Frohe Ostern

IMG_3979Das Leben in der großen Stadt geht so seinen Gang. Mal schneller, wenn wir beispielsweise über eine der großen und verkehrsreichen Straßen hetzen, um nicht das Opfer von Fahrern im „Ampelrennfieber” zu werden. Meistens jedoch schlendern wir langsam und bewusst durch die endlos erscheinenden Gassen der Altstadt von Barcelona. Jeden Tag entdecken wir für uns ein neues Viertel und noch ist kein Ende der Neuentdeckungen in Sicht. Auf der einen Seite ist das spannend, aber wer schon mal in so einer großen Stadt war, tagelang herumgelaufen ist, und immer noch nicht alles gesehen hat, kennt das Gefühl, von den Eindrücken geradezu „erschlagen” zu werden. Irgendwann ist der Speicher voll, man(n) kann und will nichts Neues, nichts Unbekanntes mehr sehen, nicht noch eine architektonisch schöne Kirche, kein altes Gemäuer mehr, und auch der gefühlt hundertste schöne Platz reizt nicht mehr zum Verweilen.
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Aber Gott sei Dank ist das Ganze nicht ganz so dramatisch, wie es vielleicht rüberkommt. Und dafür sorgen überall Musiker mit hohem Unterhaltungswert, mal gibt eine komplette Jazzcombo ihr Können zum Besten, am nächsten Platz spielt eine Rockband Lieder zum Mitsingen und heute hatte sogar ein Tenor einen gelungenen Auftritt, direkt neben der berühmten Kathedrale. Straßenmusik findet überall statt und wir fühlen uns diesbezüglich an Danzig zurückerinnert, wo wir vor zwei Jahren hingesegelt sind. Dort wurde auch an allen Ecken Straßenmusik auf höchstem Niveau dargeboten. Sehr angenehm.
Natürlich spielen die Musiker nicht nur zum Spaß sondern für Geld, und dafür steht meistens ein Hut zum Einwerfen des schnöden Mammons bereit. Und viele Menschen geben und das ist auch gut so. Wir werden noch ein paar Tage bleiben, um dann im Laufe der nächsten Woche in Richtung Frankreich aufzubrechen.
Und bis dahin werden wir und unsere Füße nicht müde, und wir werden uns Stück für Stück dieses wundervolle Barcelona erlaufen. Cornelia sammelt schon kräftig Details, Fotos, Fakten und Hintergründe, um dann einen etwas ausführlicheren „Barcelonareport” zu bloggen.
Wir wünschen allen unseren Freunden und Lesern ein wunderschönes Osterfest aus dieser großartigen Stadt!
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Was für ein Glück!

Zeitsprung. Es ist der 31. Dezember 2014, acht Segelschiffe mit je zwei Seglern an Bord, starten in Barcelona zu einer Regatta ohne Zwischenstopps um die Welt. Ca. 24.000 Seemeilen, also rund 40.000 Kilometer Strecke liegen vor den Mannschaften und Schiffen. Erster Knotenpunkt ist die berüchtigte Straße von Gibraltar, die gleichzeitig das Ende des Mittelmeers und den Anfang des Nordatlantiks markiert. Dann geht die Hatz unter Segeln weiter um die wohl drei berühmtesten Kaps dieser Erde. Das Kap der guten Hoffnung, dieser kleine Landzipfel an der südlichsten Spitze von Afrika, wird als erstes umrundet. Das bedeutet gleichzeitig den Abschied vom Atlantik und den Eintritt in den indischen Ozean. Es geht ab dort immer zwischen 40 Grad und 50 Grad Süd auf dem Großkreis nach Westen. Am nächsten Kap, dem Kap Leeuwin, der Südspitze von Neuseeland, liegt schon nahezu die Häfte der Strecke hinter den Segelsportlern. Aber der schwierigste Teil, vom Wetter her, liegt noch voraus. Hohe Wellen, starke bis stürmische Winde und die Gefahr durch Eisberge,sind in dieser grauen Wasserwüste ständige Begleiter. Denn der pazifische Ozean klingt zwar erstmal friedlich, mit dem Wortstamm “la paz” = friedlich, aber von Friede ist soweit südlich nichts zu merken.

Die "Cheminées Poujoulat"

Die “Cheminées Poujoulat”

Auf 50 Grad Süd jagen die Schiffe Kap Hoorn entgegen, immer an der Eisberggrenze lang, getrieben von den dort ewig wehenden Weststürmen. Nachdem das berüchtigte Kap Hoorn ( über 10.000 Seemänner fanden dort zu Zeiten der traditionell segelnden Handelsschifffahrt ihr nasses Grab) umrundet ist, geht es buchstäblich den Atlantik hinauf, Nordkurs liegt an. Noch einmal geht es durch die Straße von Gibraltar und in Barcelona wartet die Ziellinie, viele jubelnde Menschen, die Champagnerdusche und der sichere Hafen auf die strapazierten Segler und die gebeutelten Schiffe.

