Nun sind wir schon wieder eine Woche da, in dem leider meist grauen Deutschland. Obwohl, in den letzten Tagen gab es tatsächlich manche Sonnenstunden, sodass ich auch schon mal mit der Tasse Kaffee in der Hand auf der Bank vor unserem Haus sitzen konnte. Und dem Straßenkarneval tut es auch gut, wenn zwischendurch mal die Sonne scheint.
Auch die Oma muss verkleidet werden …
Die Darmstädter sind da ja eher humorlos, aber in dem kleinen Dorf, in dem unsere Enkelkinder wohnen, geht einiges. An Weiberfastnacht waren alle Kinder in der Kita verkleidet, auch die Erzieherinnen erschienen in den schönsten Kostümen, und diese gingen dann am Nachmittag ins Bürgerhaus, um so richtig zu feiern. Daher muss auch am heutigen Freitag die Kita geschlossen bleiben, Helau!
Wir werden in den nächsten Tagen unsere jeweiligen Zusammenfassungen der Afrikareise beschreiben, eine Sammlung all der Eindrücke, die wir an den sehr verschiedenen Stationen bekommen haben.
Heute möchte ich diesen kleinen Zwischenblog nutzen, um herauszufinden, ob unsere Email-Benachrichtigungen, die während der ganzen Reise nicht funktioniert haben, hiermit wieder rausgehen. Ich würde mich über Rückmeldungen freuen!
Beim Restaurant “Ponyhof” warten die Bobby Cars auf die Kinder im Frühling
Der Regen der vergangenen Wochen, hat dafür gesorgt, es blüht überall auf Lanzarote Ein Vogel nistet im (Alu)-Baum
Kurz, schön und abwechslungsreich waren unsere sieben Tage an Bord. Wir haben am Playa Chica angebadet fürs Jahr 2025, ein sehr leckeres Abendessen mit unseren Freunden, Jan und Ria, auf deren Boot genossen, dazu noch schöne und unterhaltsame Stunden im Upperdeck mit Franz und Claudia verbracht, und die liebe Ulrike in Arrecife getroffen.
Der Haubentaucher
Dazu habe ich, weil das immer wieder Sinn macht, an drei Nachmittagen das komplette Unterwasserschiff gereinigt. Der neue 5 mm dicke Neoprenanzug mit Haube von Cressi,den wir schon seit drei Jahren unbenutzt an Bord hatten, hat mich dabei sehr schön warm gehalten.Denn die neueren Neoprenanzüge haben einen entscheidenden Vorteil gegenüber ihren Vorgängern. Bei ihnen ist eine wasserdichte Nylonschicht eingearbeitet und so wird viel weniger Wasser zwischen den Körper und dem wasserdurchlässigen Neoprenmaterial ausgetauscht, das sorgt dafür, dass man, selbst nach über einer Stunde im Wasser, noch muggelig warm bleibt. Die atlantische Wassertemperatur beträgt zwar immer noch 19 Grad, und selbst mein geliebter 3 mm dünner Neoprenanzug würden ausreichen, aber so eine angenehme, gefühlte Wärme im Wasser ist schon was tolles. Jedenfalls liegt die Hexe jetzt geschniegelt und gestriegelt da, in ihrem Element.
Die Hexe … in der Abendsonne
Jetzt probiere ich mal die Kurve von der eigentlich geplanten Segelreise in die Karibik zur jetzt startenden Landreise nach Südafrika zu bekommen und zu erklären, wie es zur Planänderung kam. Und das, obwohl die äußeren Bedingungen ideal sind, d.h. dass ein beständiger Passatwind weht.
Schon seit Jahren möchte ich gerne mal eine Rundreise durch den Süden Afrikas machen, mit einem Besuch des Tafelberges, einem Ausflug zum südlichsten Punkt Südafrikas, dem Kap der Guten Hoffnung und einer Safari in einem der zahlreichen Nationalparks. Also habe ich Anfang Januar mal einfach so – und ohne das Wissen der Capitania – mit der Planung begonnen. Ab diesem Punkt gab es kein Halten mehr, und nach einer Flasche Sekt im Skiurlurlaub hab ich dann Cornelia in meine Pläne eingeweiht. Und wie sie so ist, war die Capitania, gleich Feuer und Flamme für die neuen Reisepläne.
Heute Nacht geht die Reise los, für knapp vier Wochen fliegen wir in das Land, in dem die Wiege der Menschheit liegt, wir sind schon ganz aufgeregt.
