Frühjahrsputz

Es gibt Dinge, die schiebt man so lange vor sich hin, bis sie dann doch keinen Aufschub mehr dulden.

So schön sieht der geschützte Bug aus
So schön sieht der geschützte Bug aus

Eines dieser aufgeschobenen Themen ist jetzt abgearbeitet, unser Bug ist endlich mit einer Edelstahlplatte gegen den unliebsamen Kontakt mit dem Anker geschützt. Die ganze Konstruktion sieht besser aus als gedacht, war auch nicht so leicht zu montieren, aber das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Und wenn man(n) schon mal dabei ist und die Arbeitskluft angezogen hat, betet es sich geradezu an, noch mehr angestaute „Dinge“ abzuarbeiten.

Der große Spiegel im Bad hat aus unerklärlichen Künden beschlossen, sich von seinem Untergrund zu lösen und wir haben ihn mit ultrastarkem doppelseitigen Klebeband erfolgreich wieder angeklebt.

Edelstahl, frisch poliert
Edelstahl, frisch poliert

Das zahlreich an Bord vertretene Edelstahl hat an verschiedenen Stellen trotzige Rostnasen gezeigt, die durch den Kontakt mit Salzwasser leider immer wieder entstehen. Da hilft nur die gute alte Autosol Edelstahlpolitur und entsprechende Muskelkraft beim Polieren. Auch im Boot mussten der Backofen und die anderen Edelstahlteile daran glauben. Jetzt glänzt es wieder in allen Ecken, wenn die Sonne scheint.

Das macht sie auch die ganzen letzten Tage. Hier ist nämlich buchstäblich der Frühling ausgebrochen. Tagsüber geht es über 20 Grad und auch die Nächte sind längst nicht mehr so kalt, wie in den zurückliegenden Wochen. Die Straßencafés und Kneipen sind sind nicht mehr innen gut gefüllt, das Leben findet wieder draußen statt. Auch in den nächsten Tagen soll das Wetter frühlingshaft warm bleiben. Wir erfreuen uns daran und haben unseren Abfahrtstermin aus Cartagena auf den Samstag gelegt. Bald heißt es wieder Leinen los, neue Ziele wollen entdeckt werden. Heute Abend wollen wir noch die Hafengebühren begleichen und sozusagen aushecken, um dann morgen früh in aller Herrgottsfrühe abzulegen. Die Reise geht weiter, Abschiede stehen an, neue Abenteuer warten auf uns.

Morgen wollen wir nach Torreveja segeln, eine Reisedistanz von 48 Seemeilen. Für Sonntag oder Montag ist dann der Absprung zu den Balearen geplant. Der Wetterbericht verspricht günstige Winde, die See soll glatt sein, besser geht es nicht.

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Die Spezialisten diskutieren
Die Spezialisten diskutieren

ber bevor es losgeht, wollen wir noch ein bisschen beim Thema“ Frühjahrsputz” bleiben. Gestern haben wir von der Hafenverwaltung den Hochdruckreiniger ausgeliehen und mit entsprechendem Wasserdruck und Geduld den eng geriffelten Decksbelag tiefengereinigt. Doch damit nicht genug. Wir haben dann noch die linke Rumpfseite geputzt, poliert und gewachst. Die ganze Hexe glänzt jetzt wie die buchstäbliche Speckschwarte.

Und um dem noch einen obenauf zu setzen, legt Cornelia heute einen Waschtag ein und wird die großen 8 Kilogramm Waschmaschinen mit unseren Kissen und Decken füllen. Diese Industriewaschmaschinen sind echt praktisch und bieten mit ihrem riesigen Fassungsvermögen auch die Möglichkeit, größere Wäschestücke zu waschen. Ein Waschgang kostet vier Euro, günstig, wie wir finden.

Die vier Wochen in Cartagena sind schnell vorbeigegangen, wir haben jeden Moment genossen, doch seit ein paar Tagen macht sich auch eine gewisse Unruhe breit, die man sicherlich als Reisefieber deuten kann. Die See ruft!

Tue Gutes, und rede drüber

Die gefallene Schraube
Die gefallene Schraube

Heute morgen nach dem Frühstück, das Ralf und Inge mit uns im Cockpit (!) eingenommen haben, findet Ralf doch tatsächlich auf unserem Deck schon wieder eine Schraube! (Wir hatten vor Almerimar schon mal Nieten an Deck gefunden.) Diesmal ist die Schraube etwas größer, keine Ahnung, wie die da hin kommt.

Als Volker später Ralf noch einmal in den Mast zieht, (das haben wir in Almerimar schon einmal exerziert und Ralf hat keine fehlenden Schrauben gefunden), checkt dieser mit akribischer Genauigkeit jede einzelne Niete an den Salingen (das sind die Querstangen, die den Mast stabilisieren), findet absolut keine fehlende.

