Autor: Hexymama

  • Pfingstsonntag, 24. Mai 2026

    Baro 1016, diesig, 22°, Wind anfangs wechselhaft, später NO bis N um 3 bis 5 Beaufort

    Logge 9230, Motor rechts 1270,4, links 1251,7 h, Dieseltank voll

    10:30 verlassen wir Puerto Calero nach einem Stopp an der Tankstelle, wo wir nicht nur die zwei Dieseltanks auffüllen, sondern auch noch vier Kanister, denn in der Wettervorhersage ist eher schwacher nordnordöstlicher Wind angesagt. Unter Motor fahren wir an Playa Quemada vorbei, um die Ecke an den Papagayo-Stränden entlang, Playa Blancq liegt im Kalima-Dunst, und ab dem südwestlichem Ende der Insel am  Leuchtturm Pechiguera werden die Segel gesetzt, noch fahren wir außerdem mit Hilfe der Motorkraft.

    Um 15 Uhr kommt die Genua raus, der Motor darf ein bisschen schlafen, aber das dauert nicht lang. Dieses Spiel spielen wir bis zum Abend, Genua rein, Motor an, Genua raus, Motor aus. Der aktualisierte Wetterbericht um 19 Uhr bestätigt unsere Befürchtungen, der Wind dreht immer weiter nördlich, mal mehr, mal weniger. 

    Zum Essen gab es heute leckere Tortellini alla panna, Volker hat gekocht, obwohl die See heute sehr ruppig ist und man – vor allem ich – mich überall festhalten muss, um nicht gegen die Möbel oder aufs Sofa zu fallen.

    Nach dem Essen hat der Wind aufgefrischt und auf nette 50-60 Grad Windeinfallswinkel gedreht. Also wird mal wieder ab 21:10 gesegelt. Tatsächlich nimmt der Wind immer weiter zu (das hat keiner meiner Wetterberichte vorhergesagt), daher muss in die Genua Reff 1 eingebunden werden.

    Das ist auch für eine Taube zu viel, „Andrea“ denkt sich, sie könne mit der Fähre nach Madeira fahren. Andrea deswegen, weil bei Tauben das Geschlecht ganz schwer zu bestimmen ist, und Andrea gibt es – vor allem im Deutschen – als weiblichen Vorname – und in Italien heißen viele Männer so. Jedenfalls ist sie erstmal bei uns ins Cockpit geflogen, dann kam sie tatsächlich rein und setzte sich nach einer Weile auf den Küchenblock. 

    Das Wasser und die Sonnenblumenkerne hat sie kurz angerührt, sie war offensichtlich sehr müde und hat die Nacht dankbar, still und schlafend bei uns verbracht. Am nächsten Morgen, beim Hellwerden ist sie jedoch aktiv geworden, sie hat auf Taubenart gegurrt, die Kerne gegessen und wollte dann das Boot erkunden, spazierte unter das Salonbett, und hätte am liebsten auch die Rümpfe inspiziert. Das ging ja nun zu weit, jetzt musste sie wieder raus ins Cockpit. Auch dort hat sie Futter und Wasser bekommen, und war offensichtlich beleidigt, dass sie draußen bleiben musste. Es hätte noch gefehlt, dass sie an die Scheibe geklopft hätte, aber sie stand auffordernd davor. Mittags hat sie einige Flugübungen begonnen, war weg, kam aber immer wieder und trippelte von dem Landeplatz auf unseren Solarpaneelen in den Schutz des Cockpitzeltes.

    22:20 Uhr: Der Wind hatte aufgefrischt auf scheinbaren Wind von über 22 Knoten, als plötzlich ein lautes „Bäng“ ertönt. Ich hatte gedacht, das sei nur eine besonders grobe Well, die von unten an das Brückendeck geschlagen hat, aber Volker ist sofort rausgestürzt und hat gesehen, dass deie Leine des Unterliekstreckers gerissen war. Natürlich passiert  so etwas immer in der Nacht, im Dunkeln. 

    Wir haben das Großsegel abgelassen und Reff 1 einngebunden, dann hat Volker die gerissene Leine am Unterliekstrecker repariert. Mir gefällt das ja gar nicht, wenn er da oben auf dem Dach herumturnt, ich schaue ihm dabei immer ziemlich gestresst zu, habe aber eigentlich unerschütterliches Vertrauen in ihn, bei allem, was mit Booten zu tun hat. (Sonst natürlich auch, aber hier besonders.)

    Mit diesen beiden Reffs und einem Windeinfallswinkel von rund 60 -70 Grad fährt die Hexe im Vergleich zum anfänglichen Motoren viel ruhiger. Wir können sogar immer wieder ein bisschen anluven, das wird uns bei dem für morgen vorhergesagtem Nordwind sehr gut passen. Bis ca. 04:00 Uhr hält der Wind an, die Hexe segelt schnell mit 7-8 Knoten, aber dann wird der Windeinfallswinkel wieder spitzer, der Wind lässt nach, der Motor muss mit schieben.

