Advent Advent

Der OB neben der Glühweinkönigin

Nachdem wir in der vergangenen Woche unserem Oberbürgermeister bei seiner Rede zur Eröffnung des Darmstädter Weihnachtsmarktes zugehört, und die Schönheit der diesjährigen Glühweinkönigin bewundert haben, haben wir uns an den Folgetagen so richtig weihnachtlich eingegroovt.

Nikoläuse, Lichterketten, Weihnachtssterne und anderer vorweihnachtlicher Dekoschmuck wurde aus tiefen Kellerräumen hervorgekramt und an exponierter Stellen in unserer Wohnung drapiert. Doch das war nur der erste Schritt beim Zünden der Vorweihnachtsrakete.

Für uns…

… für Larissa

… für den Friedhof

Massen von Tannenzweigen wurden besorgt, Stumpenkerzen in der Drogerie gekauft und Wickeldraht im Baummarkt erworben. Vorgestern war es soweit, und in einem mehrstündigen  Arbeitseinsatz habe ich aus dem Material drei komplette Adventskränze gewickelt und dekoriert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Viele Englein

Gestern haben wir das regenfreie Wetterfenster genutzt und sind zusammen mit Larissa zum kunsthandwerklichen Weihnachtsmarkt nach Altsaarbrücken aufgebrochen, der dort bereits 44 mal, wie üblich am ersten Adventswochenende stattfand. Engel aus Metall und Schwemmholz, weihnachtliche Gestecke, Schickes in Strick, Silber sowie Silberschmuck werden ausgestellt und angeboten. Auch saarländisch-kulinarische Highlights wurden an den Buden im historischen Altsaarbrücker Ortskern präsentiert. Heute Abend treffen wir uns mit unseren Freunden aus der Allee zum alljährlichen Gänse- und Entenessen in der Linzer Stube.

Viel Neues vom Boot, bzw. von Outremer gibt es nicht, wir haben nur erfahren, dass es einen Schaden am Masttop gibt, der repariert werden muss, nur bei der Garantiefrage gibt es bis jetzt noch keine Einigkeit. Wir sind der Meinung, dass der Schaden durch den Großfallblock entstanden ist, nachdem der Lümmelbeschlag auf dem Atlantik gebrochen war. Lorimar, der Mastenbauer, verneint dies und will die Sache auf uns abwälzen, weil wir das Vorliek des Segels bei der provisorischen Reparatur nicht tief genug festgebunden hätten. Diese Argumentation finden wir sehr fragwürdig, da wir ja aufgrund eines Materialfehlers des Lümmelbeschlages, der zudem bekannt war, zu dieser Notreparatur gezwungen wurden. Wir werden zeitnah berichten. wie diese Sache ausgeht.

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Frankfurter Heimatgefühle

Die Klinge des rechten Messers

Fünf Messer vom Boot brauchen dringend neue Klingen, ich habe recherchiert und schließlich noch jemand gefunden, der in Silbermesser neue hochwertige Klingen einsetzt bzw. sie einsetzen lässt in Solingen. Der Laden ist in Frankfurt auf der Berliner Straße, und hat im Schaufenster hunderte Messer liegen, in allen möglichen Formen und Farben, innen drin gibt es auch Pistolen und Munition, Waffen-Bock macht seinem Namen alle Ehre. Mit Samy bin ich dort hingefahren, habe vorher noch unsere Glasenuhr vom Uhrmacher Nickel in der Mainzer Landstraße abgeholt, da mussten die Rädchen und Federn mal überprüft werden.

Logo von “Blutsgeschwister”

Es ist natürlich nicht gerade einfach, am Römer in Frankfurt zur Weihnachtsmarktzeit einen Parkplatz zu finden, die Parkhäuser waren schon vor elf Uhr besetzt, einen kleinen Platz für meinen Kangoo habe ich in den kleinen Straßen kurz vor dem Main trotzdem gefunden, hab für ein dreiviertel Stündchen ein Parkticket geholt, und bin mit Samy durch die Gassen geschlendert. Man merkt schon, dass man in einer Großstadt ist! Allein die Fülle, Verschiedenheit und Größe der Läden unterscheidet Frankfurt deutlich von der kleineren Provinzschwester Darmstadt. Ein großer Laden mit fantasievoller Frauenmode heißt „Blutsgeschwister“, hatte ich noch nie gehört, ist aber voll trendy!