Wir werden unsere Erlebnisse, wie immer, hier im Blog mit Euch teilen, ein paar Bootstouren sind auch schon eingeplant. So ganz ohne Wasser geht es ja nicht!
Zunächst wünschen wir allen unseren Lesern ein fröhliches, gesundes erfolg- oder erlebnisreiches neues Jahr, zu Hause oder an Traumzielen, ganz so, wie jeder es sich individuell wünschen mag. Wir haben – nach gemütlichen Weihnachtstagen mit Kindern und Enkelinnen – in der Gesellschaft von lieben Freunden das neue Jahr willkommen geheißen.
Unmittelbar danach haben wir uns auf eine ganz andere Reise gemacht, wir sind – zunächst – nicht zu den wärmeren Gefilden am Salzwasser aufgebrochen, sondern haben das Wasser in einem anderen Aggregatzustand vorgezogen: Wir waren in Österreich zum Skifahren.
Mit Morgensonne auf den Bergen begrüßt uns Maria Alm
Volker hatte eine schöne Unterkunft für uns gefunden, so waren wir fast eine ganze Woche mit unseren lieben Freunden Ute und Wolfgang auf und neben der Piste unterwegs. Mit den beiden haben wir schon zahlreiche – nicht nur im Winter- – Urlaube verbracht, wir waren also schon ein eingespieltes Team.
An unserem ersten Tag in Maria Alm spielte das Wetter mit, es war kalt und komplett sonnig, Winterwetter vom Feinsten. Nach fünf Jahren Abstinenz vom Wintersport habe ich mich am Anfang trotz jahrzehntelanger Erfahrung (schließlich habe ich damals Volker das Skifahren beigebracht) ganz schön schwer getan, einfach so den Skiern und meinen Beinen zu vertrauen. Es war nicht so ganz entschieden, ob ich den Buckel runter rutschen, oder das Ganze mir den Buckel runter rutschen sollte.
im klassischen Stil
Glücklicherweise hat sich irgendwann der Knoten in meinem Kopf gelöst und schlussendlich bin ich mit viel Spaß in meiner alten Form die Pisten hinuntergefahren, in dem eher klassischen Stil, wie Volker und unsere Freunde das nennen. Meine Skier waren nun auch über zwölf Jahre alt, und ich habe es mir gegönnt, ein paar neuere geliehene Skier auszuprobieren. Auch das hat geholfen. Volker hat mich während der gesamten Zeit liebevoll begleitet, mit guten Ratschlägen und manchen Ermutigungen, auf seinem Snowboard, natürlich.
Bäume mit NeuschneeMittagspauseim Liftsouverän
Volker beim Aufstieg
Freund Wolfgang war mit voller Ausrüstung angereist: Neben dem obligatorischen Snowboard hatte er auch Tourenski sowie Schneeschuhe dabei, und so machten die beiden Herren sich an dem sehr bewölkten Tag mit Schneefällen, an dem das Pistenfahren keinen Spaßfaktor beinhaltete, auf, und sind bergauf gegangen. Wolfgang auf seinen Tourenskiern und Volker mit den Schneeschuhen, das Snowboard auf den Rücken, damit er – oben angekommen – nach der Anstrengung die Freude der Abfahrt genießen können möge.
Es war, wie anschließend Ute und mir berichtet wurde, ein überaus anstrengendes Unterfangen, vor allem für Volker, der mit diesen sehr ungewohnten Fortbewegungsmitteln, den Schneeschuhen, mit dem tiefen Schnee zu kämpfen hatte, und zeitweise nur mit großer Anstrengung vorwärts kam. Die anschließende Abfahrt war dann wohl ein bisschen Lohn für die Mühe. Ute und ich haben diesem Tag mit Training im Resort eigenen Fitnessstudio und dem 25 m langen Schwimmbad verbracht.
