Immer noch in Lagos

Waren wir doch heute morgen schon ganz bereit zum Ablegen, haben für Barbara von der Linda noch schnell das Flugticket ausgedruckt, da sagt Volker: „Es ist ja überhaupt kein Wind! Motoren will ich nicht!“

Also haben wir unser Gummiboot genommen und eine Tour bei Sonne zu den Grottas gemacht, wunderschöne Fotos mit Volkers Handy geschossen, aber das verbindet sich leider nicht über Bluetooth mit meinen Apple-Geräten, also hier nur ein kleiner Bericht. Aber morgen laufen wir aus!

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Die Dieselheizung und ein Ausflug

Deine Spuren im Sand...

Deine Spuren im Sand…

Es gibt Probleme, die sollte man, oder besser gesagt wir, anpacken, wenn sie das erste mal auftreten. Konsequent wäre das schon, aber wer ist das schon immer… so ein Problem war, bzw. ist seit einiger Zeit unsere Webasto-Standheizung (länger als 6 Monate mindestens). Normal sollte diese praktische Warmluftheizung nach Betätigung des Anschaltknopfes zum Leben erwachen und dem Schiffsinneren, also unserem Lebensraum, warme Luft zuführen. Unsere Heizung hält, bzw. hielt davon nicht viel und ist normalerweise erst nach dem 2. oder 3. Versuch gestartet und auch nicht gleichmäßig gelaufen. Mit dem südlichen Winter vor der Tür, der zwar nicht soooo kalt, aber schon mal feucht ist, wollten wir, dass die Heizung tadellos funktioniert.

Eine Fliegender Holländer, auf dem Weg zu den Kanaren?

Eine Fliegender Holländer, auf dem Weg zu den Kanaren?

Das Drama mit der Reparatur dieser Heizung fing mit einem harmlosen Vorspiel am Freitag Morgen an. Da ging ich mit Nico zu Sopromar, dem hiesigen Bootsausrüster mit Werkstatt usw., um in Volkers Auftrag einen Monteur zu finden, der unsere Webasto-Heizung durchcheckt und wartet und herausfindet, warum sie immer erst beim zweiten oder dritten Mal startet. Montag Morgen  tuckert ein kleines Motorboot in die Box neben der Hexe und Pedro (oder so ähnlich) begrüßt mich höflich. Er checkt professionell alle Verbindungen, ob die Pumpe richtig eingebaut ist, alle Kabel gut liegen und nimmt schließlich die Heizung selbst mit, um sie in der Werkstatt von Ruß und anderen Rückständen zu reinigen. Und wenn ein paar Teile fehlen sollten, dann seien die in spätestens zwei Tagen da, und dann könne er die Heizung wieder einbauen. Und er würde mich im Laufe des Nachmittags anrufen, und mir den Stand mitteilen. Tatsächlich ruft mich um 17 Uhr jemand an, teilt mir mit, sie hätten die Heizung sauber gemacht, aber es wäre ein Teil kaputt, das müssten sie bei Webasto bestellen und sie würden mich anrufen und mir einen Preis mitteilen. Was das defekt sei, könne er mir nicht sagen. Danach rufe ich noch mal dort an, gehe noch mal vorbei, mit dem Erfolg, dass sie mich abends um halb sieben anrufen, und sagen, sie hätten das Teil bei Webasto angefragt. Sie würden aber erst morgen eine Antwort erhalten, und dann wollten sie mich gleich wieder anrufen. Welches Ersatzteil sie angefragt haben, konnte mir der ansonsten sehr freundliche Mensch am Telefon leider nicht verraten.