Der Nussknacker vor dem Laden

Die Krippe

Am Römer steht auch das Museum für Moderne Kunst (leider keine Option mit Samy) und die Schirn Kunsthalle und der Kunstverein und das historische Museum und das Stolze-Museum, Wahnsinn. In einer Galerie entdecke ich Radierungen von Picasso und Miró. Der Weihnachtsmarkt ist schön und bereits am Vormittag gut besucht, , hat wohl auch einen Käthe-Wohlfahrt-Laden, ist aber nicht wirklich bedeutender als unser geliebter Darmstädter Weihnachtsmarkt, ein Trost.

Absolut fasziniert war ich von dem neu angelegten Viertel rund um Römer und Dom, mit den wieder aufgebauten oder renovierten alten Fachwerkhäusern, in denen Geschäfte, Restaurants und Cafés untergebracht sind. Neben dem Dom steht ein großer Kran, es wird noch immer gebaut, aber dieses Viertel ist wirklich einen Besuch wert. Mal sehen, ob ich Volker mal animieren kann, es bei wärmeren Temperaturen mit mir zu besuchen. Ich werde berichten.

Justitia-Brunnen

Auch hier die Waage der Justiz

Dom mit Kran

Das Eckhaus ist das “Haus zum Engel”

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High & Dry

Pfanne und

Schüssel fangen das Wasser auf

Tatsächlich hat am Mittwoch alles geklappt. Schon vor acht Uhr kam der rasterlockige Fahrer mit ersten Utensilien für den geplanten Bootslift unserer Hexe. Allerdings hatten wir uns am Vorabend noch gewundert, dass gar keine Elektriker von Outremer da waren, um die elektrischen Verbindungen am Mastfuß zu kappen. Die waren aber nicht informiert worden und kamen halt erst am Mittwoch früh, war ja aber noch ausreichend. Leider hat auch der in Strömen fallende Regen des Vorabends aufgedeckt, dass nicht alle durch das Abnehmen verschiedener Blöcke an Deck entstandenen Löcher ausreichend verschlossen worden waren. So standen überall im Boot Schüsseln rum, um das eindringende Wasser aufzufangen.

Der gelbe Kran

Als ich gegen 09:00 Uhr mit Kaffeestückchen für alle bewaffnet vom Bäcker zurück kam, fuhr gerade der gelbe Kran neben die Hexe, und los ging es. Die Jungs von Agreement hatten schon alles vorbereitet, nun sollte zuerst der Mast abgenommen werden. Das ist ein hartes Stück Arbeit, bis hier auch alles gut klappt und das lange Ungetüm sicher auf den rollbaren Böcken liegt.

Da kommt der Mast

Danach dauerte es nicht mehr lang, dann wird auch das Boot an sich aus dem Wasser gehoben. Das ist schon immer sehr aufregend und alle Beteiligten sind hochkonzentriert bei der Sache. Erst als die Hexe sicher an Land steht, verlassen wir unseren Beobachtungsposten und steigen ins Auto für die 950 km lange Heimfahrt.

Von einer früheren Ausfahrt hat Martin ein hübsches Video gemacht, das hier zu sehen ist.

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Alle Jahre wieder…

Auf geht’s

…kommt die Zeit, wie jedes Jahr an die Adventskalender für die Kinder zu denken. Bei jedem Einkauf, ob im Supermarkt oder beim Sportausrüster sucht mein Blick nach Kleinigkeiten, die gut in den jeweiligen Kalender passen würde. Drei Tüten voll warten im Kofferraum, bei Carrefour gibt es schönes Einwickelpapier, allerdings Geschenkband kennen die Franzosen nur in Kleinstmengen. Eine Alternative ist meine Wollesammlung, geht auch.

fertig!