Auf der Hochkönigstour
Am letzten Tag vor der Abfahrt hat Volker die gesamte Hochkönigtour gemacht, also das gesamte Skigebiet abgefahren, von Maria Alm bis Mühlbach, eine anspruchsvolle Strecke, die er bravourös gemeistert hat. Die Enttäuschung kam zum Schluss, seit einiger Zeit fährt der ansonsten sehr kommode Skibus nicht ab Mühlbach, und bei dem Versuch, auch den Rückweg auf dem Snowboard anzutreten, musste er feststellen, dass ein Teil der Bindung fehlte. Nun half nur noch ein Anruf bei mir, dass ich ihn mit dem Auto dort abholen solle. Was ich natürlich direkt getan habe.
heißer Bombardino
Eines durfte beim Skifahren in Österreich natürlich nicht fehlen: Mit „Anton aus Tirol“ und dem „roten Pferd“ haben wir so manche nette Stunde beim Après-Ski auf der Terrasse vom „Bachwirt“ verbracht. Natürlich durften dabei auch so kleine innere Wärmflaschen nicht fehlen wie die „Heiße Witwe“, warmer Pflaumenlikör mit üppigem Sahnehäubchen, oder „Bombardino“, von der Kneipe selbst gemachter warmer Eierlikör mit ebensolchem Häubchen. Die Krönung aber war der „Haxen Spreizer“ (ein Schelm, wer Böses dabei denkt – oder für unsere frankophilen Freunde „Honi soit qui mal y pense“), dabei wird ein Päckchen Zucker in den Mund geschüttet, anschließend ca. ein Esslöffel Zitronensaft und zum Schluss 2 cl Wodka ebenfalls in den Mund genommen, dann erst darf geschluckt werden, lecker! Auch die österreichische eher deftige Küche haben wir sehr genossen, Blutwurst Gröstl, Schnitzel, Kaspressknödel in der Suppe und Kasnocken aus der Pfanne haben uns Kraft gegeben für den nächsten Tag auf der weißen Piste.
So beginnen wir erst jetzt, etwas verspätet, zurück in Darmstadt, mit den guten Vorsätzen für das neue Jahr.
Eine schier endlose Kolonne von Nacktschnecken liefert sich ein packendes Kopf an Kopf-Rennen über den sumpfig aufgeweichten Waldboden. Ein kühler Wind weht übers Oberfeld. Hundewetter – und der Hund, bzw. die Hündin Nana findet liebt genau diese kühleren Temperaturen. Just in dem Moment, als wir mit Flieger in Frankfurt spätabends gelandet sind, zieht die erste Kaltfront durch und bereitet dem deutschen Sommer ein jähes Endes.
Die Kürbisse sind reif
Seit ein paar Tagen verbrennt unsere Heizung das kostbare Erdgas und verbreitet gemütliche Wärme im Haus. Die Kinder und Enkelkinder haben uns bereits besucht, bzw. wir sind schon zu ihnen hingefahren. Es fühlt sich schnell alles vertraut an in der meerfreien Heimatregion. Wir sind wieder eingegroovt, wie man das so schön in der neudeutschen Sprache sagt.
Muscheln im Seewasserfilter
Beim Motortest
Kurz vor dem Abflug haben wir noch die beiden Rümpfe der Hexe, in einem Rundumschlag mit UV-Schutzwachs von 3M eingerieben und aufpoliert. Beide Motoren haben einen kompletten Service vom lokalen Volvo mechanico bekommen, d.h. die Diesel- und Ölfilter, die Impeller, das Motor- und das Getriebeöl wurden gewechselt, und die Seewasserfilter auseinander geschraubt und gereinigt. Am Tag danach haben wir dann ein dreistündige Motorfahrt unternommen, um zu schauen, ob alles dicht ist an den Motoren, man weiß ja nie. Kurze Antwort, alles tipptopp mit den Volvos.
Dann bin ich noch zum großen Ennergieversorger Disa mit der leeren Gasflasche gefahren und habe diese füllen lassen. Mit insgesamt rund 42 Kilo Gas an Bord sind wir gasmäßig für ca. zwei Jahre unabhängig.
Spiegelungen am Morgen …… und letzter Sonnenuntergang auf Lanzarote vor unserem Abflug
Nun haben wir von Deutschland aus noch einen neuen Hydraulikzylinder inklusive Kolben, als Ersatz für den bestehenden Autopiloten, geordert. Der auf der Backbordseite verliert trotz neuem Dichtsatz Öl.
Cornelia hat sich mit ihren benötigten Medikamenten eingedeckt, und ein paar heimische Spezialitäten wandern auch noch mit in die Reisetasche für den Rückflug zum Boot. Hoch im Kurs stehen an Bord die Mandelcreme Nudossi und der gelb verpackte Zuckerrübensirup, sowie die regional-leckeren Mettwürstchen. Auf keinen Fall aber dürfen die geliebten holländischen Schokostreusel, ausgehen.