Am nächsten Morgen hole ich Volker ja sehr früh am Flughafen ab (siehe „Good morning, Portugal“), kaum in Lagos angekommen, fahren wir bei Sopromar vorbei, um zu erfahren, was mit unserem „Teil“ passiert. Beharrlich fragt Volker nach und geht schließlich mit Ricardo unsere Heizung ansehen, erfährt, dass es die Glühkerze ist, die kaputt ist. Die Beschaffung derselben scheint schwierig, weil in Portugal nur eine ganz kleine Webasto-Vertretung beheimatet ist. Aber schlussendlich haben wir das Teil in Spanien gefunden, dort mit Expressversand über Blue Water Algarve geordert, mit mehreren Telefonaten nach Madrid und Portimao, und tatsächlich kam es heute (Donnerstag) bis Mittag an. Wir haben es mit dem Leihauto bei Blue Water Algarve abgeholt . Danke für die schnelle Bestellung und Lieferung!), zu Sopromar gebracht, und um 16 Uhr legte der freundliche Monteur (übrigens aus Georgien) abermals mit seinem Motorboot an, baute die Heizung ein, und sie sprang beim ersten Mal an und lief tadellos-guter Service

Den Ausflug zu Cabo Vincente den wir mit Alli und Löwe schon mal bei absolutem Mistwetter gemacht hatten, holten wir gestern dann bei strahlendem Sonnenschein nach (….ihr lieben zwei, da sieht auch alles gleich besser aus…). Blauer Himmel, blaues Meer, weite Sicht und wir haben Euch deshalb ganz viele Bilder mitgebracht.

IMG_9188Angefangen haben wir bei dem Kap direkt vor Lagos, an dem wir auch schon mit der Hexe und mit dem Beiboot vorbeigefahren sind. Von hier oben hat man einen grandiosen Blick auf die zahlreichen Höhlen (“Grottas” nennen sie die Portugiesen) und übers Meer, man meint, man könne Marokko in der Ferne sehen.

IMG_9241Weiter sind wir zu der kleinen Landzunge mit dem „Fortaleza de Sagres” gefahren, die sich vor Sagres in den Atlantik reckt, wunderschöne Wellenbilder kann man dort schießen.

Der mysteriöse Steinkreis im Fortaleza de Sagres

Der mysteriöse Steinkreis im Fortaleza de Sagres

Am Eingang ist ein großer runder Steinkreis, der dort erst 1928 freigelegt wurde, und von dem sich die Archäologen und Historiker nicht sicher sind, ob er eine Windrose oder eine Sonnenuhr darstellen soll. Wegen der Nähe zu der berühmten Seefahrtsakademie Heinrich des Seefahrers liegt die Windrose schon nah.

IMG_9270Angler ganz ohne Höhenangst stehen auf den Klippen und lassen ihre Leinen ca. 40 m ins Meer baumeln. So ein Fisch stirbt doch schon an der Luftdruckveränderung, falls er wirklich mal an die lange Angelschnur beißen sollte, was wir allerdings in der ganzen Zeit nicht beobachten konnten. Vielleicht angeln die Männer da auch nur zum Spaß und nicht zum Fischefangen, keine Ahnung!IMG_9280

Sargres selbst gab uns keinen Anlass, es näher zu erforschen, das ist wohl nur ein Ferienort, der im Sommer den vielen Surfern eine Heimat bietet. Aber wir sind von da aus ganz unten über die allerkleinsten Straßen an der Küste entlanggefahren, waren in Tabual, sind immer mal wieder in die kleinen idyllischen Buchten abgebogen. In Salema (das ist die Schwesterstadt von Salem(b) am Bodensee?!? 🙂 ) haben wir ein paar Tapas gegessen, am Hafen, mit Blick übers Meer und auf die Felsen, großartig!

Die Bucht bei Salema

Die Bucht bei Salema

und noch 'ne Bucht

und noch ‘ne Bucht

Kegelbahn für Riesen?

Kegelbahn für Riesen?

IMG_9326Nach ein paar weiteren Buchten an den sich schlängelnden Küstenstraßen, die besonders Volker viel Spaß gemacht haben, wunderten wir uns über den Auflauf an Autos. Wir fuhren wir an der internationalen Schule vorbei, wo gerade viele Schulkinder abgeholt wurden. Und im nächsten Ort sahen wir einen zwei Meter hohen Weihnachtsstern. Das war echt ein Highlight, ich habe schon so viele schöne, noch jetzt blühende Pflanzen gesehen und fotografiert, aber das war die Krönung, Volker ist sogar die Straße ein Stück zurückgefahren, damit ich fotografieren konnte.