Am Wochenende habe ich also 72 Päckchen gepackt, umbändelt und drei mal 24 Päckchen miteinander verschnürt. Volker sagt: „Gut, dass Dir das Einpacken Spaß macht, bei mir gäbe es eine Kiste Bier mit 24 Flaschen!“ Sonntag Mittag war alles fertig, die drei Taschen konnten wieder im Kofferraum verstaut werden für die Heimfahrt.

Nachdem die Catamaran-Cruiser aus LGM am Freitag so wunderbar auf der Lunara bewirtet wurden, hatten wir die Gruppe für Sonntag Abend geladen, Volker hat Spieße gegrillt, es gab Salat und eine Quarkcreme zum Abschluss. Der Altglascontainer hat heute morgen ganz schön was abgekriegt…

Bagger am Strand

Heute ist es eiskalt, der Skipper verschnupft und krank, vielleicht hat er sich doch an meiner kleinen Erkältung angesteckt. Am Strand wird der Sand neu aufgeschüttet, die Bagger fahren. Bei uns auf unserem Boot sind die letzten Beschläge abgeschraubt und das alte Sikaflex gekratzt. Vier Outremer-Mitarbeiter kamen pünktlich um acht Uhr und bis zur Mittagspause waren sie fertig. Für heute Abend sind die Catamaran-Cruiser auf der „Cara“ eingeladen, weil das Boot morgen in den Kran geht. Man muss die Feste feiern, wie sie fallen!

Außerdem haben wir das Video von Volkers ersten Wellenreitversuchen auf dem Stand-Up-Paddleboard fertig geschnitten:

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Abgetakelt

Im Salon der Hexe fehlen schon die Deckenpaneele.

Der Winter streckt jetzt seine kühle Hand auch in den Süden Frankreichs aus, mit Tageshöchstwerten von 13 Grad und Dauerregen deutet sich ein Wetterumschwung an. Der Wind weht  aus dem nördlichen Quadranten, die Warmluftzufuhr aus südlicher Richtung ist auf längere Sicht blockiert. Gestern gab es nochmal so etwas wie ein spätsommerliches Intermezzo und Cornelia und ich haben die Neoprenanzüge angezogen und sind übers azurblaue Meer stehend  gepaddelt.

Seit heute Nacht regnet es und der Himmel ist grau, seit heute Morgen läuft die Webastoheizung, und schickt ihren willkommenen trocken-warmen Luftstrom durchs ganze Schiff.

Gestern war außerdem ein großer Tag für unsere neuen australischen Freunde, Graham und Anna, sie haben ihren neuen Outremer Katamaran, der auf den schönen Namen „Cara Mia“ getauft wird, erhalten. Susanne von der Lunara hat für uns alle ein 3-Gang-Menü gekocht, in großer Runde haben wir das freudige Ereignis ausgiebig gefeiert. Anschließend sind wir noch mit Tam, einem weiteren Australier und Freund von Anna und Graham, in der lokalen Hafenbar gestrandet und erst in den frühen Morgenstunden mit einem leicht schlingernden Kurs aufs Schiff zurück gekommen.

Was fehlt denn hier?

Die Vorbereitungsarbeiten für die anstehenden Lackierung gehen zügig voran. Nach zwei Arbeitstagen, mit zum Teil vier Outremer-Mitarbeitern ist bereits ziemlich viel demontiert und das Deck sieht ungewohnt leer aus – die Bug- und  Heckkörbe, sowie alle Umlenkblöcke, der Scheuerschutz, die Steuerbänke, die Vorschiffswinchen sind abgebaut. Im Inneren des Bootes fehlen überall die Deckenpaneele, und ohne die Relingsstützen mit ihren schützenden Relingsdrähten muss man draußen gut aufpassen, wo man hin läuft.