Ralf prüft die Nieten an der Saling
Ralf prüft die Nieten an der Saling

Auch bei den größeren Schrauben fehlt keine, aber da fällt Volker ein, dass er davon schon mal eine ersetzt hat. Vielleicht ist die damals fehlende Schraube jetzt erst aus dem Mast gefallen. Sehr rätselhaft, das Ganze!

Wir lassen uns die Laune nicht verderben, und stärken den Kraxler und den Zieher und natürlich Inge und mich als Bodencrew mit leckerem Apfelkuchen von meinem Lieblingsbäcker.
Vielen Dank an Ralf und Inge!

Auch wir wollten behilflich sein und Volker hat für Joy und Walt aus Lake Tahoe die französischen Häfen abtelefoniert, um für die beiden und ihren Katamaran einen Liegeplatz für den Sommer zu ergattern. Das war auch ziemlich erfolgreich, danach mussten nur noch ein paar Mails auf französisch geschrieben werden, da konnte ich helfen, jetzt müssen sie nur noch auf die Antworten warten, die bald kommen sollen.

Und ich habe heute morgen beim Ticketkauf für Verdis Maskenball, den sich ein paar ausgesuchte Kulturbeflissene aus der Seglergemeinde anschauen wollen, Mei aus Australien getroffen. Sie stand dort an der Kasse, die u.a. zu einer größeren Ticketverkaufsstelle gehört, und versuchte verzweifelt, Karten für die Alhambra zu bekommen, weil das mit ihrer Kreditkarte im Internet nicht funktionierte. Da die Karten aber nur in Granada oder im Internet verkauft werden, habe ich sie mit meiner Kreditkarte gekauft, Mai eine Vollmacht ausgeschrieben, damit sie die Karten in Granada abholen kann, damit hatte auch ich eine gute Tat getan.

IMG_3043Jetzt brauche ich noch Hilfe von Euch: Leider mussten wir feststellen, dass der Reißverschluss von unserer Vorsegel-Persenning sich langsam verabschiedet, das Einfädeln klappt schon fast gar nicht mehr. Nun ist dieser Reißverschluss so lang wie unser Vorstag, also ca. 16 m, den wollen wir lieber nicht komplett austauschen. Vielleicht hat ja jemand eine Idee, wie wir das beheben können.

Schon mal im Voraus vielen Dank für Eure Anregungen!

IMG_3045Tut Gutes, und wir reden drüber!

Sundowner und ein Drama

Rhea Silvias Torso, die von Mars geschwängerte Mutter von Romulus und Remus, den Gründern der Stadt Rom
Rhea Silvias Torso, die von Mars geschwängerte Mutter von Romulus und Remus, den Gründern der Stadt Rom

So ein Segelschiff hat nun mal keine Haustür mit Klingel und so ist es üblich, dass ein potenzieller Besucher anklopfen muss, um auf sich aufmerksam zu machen. Wo am Schiff angeklopft wird, hängt davon ab, wie das schwimmende Zuhause zum Steg liegt. Liegt es zum Beispiel mit dem Bug zum Steg, bietet sich der Bugkorb als “Anklopfer” an. Der ist aus Edelstahl, fest mit dem Bootskörper verbunden und überträgt schon zaghafte Anklopfversuche akustisch stark ins Schiffsinnere. Liegt das Schiff längsseits am Steg, so wie wir jetzt, wird meistens beherzt an die Bordwand geklopft. Da das Boot weitestgehend ein Hohlkörper ist, wird auch diese versuchte Kontaktaufnahme deutlich wahrgenommen. Schwierig wird es nur, wenn das Boot weit weg vom Steg liegt und die Gangway hochgeklappt ist, das ist dann beinahe so wie Klingelabstellen …
Schaut man aber raus, blickt man eigentlich immer in freundliche, erwartungsfrohe bekannte Gesichter (außer, wenn es der Zoll oder die Hafenbehörde ist). Anregende Unterhaltungen folgen, Einladungen werden ausgesprochen, Gegenstände ausgetauscht, der neueste Hafenklatsch weitererzählt, das ließe sich jetzt endlos fortsetzen.

Die Eule, Sinnbild von Minerva, der Göttin der Weisheit und, unter anderem, des Schiffsbaus!
Die Eule, Sinnbild von Minerva, der Göttin der Weisheit und, unter anderem, des Schiffsbaus!

Gestern nachmittag hat es jedenfalls bei uns geklopft und Walt und Joy, die beiden Amerikaner, haben uns auf ihren schönen Katamaran zum Sundowner eingeladen. Wayne und Barbie aus Australien, und Bernhard und Beate, unser befreundetes deutsch-österreichisches Paar, sind auch noch dazu gestoßen und haben die gesellige Runde komplettiert. Der Vorteil bei so einem Katamaran ist, dass es der hintere Außenbereich von der Größe her locker mit der Terrasse eines Einfamilienhauses aufnehmen kann. Gut zum Feiern, ideal für eine größere Anzahl Menschen, dazu noch überdacht und, so wie gestern, der untergehenden Sonne zugewandt. Wunderbar! Cornelia hat eine Flasche Apérol und Weißwein zum geselligen Beisammensein mitgebracht und so haben das australische und das amerikanische Paar, erstmals in ihrem Leben, Bekanntschaft mit Apérol Spritz gemacht. Das Getränk kam gut an, mir persönlich ist das viel zu sauer 🙁
Die Sonne war schon längst hinter den Bergen verschwunden und die dünne Mondsichel stand sichtbar und hoch, als wir zu unserer HEXE zurückgekehrt sind.

