Test, Test, Test …

Zur Zeit wühlt ein kräftiger Südostwind das Wasser direkt  vor der Hafenausfahrt spektakulär auf.  Aus einigen Clips hat die Capitania mit einem neuen Schnittprogramm ein kleines Video von dem Naturereignis gemacht.

Nix Spektakuläres, nur mal zum Ausprobieren.

Denn ab jetzt können wir kleinere Videos direkt in unsere Bloqbeiträge  einbetten und das wollen wir in Zukunft auch gerne öfter tun.

Good News

Endlich gibt es mal eine Reihe guter Nachrichten von Bord, bevor wir wieder über den fehlenden Passatwind meckern.

Der neue Türverschluss war der letzte Punkt auf der Liste

Das Schiff – und wir sowieso – sind reiseklar, alle Fehlerpunkte aus dem letzten Bericht sind behoben, ein externes Schließsystem für unsere Haustür ist eingebaut.

Auch die verloren geglaubten gesegelten Meilen sind wieder da

Sogar die verloren gegangenen gesegelten Gesamtmeilen im Datenprotokoll sind wieder, nach dem Einbau der neuen Logge aufgetaucht.

Neu: Wassertemperatur

Neben den gesegelten Seemeilen und der Wassertiefe zeigt der neue Loggeber, ein “Triducer”, nun sogar die Wassertemperatur an. Die ist in einem halben Meter Wassertiefe immerhin noch angenehme 19 Grad und für Mitte Januar ein Grad über dem üblichen Jahresdurchschnitt auf den Kanaren.

Aber bleiben wir noch ein bisschen beim Boot. Weil jetzt wirklich alle abfahrtsrelevanten Punkte auf der To-Do-Liste abgehakt sind, können wir auch mal wieder kleinere kosmetische Unterhalts- bzw. Reinigungsarbeiten angehen.

  • Die Gemüsekiste wartet auf die letzten Einkäufe

    Die Backskisten im Cockpit haben wir leer geräumt, die darin befindlichen Stauboxen einer Kernreinigung unterzogen und alles darin Befindliche wurde neu sortiert.

  • Der komplette Decksaufbau mit seinen glatten Gelcoatflächen ist frisch mit einem UV-Schutzwachs gepflegt, sodass die intensive karibische Sonne die Oberflächen nicht auskreiden kann.

 

  • Antirutsch-Streifen

    Die alten Antirutsch-Klebestreifen auf den Decksluken waren mir schon länger ein kosmetischer Dorn im Auge und wurden jetzt mit Hilfe von Aceton und Olivenöl rückstandslos entfernt. Das Olivenöl hat den Vorteil, das es selbst hartnäckige alte Kleberänder schön aufweicht und diese dann besser zu entfernen sind. Neue Antirutschstreifen werden wir erst mal nicht kleben,  ich bekomme eh schon eine kleine Krise, wenn jemand auf die durchsichtigen Makrolon-Decksluken tritt und wer nicht darauf tritt, kann auf den glatten Oberflächen auch nicht ausrutschen, so einfach ist das.

Nun liegt die Hexe bereit – sogar am neuen alten Liegeplatz

Ansonsten ist es in den letzten acht Tagen im Hafen von Puerto Calero etwas ruhiger geworden, die Haupt-Abreisezeit in die Karibik scheint vorbei zu sein, und es kommen deutlich weniger Boote, die auf der Durchreise sind.

Schön für uns ist, dass wir auf Lanzarote viele liebe Menschen kennen, sodass die eine oder andere kleine Feier an Bord, ein Bier im Upperdeck, oder ein gemeinsames Abendessen in geselliger Runde unseren Segleralltag rundherum positiv prägen. Wir Menschen sind soziale Wesen und nur bedingt zum Alleinsein fähig, daran wird auch diese Pandemie nichts ändern.

Der Wetterbericht hat keine guten Nachrichten

So, jetzt habe ich doch soviel geschrieben, eigentlich wollte ich mich ja noch über das Wetter und unsere mögliche Abreise auslassen. So versuche ich, mich kurz zu fassen, weil es so eine vertrackte (Wetter)-Situation auf dem Atlantik ist. Es gibt also entweder zu viel Wind, zu wenig bis kein Wind in der Mitte, unnötig hohe Wellen, Gegenwind auf gut 10 Prozent derStrecke. Zusammengefasst: Das entspricht nicht unserem Traum vom atlanischen Segeln und endlosen Surfs – wir warten ab.