Die Rigger bei der Arbeit

Die Segel sind abgeschlagen, wobei die Rigger, besonders beim Großsegel echt harte Arbeit leisten mussten, über 100 Kilo wiegt das Segel und es wurde trickreich, sozusagen als zusammen geschnürte „Wurst“ mithilfe des Großfalls vom Großbaum aufs Vorschiff verfrachtet. Dort wurde es dann in üblicher Manier zusammengelegt (in Bahnen gefaltet) und anschließend unter Aufbietung aller Kräfte ins Cockpit geschleppt, gerollt, getragen und gezogen.

über 100 Kilo Segel

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern unseres Blogs einen schönen frühwinterlichen Sonntag.

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Surfing LGM

Vorgestern war Feiertag, nicht bei den Franzosen, sondern für Martin. Der hatte Geburtstag und das musste natürlich standesgemäß zelebriert werden. Ich sag jetzt auch nicht, wie alt er wird, nur Udo Jürgens sang da irgendwie sowas, dass ab dann das Leben richtig anfängt. Es gab auch ein Gericht, das Martin besonders gern mag, das wir jedoch so nicht kannten und das mir sehr gut geschmeckt hat. Senfeier, das sind hartgekochte Eier, dazu wird apart eine Mehlschwitze mit Senf angerührt, fertig ist die Lauge… Schmeckt klasse und geht schnell, für mich als Fleischliebhaber, da hat der Rest der Runde zugestimmt, kann man das auch mit Tafelspitz zusammen in Kombination essen.

Gestern waren früh morgens Raphael vom Outremeraftersalesservice und Julienne, der Chef der Lackierhalle an Bord um festzulegen, welche Beschläge, Relingssegmente, Winchen, Cockpitzeltbefestigungen etc. vorm Antirutschbelagspritzen abgebaut werden müssen. Heute morgen kam François, der für den Bereich “Accastillage”, also Decksanbauten und Beschläge verantwortlich ist, um noch einmal die Details zu besprechen. Morgen früh kommt er mit seinen Mannen und beginnt mit den Vorbereitungsarbeiten. Wir werden in den nächsten Tagen immer wieder mal berichten, was an Bord passiert.

Gestern Mittag ging es mit dem Stand-Up-Paddleboard raus aufs Meer zum Wellenreiten. Die Stürme der letzen acht Tage haben eine schöne Dünung mit coolen Wellen zum Runtersurfen hinterlassen. Da ich das noch nie gemacht habe, habe ich mich auf das Board gekniet und trotzdem haben mich die Wellen das eine oder andere Mal hinunter gespült und ordentlich durchgewirbelt. Der Ziel ist es, heil durch die brechende Brandung, ob kniend oder auf dem Brett liegend zu paddeln und dort draußen auf die richtigen Wellen zu warten, um sich dann aufzustellen und so richtig los zu surfen. Wie oft haben wir den Wellenreitern schon zugeschaut, besonders auf dem Atlantik. Doch Selbermachen ist gar nicht so einfach! Eine Stunde lang habe ich es kniend probiert und ein paar mal bin ich in einem gefühlt „entfesselten Surf“ bis zum Strand zurück gesurft. Coole Geschichte mit Suchtpotenzial.

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Fließend Wasser

Fließend Wasser am falschen Ort

Das sonst so blaue Meer ist schmutzig braun, voll mit Sediment, Sand und Schmutz. Plastikteile, zerrissene Tüten, Einwegflaschen, Kaugummihüllen und dazu allerlei Organisches, vom kleinsten Ast bis zum Baumstamm, schwimmen in der aufgewühlten Brühe. Der gestrige sintflutartige Regen hat die Kanalisation von LGM zum Überlaufen gebracht. Parkplätze, Straßen und Gehwege waren überflutet und wir hatten fließend Wasser aus dem Küchenschrank. Die Silikonabdichtung zwischen Elektrowinch und Kajütaufbau ist wohl nicht so sorgfältig gemacht, wie sie sein sollte und es tropft aus dem Küchenschrank auf die Arbeitsfläche.

Zwei Tage zuvor haben wir schon eine Undichtigkeit an einer Klampe festgestellt, als ich Regenwasser im Motorraum gefunden habe – nicht erfreulich.