Es war ein wunderschöner Ausflug, wir hatten beide viel Spaß mit den kurvenreichen Straßen, den kleinen, idyllischen Buchten, auch der Zeit beim Rundgang im Fort, und mit den gefährlichen Ausblicken über den hohen Felsen.

Und hier noch ein paar Bilder:
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Good morning, Portugal!

So, der Skipper ist wieder da! Viel früher als erwartet ist die TAP ind Lissabon gelandet, aber es hat genau gepasst, so musste ich nicht einmal auf den Parkplatz fahren.
Nach unserem köstlichen Fischessen gestern mit Paukerts war ich trotzdem vor fünf Uhr wach und saß um viertel vor sechs schon in dem geliehenen Ford Fiesta, der Hafen lag noch in völliger Dunkelheit, und auch die Algarve war stockdunkel. Erst um halb sieben zeigte sich ein erster Lichtschein im Südosten, und um 07:40 Uhr kam der große gelbe Ball am Horizont empor. Die Störche in ihren Nestern auf den Telegrafenmasten begrüßten den neuen Morgen, der sich wieder von seiner besten Seite zeigte, mit einem fast wolkenlosem Himmel und Sonnenschein.

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Erster Advent

IMG_1390Grau in grau zeigt sich Darmstadt schon den ganzen Tag. Kein Sonnenstrahl schafft es durch die dicke Wolkendecke. Gestern habe ich noch ein Adventskranz- oder besser gesagt eine Adventsstange gebunden, damit Larissa und ich uns am heutigen Sonntag eine erste Adventskerze anstecken können.

 

IMG_1397Heute Abend haben wir uns (Larissa und Volker) bei einem österreichischen Restaurant angemeldet. Traditionell gibt es in den Linzer Stuben Gans oder Ente in der Vorweihnachtszeit. Wie es sich gehört mit reichlich Rotkohl, Klößen und Soße, soviel man will oder braucht. Ich habe für heute schon mal Ente vorbestellt, die war immer so kross und lecker… und der Nachtisch war wohl auch nicht von schlechten Eltern!IMG_1396

Passend zum Rückflugtag haben die Piloten der Lufthansa zum Streik aufgerufen und ich bin mal sehr gespannt, was mit der Flugnummer LH 1166, die mich wieder nach Portugal bringen soll, passieren wird. Rückfragen bei der Airline-Hotline, verbunden mit ewiger Wartezeit, haben noch kein Ergebnis gebracht. Zu neu ist die Nachricht und die genannten Streikzeiten. Und falls hier ein gewerkschaftlich organisierte Pilot mitlesen sollte; ich habe kein Verständnis für Eure Gewerkschaft und diesen unnötigen Streik. PUNKT!

Hier in Portugal zeigte sich der erste Advent von seiner schönsten Seite: Morgens ein paar kleine Wolken, ab mittags pure Sonne und jetzt steht der halbe Mond leuchtend über dem Hafenbecken. Nach dem Frühstück brachte Barbara aus Berlin allen am Steg kleine Weihnachtsmänner, danke!

Punkt drei Uhr sind alle Anlieger des Hafens in die Spinnaker-Bar gegangen, die Hände voll mit den leckersten Desserts, Tiramisu, Apple Pie, Apple Crumble, Ananas in Schokolade, Baiserkuchen, Herrencrème, Schwarzwälder Kirsch-Dessert, fruchtige kleine Becherchen, Crèpes, alles was des Süßschleckers’ Herz begehrt, stand auf dem von Lorraine und Jana schön gedeckten Billardtisch und viele verschiedene Sprachen schwirrten durcheinander. (Bild folgt, wenn Paukerts ihre Fenster festgeschraubt haben und mir das Foto schicken!) Sehr nette Idee, danke an Jana und Lorraine!