Die "Neutrogena"

Die “Neutrogena”

Die schnellste Mannschaft, und damit die Gewinner, des Barcelona World Race waren gerade einmal 84 Tage unterwegs. Der Bootsname “Cheminee Poujoulat”, die Segler, Bernard Stamm, ein Schweizer und Jean Le Cam, die französische Hochseelegende. Als zweites im Ziel waren Guillermo Altadill und José Muñoz, auf ” Neutrogena” mit 89 Tagen für die Nonstop-Weltumsegelung.

Zeitsprung zurück ins hier und jetzt.

Die "Hexe" neben ihren berühmten Schwestern

Die “Hexe” neben ihren berühmten Schwestern

Und jetzt kommt der Knaller, wir liegen seit gestern neben den siegreichen Schiff, wirklich mittendrin statt nur dabei, und ich kann mein Glück nicht fassen. Das ist so, als würde ein bayerischer Fußballfan neben Bastian Schweinsteiger wohnen, Wahnsinn, oder? Und dann diese geilen Schiffe, die Hexe wirkt daneben zwar wie ein Modellschiffchen, Rumpf und Mast unseres Schiffes sind ja auch deutlich kürzer, aber immerhin, direkt neben den berühmten “Schwestern”.

Die "Gaes" bei der Ehrung

Die “Gaes” bei der Ehrung

Und als ob das immer noch nicht genug wäre, haben wir gestern das Einlaufen der drittplatzierten Crew in den Hafen von Barcelona live miterlebt. Doppelter Wahnsinn!
Anna Corbella, die Skipperin von”Gaes” ist damit auch die erste Frau, die die Welt nonstop umrundet hat und es als Krönung sogar noch aufs Medaillentreppchen geschafft hat.

Leider liegt der einzig deutsche Teilnehmer Jörg Richers mit Mitsegler Sebastien Audigane und seiner “Renault Captur” abgeschlagen auf Platz 6, mit zurzeit rund 5.000 Kilometern Rückstand, bzw. noch zu segelnder Strecke. Für alle, die noch mehr über das Barcelona World Race wissen wollen, hier ist der Link zur informativen Veranstalterseite mit Live-Positionsangaben und viel mehr.
www.barcelonaworldrace.org

Und im nächsten Blogbeitrag gibt es soviel Positives über diese wunderschöne Stadt zu berichten. Seid schon mal gespannt.

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Good morning, Barcelona!

30.03.2015, Montag, Baro 1018, leicht bewölkt, 20 Grad,
Puetro d’Andratx 12:35 – Barcelona, 0755, 119 sm, davon 13 Motorstunden