Nix mit blau so blau!

Heute sah die Welt und der Himmel schon wieder besser aus,  ein moderater Wind aus Südost schaufelt wärmere Luftmassen heran. Ganz klar Segelwetter, doch die Capitania hat so gar keine Lust, lässt sich aber mir zu Liebe überreden. Leinen los, die Fender weggestaut, noch vor der Hafenausfahrt gleitet das Großsegel im gleichmäßigen Rhythmus der Elektrowinch am Carbonmast nach oben. Noch schnell die Genua ausgerollt und mit einem Windeinfallswinkel von 70 Grad und 15 Knoten wahrem Wind zeigt die Logge gleich sportliche 11 Knoten Fahrt an. Die Altdünung von den vergangenen Sturmtagen und die neue Windsee versetzen den Hexenkat ordentlich in Bewegung- Rock’n’Roll ist angesagt. Gischtfahnen werden vom Bug weggerissen und Wassermassen schießen durch das Trampolin. Wasserfontänen prasseln gegen die Frontscheibe. Cornelias Gesicht spricht Bände, ich bin wie jedesmal überwältigt, wie cool das Schiff segelt. Der Wind frischt auf, wir reffen die Genua, wie es in unserer “Bedienungsanleitung” steht. Kurz danach zeigt der Windmesser 20 Knoten an, höchste Zeit, auch das Großsegel zu reffen. Mit Reff eins und komplett ohne Vorsegel sind wir immer noch mit guten 7,7 – 8,5 Knoten Fahrt unterwegs. Wir probieren, noch höher an den Wind zu gehen, das Schiff segelt so harmonisch ruhig und ausgeglichen mit dem gerefften Großsegel allein. Wieder etwas Neues übers Boot gelernt. Ich rolle ein kleines Stück Vorsegel aus, und im Eiltempo gehts weiter. Dann hebelt uns plötzlich eine besonders große Welle, die wir nicht kommen gesehen haben, aus, Wassermassen ergießen sich übers Boot und fließen sturzbachartig nach hinten, ich schaffe es noch so eben, die Salontüren zu schließen, ehe sich das Wasser über den Cockpitboden verteilt. Was war denn das? Die Capitania ist jetzt noch weniger amused (Samy auch!) und will zurück in den sicheren Hafen. Eine Stunde später passieren wir die Hafeneinfahrt.

Die Windsurfer finden es wunderbar

Trotz heftiger Böen legt Cornelia das Schiff souverän an den Steg, dann steht Schiffentsalzung auf dem Programm. Hätte ich nicht schon vor drei Tagen Rosen für die Liebste gekauft (die bei der heutigen Fahrt im Spülbecken stehen mussten, damit sie nicht umfallen), dann würde ich es jetzt tun:-)

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Ausflugstag

Hubschrauber über der Bucht

Heute war mal, und das muss man  erwähnen, ein regen- und sturmfreier Tag, den wir genutzt haben, um ein paar schöne Segelmeilen in der Bucht von La Grande Motte abzuspulen. In netter Begleitung von Martin und Susanne, die auch mal wissen wollten, wie es sich auf einer Outremer segelt.

Cornelia war seit gestern, mit der hilfreichen Fernunterstützung von Ralf, damit beschäftigt, dass wir wieder Wetterberichte in Form von Gribfiles über unsere Kurzwellenanlage in Verbindung mit dem Paktormodem erhalten können. Das funktioniert folgendermaßen, man schickt eine genau vordefinierte Anfrage per Computer über Mail in einem spezifischen Datenformat über einen Einwahlknotenpunkt, den man selbst bestimmen kann, in unserem Fall, Bern, in der Schweiz. Von dort wird die Anfrage an den Gribfileprovider, wir nutzen Zygrib, weitergeleitet. Zehn Minuten später kommen Daten zurück, Wetterdaten,  die wir in mit unserem Programm öffnen und visualisieren können, wie Wind, Böen, Regen, Wellenhöhe, Gewitterwahrscheinlichkeit, etc.

