Kategorie: Deutschland

  • Sie ist wieder da!

    Unsere Website war weg. Einfach so aus dem World Wide Web in ferne Weiten entschwunden. Es hat mich viele Stunden am Rechner und noch mehr in der Telefonschleife von Ionos, unserem Provider, gekostet, bis ich gestern einen ungeheuer fähigen jungen Mann in der Leitung hatte, dessen Name ich leider nicht weiß, sonst könnte ich ihn hier lobend erwähnen. Jedenfalls hatte er mir genau zugehört, als ich ihm unser Problem geschildert habe, und er kam tatsächlich – nach einer ganzen Weile, die ich mit der Pausenmusik von Ionos verbracht habe –  mit der unglaublichen Meldung zurück: „Ihre Website funktioniert wieder!“.

    Ich konnte mich dann auch tatsächlich wieder im Back-End einloggen, um diese kleine Nachricht zu veröffentlichen. Nur die sogenannten Plugins funktionieren immer noch nicht, sodass die Freunde unserer Reisen keine Nachricht erhalten, dass ein neuer Beitrag ins Netz gestellt wurde. Aber ich arbeite dran. Drückt mir die Daumen!

  • So viel Zeit

    ist vergangen seit unserem letzten Blogbeitrag, ich bitte daher jetzt schon einmal um Entschuldigung, dass dieser hier lang und mit vielen Erlebnissen geschmückt ist.

    Die endgültige Fertigstellung unseres neuen Batterie-Management-Systems gestaltete sich schwieriger als vorhergesehen. Es fehlte hier noch ein Kabel, dort musste eines anders angeschlossen werden, natürlich mussten es pezielle Kabel und Teile sein, es zog sich hin. Wes und Jan haben viele Stunden in den technischen Eingeweiden in unserem Salon verbracht, kniend, auf dem Boden liegend, manchmal – sozusagen zum Ausruhen – auch mal sitzend. Zum Schluss ging es noch um die Software der Victron- und Mastervolt-Kontrollzentren. Bis nach 18 Uhr am Freitag Abend waren Wes und ich mit Laptop und Mobiltelefon dabei, die Software so einzurichten, damit Apps auf den Handys bzw. auf dem Kontrollbildschirm im Boot einwandfrei arbeiten.

    Wir waren noch in den letzten Zügen, als bereits die ersten Gäste ankamen, denn wir hatten noch schnell zu einem Champagne Friday eingeladen. Es war so kurzfristig, dass nicht alle Freunde Zeit hatten, aber wir haben in kleinem Kreis ausgelassen gefeiert. Es gab Quiche Lorraine, spanischen Cava und viel Musik, Jörn hatte seine Gitarre dabei, und nach seinen schönen Eigenkompositionen spielte e auch die uns bekannten Lieder, bei denen wir alle bereits mitsingen können. Also: es war ein wundervoller Abend. 

    Für Samstag war ein großes Konzert im Amura, dem Event-Restaurant in der Marina, angekündigt, eigentlich eher ein DJ-Fest als ein Konzert, das bedeutet: „Sehr laut!“ und viele laute Beats. Wir haben das schon einmal im Hafen erlebt, und fanden es nicht so angenehm, deswegen sind wir am Samstag mittag einfach mit dem Boot in die schöne Bucht vor der Playa de la Arena gefahren, haben den Anker im Grund versenkt, und so einen ruhigen Nachmittag und Abend verbracht. Wir waren schwimmen und haben einen Ausflug mit dem Dinghy gemacht, sehr entspannt. Eigentlich wollte Volker bei der Dinghy-Tour an den Felsen schnorcheln, aber leider mussten wir feststellen, dass irgendwelche Teilchen im Wasser schwammen, da hatte wohl ein großes Schiff seine Fäkalientanks geleert.

    Nach einer auch windtechnisch ganz ruhigen Nacht wurden wir in den frühen Morgenstunden von starken Böen geweckt. Als es ein bisschen ruhiger wurde, haben wir sofort den Anker gelichtet und sind zurück in die Marina gefahren. Um 14 Uhr sollte unser Flieger nach Frankfurt gehen, wir wurden pünktlich von unseren lieben Freunden Barbara und Thomas abgeholt, die uns zum Flughafen brachten. Dankeschön!