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Grüße aus der Nordkurve

lilienKalt war es irgendwie schon, aber Begeisterung lässt Kälte dann auch vergessen. So war das bisher und so war es vorgestern auch. Beim Fußballspiel von Darmstadt 98 gegen den Karlsruher SC ging es teilweise ganz schön heiß und hoch her. Weniger beim Spiel, das war in der ersten Halbzeit relativ ruhig und verhalten, in der zweiten Halbzeit dann deutlich bewegter und die radikalen Fußballfans von Karlsruhe haben mehrfach Bengalos angezündet und das Stadion eingeraucht. Glücklicherweise lief alles ohne Polizei ab. Über 15.200 Zuschauer folgten gespannt dem Spiel. Sieben begeisterte Fans aus unser Allee standen wie immer in der Nordkurve, friedliches Miteinander, wenig Radikalinskis in der Fankurve, zahlreiche Kinder, ganz familiär dort und das passt gut zu uns.
In der Pause wollte ich mir dann ein Halbzeitbier holen, wurde aber von Axel, Gerhard und Edwin daran gehindert. Ich habe das erst mal nicht gepeilt, was das jetzt soll, fügte mich aber der freundlich-bestimmten Aufforderung.
Und dann gab es kurz vor Pausenende eine Durchsage vom Stadionsprecher, die mich total vom Sockel gehauen hat. Über 15.200 Zuschauer hörten das “Käpt’n Volker Mandler ist extra aus Portugal angereist, um das Fußballspiel der Lilien zu sehen…”
Der Rest der Ansage ging im gegenseitigen Jubel unter, super Feeling, danke an Gerhard, Axel, Julia und Larissa. Ihr seid immer für ‘ne Überraschung gut!
Ach ja, der Spielstand war ein einvernehmliches 0 zu 0. Ein Punkt für Darmstadt 98, angemessen, Fussball kann auch schön sein.
Danach haben wir noch gegrillt und gechillt, Larissa und Johannes haben ein paar leckere Cocktails gemixt, Doro, Matthias, Andy und Cecile sind noch dazugekommen, was für ein Abend, was für ein Erlebnis! Lecker gegessen, gute Gespräche, gute Drinks, Danke….
Soweit das Update aus der Darmstadt.

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Abschiede und leere Plastiktüten