Nach Frühstück und letzten Einkäufen bringen wir Larissa und Johannes zum Bus, winken noch mal, und gehen schnell zurück aufs Boot, lösen die Leinen und ab geht’s. Ich bin vor solchen längeren Distanzen immer noch ein bisschen aufgeregt, aber es wird schon weniger. Man denkt dann drüber nach, was der Wind wohl so machen wird, wie die Wellen sind, und ob alles so klappt, wie man es sich vorgestellt hat. Aber wenn es denn soweit ist, die Leinen los sind, und sozusagen die See ruft, dann macht es Spaß, und ich freue mich auf die Zeit ohne Land.
Leider kommt der Wind zuerst mit 10 Knoten genau von vorne, und wir motorsegeln zwischen Mallorca und der kleinen vorgelagerten Isla Dragonera, die tatsächlich die Form eines Drachens hat, durch, dabei sind die Wellen kabbelig und der Wind dreht in alle Richtungen. Der Wind wird häufig durch Kap-und Küstenlinien abgelenkt. Nach dem Cap de Formentor, dem nordöstlichsten Ende der Dracheninsel, dreht der Wind auf West, wir rollen die Fock aus und segeln. Das Glück dauert aber nur knapp zehn Minuten, dann lässt der Wind auf unter vier Knoten nach, und dreht sich einmal ums ganze Schiff herum. Also muss doch wieder der Motor mitschieben. So geht die Fahrt natürlich nicht so schnell, und das Gewackel der Wellen lässt die Segel schlagen, das ist nicht so angenehm.
Nun entspannt sich eine Diskussion zwischen uns beiden über das anzusteuernde Ziel. Volker würde am liebsten soweit nordöstlich halten, wie es irgend geht, um möglichst nah an Perpignan zu sein, solange der Mistral mal pausiert. Macht natürlich auch Sinn aus seglerischer Sicht, aber: Ich dagegen bin ja mehr für die Kultur zuständig und würde gerne zumindest den Karfreitag in einer größeren spanischen Stadt verbringen, damit wir uns die großartigen Ostersonntagszüge anschauen können. Das ist hier in Spanien Kult. Alle Heiligenstandbilder, die sonst in den Kirchen verstauben, werden von Männer, die mit einer Art “Klu-Klux-Klan”-Kutte bekleidet sind, durch die Gassen getragen, dazu wird getragene Musik gespielt. So sind die Heiligen auch mal an der frischen Lift und die Gläubigen erfreut’s. Außerdem möchte ich gerne Allegra und Leonard ein bisschen spanische Städte bieten und die Aussicht auf mehrere Tage in dem langweiligen Canet-en-Roussillon lockt mich gar nicht.
Um 14:30 Uhr quittiert der Tiefenmesser seinen Dienst, er sagt, die letzte gemessene Tiefe betrug 180 Meter ( mehr kann der nicht anzeigen)demnächst geht es noch weiter runter hier mit dem Meeresboden auf über 2.000 Meter. Mallorca und auch die Dracheninsel sind gut zu erkennen, langsam setzt sich die Sonne durch die Wolken durch, aber es bleibt diesig. Ab und zu ist eine Fähre zu sehen, die fahren ja fast den gleichen Weg, brauchen dafür allerdings nur sechseinhalb Stunden. Für uns sind es jetzt noch 97 Seemeilen bis Barcelona.
Der Wind dreht immer achterlicher und die Wellen bleiben bei ca. anderthalb Meter, wir stellen die verkleinerte Fock in die Mitte zum Stabilisieren und reffen das Großsegel auf Reff 2, damit es nicht immer am Achterstag vorbei schlägt.
16:00 Uhr, Baro 1017, nun wirkt Volkers Meereszauber. Ich hab ihn gefragt, ob er sich nleicht bekleidet aufs Vorschiff legt, um die Seejungfrauen anzulocken, aber er meinte, die seien jetzt moch in der Karibik, ihnen sei das Wasser hier noch viel zu kalt… Aber die Windsbraut, ja die wolle er anlocken! Und siehe da, kaum sind zehn Minuten vergangen, dreht der Wind auf West und bläst auf einmal mit 15 Knoten, die Windsbraut hat den schönen Segler gesehen und seine Bitte erhört. Was ein Seefraugarn!
Direkt danach tauchen Delfine auf, zuerst jagen sie irgendetwas in der Ferne, aber dann kommen sie plötzlich zum Bug und spielen mit umserer dahinrauschenden Hexe. Wir hatten schon lange keine mehr gesehen. Immer wieder wundervoll! Nun sind wir schon auf über 1.000 Meter Wassertiefe.
17:38 Uhr, Baro 1014,5 der Wind frischt weiter auf, wir reffen das Vorsegel ein bisschen ein.
18:00 Uhr, Baro steht, der Wind ist auf unter sieben Knoten gefallen, wir motoren.
18:15 Uhr, Baro steht, der Wind frischt auf, wir segeln, ich koche “Krautfleckern à la Toni”. Hat nicht ganz so geschmeckt, aber es ging.
20:00 Uhr, Baro 105,5, Wind ist wieder bei 17 Knoten, Volker ist zufrieden mit dem Speed seiner Hexe. Tiefe über 1.800 Meter.
20:15 Uhr Sonnenuntergang, der Windeinfallswinkel wird immer spitzer, nicht, dass wir nachher noch kreuzen müssen….
21:50 Uhr, Baro 1018, noch 50 Meilen bis Barcelona, Wassertiefe 2.000 Meter, der Wind schläft wieder mal ein, da muss der Motor nochmal ran. In einer Stunde treffen wir die Fähre aus Barcelona, die sehe ich schon seit anderthalb Stunden auf uns zukommen, so ein AIS ist genial!
22:45 die Fähre ist keine Fähre, sondern das Kreuzfahrtschiff Costa Diadema, es fährt auch in ausreichendem Abstand an uns vorbei, nur so ein Frachter mit Namen Warnow Jupiter ( bestimmt aus Warnemünde) kommt schrecklich nah heran, der Abstand soll laut AIS nur 90 m betragen, das ist uns viel zu nah, man weiß ja nie, ob die gerade Karten spielen oder schlafen… Also rufe ich auf Kanal 16 die Warnow Jupiter, bekomme aber keine Antwort, allerdings sieht es so aus, als würde er den Kurs ändern. Da höre ich plötzlich, wie das Kreuzfahrtschiff die Warnow Jupiter über Kanal 16 ruft, und ihm sagt, dass das Segelboot zu seiner Rechten ihn auf 16 gerufen hat. Dann antwortet der Funker der Warnow Jupiter mit slawischem Akzent dem Kreuzfahrer, dass er uns mehr Raum geben wird. Wahrscheinlich ist das so einer, dem Ratten in der Bilge lieber sind als eine Frau auf einem Schiff…( vermutet Cornelia)
00:14 Uhr, Baro 1019, der Wind hat auf Ostnordost gedreht und wir segeln wieder, noch 38 sm, die Lichter der Großstadt erleuchten den Horizont.
02:00 Uhr, Baro bleibt, Volker motort seit einer halben Stunde, ich übernehme die Wache. Es bleibt schaukelig, ich will das Großsegel reffen, aber irgendwie gelingt das nicht, da nehmen wir es ganz runter. (wenn es nur Wellen und keinen Wind gibt, lassen wir gerne das Großsegel stehen, weil es die Rollbewegung des Schiffes dämpft. Manchmal schlägt es dabei jedoch so heftig hin und her, dass man seine Fläche verkleinern muss. Das schont die Nerven und das Material).
Man sieht total viele Sterne (auch den Jupiter), ich vergnüge mich zwischendurch mit meiner Sternen-App. Es ist so feucht, dass man denkt, es regnet, aber das geht ja bei dem Himmel gar nicht.
04:15 Uhr, wir wechseln wieder, damit jeder noch eine Stunde Schlaf bekommt. Das klappt für mich, aber als ich meine Wache antrete, sind so viele Schiffe um uns herum, dass wir lieber zu zweit schauen, Volker draußen und ich am AIS.
Mit Sonnenaufgang laufen wir in den Hafen von Barcelona ein, zuerst nur Öl- und andere Industrie, und dann die großartige Kulisse der Stadt. Der Sportboothafen liegt direkt bei den Ramblas, im Zentrum von Barcelona. Aber jetzt wird erst mal ausgeschlafen.

