ist vergangen seit unserem letzten Blogbeitrag, ich bitte daher jetzt schon einmal um Entschuldigung, dass dieser hier lang und mit vielen Erlebnissen geschmückt ist.


Die endgültige Fertigstellung unseres neuen Batterie-Management-Systems gestaltete sich schwieriger als vorhergesehen. Es fehlte hier noch ein Kabel, dort musste eines anders angeschlossen werden, natürlich mussten es pezielle Kabel und Teile sein, es zog sich hin. Wes und Jan haben viele Stunden in den technischen Eingeweiden in unserem Salon verbracht, kniend, auf dem Boden liegend, manchmal – sozusagen zum Ausruhen – auch mal sitzend. Zum Schluss ging es noch um die Software der Victron- und Mastervolt-Kontrollzentren. Bis nach 18 Uhr am Freitag Abend waren Wes und ich mit Laptop und Mobiltelefon dabei, die Software so einzurichten, damit Apps auf den Handys bzw. auf dem Kontrollbildschirm im Boot einwandfrei arbeiten.



Wir waren noch in den letzten Zügen, als bereits die ersten Gäste ankamen, denn wir hatten noch schnell zu einem Champagne Friday eingeladen. Es war so kurzfristig, dass nicht alle Freunde Zeit hatten, aber wir haben in kleinem Kreis ausgelassen gefeiert. Es gab Quiche Lorraine, spanischen Cava und viel Musik, Jörn hatte seine Gitarre dabei, und nach seinen schönen Eigenkompositionen spielte e auch die uns bekannten Lieder, bei denen wir alle bereits mitsingen können. Also: es war ein wundervoller Abend.


Für Samstag war ein großes Konzert im Amura, dem Event-Restaurant in der Marina, angekündigt, eigentlich eher ein DJ-Fest als ein Konzert, das bedeutet: „Sehr laut!“ und viele laute Beats. Wir haben das schon einmal im Hafen erlebt, und fanden es nicht so angenehm, deswegen sind wir am Samstag mittag einfach mit dem Boot in die schöne Bucht vor der Playa de la Arena gefahren, haben den Anker im Grund versenkt, und so einen ruhigen Nachmittag und Abend verbracht. Wir waren schwimmen und haben einen Ausflug mit dem Dinghy gemacht, sehr entspannt. Eigentlich wollte Volker bei der Dinghy-Tour an den Felsen schnorcheln, aber leider mussten wir feststellen, dass irgendwelche Teilchen im Wasser schwammen, da hatte wohl ein großes Schiff seine Fäkalientanks geleert.



Nach einer auch windtechnisch ganz ruhigen Nacht wurden wir in den frühen Morgenstunden von starken Böen geweckt. Als es ein bisschen ruhiger wurde, haben wir sofort den Anker gelichtet und sind zurück in die Marina gefahren. Um 14 Uhr sollte unser Flieger nach Frankfurt gehen, wir wurden pünktlich von unseren lieben Freunden Barbara und Thomas abgeholt, die uns zum Flughafen brachten. Dankeschön!



Blau so blau empfing uns der Himmel in Deutschland, als wir an diesem Sonntag in Frankfurt landeten. Dazu gelbe Rapsfelder, saftig grüne Wiesen und Bäume, und Blüten in allen Farben. Das war denn auch das Wetterthema für die nächsten 14 Tage: Sonne, Sonne, Sonne! Beständiger als auf Lanzarote! Gut, die Nächte waren noch kühl, aber sobald die Sonne ein bisschen höher gestiegen war, konnten wir bedenkenlos draußen frühstücken. Am Abend wurde eher drinnen gegessen, direkt nach Sonnenuntergang wurde klar, dass es schließlich erst April war.



Natürlich sind wir am nächsten Tag sofort zu unseren Enkelinnen gefahren, die sich auch – glücklicherweise – sehr über Oma und Opa gefreut haben.


Das wurde in den letzten zwei Wochen unsere Hauptbeschäftigung, alle zwei bis drei Tage waren wir dort, wir haben auf dem Trampolin gehüpft, auf dem Spielplatz geschaukelt, Volker war mit Zoey schwimmen (nein, noch nicht im Freibad), auch das Eisessen kam natürlich nicht zu kurz.



In Darmstadt hingegen kam das Kulturelle auch nicht zu kurz, einen Sonntag haben wir uns Fotokunst auf der Mathildenhöhe angeschaut und vorgestern Abend gab es – für mich – Kultur im Staatstheater,. Das Musical „Lazarus“ von David Bowie und Enda Walsh, mit einer ein bisschen abstrusen Handlung, aber unglaublich schönen Bildern und stimmlich sehr überzeugenden musikalischen Darbietungen der David-Bowie-Songs. Das Publikum hat es mit frenetischem Beifall honoriert.
Klar, wir haben in Darmstadt viele Freunde getroffen und wundervolle Abende verbracht. Auch der Garten bekam eine große Menge Pflege, und die Enkelkinder viel Aufmerksamkeit. Wie es weitergeht, davon werden wir im nächsten Blogbeitrag berichten.


















































