Ralf und Volker als Protagonisten auf den Brettern, die...
Ralf und Volker als Protagonisten auf den Brettern, die…

Heute haben wir mit Inge und Ralf von der “mal wieder” das römische Theater besichtigt. Für Cornelia war es bereits der zweite Besuch und sie konnte als “Museumsführerin” ihr Wissen gekonnt an uns weitergeben. Soviel neue Eindrücke haben uns vier hungrig gemacht, Kaffee und Kuchen im sonnendurchfluteten Cockpit der “mal wieder” waren mehr als willkommen.

 

verdiNeben dem historisch- römischen Theater gibt es noch ein ” echtes” Theater in Cartagena, in einem neuen “Eventzentrum”, und das ist keine 50 Meter von unserem Liegeplatz entfernt. Nächste Woche wird hier Verdis Oper “Ein Maskenball” aufgeführt. Klar, da muss Cornelia hin, ich halt mich da mal raus, Opern sind nicht so mein Ding. Aber Cornelia ist nicht allein. Eine gemischte, englisch-amerikanisch-australisch- und natürlich deutsche Truppe wird sich das Verdidrama ansehen. Und für manchen in dieser Runde wird es dann auch der erste Opernbesuch überhaupt. Hoffentlich gefällt’s….

Rätselhafte Pflanzen und unheimlich gute Begegnungen

IMG_2987Wir freuen uns immer wieder über Eure Rückmeldungen zu unseren Berichten, zu den Baum- oder Pflanzenrätseln, über Anrufe von lieben Freunden, Mails und natürlich über Besuch an Bord. So sind wir mittendrin im gesellschaftlichen Leben, ob in Deutschland, auf den Kanaren, in der Karibik und auch hier vor Ort. Das gibt uns ein gutes Gefühl mit betraubaren Bindungen und festen Wurzeln, ohne dabei die (Reise-) Freiheit zu verlieren. Großes Dankeschön an Euch!

So nun zum Pflanzenrätsel:
IMG_2455Das vorletzte Rätselbild mit den zwei Keimlingen war wohl ‘ne ganz harte Nuss. Noch keiner hat die Lösung beigesteuert und deswegen geben wir jetzt an dieser Stelle noch mal einen kleinen Hinweis, ohne Bild vom blühenden Baum, sonst wäre es zu leicht. Es geht nur um den größeren Keimling, der aus dem Kern erwächst, dessen Frucht zuckersüß schmeckt, größer als ein Apfel ist, als Tropenfrucht gilt, häufig aus Brasilien kommt, aber auch auch in Portugal geerntet wird. Das muss jetzt aber als Hinweis reichen, viel Spaß beim Rätseln. Der kleinere Keimling kommt in deutschen Breiten auch vor, ist aber eher ein Gemüse.

Jaaaaa, und immer wieder reden wir in unseren Beiträgen vom Wetter. Seit Tagen weht es hier heftig aus Nordost, klar dort wollen wir hin, es ist kühl, es regnet zwischendurch immer wieder und der ersehnte Winddreher in der langfristigen Wettervorhersage fällt aus. Stattdessen ist mal wieder Sturm angesagt. Gut, dass wir hier in einer Großstadt mit vielfältigen Möglichkeiten und lieben Stegnachbarn liegen, so wird das Warten zur Kür und nicht zur Pflicht.
In diesem positiven Sinne wünschen wir all unseren Lesern und Freunden ein schönes Wochenende mit inspirierenden Momenten und Dir, Detlef, eine schnelle Genesung.

Reisepläne

So langsam wird es Zeit, dass der Mittelmeerwinter vorüber und unsere Reise weiter geht. Die letzten paar Tage haben jedenfalls schon mal ein wenig Mut gemacht. Wie war das nochmal, im Sommer 2016 bei der Eröffnung der Sommerolympiade in Rio de Janeiro dabei sein zu wollen und jetzt ” faul im Mittelmeer rumtingeln”? Keine Angst, wir haben das Ziel nicht aus den Augen verloren, aber auf den ersten Schritt folgt nun mal der zweite. Und in den zurückliegenden Mittelmeerwintertagen haben wir schon mal für die “heißen Tage” in südlichen Gefilden geplant.

Hier ist der vorläufige Reiseplan, wer noch zusteigen will, der soll sich melden.