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EILMELDUNG

Inselglück Adieu, Festland ahoi. In einer halben Stunde heißt es „Leinen los und Segel hoch“. Wir wollen eine kurze Wetterlücke nutzen und die 120 Seemeilen bis nach Barcelona schnellstmöglich hinter uns bringen.Wenn die Vorhersagen stimmen, haben wir für den ersten Teil der Reise Westwind und danach schwach umlaufenden Wind, sodass wir wahrscheinlich auch ein Stück unter Motor fahren müssen. Larissa und Johannes reisen gleich ab und in zwei Tagen kommen Allegra und Leonard nach Barcelona.

Wir rechnen mit einer Reisezeit von 24-30 Stunden, je nach Wind und melden uns vom Festland wieder!

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Adiós Palma

28.03.2015, Samstag, Baro 1020, sonnig, Wind um Süd, später West, 7-23 Knoten
Palma de Mallorca 11:10 – Puerto Andratx 16:00 Uhr, ca. 25 sm

Schweren Herzens reißen wir uns nach vierzehn Tagen in Palma los, bei schönstem Sonnenschein und leichtem Wind kreuzen wir aus der Bucht von Palma heraus, damit wir ein bisschen weiter nach Westen kommen, für den großen Absprung Richtung Barcelona. Mit dem leichten Wind kommen wir heute sicher nur bis Puerto Andratx, vielleicht morgen dann weiter nach Sóller, je nachdem, wie der Wind sich gebärdet.

Astrid aus der Marina ist sozusagen die gute Seele einiger Segler hier, sie kümmert sich um deren Boote, hält sie sauber, und lüftet, während die Eigner nicht an Bord sind. Vorgestern Abend hat sie uns einen guten Tipp gegeben, sie war nämlich – mitsamt Hund – auf dem Weg zu ihrem Lieblingsitaliener, gleich hier in Santa Catalina. Das hätten wir mal früher wissen müssen, dass man da den Hund mit reinnehmen darf. Wir waren gestern Abend auch dort und haben köstliche Pasta und Pizza gegessen, und mussten uns nicht drum grämen, dass Nico allein an Bord bleibt.

IMG_3839 IMG_3846Und weil ja Freitag DER Ausgehabend der Spanier ist, sind wir nach dem Essen noch in die Altstadt gegangen, um im English Pub einen „Good Night Drink“ zu nehmen. Wir haben auf dem Weg in die Ausstellung von Rebecca Horn geschaut, in einem wunderschönen Saal waren verschiedene Spiegelobjekte mit Totenköpfen platziert, wer’s mag, und ein großes, sich langsam drehendes Karussell-ähnliches Objekt, das ebenfalls mit Spiegeln operierte.

13:10 Uhr liegt das Cap de Cala Figuera querab, der Wind dreht mit, sodass wir jetzt nicht schön abfallen können und Spi setzen, sondern es geht weiter mit der Kreuz. Johannes fotografiert alles, und Larissa lernt brav Chemie. Es dauert allerdings nicht mehr lange, dann muss sie damit aufhören, denn der Wind frischt ordentlich auf, geht oft auf über 20 Knoten, und die Wellen werden kabbelig. Da kommt Larissa lieber raus, damit ihr unten nicht schlecht wird. Volker refft zuerst die Fock und dann auch ganz bald das Großsegel, dadurch fühlt es sich wieder angenehmer an. Und weil die Sonne scheint, ist es sowieso eigentlich ganz toll.

IMG_3849Und immer weiter dreht der Wind, immer kommt er genau aus der Richtung, in die wir wollen, so kreuzen wir die 19 Seemeilen, und es werden sicher über 25, nur unsere Logge (die misst die Fahrt durchs Wasser) hat sich verabschiedet. Als wir im Hafen an kommen, zeigt sie an, dass wir 0,0 Seemeilen zurückgelegt hätten. Was ein Unfug!

IMG_3851Unter dem Schutz der Felsen werden die Wellen wieder kleiner, und der Wind etwas schwächer, so können wir kurz vor dem Anlaufen der Zielbucht wieder ausreffen, und segeln, immer noch bei strahlendem Sonnenschein, in die Bucht von Andratx hinein. Hier bieten sich spektakuläre Ausblicke auf die Felsen, auf die Häuser darauf und über die gesamte Bucht. Im Hafen werden wir von den Mariners, wie fast immer, nett empfangen, wir haben einen wunderbaren Platz mit Blick auf die Bucht, und stärken uns erst einmal mit einem kleinen Imbiss.