     Blau so blau empfing uns der Himmel in Deutschland, als wir an diesem Sonntag in Frankfurt landeten. Dazu gelbe Rapsfelder, saftig grüne Wiesen und Bäume, und Blüten in allen Farben. Das war denn auch das Wetterthema für die nächsten 14 Tage: Sonne, Sonne, Sonne! Beständiger als auf Lanzarote! Gut, die Nächte waren noch kühl, aber sobald die Sonne ein bisschen höher gestiegen war, konnten wir bedenkenlos draußen frühstücken. Am Abend wurde eher drinnen gegessen, direkt nach Sonnenuntergang wurde klar, dass es schließlich erst April war.

    Natürlich sind wir am nächsten Tag sofort zu unseren Enkelinnen gefahren, die sich auch – glücklicherweise – sehr über Oma und Opa gefreut haben.

    Das wurde in den letzten zwei Wochen unsere Hauptbeschäftigung, alle zwei bis drei Tage waren wir dort, wir haben auf dem Trampolin gehüpft, auf dem Spielplatz geschaukelt, Volker war mit Zoey schwimmen (nein, noch nicht im Freibad), auch das Eisessen kam natürlich nicht zu kurz.

    In Darmstadt hingegen kam das Kulturelle auch nicht zu kurz, einen Sonntag haben wir uns Fotokunst auf der Mathildenhöhe angeschaut und vorgestern Abend gab es – für mich – Kultur im Staatstheater,. Das Musical „Lazarus“ von David Bowie und Enda Walsh, mit einer ein bisschen abstrusen Handlung, aber unglaublich schönen Bildern und stimmlich sehr überzeugenden musikalischen Darbietungen der David-Bowie-Songs. Das Publikum hat es mit frenetischem Beifall honoriert.

    Klar, wir haben in Darmstadt viele Freunde getroffen und wundervolle Abende verbracht. Auch der Garten bekam eine große Menge Pflege, und die Enkelkinder viel Aufmerksamkeit. Wie es weitergeht, davon werden wir im nächsten Blogbeitrag berichten.

  • Feliz Navidad

    Noch sind wir im derzeit kalten und windigen Deutschland, haben anlässlich der längsten Nacht den Beginn der längeren Tage mit vielen Freunden bei uns im Garten gefeiert.

    Heute ist Heilig Abend, die Krippe ist aufgebaut, das Engelsorchester schaut auf den Maestro und der Tannenbaum ist geschmückt, die eingepackten Geschenke liegen darunter. Alles ist bereit für die große Familien-Weihnachtsfeier mit unseren Kindern und Enkelkindern, die bei uns traditionell am 25. Dezember stattfindet.

    Wir wünschen unseren Freunden, wo auch immer Ihr auf der Welt oder den Weltmeeren sein mögt, ein fröhliches Weihnachtsfest mit Euren Lieben und friedliche letzte Tage in diesem Jahr 2025.

  • Last Minute

    Mit dem Einbau und dem Anschluss unserer neuen Batteriespeicher sind wir bis zum Abflug nicht soweit gekommen, wie wir uns das gewünscht haben. Es fehlen noch passende 95 Quadratmillimeter dicke Zuleitungskabel, es fehlen passende Sicherungen. Ein Tag vor unserem Abflug haben wir und das Einbauteam dann noch über zwei neue Zuleitungskabel von den Alpha Pro Steuergeräten, 1eines je Motorraum, gesprochen. Diese kleinen elektronischen Regler zeigen den Lichtmaschinen an, ob und wann sie Batterien laden sollen und wieviel Ampere eingeladen werden sollen. 

    Bisher ist das so, dass bei den AGM-Batterien, nur bei einer höheren Motordrehzahl, viele Ampere in die Batterien geflossen sind. Man muss wissen, dass bei höherer Drehzahl, durch die kleinen Schaufelrädchen an der Lichtmaschine, die Lichtmaschine dann auch ausreichend gekühlt wird. Die zukünftigen Lithiumphosphatbatterien sind dagegen so energiehungrig, dass sie schon im Standgas maximal viel Ampere aus der Lichtmaschine saugen. Häufig führt das zum frühen Tod der Lichtmaschinen wegen Überhitzung. Damit das nicht geschieht, muss jeweils ein neues Kabel von der Lichtmaschine zum neuen Batteriemanagementsystem, das nennt sich  „Cerbo“ bei der Firma Victron, verlegt werden. Das besagte Kabel hätte man, bzw. ich schon lange verlegen können, da war die Planung aber wohl nicht so top. 