Sobald es das Wetter zulässt, wollen wir zu den Balearen segeln. Die kleine Baleareninsel Formentera liegt zuerst auf dem Weg. Von dort aus geht es zur Nachbarinsel Ibiza, die im Frühjahr noch wohltuend ruhig daherkommt, mit bezahlbaren und freien Liegplätzen (hoffen wir). Danach setzen wir den Kurs ab nach Mallorca, von Palma de Mallorca aus wollen wir vor allem die Südseite der Lieblingsinsel zahlreicher deutscher Urlauber, entdecken. Viele einladende und gut geschützte Buchten warten schon jetzt auf uns. Menorca wird dann die letzte Baleareninsel, und auf die sind wir besonders gespannt. Vielversprechende Berichte von Seglern haben ihren Teil dazu beigetragen und schließlich, aber nicht endlich, wollen wir unsere Einladung einlösen. Die junge menorquinische Seglerfamilie, die wir in Mazarrón getroffen haben, freut sich schon auf unseren Besuch. Ausgiebige Erkundungen per Pedes und mit Leihauto stehen auf allen Baleareninseln an. Bus- und Zugreisen sind wegen unseres Vierbeiners Nico leider nicht möglich…
Voraussichtlich Anfang April wollen wir die Baleraren verlassen und nach Südfrankreich segeln. Dort machen wir erst mal eine kleine Segelpause, reisen nach Deutschland, besuchen die Musikmesse in Frankfurt und feiern einen runden Geburtstag.

Ende April heißt es dann wieder “Leinen los”, Südkurs liegt an und Korsika und Sardinien kommen bald in Sicht. Das Wasser dort ist tiefblau und einladend, und die Wassertemperatur im Mittelmeer wird bis dorthin die 20 Gradmarke spielend geknackt haben. Der Sommer steht vor der Tür. (Jetzt kommt aber erstmal der Frühling, hier blühen die Mandelbäume!) Ob wir danach noch tiefer ins Mittelmeer eintauchen, hängt massgeblich von Wind und Wetter ab. Denn ab Anfang September wollen wir in Gibraltar auf günstige Winde warten, um über die Blumeninsel Madeira zu den Kanaren zu schippern. Und im Dezember steht dann die Überquerung des zweitgrößten Ozeans der Welt, dem Atlantik, an.

Viele noch ungeseglte Meilen liegen vor unserem Bug, wir sind neugierig auf jede einzelne. Der buchstäblich blaue Planet bietet dem Reisenden auf dem Wasser vielfältige Möglichkeiten. Soweit so gut der Plan, aber der ist, zumindestens bei uns, nicht in Zement gemauert.

Valentinstag

IMG_2697 IMG_2696Es ist Valentinstag und Faschingsamstag, das wollen wir mit den vielen Bootsfreunden feiern. Um 17 Uhr kommen Bernhard und Beate mit Sohn Alexander, Martina und Jens mit den Freunden Helga und Günther an Bord. Der Berliner Jens hat mit seinem Schärenkreuzer „Linda” heute nachmittag im Hafen angelegt, vorher sind Ralf und Inge aus Almerimar angekommen, die die ganze Nacht durchgesegelt sind; auch sie kommen zu uns. Joey und Walt aus Amerika und Wayne und Babsi aus Australien vervollständigen die Runde auf unserer Hexe, wir trinken Cuba libre, bevor wir uns auf den Fastnachtsumzug begeben, der legendär sein soll. Ich hatte morgens bei meinem Lieblingsbäcker eine entzückende Valentinstorte gekauft, die essen wir dazu und mit einigen Schnittchen machen wir unseren Kühlschrank leer.

Minnie-Mäuse mit Clown
Minnie-Mäuse mit Clown

Die Stadt ist voller Menschen Die Straßen, in denen der Zug vorbeikommt, sind mit langen Stuhlreihen bestückt, so einen Stuhl kann man für drei € für den ganzen Abend mieten. Viele Kinder sind verkleidet, bei den kleinen Mädchen herrschen – wie wohl überall – die Prinzessinnen vor, bei den Jungs sind es eher die Schwertträger. Aber auch Gruppen von Jugendlichen in identischen Verkleidungen sehen wir, drei Minnie-Mäuschen, eine schwarzgewandete Hexe fliegt mit ihrem Besen an uns vorbei; wer verkleidet ist, hat sich sichtlich Mühe gegeben.

P1010815Es dauert noch eine ganze Zeit, bis der Zug „kütt“, wir warten geduldig an dem großen Platz, wo auch der Blumenmarkt ist; gut, dass es heute nicht kalt ist. Endlich ist es dunkel und dann hört man sie kommen. Ganz anders als bei unseren Fastnachtszügen kommen keine Themenwagen, sondern Gruppen hübsch ausstaffierter meist weiblicher Tänzer, die zu brasilianischer Musik ununterbrochen tanzen.