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Das “Zuhause-Gefühl“

27.03.2015, Freitag, Baro 1023, sonnig, Wind Nord um 5, Palma de Mallorca

Nun sind wir schon fast zwei Wochen in Palma, und allmählich kommt wieder das „Zuhause-Gefühl“ auf.

Auf dem Weg vom Hafen zur Stadt

Auf dem Weg vom Hafen zur Stadt

Man erkennt es daran, dass der Weg aus dem Hafen bis zum Park, der am Anfang so lang schien, immer kürzer erscheint, weil er zur Gewohnheit geworden ist, und man dabei an alles Mögliche andere denkt, und nicht daran, wie lange man denn wohl noch braucht, bis man endlich mit dem Hund auf der Wiese ist, oder beim Bäcker, oder in der Markthalle.

Und man merkt es auch daran, dass die Bäckersfrau mich begrüßt mit: „Olá, como estas hoy día?“ (Wie geht es Dir heute?). Und der mallorquinische Olivenverkäufer weiß, welche Sorte Oliven man bevorzugt. Wenn er mir am Ende des Einkaufs eine Olive für den Weg mitgibt, dann weiß er, dass ich morgens die grünen und nachmittags die schwarzen Oliven mag. Heute Morgen habe ich dann gesagt, dass wir wahrscheinlich bald mit dem Boot wegfahren, und er fragte ganz betroffen, wann wir denn wiederkämen. Er ist sehr stolz auf seine Insel und ihre originalen Produkte, sodass er sich gar nicht vorstellen kann, dass man Mallorca freiwillig verlassen würde. Auch bei dem Obst- und Gemüsestand, wo ich morgens Tomaten oder Mango oder Mandarinen zum Frühstück kaufe, bekomme ich immer eine Erdbeere zum Kosten. Manchmal eine von den kleinen mallorquinischen, die sehen nicht so ansehnlich aus wie die großen gezüchteten Erdbeeren, schmecken aber viel besser.

Uns gefällt es hier ganz ausgezeichnet. Natürlich ist es noch außerhalb der Saison, obwohl jetzt, zur „Semana Santa“, der Karwoche, viele Besucher erwartet werden. Die Parkplätze im Hafen werden langsam knapp, und viele Bootseigner fliegen ein zum ersten Frühjahrssegeln. Wahrscheinlich muss man die Monate Juli und August meiden, aber in der restlichen Zeit ist die Insel so schön, und es gibt noch sooo viel zu sehen.

Die Cala Sa Nau

Die Cala Sa Nau

Viele Teile der Insel haben wir mit dem Auto erkundet. Wir waren bei Sprühregen in der sonst so idyllischen Cala Sa Nau, haben bei Regen am Ballermann ein Bier in einer hübschen holländischen Kneipe getrunken.

Brandung in ÜPorto Cristo

Brandung in Porto Cristo

 In Porto Cristo waren wir vor fast einer Woche, da hatten die Wellen ganz viel Dreck und Algen aus dem Meer auf die Uferpromenade gespült, es sah grauenvoll aus. Eine Gruppe Spanier wurde offensichtlich gerade zu Strandrettern ausgebildet, mit Sofortmaßnahmen und Training auf Surfbrettern und mit Rettungsbojen, um Ertrinkende zu retten. In Santanyi haben wir hervorragend (zumindest ich) einen Mittagsimbiss (Lammstrudel) bei einem deutschen Restaurant  genommen, ebenso Chipirones (kleine Tintenfische) am Paseo Maritimo in Palma und das traditionelle Pa Amb Oli (Brot mit Schinken, Käse, Oliven und eingelegten Algenzweiglein) in Puerto Soller auf der westlichen Inselseite.

Kacheln, die das Leben der heiligen Catalina zeigen

Kacheln, die das Leben der heiligen Catalina zeigen

entzückender Durchblick

entzückender Durchblick

wunderschöne Eingänge

wunderschöne Eingänge

In Valldemossa haben wir gefroren, obwohl es uns dort so gut gefallen hat, es gibt ganz entzückende kleine Straße, wunderbar dekoriert, mit Kacheln von der heiligen Catalina, die hier geboren ist.

Der hochgepriesene Mittwochsmarkt in Sineu war leider komplett verregnet und kalt, daher waren wohl auch die traditionellen Stände nicht da. Außer ein paar Unterständen, wo ein Esel, eine Kuh, Hundebabys (Larissa wollte gleich eines mitnehmen), zahlreiche Hühner und Hennen feilgeboten wurden, war der Markt von schwarzafrikanischen Ramschständen dominiert.

Die Küstenstraße hingegen gehört den Radfahrern. In Pulks oder alleine strampeln sie die Berge hoch, fahren entspannt die Hügel wieder  runter, aber bei den schmalen Straßen ist das Überholen für Autos manchmal schwierig, dann wird die Weiterfahrt etwas langsamer. Dafür hat man von oben grandiose Ausblicke auf das Meer oder die Bucht von Palma.

Und wenn wir jetzt weiterfahren, gibt es immer noch so viele Sehenswürdigkeiten, die wir nicht besichtigt haben. Wir waren noch nicht in dem Castello auf dem Hügel nahe des Hafens, wir waren auch noch nicht in der berühmten Kathedrale von Palma. Das Museo de Arte Moderna wartet ebenfalls noch auf einen Besuch. Das Gute daran ist, dass das ein hervorragender Anlass ist, wiederzukommen, vielleicht auf dem Rückweg in Richtung Westen.