Gestern haben wir noch rohe Quitten in leckere Quittenmarmelade verwandelt, mein absoluter Favorit.
Die Quitten sind eingekocht
Und ein ungefährer Speiseplan für die bevorstehende atlantische Überfahrt existiert schon. Doch mehr dazu in einem der nächsten Blogbeiträge.
Fünf kurze und ein langer Ton erklingen aus dem Schiffshorn der Seacloud Spirit, dem Kreuzfahrtschiff unter Segeln, das für einen Tag im Hafen von Ponta Delgada festgemacht hat. Alle Passagiere spazieren ganz brav mit ihren Schwimmwesten aufs Achterdeck, die Sicherheitseinweisung steht auf dem Einführungsprogramm, das sich wohl so auf allen Kreuzfahrern ähneln wird.
Die Seacloud Spirit
Spät am Abend gehen dann Schiff, Mannschaft und Passagiere auf die geplante Azorenrundfahrt, die in Madeira enden wird. Mit der Romantik unter Segeln wird das wohl in dieser Woche nix, Flaute ist angesagt, aber die Seacloud hat einen starken Motor und fährt ja schließlich nach Termin. Ganz billig ist so eine Segelkreuzfahrt auch nicht, knapp 8.000 Euro kostet die Doppelkabine, alles hat halt seinen Preis.
Wir sind seit gestern wieder zurück an Bord und hatten eine wunderbare Zeit in Deutschland, nicht nur mit den Enkelkindern. Besonders schön war das leckere Verwöhn-Abendessen von unser Nachbarin Angela und die Einladung nach dem Ankommen auf São Miguel von Volker und Ellen und Reinhard zum Grillen. Tolle Momente von und mit Freunden, ein wichtiger Teil des Lebens und der Segelei im Besonderen.
Angela, Cornelia und FrankReinhard und sein Hahn
Die Hexe lag wohlbehalten an ihrem Liegeplatz, war zwar ein bisschen eingestaubt, aber nach einer gründlichen Schiffswäsche glänzt sie jetzt wieder. Heute früh habe ich die neue Scheuerbürste und den neuen abgewinkelten Besenstiel zum Rumpfreinigen zum Putzen des Unterwasserschiffes genutzt, was prima funktioniert hat; es war eine lohnende Investition.
Außer kosmetischen Arbeiten gibt es im Moment keine anstehenden Reparaturen an Bord. Daher können wir in der nächsten Woche die freie Zeit nutzen, um uns ein Auto zu leihen, um die noch unbekannten Flecken und Dörfer der Insel zu entdecken. Dabei wollen wir dem äußersten Insel-Westen und -Norden einen Besuch abstatten.
Mit 27 Grad Luft- und erstaunlich warmen 25 Grad Wassertemperaturen ist der Hochsommer in vollem Gange. Auch das Baden steht hoch im Kurs, fast karibisch fühlt es sich bei diesen Wassertemperaturen an.
Bootspflege
Zuhause in Deutschland haben wir uns mit neuen Bootspflegemitteln eingedeckt. Deckreiniger, Rumpfreiniger, Politur und Bootswachs kamen mit in den Flieger. Auch kulinarische Leckereien, wie pfälzische Fleischwurst, saarländische Bratwürste, hessische Leberwurst und Speck fanden ihren Platz in den prall gefüllten Reisetaschen.
Ja, ich gebe es zu, besonders eine leckere Bratwurst kann meinen Gaumen beglücken und fehlt mir manchmal bei unseren Reisen. Deutsche Dosenwurst, die auch reichlich an Bord ist, dient bei Entzugserscheinungen als kulinarische Substitution.
Vor lauter Enkelkindern haben wir ganz vergessen, unser 10-jähriges Abfahrtsdatum zu unserer Segelreise zu feiern. Das scheint aber eine gewisse Systematik bei uns zu haben, die Hochzeitstage werden ebenfalls regelmäßig vergessen.