Morgens laufe ich in relativ grauem Wetter mit Nico zum Strand, um ihm ein Salzwasserbad zu verpassen. Das soll gut sein gegen Flöhe und Ungeziefer aller Art. Sein Körbchen habe ich auf dem Weg dorthin auch schon mal vorsorglich in die Waschmaschine gesteckt. Die läuft an, aber nicht durch, wie wir später feststellen werden.
Am Strand kann ich den Hund zum Wasser locken (es wird tendenziell immer wärmer) und ich bin gerade dabei, ihn so richtig schön mit Salzwasser zu benetzen, da höre ich die Welle kommen, leider zu spät, so schnell ist sie da und ich bin nass bis an die Hüften, kann gerade noch den Hund am Halsband festhalten, dass er nicht weggeschwemmt wird: Mission completed!
IMG_1386Das Wetter wird dabei immer besser, wir traben zurück zum Schiff, kämmen Nico, reiben ihn mit Süßwasser ab, die Hose trocknet auch, die Dusche ist heiß, das Körbchen immerhin gewaschen, beim Spülen blieb allerdings die Maschine stehen, ein Wasserrohrbruch legt die Wasserversorgung im Hafen seit Tagen lahm.
Martina steht schon bereit für den Gang zum Markt, heute gibt es dort Frühlingszwiebeln, Pfifferlinge und frische Champignons, Bio-Tomaten und -Paprika, kleine Feigennachtische für die Kellys, bei denen ich abends zum Essen eingeladen bin und zum letzten Mal ein Einkauf bei meinem liebsten Markstand, einem alten Mann, der getrocknete Feigen und ein paar kleine Gemüse aus seinem Anbau verkauft, und immer so nett lächelt.
Der Tag im Paradies vergeht so schnell, es ist warm und schön, man trifft sich zu einem Tee im Cockpit, Hanna, Frida und Emma sind immer präsent, Martina kommt zum Tee, Joachim und seine Frau verabschieden sich, sie wollen sich morgen auf den Weg zu den Kanaren machen, später kommen auch Ralph und Inge zum Adieu, sie wollen morgen Richtung Gibraltar aufbrechen. Ralph sieht beim Tee im Cockpit sofort, dass an unserem Tisch eine Schraube locker ist, und bringt mir ein entsprechendes Ersatzstück vorbei, vielen Dank!
IMG_1388Beim Shoppen in Pingo Doce, Lidl und Aldi (ich musste sie alle aufsuchen bei der Jagd nach Kirschen für mein Dessert zum morgendlichen Festessen anlässlich des 1. Advent) bekam ich am Eingang immer eine Plastiktüte in die Hand gedrückt. „Nett“, dachte ich, „da hab ich mir die 2 Cent für ‘ne Tüte gespart“. Bei Pingo war ich so aufgebracht, dass die alles, was ich brauchte, nicht hatten, dass ich beim Bezahlen nicht mehr an die Tüte dachte. Bei Lidl war ich schon rücksichtsvoller und dachte, ich pack mal alles in die mir offerierte Tüte, wenn sie schon so nett sind. Als ich aber rausgehe, hält mich jemand an, und sagt, ich könne die Sachen nicht in der Tüte lassen. „Oh, verfilxt“. denke ich, „jetzt hab ich aus Versehen bei Lidl die Pingo-Tüte benutzt!“ Also pack ich alles in meine normale Tasche und will auch noch die Tüte reinstecken, aber die wird mir auch abgenommen. „Seltsam“, denke ich, als ich wieder auf mein geliehenes Fahrrad steige, „das war ja eine komische Aktion.“ Die Auflösung bekomme ich bei Aldi. Hier wird mir nicht kommentarlos eine Plastiktüte in die Hand gedrückt, sondern die Frau erklärt mir in tadellosem Englisch, dass das eine Spendentüte ist, für die armen Leute an der Algarve, und ich kann irgendwelche gut haltbaren Dinge einkaufen, ganz normal bezahlen, in die Tüte tun, und diese am Eingang abgeben. Hätten die mir das in den anderen Supermärkten auch erklärt, hätte ich dort vielleicht auch dort schon ein Kilo Nudeln oder Reis oder Kekse gespendet!

IMG_1304Aber schließlich radel ich glücklich mit Lebkuchen und gefrorenen Früchten (fast so gut wie Kirschen im Glas) für meinen Nachtisch zurück zum Boot, bekomme ein köstliches und wie immer sehr lebendiges Abendessen bei Monika und Carsten und ihren süßen drei Mädchen. Danke!

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Und es regnet doch wieder

IMG_1383Gestern Nacht hat es noch ordentlich gestürmt und ganz schön viel Wasser vom Himmel geschüttet, ab und an erschienen vermummte Gestalten auf ihren Booten, um nach den Leinen zu schauen, oder noch ein Fall durchzuholen. Und das Barometer befand sich auch im freien Fall, gestern Nacht war es bis 979 gefallen, aber auch heute über Tag ist es nicht weiter als 982 gestiegen. Über Mittag zeigte sich auch mal die Sonne für vier Stunden, mit nur einzelnen Wolkenfeldern, aber jetzt schüttet es wieder aus Kübeln, wenn Ihr nachschauen wollte, dort gibt es ein kurzes Video, wie der Regen im Dunkeln an die Scheibe prasselt: Regen in Lagos

Morgen soll es aber besser werden, verspricht der Wetterbericht:
Wetter

 

 

 

 

 

 

Und wer es wissen will, da hat mich doch ein Weihnachtslied erweicht: Band Aid 30, 2014

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Südwest-Portugal-Rundfahrt

IMG_0869Volker fliegt für ein paar Tage in die Heimat, und die Flüge, die ab Faro gehen, sind gezählt. Also buchen wir einen Flug ab Lissabon, behalten das Leihauto, mit dem wir Allegra und Leonard zum Flughafen gefahren haben. Martina von der Maje und Monika von der Namastee sind mit von der Partie, wir bringen Volker nach Lissabon zum Flughafen und machen dann eine Mädels-Rundreise durch Südwest-Portugal.
Auf dem Weg zum Flughafen empfangen uns die ersten Regenschauer, aber auch schaurig-schöne Regenbogen, einer mit Anfang und Ende, und wir sehen, mal wieder, unzählige Störche, diesmal haben sie ihre Nester in Stromleitungen errichtet, manche sogar als Mehrfamilienhäuser.

