Sehr schnell – muy rapido

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Das waren ja mal schnelle 24 Stunden! Es ist schon eine Weile her, dass wir über 200 Seemeilen in 24 Stunden geloggt haben. Gestern morgen drehte der Wind auf West-Nordwest und mit der Drehung wurde der Windwinkel spitzer. 120-140 Grad wahrer Windeinfallswinkel und das liebt die Hexe, gute Windwinkeln – guter Speed, eine einfache Gleichung. Gleichzeitig wurde der Wind und die Böen stärker. Windspeed so um die 17 Knoten, Böen bis 23 Knoten. Trotz Reff segelten wir immer zwischen 8-11 Knoten schnell. In der Nacht gab es dann regelrechte Squalls, mit sintflutartigem Regen und Böen bis 27 kn. 

Um es genau zu nehmen, 212 nautische Meilen oder 392,624 Kilometer sind wir an einem Tag gesegelt. Das ist schon super flott. Hier nochmals die leicht erweiterte Gleichung: gute Windwinkel+mehr Wind = super schnell!

Seit heute früh hat der Wind wieder zurückgedreht. Das Sturmtief zieht weiter zur Nordsee und soll dort Windgeschwindigkeiten bis 110 km/h bringen. Also wie gesagt, wir haben den Wind wieder aus Nordost, segeln etwas weiter östlich, näher zur portugiesischen Küste, um der großen Flautenzone, die sich westlich von uns bildet, auszuweichen. Wir wollen diedie Passatwindzone zwischen Marokko und den Kanaren erreichen. Lissabon liegt ca. 50 Seemeilen östlich von uns. Die nächsten beiden Tage werden wir von leichteren Winden begleitet und damit deutlich langsamer unterwegs sein als bisher. Rund 780 Seemeilen der Strecke Lorient – Lanzarote liegen am heutigen Nachmittag hinter uns, noch gut 600 Seemeilen vor uns. 

An der Stelle will ich auch gerne nachreichen, was an den letzten beiden Abenden auf den Tisch kam. Das war zum einem Zürcher Schweinegeschnetzeltes mit leckeren heimischen Eiernudeln und Wraps mit Füllung und Saucen nach belieben (siehe Foto).

Ich bin mal gespannt, ob wir morgen dann mal ein Leichtwindsegel setzen können, bisher war uns der Wind zu wechselhaft und die Böen zu stark. Endlich wird es wärmer, sowohl tagsüber, als auch nachts, wir sind ja auch 10 Breitengrade weiter südlich als Lorient, auf 38 Grad Nord.

Cornelia verarbeitet gerade eine Erkältung und schläft sich gesund, entweder hat sie sich was in Lorient aufgegabelt, oder das kommt durch die Kälte der ersten Tage und Nächte. Die Wärme der nächsten Tage wird ihr hoffentlich helfen.