Aber ein bisschen wehmütig wird es schon sein, wenn wir Mallorca den Rücken kehren werden…

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Markttag

Ein älterer Hinweis auf eine Tankstelle

Ein älterer Hinweis auf eine Tankstelle

Mallorca ist so groß und hat so viele Orte, dass praktisch an jedem Arbeitstag irgendwo ein schöner Wochenmarkt stattfindet. Einer der bekannteren Märkte ist wohl der in Sineu, der jeden Mittwoch dort stattfindet und das aus gutem Grund. Sineu ist eine schöne kleine Stadt, mitten im Innselinneren mit einem alten Stadtkern, in dem man sich leicht mal verlaufen kann. Es gibt viele enge verwinkelte Gassen und Wege.

 

 

 

Die schwarzen Schweine, aus denen die mallorquinische Spezialität "Sobresada" gemacht wird

Die schwarzen Schweine, aus denen die mallorquinische Spezialität “Sobresada” gemacht wird

Hennen zum Eierlegen

Hennen zum Eierlegen

Hennen zum Eierlegen

Hennen zum Eierlegen

Der Wochenmarkt bietet nicht nur die üblichen Gemüse- und Obststände, oder die landestypischen Wurst- und Käseangebote, nein, es gibt auch lebendes Nutzvieh und Haustiere werden feil geboten. Stolze galizische Hähne, Hühner, Küken, Schafe, schwarze Schweine, Esel, Man weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll, warten auf neue Besitzer.

Larissa würde auch gerne wieder einen Hund haben…

Larissa würde auch gerne wieder einen Hund haben…

Es gibt auch verschiedene spanische Hunderassen.Ob man das mit dem Tierhandel gut findet, ist Geschmacksache, wir stellen uns da sicherlich nicht als Richter hin.

Ein wunderschöner Seitenaltar aus dem 16. Jahnrhundert

Ein wunderschöner Seitenaltar aus dem 16. Jahnrhundert

Der heilige Christophorus, Schutzheiliger der Reisenden

Der heilige Christophorus, Schutzheiliger der Reisenden

Nach einem abschließenden Besuch in der gut gefüllten Kirche kehren wir Sineu den Rücken und machen uns auf den Rückweg nach Palma. Es regnet weiterhin, kühle acht Grad und ein stürmischer Wind laden nicht zu längerem Verweilen im Freien ein.

Manu et Nino sind sehr goldig

Manu et Nino sind sehr goldig

Wir machen noch einen Stopp im Carrefour-Supermarkt und bunkern bestes Rindfleisch und Spezialitäten aus der Fischabteilung für die Grillsession mit unseren befreundeten jungen französischen Liegeplatznachbarn.

Den Nachmittag gestaltet jeder, wie er will, Cornelia arbeitet ein bisschen, Larissa lernt für die Chemieklausur, Johannes unterstützt sie dabei und ich schlaf einfach zwei Stündchen.
Heute Abend haben wir mal ganz ausführlich mit Ralf und Inge von der “malwieder” geschnackt. In Alicante, ihrem altuellen Standort, sind es zur Zeit muggelige 18 Grad und am Wochenende soll die Temperatur dort schon auf 26 Grad hochschnellen. Da werden wir hier im Eishaus schon ein bisschen neidisch. Aber die Heizung läuft, die Stimmung an Bord ist gut und die Aussichten aufs wärmere Wochenende machen Hoffnung.

uninspiriert

uninspiriert

Kein Wunder, dass die so mürrisch schauen, bei der Aussicht

Kein Wunder, dass die so mürrisch schauen, bei der Aussicht

Fürs Foto, geht doch!

Fürs Foto, geht doch!

Bevor ich es vergesse, wir waren gestern am Ballermann, sind durch die Schinkenstraße promeniert, haben einen Blick in den “Bierkönig” geworfen, relativ schlechte Schnitzel gegessen und ansonsten die noch gähnende Leere dieser Partymeile bestaunt. Aber auch dort ist der Blick über das Meer und die Bucht von Palma wunderschön. Jeder bekommt, was er braucht, eben…

