspitz und Rindersuppe, gekocht in einer Weißwein-Sahne-Soße mit Englischem Sellerie, Karotten, Fenchel und Kartoffeln, sehr lecker.
Irgendwann in der kommenden Nacht soll der Wind auf Süd drehen, für 12 Studen, keine Ahnung, warum das so kommt, macht auch nix aus. Alle Vorhersagmoedelle sagen es voraus, wenn uns das jemand erklären kann, dann bitte her mit der Antwort.
Die Winterkleider und Skiunterwäsche sind verstaut, die Sommerdecken sind eingezogen, die Kälte werden wir garantiert nicht vermissen, nur die lieben Menschen und Freunde in Newport, Bristol und Umgebung.
Ahoi!
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Auf nach Süden, Tag 6

Freitag 118.11. 2022, Seemeilen 12:00 Uhr 131 sm, Rest bis San Juan Puerto Rico 938
Baro 1021, bewölkt, Wind 4-8 Knoten, die See ist ruhig

Heute ist es deutlich wärmer als in Rudee Inlet, aber für mich immer noch zu kalt, ich sitze mit dicker Jacke hier beim Schreiben. Wenn die Sonne allerdings durch das Fenster scheint, ist es sehr angenehm.

Gestern haben wir uns eine kleine Mittagsruhe gegönnt, nacheinander, um den versäumten Schlaf der letzten Nacht nachzuholen, danach war die See viel ruhiger geworden. Bis dahin sind wir der kaputten Latten wegen nur mit der Genua gefahren, denn die Wellen ließen das Boot so schaukeln, dass eine vernünftige Reparatur mit Klettern aufs Dach für mich sehr heldenhaft erschienen wäre.
Glücklicherweise segeln wir schon seit Anfang an einen Satz Segellatten spzieren, an die untere Reihe der Reling gebunden. So konnten wir zwei davon benutzen, um die völlig Zersplitterten zu ersetzen. Das Problem beim Einziehen der Latten in die Lattentaschen ist nur, dass, wenn das Segel auf dem Baum liegt, diese Lattentaschen eben nicht bis hinten hin gerade sind,. Es geht ganz gut, die Latten bis kurz vor den Mast zu schieben, aber die letzte Hürde ist der verstärkte Teil, das Futteral, denn dort gleitet die neue Latte nicht so einfach hinein. Letztlich haben wir aber gesiegt, Volker hat das Segel am Mast so gerade wie möglich gehalten, und ich habe vom Achterliek aus geschoben und gehämmert, bis die Segellatten sich wieder an ihrem Platz befanden.
Zur Belohnung gab es am frühen Abend Schnitzel mit Kartoffelbrei und Butterkarotten, dann haben wir im Wachwechsel viele Stunden Schlaf nachgeholt.

…

Heute morgen mussten wir zunächst weiter motoren, aber um 10 Uhr wurde das Großsegel gesetzt, um 11:30 kam der bunte Code D dazu, und jetzt segeln wir bei vier bis neun Knoten Wind mit sechs bis neun Knoten Fahrt dahin. Laut PredictWind erwarten uns in den nächsten fünf bis sechs Tagen bis zur Ankunft auf Puerto Rico wenige schwachwindige Phasen aus allen möglichen Richtungen, aber überwiegend segelbar, als auch drei Tage mit Halb- bis Amwindkursen bei 15-20 Knoten Wind.
Nun, es ist inzwischen fast 15 Uhr, der Code D zieht trotz leichten Winds die Hexe immer noch nach Südost, genauso schnell oder schneller als mit Motor, nur deutlich leiser. Volker hat mit dem Wasserschlauch das Boot entsalzen, den Edelstahl gepflegt und die Decks geschrubbt.

Das Wasser ist wieder so ungaublich blau wie zuletzt auf den Bahamas, wenn wir durch das Fluchtluk unter der Treppe schauen. Es gibt wieder fliegende Fische zu beobachten, diese Künstler der Luft, sind eine echte Bereicherung. Gestern im stürmischen teil der Golfstromüberquerung kamen wie aus dem Nichts riesig große Delfine und vollführten wahrhaftige luftakrobatische Stunts. Einen dieser Stunts mit zwei zugleich fliegenden Delfinen konnte Volker mit dem Handy einfangen. Wir werden es später in die Zusammenfassung der Überfahrt nach der Ankunft posten.

Mal sehen, was der Nachmittag und die Nacht noch so bringen werden; ereignislos wäre am besten, dann schlafen wir besser!

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The most concise way to reply is to send a NEW message
to: “SyHexe” <FAE5214@sailmail.com>
If you DO use your reply button, be sure to delete
the original message text and these instructions
from your reply– which may only be a “…” at the
bottom of your reply.

Replies should not contain attachments and should be
less than 5 kBytes (2 text pages) in length.

This email was delivered by an HF private coast station
in the Maritime Mobile Radio Service, operated by the
SailMail Association, a non-profit association of yacht
owners.

For more information on this service or about the
SailMail Association, please see the web site at:
www.sailmail.com

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