Ein Renovierungsobjekt

Ein Renovierungsobjekt in Alcazér

Nachdem wir Volker sicher in Lissabon abgeliefert haben, machen wir uns auf den Rückweg nach Süden, mit einem Café-Stop in Setúbal, einem Gang durch die Altstadt von Alcázer do Sal, mit vielen sehr verfallenen, einstmals prunkvollen Häusern, und der entzückenden Fahrt über Land nach Santiago do Cacém.

Mehrere Storchennester, diesmal auf einer Kirche

Mehrere Storchennester, diesmal auf einer Kirche

Überall kann man sowohl die Storchennester als auch Unmengen von Störchen auf den Feldern sehen. Korkeichen, Pinienwälder und Eukalyptusbäume breiten sich neben den relativ gut ausgebauten Straßen aus. Einige allerdings sind durch die unterwuchernden Baumwurzeln zu argen Stolperfallen geworden. Manchmal kann man von einer Anhöhe aus das Meer sehen, oder erahnen, wenn Nebel und Regen es verdecken.
Santiago do Cacem ist eine ziemlich große Stadt. In der Nähe des Castelo, oberhalb der schönen Altstadt hätte man normalerweise einen großartigen Blick auf die Küste, wenn sie nicht gerade im Nebel verschwinden würde. Eigentlich wollten wir hier zu Mittag essen, aber wir verschieben den Stop auf Zambujeira do Mar, der letzten Etappe, die wir noch im Hellen erreichen können.

Die Küste vor Zambujeira do Mar

Die Küste vor Zambujeira do Mar

Der Blick über die Felsenküste hier ist großartig, wir stehen hoch oben, wo auch ein Angler seine lange Leine nach unten in die See hängen lässt (wir fragen uns, wie der wohl die Fische ohne Höhenschock mach oben bekommt), unten brechen die Atlantikwellen, oben bläst uns der kalte Wind ins Gesicht.
„15 Grad wärmer und es wäre genial hier“, man kann sich richtig vorstellen, wie schön es hier im Sommer ist, wenn zu der Sonne die frische Atlantikbrise weht.
In einem kleinen Café werden wir freundlich aufgenommen, bestellen auf portugiesisch Wasser, Sandwiches und Café und schnacken über Gott, Ulla Popken und die Welt.
Die restliche Fahrt müssen wir leider im Halb- bis Dunkel zurücklegen, über Aljezur nach Lagos, wo wir gerade noch rechtzeitig vor dem großen Regen und Wind eintreffen, der jetzt mit bis zu 33 Knoten die Schiffe swingen und die Leinen schlagen lässt.

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1A-Ausflugtipp

in 2009 geschälte Korkeiche

in 2009 geschälte Korkeiche

Liebe Leser, heute bekommt Ihr von uns mal einen Ausflugtipp. Heute morgen haben wir uns früh auf den Weg nach Aljezur gemacht. Das liegt ca. 25 Kilometer nordwestlich von Lagos. Auf dem Weg dorthin haben wir einige Korkeichen bewundert, bei denen die ertragreiche Rinde vom Stamm entfernt war. Alle neun Jahre kann der Kork “geerntet” werden. Der so genutzte Baum wird ca. 100-150 Jahre alt und liefert in seinem Baumleben 100 Kilogramm Kork zur geplanten Weiterverarbeitung. Das Hinterland von Lagos ist hügelig, überwiegend mischbewaldet, manchmal auch karg. Die Straße nach Aljezur ist kurvig und schmal und wenig befahren. Aljezur durch einen Fluss in zwei Teile geteilt.