    Jedenfalls, einen Tag vor der Abfahrt ist klar, dass ich noch die Kabel verlegen muss. Last Minute eben. Und damit es dann echt spannend wird mit dem pünktlichen Erreichen des Flugzeugs, standen Material und  Helfer am Tag des Abflugs auf der Matte. Und da muss man sagen, dass das nachträgliche Kabellegen in der Hexe wirklich spitzenmäßig von Outremer geplant und damit relativ simpel ist. Man muss nur nur die Wege kennen und das ist nach all den Jahren glücklicherweise der Fall. Und trotzdem steckt manchmal der Teufel im Detail. 

    Egal wie ,um 11.20 Uhr waren beide Kabel mit viel Hektik und ein bisschen Aufregung erfolgreich verlegt. Um 11.25 Uhr war ich frisch geduscht, um 11.30 Uhr saßen wir im Auto, auf dem Weg zum Flughafen und kamen dort nach Abgabe des Leihautos um 11.50 an. Kurz nach zwölf Uhr warten wir auf das Boarding, das fünf Minuten später los ging. Just in Time! 

    Jetzt sind Boot und Atlantik ein paar tausend Kilometer entfernt und das Vorweihnachtsfieber hat uns gepackt. Am Tag nach der Ankunft in Deutschland kommt das ganze Dekomaterial und die Lichterketten aus den tiefsten Tiefen des Kellers ins heimische Wohnzimmer und anschließend an ihren Platz. Drinnen oder Draußen. Was für ein schöner abendlicher Lichterglanz in Haus und Garten. 

    Obwohl ich ja mal wieder nicht vom Boot weg wollte, hat mich das Vorweihnachtsgewusel voll in seinen Bann gezogen. Es gibt ja noch soviel zu tun. Geschenke für die Kinder und Enkel besorgen, das Essen planen, die Wintersonnenwendfeier organisieren…

    Das erste winterlicher Gänseessen liegt auch schon hinter uns und mein sich langsam leerender Adventskalender zeigt uns deutlich an, dass sich das Weihnachtsfest 2025 schnell nähert.

    Wir wünschen allen, die in diesen wuseligen Tagen noch Zeit haben unseren Blog zu lesen,  eine fröhliche Vorweihnachtszeit!

  • Der Sonne entgegen …

    … sind wir gestern geflogen. Obwohl an diesem Donnerstag sogar über Darmstadt ein leuchtend blauer Himmel mit Sonnenschein über die letzten grauen verregneten Tage hinweg tröstete.

    Schönstes Wetter zum Abschied

    Wir hatten seit dem letzten Bericht noch ein paar Tage mit Zoey allein und haben diese zu ausgiebigen Strandausflügen genutzt. So zum Beispiel zum Schnorcheln an die Playa Chica, dort sind immer Kinder, mit denen man am Strand spielen kann, man muss nicht immer die Wörter kennen, Burgen bauen ist Burgen bauen, egal in welcher Sprache.

    Englisch-deutsche Freundschaft

    Zur Playa de la Arena sind wir mit dem Beiboot gefahren, Zoey ist mit Volker den Sandberg hoch geklettert, und begeistert in den Wellen gehüpft. Auf dem Rückweg sind die beiden sogar aus dem Beiboot heraus zu einer kleinen ansonsten unzugänglichen Bucht geschwommen, eine ganz schön lange Strecke für kleine Menschen.

    Einen Tag war ich mit ihr im hiesigen Zoo, mit Vorführungen von Seelöwen, Papageien, etc. und vielen anderen Tieren zum Bestauen. Es gibt aber auch eine große Badelandschaft, und nach der ganzen Anstrengung durfte dann die Portion Pommes nicht fehlen.

    Am Freitag sind wir alle drei in den grau-trüben Oktober Deutschlands geflogen, wo uns Larissa dankenswerterweise am Flughafen abgeholt hat. An das kalte Wetter mit dem immer währenden Nieselregen wollten wir uns gar nicht erst gewöhnen, okay, einen halbwegs sonnigen Tag gab es auch. 

    Seit Samstag waren wir wieder kinderlos. Ganz still war es plötzlich im Haus, es gab keine Rollenspiele mit Kuscheltieren mehr (die hatten sich wunderbarerweise in Lanzarote vermehrt…), und abends saßen wir plötzlich zu zweit vor dem Fernseher.