Cornelia schielt schon mal auf den Wetterbericht, vielleicht können wir zum Ende der Woche in Richtung Madeira aufbrechen, ob mit oder ohne Zwischenstopp auf der südlichsten Azoreninsel, Santa Maria, wird sich dabei noch rausstellen. Und, schwupps, hab ich bei dem Gedanken an Santa Maria schon wieder den Ohrwurm von unserem Roland Kaiser mit seinem Lied in meinem Kopf. “Santa Maria, Insel die aus Träumen geboren, ich hab meine Sinne verloren, in dem Feuer, das wie Fieber brennt …”
Und schon wieder haben wir den Rückflug zum Boot nach Ponta Delgada für eine Woche verschoben. Am letzten Wochenende war es Allegra, die dem bösartigen Kindergartenvirus erlegen ist, sodass wir dachten, es wäre vielleicht erholsamer für sie, wenn wir Zoey für ein paar Tage zu uns holen würden. Aber dann wurde Zoey selber krank, und auch Volker hatte sich angesteckt.
Also gut, die bösen Tiefdruckgebiete wechseln sich sowieso immer noch ab auf dem Nordatlantik, da versäumen wir nichts, wenn wir noch ein paar Tage hier bleiben. Es gibt nur einmal in der Woche einen Direktflug ab Frankfurt zu den Azoren, sodass wir immer in Wochenabständen planen müssen. Die Marina in Ponta Delgada zeigt sich entspannt, dass die „Hexe“ noch ein bisschen bleibt, wahrscheinlich freuen sie sich auch über die Einnahmen, denn jetzt haben die meisten Segler, die im April/Mai aus der Karibik kamen, die Azoren verlassen.
Ob das gegen Erkältung hilft?
So, im Laufe der Woche hat auch Volker sich erholt und eigentlich wollten wir am Freitag zu einem vorläufig letzten Besuch bei den Enkelkindern starten. Dann aber habe ich Donnerstag Abend begonnen zu husten, und Volker musste sich die halbe Nacht mein Gebelle anhören. Daraufhin hat er kurzentschlossen am Freitag Morgen mit einer sehr netten Dame bei der Lufthansa gesprochen und unseren Flug erneut umgebucht. (Ich weiß schon, warum ich normalerweise die Rückflüge zum Boot nicht direkt mit buche, oder wenn, dann auf jeden Fall mit einer Option zum Umbuchen!) Aber obwohl sich der Wind eigentlich für die nächste Woche günstig gezeigt hatte, ist diese Vorhersage seit heute Morgen auch schon wieder obsolet.
So genießen wir nun noch ein bisschen das satte Grün des verregneten Deutschland, ab morgen soll es wärmer werden. Dann kann Volker mit unserer kleinen Enkeltochter schwimmen, paddeln und radeln, und in ein paar Tagen bin auch ich wieder fit für das Biergartenwetter.
Sehr grün bei leider bedecktem Himmel
Das Treffen zu meinem fünfzigjährigen Abitur war ein voller Erfolg. Am Ende der Schulzeit zählte unsere Stufe ungefähr 90 Mitschülerinnen und Mitschüler, davon waren nach 50 Jahren noch 47 gekommen, ein paar sind nicht mehr auffindbar, oder sehr weit weg verzogen, und leider sind auch einige, glücklicherweise nur wenige, für immer gegangen. Wir haben eine Führung durch unsere Schule von dem vorherigen Direktor bekommen, der ganz offensichtlich immer noch für das Goethe-Gymnasium schwärmt. Wir waren alle begeistert, in welch herausragendem Zustand sich das Gebäude und die Inneneinrichtung befindet. Besonders stolz zeigt sich unser Guide über die von den Schülerinnen und Schülern selbst renovierten und gestalteten Toilettenräume, auch die durften wir bewundern.
Eine (noch) kleine Runde in der AulaBlick aus der Aulain den naturwissenschaftlichen Räumen
Nach einer kleinen Kaffeepause schloss sich eine weitere sehr interessante Führung von Mitschüler Georg durch die nicht-öffentliche wissenschaftliche botanische Sammlung des Senckenbergmuseums an.
Am Abend kam dann das fröhliche Beisammensein beim Äppelwoi. Zunächst mussten wir alle über uns erzählen, was uns in den letzten 50 Jahren bewegt hat. Anschließend wurden die Erfahrungen und Erlebnisse der vielen Jahre in kleineren Grüppchen weiter ausgetauscht. Insgesamt ein großartiger Tag, danke an unsere Organisatoren!
Nun haben wir in diesen Winter doch noch Schnee bekommen.