    Gegen 23 Uhr habe ich begonnen, mich zum Schlafen fertig zu machen, habe mir gerade die Zähne geputzt, als ich eine Welle aufs Deck schlagen höre. Danach kam eine noch stärkere und plötzlich stand ich unter der Salzwasserdusche. Offensichtlich hatten wir die Luke geschlossen, aber sie nicht mit den beiden Griffen verschlossen, und die Welle war stark genug, das Glas hochzuheben. Oh je!!!

    Glücklicherweise hatte ich die Tür geschlossen, sonst wäre auch noch der ganze Flur nass gewesen, mit den Bilgen darunter, wo sich viele unserer Vorräte befinden. Erst mussten mal die Wassermassen mit den Handtüchern aufgenommen werden, dann einmal mit Süßwasser abgewischt, wir waren eine Weile beschäftigt.

    Das war genug Aufregung für den ersten Tag unserer Reise gen Norden, für den Rest wünschen wir uns 13 bis 14 Knoten Wind aus 70 – 90°. Träumen darf man ja.

  • Was sich so alles auf der Insel zugetragen hat

    Wes mit Drink im UpperDeck

    Die „Im Sommer-nach-Hause-Reisende“ sind nun alle weg, von unseren Freunden sind nur noch wenige auf der Insel (aber ganz besonders liebe Freunde). Trotzdem wird es uns nicht langweilig. Mit Roisin und Wes haben wir nette Abende bei gemeinsamen Restaurantbesuchen verbracht, als wir alle keine Lust zum Kochen hatten. Nun sind diese beiden auch noch für eine Woche im Urlaub in Maribor, da machen wir die Leinen los und legen ab.

    Aber hier nun der Bericht der letzten Aktivitäten:

    Zunächst habe ich mit den SD-Karten für unseren Plotter gekämpft, auf denen die Seekarten gespeichert sind und die ich gerne vor größeren Fahrten aktualisiere. Die eine Karte von „Lighthouse“, die in dem neuen Axiom-Plotter war, als wir ihn eingebaut bekommen haben, ließ sich nicht aktualisieren, weil wir keinen Voucher dazu auftreiben konnten.

    Unsere „Navionics“-Karte war plötzlich nicht mehr lesbar, weder im Plotter, noch in meinem Laptop. Wahrscheinlich habe ich sie selbst zerstört, als ich sie aus dem Plotter nicht ordentlich software-mäßig ausgeworfen habe, als ich sie entfernen wollte. Glücklicherweise hat Federica von Navionics mir schnell und unkompliziert geholfen, und ich konnte das Abo auf eine ältere, abgelaufene SD-Karte übertragen. Und – noch mehr Glück im Unglück –  ich hatte im November, lange nachdem wir auf Lanzarote angekommen waren, eine Sicherung der Routen, Wegpunkte und Tracks  auf meinem Laptop gespeichert, und konnte ebenfalls alles auf das neue Gerät übertragen. Soviel zu meiner nervenaufreibenden Denkarbeit. Jetzt muss ich mich nur noch mit dem neuen System vertraut machen, weil ja doch wieder vieles anders ist.

    Körperlich, nicht nervlich anstrengend war Volkers Vorhaben. Unter der Ankerkette liegt, zum Schutz des Decks, eine lange Leiste aus festem Kunststoff. Diese sollte, ausgetauscht werden. Zuerst mussten alle Schrauben gelöst werden, dazu stand Volker im Beiboot unter der Leiste und schraubte die Befestigungen mit der Nuss, und ich kniete oben auf Deck und hielt die Schrauben fest, dass sie nicht durchdrehten. Dann waren sechs Kunststoffteile los, sie wurden nummeriert, und ab in Wes’s Werkstatt, um neue Teile zuzuschneiden, und die Löcher an den entsprechenden Stellen zu bohren. Dann ging es für Volker wieder ins Dinghy, und für mich auf die Knie, um den umgekehrten Weg zu gehen,  alles wieder fest zu schrauben. Anschließend hatte Volker Rückenschmerzen, und meine Knie waren malträtiert, ich konnte drei Tage keine Yoga-Übungen mehr auf Knien machen. 

    Aber es gab auch sehr schöne Momente zu berichten:

    Es war so schön warm geworden – wie wohl in Deutschland auch – sodass wir gerne am Nachmittag mit dem Beiboot außerhalb der Marina zum Baden gefahren sind. Und da saßen zu meinem Entzücken viele rote und schwarze Krabben auf den warmen Steinen. Und bei einem Spaziergang rund um die Marina entdeckten wir plötzlich, ein paar Kilometerentfernt auf See, einen großen Wal, er hat geblasen, ist dann aber leider wieder schnell abgetaucht, ehe wir die Kameras bereit hatten. Soviel zu den Natur-Ereignissen.