    Damit es uns in den paar Tagen zuhause nicht zu langweilig wurde, sind wir am Mittwoch noch einmal nach Bekond zu unseren Enkelinnen gefahren, und Volker hat mit Zoey für die beiden je einen Halloween-Kürbis geschnitzt. 

    Gestern sind wir, diesmal mit Zwischenstopp auf Gran Canaria, wieder auf die Insel geflogen. Abends im Dunkeln kamen wir an, und wir hatten ein unglaubliches Glück. Denn während wir noch an der Haltestelle auf den Bus warteten, der uns nach Puerto Calero bringen sollte, kam zufällig Paolo, einer der Chefs von unserer Lieblingskneipe im Hafen, dem UpperDeck vorbei, und hat uns mitgenommen. Que bueno!

  • Bald wieder

    Die Urlaubstage an Bord mit unserer Enkeltochter haben offensichtlich nicht nur der stolzen Oma und dem stolzen Opa viel Spaß gemacht. Denn Zoey hat schon für sich entschieden, dass sie in den Herbstferien wieder zu uns an Bord kommen möchte. Ab jetzt müssen auch wir uns leider wieder ein bisschen nach den Schulferienzeiten richten, wenn wir mit unserer Enkeltochter verreisen möchten. Ihr neuer Lebensabschnitt, die Schulzeit, hat vor ein paar Tagen begonnen, und die ganze Familie war mit von der Partie, bei dem Großereignis, der Einschulung. Die Turnhalle der Grundschule war rappelvoll, mit schulttütenbewehrten Erstklässlern und der Verwandtschaft.

    Landart am Rheinufer

    Ansonsten genießen wir zur Zeit, den wunderbaren Sommer im Rhein-Main Gebiet, mit Baden am Rhein oder im Baggersee, kleinen Fahrradtouren, Grillfesten und Besuchen in den Biergärten der Region. Seglerisch können wir daher ruhig von einem Sommerloch oder von einer Sommerpause sprechen, da spielt sich nix ab. Schade, dass das Rhein-Main-Gebiet so weit weg ist vom Wasser. Was wäre es doch schön und praktisch, wenn unsere Hexe, sozusagen vor unserer Haustüre liegen würde. 

    Jedoch ist schon der Weg nach Holland, gefühlt, leichter zu planen, als ein festes Datum, an dem geflogen wird, oder besser gesagt, geflogen werden muss. Einfach ab ins Auto und fünf Stunden später sind wir am Wasser und an Bord. Doch noch ist der nächste Ausflug zum Boot ein paarTage weg, und wenn man sich erst mal in das Landleben wieder eingefunden hat, kann auch dieses sehr schön, abwechslungsreich, oder entspannend sein. Je nach Tagesform oder Aktivität. 

    Damit wir dann nicht zu viel rasten, gibt es für Cornelia regelmäßige Zoom-Yogaeinheiten, mit Katja aus Lanzarote, und ich übe mich in Liegestützen, Sit-ups und kurzen Fitnesseinheiten. 

    Was ja der reine Flop war, war das Beobachten der Perseiden, eigentlich das schönste Meteoritenspektakel dieses Sommers. Und wer ist schuld daran? Der Mond, denn der war voll und schien so hell, dass die Sternschnuppen am nächtlichen Himmel, bis auf paar besonders helle, nicht zu sehen waren. Sowohl in der Nacht zum 12., als auch zum 13. August, haben wir uns vergeblich die Augen ausgeguckt. Einen schwachen Trost gibt es, die Nacht zum12. August 2026 wird mondfrei sein.

    Mit Dank an http://www.sternwarte-rodewisch.de/

    Eines merkt man nun deutlich, der Zenit des diesjährigen Sommers ist überschritten. Die Tage sind spürbar kürzer, und die letzten und die kommenden Nächte sind mit 13, bzw. 14 Grad schon merklich kühler. Außerdem sind schon die Felder gemäht und die großen Sonnenblumen verblüht.

    Für uns stellt sich nun so langsam die Frage: wo wollen wir das Boot im nächsten Winter parken? Eventuell ein weiterer Winter in Hoorn, oder an der atlantischen Küste in der Gegend von La Rochelle, oder doch wieder ein langer Segeltörn nach Lanzarote. Noch ist nichts entschieden und trotzdem ist vieles im Wandel.

    Doch dazu mehr im nächsten Beitrag!