Wir mussten wegen einiger Termine nach Deutschland. Mit der Condor, und der lustigsten Chefstewardess, die wir jemals hatten, sind wir in Lanzarote bei 24 Grad und Sonnenschein los geflogen. Die im Flugzeug zahlreich vertretenen Schulkinder wurden besonders nett begrüßt mit der Nachricht, dass sie dann in der neuen Woche bei minus neun Grad zur Schule gehen dürfen. Tatsächlich waren es „nur“ minus zwei Grad, als wir in Frankfurt gelandet sind, aber ich hatte doch große Sorge, ob unsere Tasche mitgekommen war, da befand sich meine dicke Winterjacke drin.
Darmstadt empfing uns mit Temperaturen um den Gefrierpunkt, und Nieselregen, der sich im weiteren Verlauf der Tage zwischendurch auch mal in Starkregen ausweiten konnte. Und der Himmel zeigte sich grau in grau in grau.
Am Mittwoch kam der Eisregen und die Bürgersteige und die Straßen wurden rutschig. Sogar die Schulen fielen aus. Ab wurde es endlich weiß zuhause, und dann stieg die Schneemenge auf Rasen und Bäumen.
Am Samstag waren die Bäume im Hunsrück wunderschön vereist und glitzerten in der Sonne.
In den Weinbergen der Mosel lag so viel Schnee, dass einem Nachmittag auf dem Schlitten nichts im Wege stand.
Der Aufstieg im NebelSchneeengelMit Rutschbrett
Am Sonntag war auch endlich der „Steinbrücker Teich“ in Darmstadt mit einer dicken Eisschicht bedeckt. Jetzt konnten endlich alle Darmstädter Schlittschuhfreunde auf den Teichen fahren. Ein Vater nutzte es dafür, mit seinem Sohn Eishockey zu spielen, die Schuhe dienten als Torbegrenzung. Auch Volker genoss diese doch eher seltene Möglichkeit.
Andere, so wie ich, liefen mit Kind und Kegel übers Eis, oder auch mit Hunden!
Ab Montag war der Zauber vorbei, und das graue Wetter kehrt zurück, bis endlich die Frühlingssonne die Gemüter wieder erhellen wird. Wir warten nicht bis dahin, sondern werden hoffentlich bald wieder in wärmeren Gefilden weilen.
wünschen wir – etwas verspätet – allen unseren Lesern!
Schwiegersohn Christian hat uns eines der schönsten Weihnachtsgeschenke gemacht, dank seiner erfahrenen Hilfe ist unser Blog endlich wieder sichtbar, und wir – vor allem ich – sind sehr sehr erleichtert, weil ich in den letzten Tagen erfolglos an der Webpräsenz gebastelt, und in schlaflosen Nachtstunden über Lösungsmöglichkeiten gegrübelt habe. Eine Verkettung unglücklicher Umstände hat dazu geführt, dass unser Segelblog nicht mehr erreichbar war.
Jetzt sind wir wieder online und mega erleichtert, morgen folgt dann das Update zu unseren Reiseplänen, die wir schon hoffentlich bald in die Tat umsetzen können.
Die Capitania inspiziert die Verpackungen der eingetroffenen Segel auf mögliche Beschädigungen
an einigen Punkten machen wir ganz gute Fortschritte, was das ambitionierte Ersatzteilprogramm für unseren Hexenkat angeht. Die im Juli bestellten neuen Vorsegel von Delta Voile für raume Windrichtungen sind vor einer Woche bei uns eingetroffen. Sowohl die übergroße und bauchige, kurz Code Zero, genannte Genua, als auch der große Gennaker, der auch nach Luv vom Vorstag wandern kann, kurz Code D. genannt, liegen solide verpackt im Keller und warten zusammen mit uns auf den Flug nach Lanzarote mit Discover Airlines am kommenden Sonntag.
Die neue Endkappe für den Autopilot
Das vordere Verschlussstück nebst Dichtsatz für unseren hydraulischen Autopiloten von Lecombe und Schmitt haben wir bei Mörer Schiffselektronik in Bremen bestellt, und dank des super Einsatzes der dortigen Mitarbeiter wurde das Ersatzteil noch am gleichen Tag von L&S in Frankreich an uns losgeschickt, und traf am Folgetag bei uns ein.
Jetzt ist noch der 24-Volt-Motor von Dessalator für unseren Wassermacher auf dem Weg zu uns und soll nach dem Tracking am morgigen Abend hier eintreffen. Mit ein bisschen Glück trifft auch noch das Konverterset für die Fernbedienung unseres Reserveautopiloten, das wir bei SVB bestellt haben, rechtzeitig vor unserem Abflug in den Süden ein.