    In Puerto Calero war auch was los: Letzten Freitag haben gleich zwei Restaurants neu eröffnet, und dies mit großen Pomp gefeiert. Zunächst allerdings war Volker total aufgebracht, weil das eine, ein mexikanische Restaurant, mit richtig lauter Musik den Hafen beschallte. Aber da die Töne nur zwischenzeitlich aus der Dose kamen, und sonst ein Mexikaner im goldbesetzten Kostüm mit Sombrero life gesungen hat, waren wir wieder versöhnt, und sind nach dem Abendessen neugierig hingegangen. Das Essen an Bord hätten wir besser gelassen, es gab nicht nur alle Getränke frei, sondern es wurden auch leckere Snacks gereicht. Ich war wohl ein bisschen underdressed, die meisten Mädels hatten sich total schick gemacht. Wenn endlich mal was los ist!

    Auch bei dem zweiten Restaurant, das sich als Grill-Gaststätte vorstellte, gab es freie Getränke. Volker hatte einen großartigen Cocktail mit vielen Früchten und ausreichend alkoholischenZutaten. Das Lokal ist sehr geschmackvoll eingerichtet, es wurde mit Licht gespielt, und ich war begeistert von dem Wasserhahn auf der Toilette, der kommt aus der Decke und speit warmes Wasser, sobald man die Hände darunter hält.

    Und eine ganz große Veranstaltung war am Samstag: Der Ironman 2026 auf Lanzarote. Er gilt weltweit als einer der härtesten Triathlons überhaupt, bei dem eigentlich nie irgendwelche Rekorde aufgestellt werden. Das beginnt früh um sieben Uhr mit dem Schwimmen im Atlantik, Strömungen und manchmal hohe Wellen machen es den Athleten nicht leicht, die 3.850 km zurückzulegen. Und wenn sie dann auf ihren Fahrrädern sitzen, müssen sie ca. 2.400 Höhenmeter überwinden, bei starken und oft böigen Passatwinden. Dann ist wahrscheinlich der Marathon am Schluss sozusagen die Kür.

    Wir haben am Sonntagmorgen abgelegt und motorsegeln jetzt bei wenig Wind, der auch noch aus der falschen Richtung, von vorne kommt, nach Madeira. Den Leuchtturm „Pechiguera“, am südwestlichen Ende von Lanzarote ,haben wir schon hnter uns gelassen. Und wir haben 274 Liter Diesel getankt, da schreckt uns der fehlende Wind ausnahmsweise nicht. Egal, wir mussten irgendwann mal los, und zur Not fahren wir eben mit Diesel statt mit Wind.

  • So viel Zeit

    ist vergangen seit unserem letzten Blogbeitrag, ich bitte daher jetzt schon einmal um Entschuldigung, dass dieser hier lang und mit vielen Erlebnissen geschmückt ist.

    Die endgültige Fertigstellung unseres neuen Batterie-Management-Systems gestaltete sich schwieriger als vorhergesehen. Es fehlte hier noch ein Kabel, dort musste eines anders angeschlossen werden, natürlich mussten es pezielle Kabel und Teile sein, es zog sich hin. Wes und Jan haben viele Stunden in den technischen Eingeweiden in unserem Salon verbracht, kniend, auf dem Boden liegend, manchmal – sozusagen zum Ausruhen – auch mal sitzend. Zum Schluss ging es noch um die Software der Victron- und Mastervolt-Kontrollzentren. Bis nach 18 Uhr am Freitag Abend waren Wes und ich mit Laptop und Mobiltelefon dabei, die Software so einzurichten, damit Apps auf den Handys bzw. auf dem Kontrollbildschirm im Boot einwandfrei arbeiten.

    Wir waren noch in den letzten Zügen, als bereits die ersten Gäste ankamen, denn wir hatten noch schnell zu einem Champagne Friday eingeladen. Es war so kurzfristig, dass nicht alle Freunde Zeit hatten, aber wir haben in kleinem Kreis ausgelassen gefeiert. Es gab Quiche Lorraine, spanischen Cava und viel Musik, Jörn hatte seine Gitarre dabei, und nach seinen schönen Eigenkompositionen spielte e auch die uns bekannten Lieder, bei denen wir alle bereits mitsingen können. Also: es war ein wundervoller Abend. 

    Für Samstag war ein großes Konzert im Amura, dem Event-Restaurant in der Marina, angekündigt, eigentlich eher ein DJ-Fest als ein Konzert, das bedeutet: „Sehr laut!“ und viele laute Beats. Wir haben das schon einmal im Hafen erlebt, und fanden es nicht so angenehm, deswegen sind wir am Samstag mittag einfach mit dem Boot in die schöne Bucht vor der Playa de la Arena gefahren, haben den Anker im Grund versenkt, und so einen ruhigen Nachmittag und Abend verbracht. Wir waren schwimmen und haben einen Ausflug mit dem Dinghy gemacht, sehr entspannt. Eigentlich wollte Volker bei der Dinghy-Tour an den Felsen schnorcheln, aber leider mussten wir feststellen, dass irgendwelche Teilchen im Wasser schwammen, da hatte wohl ein großes Schiff seine Fäkalientanks geleert.