Der Bierkönig aus der Schinkenstraße, heute leider leer…

Der Bierkönig aus der Schinkenstraße, heute leider leer…

Sieht schön aus, war aber leider zäh

Sieht schön aus, war aber leider zäh

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Sand aus der Sahara…

hat der Regen mit sich gebracht. Auf allen Schiffen ist eine unansehnliche braun- sandige Staubschicht. Die Bootseigner, die einen Reinigungsvertrag mit einem der zahlreichen maritimen Dienstleister vor Ort haben, werden alsbald wieder saubere Schiffe vorfinden. Dafür sorgen im Hafen zahlreiche fleißige Hände, die unermüdlich die Schiffe auf Hochglanz halten, sprich reinigen und polieren. Kein leichter Job, aber alle, die wir getroffen haben, wirken entspannt und sind immer zu einem kleinen Plausch aufgelegt. Jetzt, so kurz vor Ostern, wird an zahlreichen Schiffen rumgewerkelt, damit dem erfolgreichen Start in die Segelsaison 2015 an Ostern nichts mehr im Wege steht. Motoren werden gewartet, Segel angeschlagen, Schiffe aus dem Wasser gekrant und mit einem neuen Unterwasseranstrich versehen, zusätzliche Ausrüstung wird montiert. So viele Dienstleister im Yachtsektor wie hier haben wir noch nirgends gesehen. Vielleicht liegt das u.a. daran, dass die meisten Bootseigner einige Flugstunden entfernt von ihrem schwimmenden Untersatz leben. Wenn sie für ein paar kostbare Ferientage auf die Insel kommen, bleibt eben keine Zeit mehr, um am Schiff rumzuschrauben und zu putzen. So gibt es hier einige Arbeitsplätze mehr, und die Bootskonjunktur brummt.

Doch ansonsten herrscht auf Mallorca noch die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm, auch wenn es der Touristenansturm ist. Gestern, bei unser sonntäglichen kleinen Inselrundfahrt, war von Massentourismus nocht nichts zu spüren, eher das Gegenteil war der Fall. Die Orte im Inselinneren wirkten wie ausgestorben.
Nur die zahlreichen Radrennfahrer haben allerorten ihre Beinmuskeln gestählt und ihre Trainigskilometer abgespult. Mallorca gilt als Fahrradmekka für die sportlicheren Anhänger dieser Fortbewegungsart. Auch einige Rennställe aus dem Profisport, die bei der Tour de France mitradeln, trainieren auf den mallorquinischen Straßen auf dieses Großereignis hin. Wir haben bei unserer Ausfahrt bewusst die kleinen engen Landstraßen ausgesucht und sind abseits der Hauptverkehrswege über die Insel gefahren. Vorbei an Feldern, voll mit blühemden Margariten, vorbei an Bauernhöfen mit freilebenden Schweinen oder Schafen, durch historische Ortskerne, bis hin zu kleinen Fischerorten.
Larissa und Johannes sind wohlbehalten in Palma angekommen. Nach einem ersten Rundgang durch die Altstadt und einer an Bord gekochten Paella, sind beide müde und frühzeitig ins Bett gefallen. Der Anreisetag war lang. Die nächsten beiden Tage soll der Himmel seine Schleusen öffnen, hoffentlich diesmal ohne Saharastaub. Danach sieht es so aus, als ob eine längerfristige Wetterberuhigung mit Temperaturanstieg den Frühling einläutet. Wird auch Zeit jetzt!

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Hinzukommen ist eins…

imagezurückzukommen, in unserem Fall zum Festland, ist das andere. Nahezu genau nördlich von Mallorca liegt in ca. 110 Seemeilen Entfernung Barcelona, oder um noch präziser zu sein, San Filu de Guixols. Ist eigentlich keine allzu große Entfernung für uns, für unser schnelles Schiff, auch nicht für den Hund. 110 Seemeilen können aber sehr lang werden, wenn der Wind genau aus der Zielrichtung kommt, denn dann muss gekreuzt werden. Das ist bei der ruppig-kurzen Mittelmeerwelle und entsprechend viel Wind zwar machbar, aber sehr unangenehm. Zumal es alles andere als warm ist und bei Gegenwind sich das Ganze noch viel kühler anfühlt.

imageGeplant war, im Laufe der nächsten Woche, mit Larissa und Johannes als Verstärkung an Bord, nach Barcelona zu segeln, die Ostertage dort mit Allegra und Leonard zu verbringen und dann flux bis  in die Gegend von Toulon weiterzuschippern. Im Moment ist die vorherschende Windrichtung aber dauerhaft Nord. Ab der nächsten Woche soll sogar der berühmt-berüchtigte Mistral von der Rhonemündung aus wehen und das Mittelmeer zwischen Frankreich und Mallorca kräftig aufwühlen. Damit der Mistral entstehen kann, dafür ist ein Hochdruckgebiet über Westeuropa und ein Tiefdruckgebiet über Italien, häufig mit Kerntief über Genua, verantwortlich. Beide Druckgebiete stoßen im Rhonetal, genauer gesagt zwischen den Cevennen und den Alpen aufeinander, es entsteht ein kalter Nord-Nordwestwind, der Sturmstärke erreichen kann und meistens auch länger andauert.

imageWir sind sehr gespannt, wie sich die weitere Wetterlage entwickeln wird und verfolgen die Wettervorhersagen aufmerksam. Wenn es ein Wetterfenster in der nächsten gibt, wollen wir es nutzen. Eventuell werden wir schon bald nach Soller aufbrechen, das ist der Hafen der Insel, der Barcelona am nächsten liegt. Andererseits gibt es schlechtere Orte als Mallorca zum Abwarten, und bis dahin genießen wir diese schöne Insel in vollen Zügen.