Abseits der Segelei –
Ausflug mit dem Fahrrad zum Rhein
Jetzt könnte sich ja der geneigte Blogleser fragen, warum wir diese Ersatzteile nicht schon in den zurückliegenden Wochen bestellt haben, sozusagen mit einem größeren Zeitpolster und nicht wie jetzt erst, Last-Minute.
Die Antwort ist einfach. Wir gingen davon aus, dass die Ersatzteile vom Reparaturbetrieb auf den Kanaren bestellt, bezahlt und auf den Weg nach Puerto Calero gebracht werden.. Da hat es an der Kommunikation oder was auch immer gemangelt, und besonders auch wegen der nicht zu unterschätzenden Tücken des Transportes auf die kanarischen Inseln. Egal wie, Hauptsache, die To-Do-Liste nähert sich dem zumindest vorläufigen Ende.
Cornelia hat sich schon mal über die möglichen Zielhäfen in Brasilien informiert, unserem nächsten Reiseprojekt. Wir wollen Ende Oktober von Lanzarote aus dorthin aufbrechen.
Weihnachtsessen: Kalbskarree mit Herzogin- Kartoffeln
Die Weihnachtszeit liegt hinter uns, den Heiligabend verbrachten Cornelia und ich ganz ruhig zu zweit in unserem Haus, und am 25.12. feierten wir fröhlich in gewohnter familiärer Runde, wobei ganz klar unser geliebtes Enkelkind Zoey im Mittelpunkt stand. Was gibt es Schöneres, als an Weihnachten in leuchtende und staunende Kinderaugen zu blicken, ein intensives Erlebnis.
Seit gestern steht unsere Segelreise wieder im Fokus, ich habe Ersatz-, beziehungsweise Reserveteile für unseren betagten Außenbordmotor bestellt. Eine neue Opferanode, einen Dicht- und Reparatursatz für den Vergaser, sowie einen neuen Impeller. Damit kommen wir hoffentlich neben den bereits gelagerten Reservezündkerzen und dem Ersatzpropeller gut über die Runden im Pannenfall.
Nachdem unser Satellitentelefon sich beharrlich weigert, irgendwelche Daten auf den Computer zu laden und ebenso die Batterie schon nach kurzem Gebrauch einknickt, hat Cornelia sich entschieden ein neues IridiumGo-Satellitentelefon zu shoppen, damit können wir dann in gewohnter Weise mit unseren Mobiltelefonen über die Iridium-Satelliten telefonieren und auch Wetterdaten runterladen. Damit sind wir nicht mehr komplett von unserer Kurzwellenanlage abhängig und haben bezüglich der Wetterdaten eine Redundanz.
Auch die meisten Weihnachtsgeschenke werden ihren Weg aufs Boot finden. Gerade im Werkzeugbereich haben wir nochmals nachgelegt. Ich habe ein Oszilliergerät mit verschiedenen Spachteln bekommen, mit dem ich nun in Windeseile Silikondichtungen, beispielsweise bei leckenden Luken durchtrennen kann. Des weiteren ergänzt ein kleiner praktscher Dremel, den Geschenkesegen. Damit können wir dann kleine Haarrisse im Gelcoat selbst ausfräsen, um sie mit neuem Gelcoat wieder zu füllen.
Der Dremel, das Original, mit ZubehörEin neuer 5 mm Neoprenanzug, für kühlere Wassertemperaturen
Einen großen Teil des Tages sitzen wir an unseren Navionics-Seekarten, um unsere Weiterreise zu planen. Es hat sich da in den letzten Wochen eine fixe Idee in unseren Köpfen immer weiter manifestiert. Ich lasse jetzt mal die Katze aus dem Sack: Wir wollen gerne vom Atlantik in den Pazifik segeln. Dort dann erstmal zu den von Darwin entdeckten Glapagosinseln schippern, dann weiter zu den Marquesas. Ob wir von dort aus weiter in Richtung Südsee, beziehungsweise Australien segeln werden oder eher in Richtung Norden, nach Hawaii, steht noch in den Sternen.
Das neue Jahr wird also in jedem Fall in seglerischer Hinsicht wieder spannend.
Und da dies der letzte Blogbeitrag für 2022 sein wird, wünschen wir allen unseren lieben Bloglesern einen guten Start ins neue Jahr, sowie Glück, Gesundheit und Zufriedenheit.