Grauer Himmel über LGM in den letzten Tagen

Seit einiger Zeit war bei uns immer ein Fehler in der Suchanfrage und wir konnten den Datensatz, der uns zugesandt wurde, nicht öffnen. Jetzt holen wir diese Daten direkt bei Zygrib und es funktioniert viel besser. (Wer mehr darüber wissen will, soll mich einfach anschreiben.) Jedenfalls hat das Dreamteam Cornelia und Ralf den Fehler eliminiert und beim heutigen Segelschlag erhielten wir, problemlos und fehlerfrei, unsere angefragten Wetterdatensätze über das besagte Paktormodem. Der Sachverhalt hört sich sicherlich recht kompliziert an, es ist  wirklich nicht einfach für Außenstehende zu verstehen. Für uns ist es jedoch wichtig, dass dieses System der Wetterdatenbeschaffung auf längeren Passagen fehlerfrei funktioniert.

Mit Code D nach Süden

Die Segelei heute war sehr schön, es ging mit gemächlichen 3-5 Knoten Wind und unserem bunten Leichtwindsegel los. Im Laufe des Nachmittags drehte der Wind auf die vorhergesagte südöstliche Richtung und frischte auf 10-12 Knoten auf, perfekt Bedingungen für unsere Hexe. Martin hatte seinen Spaß an der Pinne und erfreute sich an dem guten Segeleigenschaften.

Aigues Mortes by night

Nach dem Anlegen haben wir die Hexe gründlich vertäut, denn das nächste Sturmtief war angekündigt und hat uns in dieser Stunde erreicht. Den Abend haben wir in fröhlicher Viererrunde in Aigues Mortes verbracht. Es ist immer wieder ein besonderes Ereignis für uns, wenn man durch das mittelalterliche Stadttor und die Festungsanlage in in den historischen Stadtkern spaziert. Wer lecker Essen gehen und Gegrilltes mag, dem mag das „Chez Coco” wärmstens ans Herz gelegt werden. Morgen soll es mal wieder den ganzen Tag regnen und stürmen, grrrrr.

Wettervorhersage…

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Getraut

Das “D” kommt noch…

Die Braut hat sich getraut, Allegra ist jetzt nicht mehr Großmann, sondern (aus dem) Schneider, die Feier fand in Trier statt mit anschließender Moselfahrt, war wunderschön und anrührend.

Jetzt sind wir wieder in LGM. Abwartend sozusagen, wann denn nun das Schiff final aus dem Wasser und in die Lackierhalle einrückt. Segeln haben wir für heute und morgen gestrichen, ein Tiefdruckgebiet mit 50 Liter Regen pro Quadratmeter und Wind im oberen 20-Knoten-Bereich zieht über uns weg. Von ruhigem Herbstwetter wie in Darmstadt gibt es hier in Südfrankreich keine Spur.

Am Sonntag ging es mit dem SUP durch den Hafen

Ab Mittwoch wollen wir vielleicht für ein paar Tage durch die nähere Umgebung schippern und wieder zurück sein, wenn es hier weitergeht. Der 14-Tage-Wettertrend macht keine Lust auf weite Seereisen und sieht eher aus wie eine Vorhersage im Januar. Die Herbstferien in Frankreich sind rum, und die Bürgersteige hochgeklappt. Durch den kühlen Wind wähnt man sich beim Strandspaziergang mit Wollmütze eher an der heimischen Nordseeküste, denn im Süden Europas.

Gestern Abend hatten wir eine kleine aber feine Abendgesellschaft bei uns an Bord, unsere französischen Freunde Eric und Nany von dem J-Boot Arunidevi, sowie Martin und Susanne von der Lunara zu Gast. Es gab diesmal, passend zu den Midtermwahlen in den USA, reichlich Rindfleisch in Form von Hamburgern mit allem, was dazugehört, auf dem Lotusgrill und zum krönenden Abschluss einen superleckeren und süßen Schokoladenkuchen.