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Klappe (auf?), die vierte

Hier blühen erst die Mandelbäume

Hier blühen erst die Mandelbäume

Palma de Mallorca muss man echt gesehen haben, diese Inselstadt zu beschreiben, fällt nicht ganz so leicht. Wir wissen jetzt, dass Mallorca seit ca. 7000 Jahren besiedelt ist, und das alle ” Verdächtigen“, damit meine ich die alten Griechen, die Wikinger, die Cartager, die Vandalen, die Römer, die Phönizier, die Franken, die Engländer sowie natürlich das Königshaus von Aragon schon mal hier waren.

Aragon

(Von dem haben sie übrigens die Flagge, die Balearen haben eine eigene Flagge mit vielen gelb-roten Streifen, wie Aragon).Flagge_Balearen

Aber egal wie, wir können mittlerweile alle gut verstehen, warum das so war. Mallorca ist einfach sehenswert und Palma ist einzigartig.

Ein schöner Platz im historischen Zentrum von Mallorca

Ein schöner Platz im Zentrum von Mallorca

Herr und Hund im Torbogen

Herr und Hund im Torbogen

Faszinator, en masse

Faszinator, en masse

Es ist der passende Mix aus Historie mit den alten Monumentalbauten, moderner Architektur, spektakulären Landschaften mit hohen Bergen, Schluchten und Buchten, das Meer mit allen erdenklichen Assoziationen, aber auch, und das ist ganz wichtig, die vorherrschende gelassene, beschwingte Art der hier lebenden Menschen in der Stadt.

Der Eingang der Kirche St. Eulalia

Der Eingang der Kirche St. Eulalia

Kurz gesagt, die Insel versprüht einen Charme, eine Freude. Die Freude hat auch uns gepackt und so gehen wir, oder, besser gesagt, so bummeln wir jeden Tag stundenlang durch die Altstadt, durch das nahegelegene Viertel Santa Catalina, am endlos langen Meeresboulevard, entlang der zahlreichen Yachthäfen. Abends rappeln wir uns auf, statt faul auf dem Sofa zu liegen, und stürzen uns in das bunte Nachtleben.

Den Baum und seine Wurzeln kümmern doch keine Einfassungen

Den Baum und seine Wurzeln kümmern doch keine Einfassungen

Vor zwei Tagen  hat mich abends wieder mal der gleiche Backenzahn wie beim Skifahren und in Almerimar auf Trapp gehalten. Der ist nämlich genau von unten nach oben durchgerissen und das innere abgesplitterte Stück hat in meinem Mundraum hineingeragt, mehr als unangenehm.

Das Gericht

Das Gericht

Der Seitenflügel vom Gericht

Der Seitenflügel vom Gericht

Noch ein schönes Stadthaus

Noch ein schönes Stadthaus

Ein ganz altmodischer Frisör mit Rasierutensilien

Ein ganz altmodischer Frisör mit Rasierutensilien

Die Osterdeko steht schon bei den Chocolatiers im Fenster

Die Osterdeko steht schon bei den Chocolatiers im Fenster

So schön kann ein Eissalon aussehen

So schön kann ein Eissalon aussehen

Man kann die Schaltkästen auch an Bäumen anbringen

Man kann die Schaltkästen auch an Bäumen anbringen

Gestern Morgen haben wir dann erst mal das worldwideweb bemüht und einen lokalen Zahnarzt rausgesucht und kontaktiert. Und was für ein Glück, der sprach deutsch, hatte Zeit und war gerade mal zehn Gehminuten vom Hafen entfernt. Der Zahnarzt scheint ein Meister seines Fachs zu sein und hat, nach Röntgenbild und ausführlicher Untersuchung, ganz einfach das abgesplitterte Stück mit seinem Werkzeug rausgebrochen, die Ränder glattgeschliffen und mich mit der Empfehlung entlassen, den Rest bei Gelegenheit überkronen zu lassen. Darüber bin ich ein bißchen erleichtert, weil ich gedacht habe, dass zukünftig eine unschöne Zahnlücke mein Kauwerk schmücken würde.

IMG_3646 IMG_3639Daraufhin sind wir spät abends doch noch losgezogen (statt faul auf dem Sofa zu liegen), und haben in einem historischen Herrschaftshaus, mit riesigem Kamin, alten Gemälden, angeschlossenem Museum und ganz viel Charme, einen Stop für ein Getränk eingelegt, dessen Preis allerdings offensichtlich für den Erhalt des Herrenhauses dienen sollte.
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Danach ging es noch in kleines Altstadt-Pub, Nico durfte überall mit rein ( geht doch!) und bald war der Zahn vergessen. Seit heute haben wir wieder ein Leihauto, um das Inselinnere zu erkunden. Vor einigen Jahren waren wir schon mal für eine Woche Urlaub auf Malle, sind viel rumgefahren, haben viel besichtigt und gesehen, aber es gibt noch weiße Stellen auf der Insellandkarte die noch erkundet werden wollen.

Noch ein Satz zum Wetter, jeder, der hier lebt und mit dem wir sprechen, sagt, dass der letzte Winter mit Abstand der kälteste gewesen wäre, den er oder sie erlebt hat, und dass dieses Frühjahr dem kalten Winter in nichts nachsteht. Es ist meistens bewölkt, windig und kühl und über die Vorhersage wollen wir gar nicht schreiben. Das geht noch viel besser…

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