    Nach einer auch windtechnisch ganz ruhigen Nacht wurden wir in den frühen Morgenstunden von starken Böen geweckt. Als es ein bisschen ruhiger wurde, haben wir sofort den Anker gelichtet und sind zurück in die Marina gefahren. Um 14 Uhr sollte unser Flieger nach Frankfurt gehen, wir wurden pünktlich von unseren lieben Freunden Barbara und Thomas abgeholt, die uns zum Flughafen brachten. Dankeschön!

     Blau so blau empfing uns der Himmel in Deutschland, als wir an diesem Sonntag in Frankfurt landeten. Dazu gelbe Rapsfelder, saftig grüne Wiesen und Bäume, und Blüten in allen Farben. Das war denn auch das Wetterthema für die nächsten 14 Tage: Sonne, Sonne, Sonne! Beständiger als auf Lanzarote! Gut, die Nächte waren noch kühl, aber sobald die Sonne ein bisschen höher gestiegen war, konnten wir bedenkenlos draußen frühstücken. Am Abend wurde eher drinnen gegessen, direkt nach Sonnenuntergang wurde klar, dass es schließlich erst April war.

    Natürlich sind wir am nächsten Tag sofort zu unseren Enkelinnen gefahren, die sich auch – glücklicherweise – sehr über Oma und Opa gefreut haben.

    Das wurde in den letzten zwei Wochen unsere Hauptbeschäftigung, alle zwei bis drei Tage waren wir dort, wir haben auf dem Trampolin gehüpft, auf dem Spielplatz geschaukelt, Volker war mit Zoey schwimmen (nein, noch nicht im Freibad), auch das Eisessen kam natürlich nicht zu kurz.

    In Darmstadt hingegen kam das Kulturelle auch nicht zu kurz, einen Sonntag haben wir uns Fotokunst auf der Mathildenhöhe angeschaut und vorgestern Abend gab es – für mich – Kultur im Staatstheater,. Das Musical „Lazarus“ von David Bowie und Enda Walsh, mit einer ein bisschen abstrusen Handlung, aber unglaublich schönen Bildern und stimmlich sehr überzeugenden musikalischen Darbietungen der David-Bowie-Songs. Das Publikum hat es mit frenetischem Beifall honoriert.

    Klar, wir haben in Darmstadt viele Freunde getroffen und wundervolle Abende verbracht. Auch der Garten bekam eine große Menge Pflege, und die Enkelkinder viel Aufmerksamkeit. Wie es weitergeht, davon werden wir im nächsten Blogbeitrag berichten.

  • Und schon wieder …

    fing die Capitania ab Mitte März an, mit eindeutigen Erkältungsanzeichen rumzulavieren. Schleimlöser, Inhalieren, Hustentropfen, das ganze Programm. Röchelnd, schnäuzend und hustend, die Krankheitssymptome bannen sich immer mehr ihren Weg. 

    Blumenmeer – ein kurzer Ausflug mit Axel und Petra

    Ab dem 19. März ist dann meine Liebste wieder richtig krank, mit hohem Fieber und Schüttelfrost. Genau an dem Tag, an dem unsere lieben Freude Axel und Petra hier an Bord zu Besuch kommen. Die nächste Nacht ist die Hölle, am nächsten Morgen geht es Cornelia noch schlechter. Sorgenvoll kreisen meine Gedanken um sie. Es bleibt keine Wahl, der Entschluss steht fest, ich muss Cornelia in fachlich-medizinische Hände übergeben. Nach ein bisschen Widerstand (Volker hat mich gefragt, was ich tun würde, wenn er so krank wäre), gibt sie sich geschlagen und stimmt zu. 

    Im Krankenhaus angekommen, bestimmen die gravierenden Symptome den vorgegebenen Weg. Die Ärzte weisen Cornelia auf die Intensivstation ein, dort wird sie rund um die Uhr medizinisch überwacht und ganze vier Tage lang betreut. Nicht nur die Atemwege sind betroffen, es hat sich eine Sepsis ausgehend von einer Nierenentzündung in ihrem Körper ausgebreitet, die, dank der schnellen und zielgerichteten Entscheidung des Intensivmedziners, mit Anitbiotikahämmern aus der WHO Reserveliste behandelt wird. Dann bessert sich glücklicherweise ihr Zustand langsam und damit mein Seelenleben auch. 

    Doch es dauert noch weitere sechs Tage, bis meine Liebste wieder zurück an Bord ist. Was für ein Wahnsinn, aber auch was für ein Glück, dass solch kompetente Ärzte im Hospiten in Puerto del Carmen die Weichen in die richtige Richtung gestellt und damit das Leben der Capitania, buchstäblich gerettet haben. 

