Pustekuchen

Die Freude über unsere wieder aufgetauchte Website währte nur kurz. Erstens funktionierten die Plugins wie Kalender oder die Benachrichtigung unserer Freunde, aber auch der Spam-Filter nicht mehr (ganz schlecht), und es war trotz mehrerer Versuche meinerseits und weiterer Telefonate mit den „Telefonseelsorgern“ von Ionos nicht möglich, sie erneut zu installieren.

Und dann war die Seite noch einmal komplett weg. Und als sie dann nach weiteren Telefonaten wieder online war, sieht sie jetzt ein bisschen arm aus. Aber ich bleibe weiterhin dran 🥹.

Wir haben eine schöne Woche in Hoorn verbracht, viele alte Freunde getroffen, alle Neuigkeiten ausgetauscht. Wir haben Rundfahrten mit dem Dinghy durch die Stadt gemacht.

Im Hafenrestaurant vorzüglich gegessen, und als Highlight waren wir am letzten Abend bei einer Freundin eingeladen, um von ihrem Wohnzimmer mit der riesigen Fensterfront das jährliche Life-Konzert auf der „Abel Tasman“, einem riesigen alten Plattbodenschiff mitzuerleben.

Es gab verschiedene musikalische Stile zu bewundern, als erster zeigten die Kinder der ansässigen Musikschulen ihr können, dann kamen von einem kleinen Orchester mit Streichern, Bläsern und Harfe eigenwillige Interpretationen klassischer Musikstücke, und schließlich wurde es populär bis rockig. Dazu tanzten – außer uns allen an dem Fenstern – viele Menschen unten an der Uferpromenade.

In Deutschland haben wir in den vergangenen zwei Wochen eine entspannte Zeit verbracht bei den letzten wunderschönen Sommertagen. Ich habe ein bisschen was für meine Gesundheit getan, wir haben das Frühstück auf der Terrasse genossen, und viele Abende in Biergärten gesessen. Und natürlich waren wir ganz oft bei unseren Enkelkindern.

Jetzt beginnt wieder der Ernst des Segelns. Ab Sonntag werden wir wieder mit der Hexe losfahren und sie bis Anfang Oktober nach Lorient in der Bretagne bringen. Dort soll das stehende Gut ausgetauscht werden, sie wird neue textile Wanten und ein neues Vorstag für den Mast bekommen. Wir werden versuchen, zügig voranzukommen, weil wir das Boot dann dort lassen werden, um unsere Enkeltochter  abzuholen, die gerne eine Woche ihrer Herbstferien bei Oma und Opa verbringen möchte.

Wir werden wie gewohnt hier aus unserem Logbuch berichten und hoffen sehr auf gute und angenehme Winde.

Schnelle Fahrt übers Ijsselmer

Dienstag, 1. September 2026
Baro 1018, Sonne-Wolken-Mix, um 20 Grad, Wind W um 5 Beaufort

Um 13:30 legen wir in Workum ab, haben schon vorher ein Reff eingebunden, und ab der Ansteuerungstonne segeln wir mit um die neun, manchmal bis zehn Knoten Richtung Enkhuizen. Der Wind weht mit 16-20 Konten aus West, ideal für uns, mit halbem Wind über das Ijsselmer zu brettern.

Wir wollen heute bis Enkhuizen und morgen nach Hoorn, dort wollen wir ein paar Tage bleiben, bis wir Samstag oder Sonntag nach Amsterdam segeln werden. Dort werden wir beim Amsterdam Yachtservice die Hexe für ein bis zwei Stunden in den Kran zu hängen, um die Propeller-Nabe auszuwechseln, weil sie beim Schalten zwischen Vorwärts- und Rückwärtsgang immer wieder rutscht.

Außerdem hat Volker heute morgen festgestellt, dass in dem linken Saildrive Wasser im Öl ist, da müssen Dichtungen getauscht werden, das soll dann auch im Kran geschehen. Und die Dichtungen müssen wir auch noch in Hoorn beim Yachtservice Händler kaufen.

Aber jetzt genießen wir erst einmal das Segeln auf dem Ijsselmer bei Sonnenschein, nachdem es vorgestern und vor allem gestern wie aus Eimern geschüttet hat, Auch Donner war dabei, aber glücklicherweise so weit weg, dass keine Blitze in die Nähe kamen. Das ist uns immer ein bisschen unheimlich, haben wir doch den höchsten Mast im Hafen.

Wir konnten uns nur mit leckeren Abendessen mit den Freunden Monika und Günther über das unschöne Wetter trösten. Am Sonntag waren wir in Workum in “de Smidte” sehr fein essen, und gestern waren wir zu viert bei uns an Bord, es gab Lasagne (ich will mich ja nicht selber loben, aber die war auch lecker).

Um 15:40 ist der Anker fest vor der Schleuse von Enkhuizen, mit großartiger Sicht auf alle ein- und ausfahrenden Boote.