Die tanzenden Briefumschläge
Die tanzenden Briefumschläge

Es gibt eine Gruppe von der Post, bei der die Tänzerinnen in stilisierten Briefumschlägen daherkommen, aus allen Stadtvierteln Cartagenas treten sie an, leicht bekleidete, solche mit farbenfrohem Federschmuck, kleine Kinder, alte Frauen, Engelchen, etc. Meist kommt am Ende einer Gruppe ein prächtiger hell beleuchteter Wagen mit einer Art Königin in schier unglaublicher Pracht  Der Zug scheint kein Ende zu haben. Noch Stunden danach ist die Stadt erleuchtet, und von dem großen Platz, auf dem im Anschluss an den Zug ein Ball stattfindet, wehen die Sambaklänge bis zum Hafen, wo wir den Abend mit einem „Schlenderbier“ auf der Maje ausklingen lassen.

Und hier ein paar Impressionen vom Karneval, zuerst die tanzenden Fußtruppen:
(wenn man die Bilder anklickt, werden sie größer angezeigt), danke an Birger für die Fotos

Die Farbenfrohen
Die Farbenfrohen
Die Engelchen
Die Engelchen
Die Zwerge
Die Zwerge

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Und die prächtigen Königinnen zum Schluss:

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Spaßsegeln um Cabo Tiñoso

Kirsten genießt das Segeln, in Berlin ist es kälter
Kirsten genießt das Segeln, in Berlin ist es kälter

An Bord sind – natürlich außer uns dreien – Kirsten und Birger aus Beelitz bei Potsdam. Der Skipper ist wieder gesund, man merkt es, denn da die Sonne scheint, muss die Hexe einfach mal bewegt werden, wie ein gutes Pferd, sie liegt schon viel zu lange im Hafen. Um wegfahren zu können, muss ich erst einmal die Monatsmiete für den Hafen bezahlen, sonst dürfen wir hier nicht einfach weg. Wir lassen unsere Leinen und den Hocker an Land liegen und stehen, damit uns ja keiner den wunderbaren Platz streitig macht. Denn wir wollen heute Abend ja wieder in Cartagena sein, es soll nur so ein kleines “Spaßsegeln” werden.

Der Leuchtturm von Cabo Tiñoso im Sonnenschein
Der Leuchtturm von Cabo Tiñoso im Sonnenschein

Bilderbuchmäßig kreuzen wir aus dem Hafen heraus, draußen empfängt uns eine glatte See, ein schöner leichter Wind und einige große Frachtschiffe, die hier vor Anker liegen. Links sieht man die Cala Cortina, zu der wir letzten Sonntag hingewandert sind, und zur Rechten liegt Cabo Tiñoso, das wir zu dritt am Montag im Regen besucht haben.

 

Das ist kein Bilderrätsel, nur Petersilie in der Cockpittischpersenning
Das ist kein Bilderrätsel, nur Petersilie in der Cockpittischpersenning

Übrigens: Das Pflanzenrätsel ist gelöst. Die drei eifrigen Blogleserinnen, die sich als Pflanzenexpertinnen ausgezeichnet haben, sind sich einig, dass es sich bei unseren rätselhaften Bäumen um riesige Gummibäume handelt. Aber niemand hat sich an das zweite Rätsel mit den zwei Keimlingen getraut!?

Isla de las Palomas
Isla de las Palomas

Auf unserem Weg zu Cabo Tiñoso segeln wir an der kleinen unbewohnten Isla de las Palomas vorbei, aber offensichtlich gibt es dort keine Tauben mehr, nur Möwen fliegen um die steinigen Felsen herum.

 

Cala Cerrada von außen…
Cala Cerrada von außen…
…innendrin…
…innendrin…
… und beim Rausfahren
… und beim Rausfahren

Wir kreuzen bis zu der kleinen versteckten Bucht “Cala Cerrada”, die uns Daniel, der Gitarrenbauer aus Mazarrón gezeigt hatte, sie ist wirklich sehr geschützt, nicht groß, aber wunderschön gelegen. Von hier aus segeln wir mit Spinnaker zurück nach Cartagena, plötzlich ist es viel wärmer, der Wind kommt von hinten, wir kochen und essen Suppe, hängen die Angel raus (erfolglos, was denn sonst), das war Segeln vom Feinsten.

Birger beim Entspannen auf dem Vorschiff
Birger beim Entspannen auf dem Vorschiff

Geschichte und Kultur versus Landschaft und Holland

Das römische Theater
Das römische Theater

Am Dienstag war es richtig kalt, windig und unfreundlich, Volker weiterhin krank auf der Couch, also sind Kirsten, Birger und ich in die Museen gegangen. Angefangen haben wir mit dem römischen Theater, schließlich wollten wir auch einmal auf den Brettern stehen, die die Welt bedeuten… Zunächst haben wir aber erst einmal etwas über die Geschichte Cartagenas gelernt, es gab einen Film in Form einer Fernseh-Dokumentation, den haben wir uns einfach zweimal angeschaut, das half unserem Verständnis.