    Unser tiefer Dank gilt Dr. Carlos und Dr. Enrico (sie haben sich so vorgestellt, die Nachnamen kennen wir wirklich nicht), dem gesamten engagierten Pflegepersonal, unserem Freund Peter, der uns aus den Bahamas allzeit ärztlich beratend zur Seite gestanden hat, unseren beratenden und mitfühlenden (Doktoren)-Kindern und unseren Freunden, die uns liebevoll ihre Anteilnahme spüren ließen.

    Jetzt müssen wir uns erstmal erholen, die Capitania mehr körperlich und ich mich mehr vom Schlafmangel und der Aufregung der letzten Tage. Segeln steht in der nächsten Zeit eher noch nicht auf dem Programm, dafür ist es zu früh.

    Doch es gibt auch Gutes zu vermelden: Der Geräteträger für die neuen Sonnenpaneele ist lackiert und installiert und sieht, wie ich finde, total schick und elegant aus. Bald kommen die Solarzellen an ihren vorgesehenen Platz, und dann sind wir, wenn alles stimmt wie berechnet, komplett energieautark. 

  • Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen

    Tatsächlich stimmt das – erstaunlicherweise  – auch für Lanzarote, es gehört ja zu Spanien. Wir haben das noch nie so gesehen, und ganz viele andere, die noch länger hier auf Lanzarote leben, haben mir das bestätigt, nicht oft grünt es so grün.

    Seit Anfang des Jahres regnet es. Nicht nur einmal in der Woche, wie anfangs, inzwischen regnet es an den meisten Tagen eher zweimal täglich, sehr seltsam. Solche Regenmengen sind auf Lanzarote eine Seltenheit, die Abflüsse an Straßen und Plätzen sind für solche Mengen nicht ausgelegt, in der Hauptstadt Arrecife, am Charco, geht unsere Freundin Ulrike nur mit Gummistiefeln mit dem Hund spazieren. Dafür gibt es unglaublich schöne Regenbogen:

    Wir genießen die Fahrten über die Insel, man kann quasi zuschauen, wie das Gras, die Kräuter und die Wiesenblumen wachsen, Volker hatte schon die Idee, hier groß einzusteigen mit dem Import von Unkrautvernichtungsmitteln und Rasenmähern. Selbst an den Hängen der Vulkane wachsen kleine grüne Pflanzen, und inzwischen blühen die ersten Wiesenfelder. Lanzarote besteht ja aus Vulkangestein, und Vulkanerde ist unglaublich fruchtbar, reich an Mineralien, deshalb braucht es nur ein bisschen  Regen, und schon fängt das Wachstum an. Wenn es aber so viel regnet wie in den letzten Wochen, kann man den Pflanzen beim Wachsen zuschauen.

    Zwischendurch kommt ein strahlend blauer Himmel ans Licht, und wenn die Sonne strahlt, ist es warm, man kann draußen sitzen – aber nur im Windschatten – und die Wärme genießen. Denn der Wind war fast die ganze Zeit eher stürmisch. Gestern ist er eingeschlafen, aber – ebenfalls seit Beginn des Jahres – hatten wir mehrere Tage mit acht Windstärken. Deswegen gab es auch über vier Meter hohe Wellen an den nordwestlichen Küsten der kanarischen Inseln. Dort sind leider auch mehrere Menschen in den Wellen umgekommen. 

    Nun gibt es hier Menschen, die sich total freuen über das Grün, und andere, denen der Regen auf die Nerven geht, die ihre Insel lieber wieder in rot-schwarz sehen würden. Wir haben die Cockpitkissen im Boot verstaut, damit sie nicht nass werden, die Stoffschuhe in den Schrank gepackt, die warmen Mäntel und Regenjacken rausgeholt, aber wir sind immer wieder begeistert von dem neuen Farbglanz unserer Insel. Und oftmals gibt es wunderschöne Regenbogen.

    Ab heute, Samstag, soll die Regenzeit vorbei sein. Tatsächlich hat es bis jetzt, 16:00 Uhr, noch nicht geregnet. Aber so richtig warm ist es leider nur im Windschatten, bei Sonne. Samstags gibt es bei den hiesigen Weingütern, also zumindest bei einigen, Live Musik, wir wollten gerne zuhören, und waren beim Weingut Stratus. Es war auch sehr schön, eine karibisch anmutende Sängerin sang mit bluesig-jazziger Stimme bekannte Lieder, leider nur zur Musik aus der Dose, aber es gefiel den Anwesenden gut, es wurde ordentlich applaudiert. Nur leider frischte der Wind immer mehr auf, sodass wir mit eiskalten Händen schließlich ins warme Auto geflohen sind. 