Verschoben

aber nicht aufgehoben, ist unsere Atlantiküberquerung fürs Erste.

Die ganze letzte Woche waren wir noch mittendrin in den Vorbereitungen. Weitere Reparaturen sind dazugekommen, die Logge ging kaputt und wurde bestellt, der Temperatursensor am Backbordmotor war auf magische Weise abgebrochen und sorgte für einen Daueralarmton beim Motorlauf und das Schloss von der Salontür weigerte sich plötzlich, dieselbe zu verschließen. Dazu kamen Wes und der Kran, und das ehemalig delaminierte und jetzt reparierte Schwert wurde wieder eingebaut. Auch die ausstehenden Opferanoden für die Kielkühlung der Kühlschränke kamen endlich an und wurden von mir bei einem Tauchgang unter den Rümpfen an ihren vorgesehenen Plätzen angeschraubt.

Unsere Treibstofftanks sind bis oben hin gefüllt, und noch 180 Liter Diesel fanden ihren Weg in diverse Reservekanister. Cornelia hat mit Irene und Peter von der Zapoli noch Gastlandflaggen für einige karibische Inseln gekauft und schlussendlich haben wir uns für Martinique, als erste Anlaufstelle, entschieden. Heute wollten wir bei der Policia Frontera ausklarieren und für den Sonntag war die Abfahrt geplant.

Cornelia checkt das Wetter…

Gestern war in Spanien ein Feiertag, Heilige drei Könige, und für uns ebenfalls so eine Art  Ruhetag und endlich Zeit, damit wir uns eingehend mit der aktuellen und zukünftigen Wettersituation auf dem Atlantik befassen konnten. Was ich da sah, lies mich zuerst staunend und dann zunehmend wütend zurück. Da geht doch tatsächlich ab der kommenden Woche, dem ewig treuen Passatwind die Puste aus und zwar nicht nur lokal beschränkt, sondern auf einigen tausend Quadratkilometern.

… Windfinder hat keinen Wind …

Und damit nicht genug. Wir reden hier nicht nur von einer kleinen Flaute für ein paar Tage. Diese ungewöhnliche Wetterlage soll mindesten für den ganzen Vorhersagezeitraum von 7 Tagen andauern und erstreckt sich fast gänzlich über die 3000 Seemeilen bis nach Martinique.

… und bei Passage Weather sieht es auch nicht besser aus

Es hat schon eine Weile gedauert, bis ich mich abgeregt habe und die Enttäuschung abgeebbt ist. Wir haben nochmals unsere maximale Reichweite unter Motor kalkuliert, die neuesten Wetterberichte von heute gecheckt und dann schweren Herzens die Entscheidung getroffen, die Abfahrt auf zunächst unbestimmte Zeit zu verschieben.

Wir wollen in die Karibik, aber nicht motorend, wir wollen segeln und nicht bei 3-5 Knoten Wind,  der zudem noch aus der falsche Richtung kommt, dahindümpeln. Wir wollen das typische Passatwetter, 15-20 Knoten Wind aus der richtigen Richtung und schöne Surfs im endlos-blauen atlantischen Ozean.

Das werden wir irgendwann bekommen und darauf werden wir warten, zur Not auch länger. Und was kann es schöneres geben, als auf unserer Lieblingsinsel Lanzarote auf ein geeignetes Wetterfenster zu warten.

Neujahrsausflug

Pünktlich zum neuen Jahr haben wir mit Freunden Ulrike, Gerd und Achim einen kleinen Segelausflug und gleichzeitig eine Testfahrt gemacht. Denn vor der großen Fahrt wollten wir gerne ausprobieren, ob alle Systeme an Bord ihre Arbeit verrichten.
Und das war gut so, denn einiges musste noch eingestellt werden in den Navigationsinstrumenten. Und am Backbord-Motor ist der Temperaturfühler kaputt. Und die Logge, die Bootsgeschwindigkeit angibt, tut ihren Dienst auch nicht.
Aber draußen auf See, ganz in der Nähe des Hafens, sind wir plötzlich inmitten einer großen Delfinherde, die schönen Tiere spielen eine ganz lange Zeit um uns herum, zeigen ihre weißen Bäuche und springen aus dem Wasser.
Bei sehr wenig Wind und glatter See verleben wir einen schönen ersten Tag des Jahres auf See.

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