So wurden die Säulen als Fundamente verbaut
So wurden die Säulen als Fundamente verbaut

Erst Ende des 20. Jahrhundert wurde das römische Theater entdeckt, da es im Laufe der Jahrhunderte mit Häusern aus den verschiedensten Epochen zugebaut wurde. Die alten Säulen wurden dabei als Fundamente für die neuen Behausungen benutzt, Steine zum Hausbau verwendet, usw. Nun kann man das Theater wieder in seinen Ausmaßen erkennen, zum Teil sind die alten Fundamente der Häuser erhalten, aber das Orchestrion und die Bühne dürfen auch betreten werden.

Die Pfauen laufen frei in den Gärten des Museums herum
Die Pfauen laufen frei in den Gärten des Museums herum

Im Castillo de la Concepción lernt man noch mehr über die wechselhafte Geschichte Cartagenas, der Entstehung unter Hasdrubal, mit dem Namen Carthago Nova, später kamen die Vandalen, die Muslime, und die Römer und schlugen sich um die Stadt. Allerdings verschwand sie zwischendurch auch aus den Annalen der Geschichte, verkam bis zur Bedeutungslosigkeit, hatte nur noch 500 Einwohner unter den „allerchristlichsten Majestäten“ Ferdinand und Isabella, weil die lieber den Seeweg nach Indien gefunden hätten, als sich im Mittelmeer zu engagieren; erst im 17. Jahrhundert erlangte Cartagena wegen des geschützten Hafens und der umliegenden Silber- und anderen Minen seine Bedeutung zurück. Viele Bauten aus dieser Zeit zeugen von dem Großbürgertum, das sich etablierte. Im spanischen Bürgerkrieg war Cartagena mit Alicante die letzte Festung der Republikaner, die an General Franco fiel.

Eine Bucht bei Cabo de Palos
Eine Bucht bei Cabo de Palos

Heute morgen versprach der Wetterbericht für einen Tag Sonne und warme Temperaturen, der Skipper ist immer noch malad, also machen wir zu dritt, nein, natürlich zu viert mit Nico, einen Ausflug zum Mar Menor, einer Bucht, die durch die Halbinsel “La Manga” vom Mittelmeer abgetrennt wird.

Der Leuchtturm von Cabo Palo
Der Leuchtturm von Cabo Palo

Angefangen haben wir mit dem Cabo de Palos, der Landspitze mit Leuchtturm ganz am Anfang der Halbinsel, auf der einen Seite mit einer wilden und zerklüfteten Küste, auf der anderen Seite mit langen Sandstränden.

La Manga
La Manga

Auf der langgezogenen Halbinsel selbst stehen „Bettenburgen“ neben netten Ferienhäusern; im Sommer ist hier bestimmt die Hölle los, jetzt war es ganz friedlich.

Der Hafen Tomás Maestre am Eingang zum Mar Menor
Der Hafen Tomás Maestre am Eingang zum Mar Menor

An der Brücke kurz vor den Salinen sehen wir den großen Yachthafen, aber leider geht danach die Straße nicht mehr weiter, wir müssen umkehren, um zu der anderen Seite des Mar Menor zu kommen.

…  met de Nederlandse flag!
… met de Nederlandse flag!
Bitterballen en Spanje…
Bitterballen en Spanje…
Fast wie am Ijsselmer, nur die Palmen stören
Fast wie am Ijsselmer, nur die Palmen stören

Dort finden wir bei einem Spaziergang an der Uferpromenade in “Los Alcátares“ ein kleines Café, das von einem holländischen Paar bewirtschaftet wird, wo wir uns mit Toasties und Bitterballen stärken, bevor wir uns wieder zu unserem „kranken Huhn“ begeben, wie Kirsten Volker nennt, aber dem geht es besser, er kann schon wieder Wasser einfüllen und am Kochtopf stehen, smile.

Wenn es, wie versprochen, morgen grau ist und regnet, geht es mit der Kultur weiter.

Hier kann man zwischen Heiß- und Kaltgetränken wählen?!
Hier kann man zwischen Heiß- und Kaltgetränken wählen?!

Ausgeflogen

Kirsten und Birger aus Potsdam zu Besuch
Kirsten und Birger aus Potsdam zu Besuch

Am Sonntag wollten wir ja eigentlich mit unseren Potsdamer Freunden in die verschiedenen Museen der Stadt Cartagena, insbesondere wollte ich in das Museum des römischen Theaters, aber es war so schönes Wetter, dass wir beschlossen haben, einen Ausflug zu machen, und zur Cala Cortina zu laufen. Kirsten und Birger aus Potsdam, unsere Freunde hier an Bord, müssen und wollen natürlich mit, Martina und Jens von der Maje kommen auch mit. Wir laufen zuerst ein längeres Stück durch Industriegebiete, aber Martina und ich haben uns ja länger nicht mehr gesehen, und so mussten wir mal locker drei Monate nachholen, so viele Wörter sind wohl selten diese Straßen entlang geströmt….