  • Fröhliche Ostern

    Nach unserem Ausflug in dem blauen Kanu hat es uns noch einmal zum Rhein gezogen. Gleich am nächsten Tag sind wir, bewaffnet mit zweien unserer Campingstühle, zum Rhein bei Groß-Rohrheim gefahren. Von dem kleinen Parkplatz aus muss man noch ein Stück laufen, immer am Rheinufer entlang, bis man zu der Sandbucht kommt, an der wir schon früher oft mit Familie und Freunden waren (dabei haben sich auch schon lang andauernde Beziehungen zwischen unseren Freunden gefunden …).

    Trotz Ferienbeginns waren keine Menschen dort, nur vom anderen Ufer des Flusses, auf der Rheinland-Pfälzischen Seite, waren Stimmen zu hören. Spaziergängerinnen mit Hunden kamen vorbei, das schon, aber es gab eben noch keinen Strandbetrieb. Weil es aber eigentlich richtig schön warm war, traute sich Volker tatsächlich, nicht nur die Füße nass zu machen, sondern komplett in die Fluten einzutauchen. Das war – abgesehen von der doch noch kühlen Wassertemperatur- gar nicht so einfach, denn der Rhein war so niedrig, dass Volker fast bis in die richtige Strömung laufen musste, um überhaupt genug Wasser zum – eher kurzen – Untertauchen zu finden. Als er herauskam, sah er fast aus wie ein Hummer, den man in kochendes Wasser gibt, die Haut wurde krebsrot. Ich hab mir das nur mit den Füßen angetan, auf dem glitschigen Rheinboden entlang zu spazieren, aber auch meine Beine waren danach ziemlich rötlich verfärbt. 

    Abgesehen davon waren wir fleißig, ich ja nur am Schreibtisch, um möglichst allen Bürokram erledigt zu haben, ehe wir für eine längere Periode – endlich – wieder auf unsere Hexe gehen. Volker hingegen hat mit seinen Lieblingshandwerkern viel erledigt, bis hin zum kompletten Ersatz des Rasens vor unserem Haus, der leider kein Rasen mehr, sondern eine mit Unkraut bestückte Wiese geworden war. Nun ist dort ordentlich gelegter Rollrasen, daher sind wir gar nicht so böse, dass es gestern und heute früh doch einmal geregnet hat.

    Wir wünschen nun allen unseren Lesern und Freunden ein schönes, sonniges Osterfest, in der Hoffnung, dass unser nächster Beitrag aus Lanzarote kommen wird.

  • Auf süßen Gewässern

    Nachdem wir es bisher aus vielfältigen Gründen noch nicht wieder zur Hexe geschafft haben, wollten wir, an einem wunderschön warmen, sonnigen Tag in Hessen, doch mal wieder aufs Wasser.

    Gesagt, getan! Das leuchtend blaue Kajak wurde aus seiner Einzelhaft in der Garage befreit, von Volker kraftvoll aufs Dach des alten Renault Kangoo gehoben und verzurrt. Für alle Fälle – im Gegensatz zu dem großen Katamaran ist das kleine Boot doch sehr kibbelig, und auch schon mal beim Einsteigen gekentert – haben wir einen kompletten Set Kleider eingepackt, die wasserfeste Tupperdose für Handys und Autoschlüssel darf nicht fehlen, und natürlich wurden auch die Paddel nicht vergessen (das habe ich dann später nach unserem ersten vergeblichen Versuch hinbekommen, oh oh!).

    Die Herausforderung wurde klar, als wir an den Altrhein kamen: Das schöne Wetter hier in Deutschland hatte dem Rhein – und damit auch den Altrhein am Kühkopf  – das Wasser geklaut, die Böschung ging weit hinunter. Vielleicht hätte Volker das Boot ins Wasser lassen können, aber ich hätte niemals dort einsteigen können, ohne vorher auf dem glitschigen Ufer auszurutschen, und das erste Bad der Frühlings zu nehmen. Also musste das Kajak wieder aufs Dach, und wir fuhren weiter. 