Das Deck sieht furchtbar aus

Anderes Thema – Stare, diese kleinen Zugvögel, die jeder kennt und mag, fallen im Moment, schwarmweise in LGM ein und verschandeln nicht nur die City mit ihren massenweisen Ausscheidungen. Stellenweise werden Böller zum Verjagen eingesetzt. Lieder ist die  Mastspitze der Hexe ebenfalls ein beliebter Anflugort, dementsprechend übel sieht das Schiff allabendlich aus, aber da hilft nur schrubben.

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Zwei zu null

Sonnenuntergang in LGM

Auf-und Wegräumarbeiten halten uns auf Trab und der Donnerstag als Heimreisetag kommt schnell näher. Mit Raphael zusammen, einem der After-Sales-Mitarbeiter von Outremer, erstellen wir noch eine To-Do-Liste für die durchzuführenden Garantiearbeiten an unserem Kat. Viele Punkte sind es nicht mehr und das meiste davon soll gemacht werden, wenn das Schiff ab dem 15. November auf dem Trockenen steht.

Wir haben unser Cockpitzelt komplett gereinigt, besonders der Mückenschutz war stark verschmutzt, alle innenliegenden Bilgen kontrolliert und entstaubt, Cornelia hat die Lebensmittelschränke ausgeräumt und ausgewaschen, das Beiboot nebst Außenborder wurden entsalzen und verstaut. Ich hoffe, dass sich die letztgenannte Maßnahme  positiv auf die Lebensdauer auswirkt und muss konstatieren, dass unser Schlauchboot sich selbst nach vier Saisons im Mittelmeer noch in einem sehr guten Zustand befindet, obwohl es “nur” aus PVC und nicht Hypalon gefertigt ist. Alle Klebeverbindungen sind bis jetzt noch so, wie sie sein sollen. OK, es hat bis jetzt noch keine Zeit unter tropischer Sonneneinstrahlung verbracht, die ja um ein Vielfaches höher sein soll.

Den letzten Abend vor der Heimfahrt nach Darmstadt haben wir mit Martin und Susanne auf deren Nautitech 46 verbracht. Beide warten in LGM darauf ,dass noch Garantiejobs an ihrem Boot durchgeführt werden, bevor sie weiter durchs Mittelmeer reisen wollen. (“Es geht de Mensche wie de Leut“)

Superstimmung im Stadion

Am Donnerstag sind wir sehr zeitig aufgebrochen, und nach neuneinhalb Stunden gut und wohlbehalten in Darmstadt angekommen. Am Freitag Abend ging es dann mit Axel und Gerhard zum Fluchtlichtspiel, Darmstadt 98 gegen Spielvereinigung Greuther Fürt, ins geliebte  Böllenfalltorstadion. Super Atmosphäre, gutes Spiel der Darmstädter Elf und ein verdienter 2-zu-0-Sieg krönten den Fußballabend. Noch wichtiger, es war der erste Sieg der Lilien seit sechs Spielen. Anschließend haben wir bei unserem Lieblingsgriechen “Kassandra” lecker gegessen und den Heimsieg gefeiert.

Der herbstliche Platanenhain

Cornelia hat in früheren Beiträgen schon immer mal wieder ein paar Fotos von der schönen Mathildenhöhe gepostet. Gestern haben wir das zwar kalte aber ruhige Herbstwetter genutzt, um Boule im Platanenhain zu spielen. Kaum angefangen wurden wir von zwei jungen Männern gefragt, ob wir ein Doublette mit ihnen spielen wollen. Das ist jetzt nichts Unanständiges ;-), sondern bezeichnet nur die Spielform bei Boule, wenn zwei Mannschaften gegeneinander spielen. Um es ganz kurz zu machen, wir hatten keine Chance gegen die beiden Cracks und verloren 2:0. Was Kilian und Klaus gut konnten, und woran es uns definitiv mangelt, ist das sogenannte Schießen. D.h, die Kugel in Bogenform so zu werfen, dass die gegnerische Boulekugel getroffen und dadurch weggeschossen wird. Das müssen wir mal üben.

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