IMG_2540 IMG_2541Oben bot sich ein großartiger Blick auf das Fort San Julian, eine der beiden Festungen, die die Stadt Cartagena bewachen, und rings um die Bucht gibt es noch viel mehr davon. Noch ein Stückchen weiter über Treppen und Felsen, und wir sind in der Cala Cortina.

Cala Cortina
Cala Cortina
Rast in der Bucht
Rast in der Bucht
Die Sonne scheint aufs Meer
Die Sonne scheint aufs Meer

Da gibt es auch ein berühmtes Fischrestaurant, wir verkneifen uns das heute, Volker hat nämlich Bierdosen und Schokolade im Rucksack, Martina Weingummis, und so machen wir eine Rast auf den Felsen, Nico gefällt das auch, nachdem er sich mit den beiden anderen Hunden genügend angeschnüffelt hat.

Am Abend grillen wir mal wieder, wunderbares Iberico-Schwein, gutes Rind und dazu einen herzhaften Salat und Fladenbrot, das ich am Sonntag Abend noch bei einem arabischen Laden gefunden habe. Martina und Jens kommen auf einen Schnack und wir beschließen die Regatta „Nixen gegen Neptun“, Martina und ich ich gegen Volker und Jens, über den Atlantik, die Jungs haben schon Angst vor den Nixen, haha!

Heute, am Montag, war der Skipper krank. Mehrfach war er in der Nacht aufgewacht, hatte über Halsschmerzen, Husten und Ohrenschmerzen geklagt, und sich am Morgen mit Fieber krank und arbeitsunfähig gemeldet. Wir haben ihn umtüttelt, versucht, die Leiden zu lindern durch unsere mitfühlende Anwesenheit, aber er wollte lieber alleine sterben.

Also haben wir drei (oder vier, mit Nico) uns aufgemacht, um den beiden Potsdamern das Cabo Tiñoso zu zeigen. Der Weg aus der Stadt ist dank des Navis schnell geschehen, nach dem steinigen Weg nach oben sind wir froh, dass heute, an einem wolkenverhangenen Montag, nicht viel los ist, und uns nur wenige Autos auf der schmalen Straße entgegen kommen, denen wir ausweichen müssen.

Die Regenfront kommt aus Osten
Die Regenfront kommt aus Osten

Das Wetter wird leider immer schlechter, heute morgen zeigte Cartagena sich noch im Sonnenschein, aber jetzt wird es immer grauer, und bald fallen die ersten Regentropfen. Wir parken unseren Opel Corsa auf dem kleinen Parkplatz und schauen uns, schon auf dem Weg in die Festung, nach einem Ort um, wo wir uns vor dem annähernden Regen verstecken können. Wir finden auch einen Platz auf einem der heutigen Aussichtstürme, die früher offensichtlich für die Steuerung der beiden Kanonen zuständig waren.

So sah die Bucht heute aus
So sah die Bucht heute aus

Zwei holländische Männer und zwei englische Paare haben sich auch dort eingefunden, gemeinsam warten wir das Ende der Regenfront ab, die da aus Osten über die Bucht schwebt. Ganz anders sah das aus, als wir vor zwei Wochen mit unserem belgischen Gitarrenbauer hier oben waren!
Das gleiche Bild gibt es, mit anderem Wetter, bei:
Mal etwas ausführlicher…

Die Obstbäume fangen an zu blühen
Die Obstbäume fangen an zu blühen

Auf dem Weg nach unten fotografieren wir die ersten Obstbaumblüten, machen einen Abstecher nach Mazarrón zum Mittagessen am Hafen, essen leckere Pasta, und nach einem heißen Café con Leche wird mir auch wieder warm, nicht zuletzt von der schönen Stimmung in dem ziemlich voll besetzten Restaurant am Hafen. Das Boot von Daniel liegt wieder an seinem alten Platz, er selber ist aber nicht da, vielleicht baut er schon wieder eine neue Gitarre…

Lauter Obstbaumplantagen
Lauter Obstbaumplantagen
Blick über die Ebene mit den Terrassen
Blick über die Ebene mit den Terrassen

Noch ein kleiner Abstecher auf dem Weg nach Cartagena, ein Hügel lockt uns mit einer unvergleichlichen Aussicht. Wir schauen über eine schier endlose Ebene mit Obstbaum- und Olivenplantagen, alten terrassierten Gegenden im Westen, und unglaublich viel Müll direkt um uns herum.