    Ein Stückchen weiter fand sich eine Stelle, an der das Einsteigen weniger schwierig sein würde, Volker hievte das Boot vom Autodach, schleppte es runter zum Wasser, und siehe da, ich hatte die Paddel an der letzten Stelle liegen gelassen. Nun müssen die erst wieder herbei geschafft werden, aber dann geht es los, wir sind tatsächlich mal wieder auf dem Wasser! Wir paddeln gemütlich, nach der endlich ausgestandenen Grippe bin zumindest ich noch nicht ganz fit. Bei strahlendem Sonnenschein schauen wir auch in die kleinen Seitenarme des Erfelder Altrheins, an denen die verschiedenen lokalen Wassersportvereinigungen ihre Liegeplätze haben, in dem einen Seitenarm der Yachtclub Darmstadt und der Yachtclub Erfelden, im nächsten der Sportboothafen Fretter, gut zu erkennen an dem großen Kran in der Einfahrt.

    Auf dem Rückweg finden wir die Anlegestelle eines Kanu-Vereins, mit ganz kommodem Ein- und Ausstieg-Steg. Ich halte mich mit dem Boot am Steg fest, während Volker zum Bootshaus hoch geht, um zu fragen, ob wir hier vielleicht aussteigen und das Kajak zu unserem Auto bringen dürfen. „Gar kein Problem!“ sagt Volker, als er wieder zu mir an den Steg kommt. Ich krabbele also aus dem Boot raus, dabei merke ich schon, dass ich spätestens am Abend höllischen Muskelkater bekommen werde, und wir tragen das Kajak die Treppen hoch. Nein, wir versuchen es, aber ich bekomme das Boot nicht einen Zentimeter angehoben. Glücklicherweise kommt gleich ein sehr netter Herr aus dem Verein Volker zu Hilfe, und gemeinsam bringen sie es an das Ende des Geländes. 

    Wir sind beim Darmstädter Schwimm- und Wassersport Club 1912 e.V. gelandet, eine Außenstelle des Vereins für die Darmstädter Ruderer, Kanu- und Kajak-Fahrer am Altrhein mit einem wunderschönen Gelände und einem großen Vereinshaus. Während Volker die anderthalb Kilometer zu unserem Auto zurück läuft, um es her zu holen, werde ich super freundlich empfangen, Eva, die den Wochenenddienst für die Sportler versieht, bietet mir Wasser, Kaffee und Kuchen an, und ich plaudere ein bisschen mit ihr und Dunja, der Frau von Bootswart Ralf, alle sind super nett zu uns. Auch die beiden Hundedamen Lara und Anna genießen die Sonne.

    Als Volker mit unsrem Kangoo ankommt, hilft sogleich Ralf, das Boot aufs Autodach zu hieven, und weil er ja nun schon weiß, dass ich bei dem Tragen nicht mehr helfen kann, schlägt er uns vor, doch ein etwas älteres aber sehr schönes Vereinsboot, das deutlich leichter sein soll, zu kaufen. Das steht aber ganz oben im Regal, Ralf will es morgen da runter holen, und wir sollen kommen und mal ausprobieren, ob ich das besser heben kann, er sagt, das wiege nur 20 kg, während unseres ca. 40 kg wiegt.

    Pünktlich um 14 Uhr treffen wir uns am Sonntag in Erfelden ein, das schmale hübsche Bavaria (hat nix mit der Segelboot-Werft zu tun) Kajak liegt schon geputzt auf zwei Böcken. Aber es wiegt nicht 20, sondern eher über 30 kg, und das ist leider doch wieder zu schwer für mich. Wir waren auch vorbereitet gewesen, heute bei einem kurzen Paddelausflug alles auszuprobieren, inklusive Wechselkleidung! Schade, sie, das Kajak, ist so eine elegante Dame! 

    Na gut, dann bleiben wir eben bei unserem azurblauen Boot, wenn uns zuhause das Dasein auf dem Wasser fehlt, vielleicht kaufen wir uns einfach einen kleinen Bootswagen als Alternative zum Tragen.

    Momentan genießen wir das schöne warme Frühlingswetter in Deutschland, inzwischen sind alle Bäume grün und in den Gärten leuchten die Tulpen, Narzissen und Primeln in den leuchtendsten Farben. Im Lanzarote auf der anderen Seite, wie wir aus den Berichten von Freunden erfahren, schüttet es seit Tagen in Massen, einige Straßen stehen unter Wasser und es ist viel zu kalt für die Jahreszeit. Dafür ist die Insel aber grün, ich freue mich schon darauf, das bald zu sehen.

    Wir wünschen allen unseren Lesern ein wunderschönes Osterfest, lasst den Hasen hoppeln, und die Kinder mit ihren Körbchen ganz viele Schokoladeneier finden.