    Normalerweise muss man auf Lanzarote den Weißwein oder den hervorragenden Sekt aus der Malvasia-Traube richtig kühlen, mit Kühlmanschetten oder diesem genialen Stab, den uns Freundin Susanne geschenkt hat. Er wird einfach im Eisfach gekühlt, und in die Weinflasche gesteckt. Der Wein kommt dann durch den Stab in einem feinen Strom ins Glas, und ist tatsächlich eiskalt.  Aber heute waren die Weißweine auch so richtig in der Temperatur, die vollen Gläser konnten sogar eine Weile rumstehen, ohne dass der Wein zu warm geworden wäre.

    Nach dem Wochenende soll endlich wieder das lanzaroteñische Winterklima zurück kommen, 20 bis 25 Grad am Tag und nicht kälter als 18 Grad in der Nacht. Na, dann hoffen wir mal, dass die Vorhersagen der Wetterberichte stimmen. Aber, trotz allem Gejammere ist es hier ja doch deutlich wärmer als im kalten Deutschland oder im noch kälteren Kanada!

    Die Windsbraut kommt!

  • Ein spektakuläres Mannöver

    Letzten Sonntag fand vor unserer Marina Puerto Calero – wie jedes Jahr – ein vielbeachtetes Event statt. Das Rennen der schnellsten und manchmal auch schönsten Boote (kommt ganz auf den Standpunkt an), veranstaltet von der RORC, dem Royal Ocean Racing Club, startet in Arrecife und 21 teilnehmende Boote segeln nach Antigua.

    Wir sind gerne dabei, mit vielen anderen Booten von der Insel, wenn die Ein- und Mehrrumpfer eine Boje direkt vor unserer Marina an Backbord lassen müssen. Und jedesmal sind wir fasziniert von den Booten, den perfekt einstudierten Manövern und den enormen Geschwindigkeiten, die diese Schönheiten des Meeres nach der Umrundung der Boje ganz schnell erreichen.

    Tatsächlich hat die „Argo“ das Rennen gewonnen: Nach nur 4 Tagen und fast, aber nicht ganz 24 Stunden ist die Crew nach 3.211 Seemeilen in Antigua angekommen. Auch das zweite Boot „Zoulou“ hat nur 5 Tage und 2 Stunden gebraucht für 3.274 Seemeilen. Das war bestimmt ziemlich anstrengend für die Crew und für das Boot.

    Der schnellste Einrumpfer „Raven“ ist heute angekommen, nach 6 Tagen und 22 Stunden, die sie für 3.570 Seemeilen gebraucht hat. Alle anderen Boote sind noch unterwegs, das letzte soll – hochgerechnet – am 28. Januar in der Karibik ankommen.

    Wir gratulieren der „Argo“ als schnellster Multihull und der „Raven“, als schnellstem Einrumpfer, und wir werden das Race weiter verfolgen.

    Wir haben zu der Bojenrundung vor unserer Marina einen kleinen Film gemacht, den Ihr mit dem Link dort unten auf Youtube ansehen könnt. Viel Spaß!

  • Feliz Navidad

    Noch sind wir im derzeit kalten und windigen Deutschland, haben anlässlich der längsten Nacht den Beginn der längeren Tage mit vielen Freunden bei uns im Garten gefeiert.

    Heute ist Heilig Abend, die Krippe ist aufgebaut, das Engelsorchester schaut auf den Maestro und der Tannenbaum ist geschmückt, die eingepackten Geschenke liegen darunter. Alles ist bereit für die große Familien-Weihnachtsfeier mit unseren Kindern und Enkelkindern, die bei uns traditionell am 25. Dezember stattfindet.

    Wir wünschen unseren Freunden, wo auch immer Ihr auf der Welt oder den Weltmeeren sein mögt, ein fröhliches Weihnachtsfest mit Euren Lieben und friedliche letzte Tage in diesem Jahr 2025.

  • Feiertage

    gibt es reichlich auf den Kanaren, und es scheint immer, als hätten sie dort viel mehr davon als in Deutschland. Das stimmt nicht ganz, weil wir zum Beispiel an Weihnachten und Ostern mehr freie Tage haben als die Spanier. Jedoch gibt es so viele regionale  Feiertage, die – für uns – immer unerwartet auftauchen. So zum Beispiel der 8. Dezember, Mariä Empfängnis, den wir absolut nicht auf dem Schirm hatten. Denn eigentlich sollten morgen noch ein paar Dinge am Boot gemacht werden.

    Heute haben wir den zweiten Advent, draußen scheint die Sonne am wolkenlosen Himmel, und es hat Mittagstemperaturen von 25 Grad. Volker macht das Unterwasserschiff sauber, das geht auch nur bei einer erträglichen 21-Grad-Wassertemperatur, nachdem er heute morgen schon im Motorraum gewerkelt hat, ein fleißiger Mann! Vorhin waren wir mit dem Beiboot in der Bucht vor der Marina, wo ganz viele Leute im Meer badeten. Ich sitze jetzt im Sommerkleidchen am Kartentisch, und gestern kam zuhause der Nikolaus!