Auf dem Heimweg liegt ein riesiger  Eroski-Supermarkt an der Strecke, mit ungefähr 25 verschiedenen Zauberstäben und 40 verschiedenen Föns im Angebot, daneben auch 35 verschiedene Pizzas, Butterpäckchen und Toilettenpapier. Was für eine Qual der Wahl, kein Wunder, dass wir die Hälfte der angeforderten Artikel vergessen. Wir suchen für Volker die gewünschten asiatischen Leckerbissen wie Mie-Nudeln (erfolgreich) und Ketchup Manis (leider nicht vorhanden, dafür gibt es aber bei den ausländischen Spezialitäten neben Shortbread und Kikoman-Sauce Sauerkraut und deutsches Müsli).

Unser kranker Skipper liegt danieder auf dem Sofa, als wir ankommen, Ursel’s asiatisches Spitzkohl-Rezept muntert ihn nur ein bisschen auf, und der immer wiederkehrende Regen tut sein Übriges, ab morgen wird es, angeblich, besser!

Verdoppelt und Siedler an Bord

Eine beeindruckende Statue für die Leidenden des Bürgerkriegs
Eine beeindruckende Statue für die Leidenden des Bürgerkriegs

Nach langer Planung,  Flugpreisvergleichen, und der notwendigen Urlaubsplanung mit Kollegen und Vorgesetzten haben unsere Freunde Birger und Kirsten aus Potsdam vor einiger Zeit entschieden, uns für mehrere Tage in Spanien zu besuchen.

Wir unsererseits haben überlegt, wo wir uns treffen können, welcher Hafen gut vom Flughafen zu erreichen ist, wo es auch entsprechend schöne Dinge in der Umgebung zu finden sind zum gemeinsamen besichtigen und ob der Ankunftsflughafen auch geschickt ist für den Rückflug. Nur für den Fall, dass wir deutlich weiter segeln, während der gemeinsamen Tage an Bord. Es hat sich ergeben, dass wir in Cartagena bleiben und nicht bis Valencia segeln; da hatten sie aber schon den Flug dorthin gebucht, so sind wir eben 300 km gefahren, um sie abzuholen.

Das sind die Blätter...
Das sind die Blätter…
Das ist der Stamm...
Das ist der Stamm…
...und das ist der Baum
…und das ist der Baum

Noch ein paar Bilder zu unserem Rätsel, falls das weiter hilft, Sabine.

Aber erst noch mal ‘ne kleine zeitliche Rolle rückwärts, seit gestern weht eine deutsche Flagge mehr im Hafen, unsere Segelfreunde Jens und Martina von der Maje sind hier im Hafen mit ihrer schönen Hallberg-Rassy 31 eingetroffen. Die Wiedersehensfreude war groß, Anfang Dezember haben sich unsere Wege in Lagos getrennt. Viel haben Jens und Martina seitdem erlebt, nicht alles war schön und so gab es viel zu bereden.

Die gestrige Runde wurde von Bernhard, Beate und ihrem  Sohn Alexander komplettiert (die österreichisch-deutsche Familie besegelt schon seit sechs Jahren die sieben Weltmeere) und der frühe Abend wurde allzu schnell zur späten Nacht.

Jetzt noch mal zum heutigen Tag, um 11 Uhr haben wir uns mit unserem Leihwagen aufgemacht, um Kirsten und Birger in Valencia vom Flughafen abzuholen, Die dreistündige Autofahrt verging fast wie im Flug, die Küstenautobahn bietet so viele schöne Aussichten auf das Meer, die Berge und endlos lange Orangenplantagen.

Der Flieger landete pünktlich und “unsere neue” Crew kam recht bald durch die Zollkontrolle. Nach einer nur kurzen Begrüßung, wir haben etwas unglücklich geparkt und ein Kontrolleur gab Cornelia deutlich zu verstehen, dass sie bald ein dickes Strafgeld “una buena multa” zahlen muss, sind wir huschwusch ins Auto eingestiegen.

und es fiel noch ein halbes Grad...
und es fiel noch ein halbes Grad…
Schnee auf der Autobahn 100 km vor Cartagena
Schnee auf der Autobahn 100 km vor Cartagena

Auf der Rückfahrt gab es viel zu berichten und noch mehr zu sehen als auf der Hinfahrt. Wir haben die deutlich weiter im Land liegende Autobahn dafür gewählt. Die Landschaft mit den wild zerklüfteten Bergen, den terrassenartigen Anbauflächen und den schier endlosen Ebenen hat uns in ihren Bann gezogen. Etwas überrascht hat uns nur das Wetter, die Straßen gehen auf und ab und plötzlich haben wir Schneefall. Die Temperatur ging in den Keller und die Außentemperaturanzeige unseres Leihwagens blinkte eindringlich. Der  Spuk war schnell vorüber, als wir uns Alicante näherten und und uns wieder auf Meeresniveau befanden.

IMG_2539Als Gastgeschenk haben unsere lieben Freunde den Siedler mitgebracht, einen guten Gin, von der Werder-Havelregion. Kurzes Fazit von heute, Crew an Bord von zwei auf vier  verdoppelt und Siedler an Bord, was will man mehr.