fing die Capitania ab Mitte März an, mit eindeutigen Erkältungsanzeichen rumzulavieren. Schleimlöser, Inhalieren, Hustentropfen, das ganze Programm. Röchelnd, schnäuzend und hustend, die Krankheitssymptome bannen sich immer mehr ihren Weg.

Ab dem 19. März ist dann meine Liebste wieder richtig krank, mit hohem Fieber und Schüttelfrost. Genau an dem Tag, an dem unsere lieben Freude Axel und Petra hier an Bord zu Besuch kommen. Die nächste Nacht ist die Hölle, am nächsten Morgen geht es Cornelia noch schlechter. Sorgenvoll kreisen meine Gedanken um sie. Es bleibt keine Wahl, der Entschluss steht fest, ich muss Cornelia in fachlich-medizinische Hände übergeben. Nach ein bisschen Widerstand (Volker hat mich gefragt, was ich tun würde, wenn er so krank wäre), gibt sie sich geschlagen und stimmt zu.
Im Krankenhaus angekommen, bestimmen die gravierenden Symptome den vorgegebenen Weg. Die Ärzte weisen Cornelia auf die Intensivstation ein, dort wird sie rund um die Uhr medizinisch überwacht und ganze vier Tage lang betreut. Nicht nur die Atemwege sind betroffen, es hat sich eine Sepsis ausgehend von einer Nierenentzündung in ihrem Körper ausgebreitet, die, dank der schnellen und zielgerichteten Entscheidung des Intensivmedziners, mit Anitbiotikahämmern aus der WHO Reserveliste behandelt wird. Dann bessert sich glücklicherweise ihr Zustand langsam und damit mein Seelenleben auch.


Doch es dauert noch weitere sechs Tage, bis meine Liebste wieder zurück an Bord ist. Was für ein Wahnsinn, aber auch was für ein Glück, dass solch kompetente Ärzte im Hospiten in Puerto del Carmen die Weichen in die richtige Richtung gestellt und damit das Leben der Capitania, buchstäblich gerettet haben.
Unser tiefer Dank gilt Dr. Carlos und Dr. Enrico (sie haben sich so vorgestellt, die Nachnamen kennen wir wirklich nicht), dem gesamten engagierten Pflegepersonal, unserem Freund Peter, der uns aus den Bahamas allzeit ärztlich beratend zur Seite gestanden hat, unseren beratenden und mitfühlenden (Doktoren)-Kindern und unseren Freunden, die uns liebevoll ihre Anteilnahme spüren ließen.


Jetzt müssen wir uns erstmal erholen, die Capitania mehr körperlich und ich mich mehr vom Schlafmangel und der Aufregung der letzten Tage. Segeln steht in der nächsten Zeit eher noch nicht auf dem Programm, dafür ist es zu früh.
Doch es gibt auch Gutes zu vermelden: Der Geräteträger für die neuen Sonnenpaneele ist lackiert und installiert und sieht, wie ich finde, total schick und elegant aus. Bald kommen die Solarzellen an ihren vorgesehenen Platz, und dann sind wir, wenn alles stimmt wie berechnet, komplett energieautark.


Oh je – da habt ihr ja richtig was durchmachen müssen. Ich wünsche euch viel Kraft zur Regeneration. Schöne Ostern und alles Gute ❤️