    Frohe Ostern!
  • Kalt erwischt

    Mich friert es am ganzen Körper, und das, obwohl die Autoheizung auf mollige 27 Grad eingestellt ist. Schnell steht fest, dass da was im Anzug ist, was ich sicherlich nicht haben will.

    Skifahren bei schönstem Sonnenschein

    Eine wunderbare Woche Skilaufen mit fast der ganzen Familie liegt hinter uns. Bei milden 10-15 Grad, macht Skifahren auch Spaß, eine neue Erfahrung für uns. Eine neue Erfahrung war es auch für unsere Enkeltochter Zoey, die nach ein paar Lehrstunden nun gekonnt über die schneeweißen Pisten bügeln kann, während sie Cornelia schon mal deutlich hinter sich lässt. Ein niedriger Schwerpunkt und komplette Angstfreiheit sind ideale Zutaten für das Erlernen des Skisports. Und es war so schön, mit unseren Töchtern und den Enkelkindern und immerhin einem Schwiegersohn, eine ganze Woche zu verbringen. Das schreit nach Wiederholung!

    Larissa als Skilehrerin, aber die Schülerin nimmt manchmal auch ihre eigenen Wege

    Doch sieben Tage gehen schnell ins Land, und je weiter wir uns von Maria Alm entfernen, quasi mit jedem Kilometer mehr, verschlechtert sich mein Zustand. Die Grippe hat mich erwischt und zwei Tage später auch die Capitania eingeholt. Fieber, ein nervender Husten, Gliederschmerzen, das ganze 17 Tage lang, was für ein Elend. Wir siechen, zu absolut nix fähig, wechseln vom Bett zum Sofa und wieder zurück. So lange hat das ehemals aus dem Kindergarten eingeschleppte Mistvirus uns in seinem Klammergriff. Der geplante Flug nach Lanzarote wird annulliert, der Frühjahrsschnitt des Gartens gecancelt, soziale Kontakte, nicht dran zu denken. Nicht mal zum Blog schreiben hat die Energie gereicht!

    Jetzt, seit zwei Tagen, geht es so langsam bergauf. Die Betonung liegt auf langsam, unsere Kondition ist im Keller, jedwede Anstrengung quittiert unser Körper noch mit Protest. Der äußert sich in Form von Kurzatmigkeit, röchelndem trockenen Reizhusten und schneller Erschöpfung. 

    Sobald wir wieder auf dem Damm sind, wollen wir zurück zum Boot und hoffen,  dass das in der nahen Zukunft der Fall sein wird. 

    Überhaupt fehlt mir die Segelelei, zu lange ist schon her, dass wir die Segel gesetzt und uns dem Rhythmus des Atlantiks anvertraut haben. Das Meer ruft, mit seinen unendlichen Weiten!

  • Zurück in der Kälte

    Schnee auf dem alten Friedhof

    Nun sind wir schon wieder eine Woche da, in dem leider meist grauen Deutschland. Obwohl, in den letzten Tagen gab es tatsächlich manche Sonnenstunden, sodass ich auch schon mal mit der Tasse Kaffee in der Hand auf der Bank vor unserem Haus sitzen konnte. Und dem Straßenkarneval tut es auch gut, wenn zwischendurch mal die Sonne scheint. 

    Auch die Oma muss verkleidet werden …

    Die Darmstädter sind da ja eher humorlos, aber in dem kleinen Dorf, in dem unsere Enkelkinder wohnen, geht einiges. An Weiberfastnacht waren alle Kinder in der Kita verkleidet, auch die Erzieherinnen erschienen in den schönsten Kostümen, und diese gingen dann am Nachmittag ins Bürgerhaus, um so richtig zu feiern. Daher muss auch am heutigen Freitag die Kita geschlossen bleiben, Helau!

    Wir werden in den nächsten Tagen unsere jeweiligen Zusammenfassungen der Afrikareise beschreiben, eine Sammlung all der Eindrücke, die wir an den sehr verschiedenen Stationen bekommen haben. 

    Heute möchte ich diesen kleinen Zwischenblog nutzen, um herauszufinden, ob unsere Email-Benachrichtigungen, die während der ganzen Reise nicht funktioniert haben, hiermit wieder rausgehen. Ich würde mich über Rückmeldungen freuen!

    Beim Restaurant „Ponyhof“ warten die Bobby Cars auf die Kinder im Frühling