    Am ersten Advent jedoch haben traditionell wir mit Freunden am Nachmittag  gefeiert, mit Kaffee und Käsekuchen, es gab auch selbst gebackene Plätzchen und eine goldene Kerze mitten auf dem Tisch. Später aber musste auch eine Buddel Cava dran glauben, da war der Kaffeedurst schon gestillt.

    Es fühlt sich seltsam an, im T-Shirt Plätzchen zu backen, und man muss beim Ausstechen des Teigs höllisch aufpassen, dass man nicht zu lange damit rummacht, denn wenn der Teig zu warm wird, bekommt man die Teilchen kaum noch heil aufs Backblech. 

    Schon vor dem ersten Advent hat Volker unsere gesamte Weihnachtsbeleuchtung angebracht, der wiederverwendbare Tannenbaum, geschmückt mit den immer gleichen Kugeln, leuchtet ebenso wie die Lichterkette. Und dieses Jahr habe ich es – mit der tatkräftigen Hilfe von Ulrike – geschafft, einen Adventskalender für Volker aus Streichholzschachteln herzustellen. (Ulrike hat jetzt bei sich zuhause ein paar hundert Streichhölzer, leider ohne Schachteln.)

    Ich habe allerdings auch ein Adventsgeschenk bekommen, denn am Samstag vor dem ersten Advent waren wir im Auditorium der Jameos de Agua, eine Umgebung, geschaffen von César Manrique, dem Künstler von Lanzarote schlechthin. Der Saal ist ein natürliches Auditorium in einem Teil einer Vulkanhöhle, mit einem unglaublichen Klang, einer sensationellen Akustik. Wir haben dort ein Ballett gesehen, „Dique“, über einen Deichbau in Galizien, der im wesentlichen von 200 Frauen hergestellt wurde, die die gleiche Schwerstarbeit wie Männer für einen deutlich niedrigeren Lohn machten. Das Ballett war eine Mischung aus zeitgenössischem Stil und galizischen Tänzen. Die Musik passt sich dem Tanzstil an, oder die Tänzerinnen  sich der Musik, das war großartig und beeindruckend. Ein wunderschönes Spektakel in einer gewaltigen Umgebung!

    Bei unserem  letzten Champagne Friday des Jahres hat Volker uns mit mexikanischen Tortillas bekocht, was großen Zuspruch fand. Wir hatten zehn Freunde zu Gast, und mit zwölf Menschen haben wir gerade so an unseren Tisch im Cockpit gepasst. Die Champagne Fridays richten wir immer mal wieder aus, und die Zusammensetzung ist immer mal wieder anders, je nachdem, wer gerade auf der Insel ist, Zeit hat, usw. Diesmal hatten wir als „Neuheit“ ein junges Paar bei uns, Selma und Max, die gerade ihren Segelschein gemacht haben, und in Zukunft die Reisen im T3 VW-Bus mit einem Leben auf dem Wasser tauschen wollen.

    Ein besonderes Highlight war, das Jörn mit seiner Gitarre gekommen war, und uns wieder mit seinen wunderschönen eigenen Kompositionen erfreut hat. Und zum Schluss gab es den uns bereits bekannten Rausschmeißer die Hommage an „Hannelore“, bei dem alle Gäste mitsingen dürfen. Dank an Jörn, dass ich hier einen zusammen geschnittenen Teil des kleinen Konzerts in einem Video präsentieren darf.

    Und damit nicht genug der Höhepunkte, gestern durften wir mit Evelyn und Horst auf ihrer wunderschönen „Lippischen Rose“ mit nach Rubicon segeln, der schwache Wind vom Anfang frischte am Ende auf, und das „Röschen erreichte mühelos 8,9 also fast neun Knoten. Es war ein schöner Samstags-Törn, danke an Euch beide, Evelyn und Horst, wir haben es genossen, nach langer Zeit mal wieder auf einem Einrumpfer unterwegs zu sein.

    Am Dienstag fliegen wir dann in die – hoffentlich – richtige Weihnachtsstimmung. Und bei den vorhergesagten 14 Grad werden auch wir es bei einem Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt aushalten.

  • Der Sonne entgegen …

    … sind wir gestern geflogen. Obwohl an diesem Donnerstag sogar über Darmstadt ein leuchtend blauer Himmel mit Sonnenschein über die letzten grauen verregneten Tage hinweg tröstete.

    Schönstes Wetter zum Abschied

    Wir hatten seit dem letzten Bericht noch ein paar Tage mit Zoey allein und haben diese zu ausgiebigen Strandausflügen genutzt. So zum Beispiel zum Schnorcheln an die Playa Chica, dort sind immer Kinder, mit denen man am Strand spielen kann, man muss nicht immer die Wörter kennen, Burgen bauen ist Burgen bauen, egal in welcher Sprache.