Medronhe-Früchte im Baum

Medronhe-Früchte im Baum

Beide Altstadtteile liegen an einem Hügel und bieten eine gute Aussicht auf die umliegende Landschaft. Direkt neben der Kirche stehen mehrere Bäume, prall gefüllt mit Früchten, aus denen der landestypische Medronhe-Schnaps hergestellt wird. Nachdem wir die kleinen hübschen Ortskerne erwandert haben, sind wir an die raue Westküste Portugals gefahren und haben die anrollenden Wassermassen des Atlantik bewundert. Nach der Fahrt durch dasValle da Telha, ein landschaftlicher Augenschmaus, sind wir abermals über Aljezur nach Monchique gefahren. Eine Staße mit zahlreichen Serpentinen führte auf teilweise über 500 Höhenmeter zu dem tief im Inland liegenden beliebten Ausflugsort Monchique. Die Aussicht auf tiefliegende Schluchten, Zitronen- und Apfelsinenplantagen, einsame Gehöfte und einen großen Granitsteinbruch liessen die Fahrt wie im Flug vergehen.

Der Bullerofen im Restaurant "Palmeiras"

Der Bullerofen im Restaurant “Palmeirinha”

In Monchique angekommen goss es leider wie aus Kübeln, glücklicherweise hatten wir aber unseren neu erstandenen Regenschirm mit. Nach einem kurzen und feuchten Ortsrundgang bei ungewohnt kühlen 11 Grad sind wir in das Restaurant Palmeirinha eingekehrt. Dessen Spezialität sind Piri-Piri-Hähnchen. Also frisch, über offenem Hozkohlefeuer gegrilltes Hähnchen, die dabei ständig mit einer feurig scharfen und zugleich minzigen Soße eingepinselt werden, absolut lecker. Der halbe Hahn mit Beilagen kostet fünfeinhalb Euro, die Aussicht inn Tal ist gandios und gratis, der Service wirklich freundlich. Da wollen wir wieder hin!
Nach dem Festmahl hatte es sich so eingeregnet, dass unser Entdeckerwille nicht mehr so groß war und wir deshalb beschlossen haben, die Rückfahrt zum Schiff anzutreten.
Die Strecke dorthin hat uns dann aber noch einiges geboten. Das war ein Gemisch aus Rallystrecke mit Schlaglöchern, Haarnadelkurven, Schotterweg und breiter Piste. Für jeden, der gerne mal flott mit dem Auto unterwegs, ist ein echter Adrenalinkick. Das ganze führte uns durch einsame Wälder, Täler, kleine Ortschaften und vorbei an einsamem Gehöften, echt abenteuerlich.
Insgesamt haben wir 140 Kilometer zurückgelegt, mit Ortsbesichtigungen und Essen dafür 5 Stunden gebraucht, bei schönem Wetter wäre das sicher ein Ganztagesausflugtipp.
Die nächsten TAGE !!! soll es mal wieder regnen, stürmen und gewittern. Und gerade fallen dicke Hagelkörner aus dem rötlich-gelben Nachthimmel!

 

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Sunny Sunday Morning

IMG_1274Ein kleiner Nachtrag zum letzten Sonntag: Da das Wetter sich endlich von seiner besten Seite zeigte, sind die drei Großmanns nach dem sonnigen Frühstück im Cockpit zum Strand getigert, mit Hund Nico selbstverständlich, haben Frisbee gespielt, dem Hund die Stöckchen geworfen, sich am Strand gelümmelt und geschwommen.

Allegra und Leonard haben eine im Sand befestigte Fischerboje zum Spielzeug erkoren und allen erdenklichen Blödsinn damit veranstaltet, bis die von Volker ausgeliehene Hose und später der ganze Leonard in Salzwasser gebadet waren und die beiden schließlich sich in die Wellen stürzten.

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Und das bei ca. 17 Grad Wassertemperatur Mitte November, ohne dass es sich zu kalt anfühlte. Ein herrlicher Tag!

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