    Englisch-deutsche Freundschaft

    Zur Playa de la Arena sind wir mit dem Beiboot gefahren, Zoey ist mit Volker den Sandberg hoch geklettert, und begeistert in den Wellen gehüpft. Auf dem Rückweg sind die beiden sogar aus dem Beiboot heraus zu einer kleinen ansonsten unzugänglichen Bucht geschwommen, eine ganz schön lange Strecke für kleine Menschen.

    Einen Tag war ich mit ihr im hiesigen Zoo, mit Vorführungen von Seelöwen, Papageien, etc. und vielen anderen Tieren zum Bestauen. Es gibt aber auch eine große Badelandschaft, und nach der ganzen Anstrengung durfte dann die Portion Pommes nicht fehlen.

    Am Freitag sind wir alle drei in den grau-trüben Oktober Deutschlands geflogen, wo uns Larissa dankenswerterweise am Flughafen abgeholt hat. An das kalte Wetter mit dem immer währenden Nieselregen wollten wir uns gar nicht erst gewöhnen, okay, einen halbwegs sonnigen Tag gab es auch. 

    Seit Samstag waren wir wieder kinderlos. Ganz still war es plötzlich im Haus, es gab keine Rollenspiele mit Kuscheltieren mehr (die hatten sich wunderbarerweise in Lanzarote vermehrt…), und abends saßen wir plötzlich zu zweit vor dem Fernseher.

    Damit es uns in den paar Tagen zuhause nicht zu langweilig wurde, sind wir am Mittwoch noch einmal nach Bekond zu unseren Enkelinnen gefahren, und Volker hat mit Zoey für die beiden je einen Halloween-Kürbis geschnitzt. 

    Gestern sind wir, diesmal mit Zwischenstopp auf Gran Canaria, wieder auf die Insel geflogen. Abends im Dunkeln kamen wir an, und wir hatten ein unglaubliches Glück. Denn während wir noch an der Haltestelle auf den Bus warteten, der uns nach Puerto Calero bringen sollte, kam zufällig Paolo, einer der Chefs von unserer Lieblingskneipe im Hafen, dem UpperDeck vorbei, und hat uns mitgenommen. Que bueno!

  • Wellendurcheinander

    Sonntag 5. Oktober 2025 Tag 8
    Baro 1021, wolkig, warm Wind 16 – 24 Knoten, die See 2 – 3 m, Etmal 137

    Um sieben Uhr fährt Volker eine Halse, und wir segeln nun auf dem anderen Bug eher ein bisschen nach Südost. In der Nacht hatte der Wind aufgefrischt auf 22 Knoten, plötzlich wurde die Hexe schnell, über elf Knoten Geschwindigkeit über Grund.  Auch nach der Halse bleibt der Wind konstant, wir müssen nur den Windwinkel immer im Auge behalten und gegebenenfalls den Kurs ein wenig korrigieren. Mal drei Grad anluven, mal zwei Grad abfallen, einfach wegschauen geht nicht gut. Deshalb war auch Volker fast die ganze Nacht wach.

    Die Wellen sind unangenehm, sie sind hoch und kabbelig, Yoga-Übungen auf einem Bein stehend muss man hier nicht machen, und für mich ist es wieder eine Herausforderung, vom Navitisch zum Kühlschrank zu laufen. So geht das den ganzen Tag. 

    Volker wird misstrauisch, weil der Hydrogenerator nicht so viel Strom liefert wie sonst. Also zieht er Schwimmweste an, anders machen das meine Nerven nicht mit, und befreit den Propeller, diesmal von einer Plastikleine.

    Zum Abendessen gab es Wraps, mit Hackfleisch, Karotten, Paprika, Zwiebeln, Lauch und Champignons, und diverse Soßen wie Guacemole aus der letzten Avocado und Cornelia’s Special white Mexican Sauce. Dazu einen Salat von Karotten, vom Skipper selbst auf der kleinen Reibe geraspelt. Und auch wieder lecker.

    Und wieder kein richtiger Sonnenuntergang

    Am Abend lässt der Wind weiter nach und dreht achterlicher, das Wellenbild bleibt konfus. Das Großsegel ruckt am Bullenstander und schlägt krachend wieder zurück, die Geräuschkulisse dabei ist eine Qual. Die Wucht des schlagenden Segels trotz Reff ist enorm. Der Wind lässt immer weiter nach. Der Entschluss ist gefasst. Das Großsegel wird geborgen. Danach fährt die Hexe völlig ruhig durch die nahende Nacht. Wir sind vielleicht anderthalb Knoten langsamer, nur mit der Genua, aber was für ein Unterschied im Geräuschniveau und in den Schiffsbewegungen. Ideale Voraussetzungen für eine weitere, diesmal ruhigere Nacht, auf dem großen und von einem fast vollen Mond hell erleuchteten Atlantik.