Vorbildlich

Hund auf Ausschau

integriert sich Samy ins Bordleben, egal ob die Capitania das Edelstahl poliert, ich in der Küche rumwerkel oder ob jemand von uns die drei Stufen  in den Seitenrumpf runtergeht, der Hund ist immer interessiert mit dabei. Außerdem ist Samy ein echter Schmuser und genießt es, gedrückt und gestreichelt zu werden. Bindungsmäßig fühlt es sich an, als ob er schon ganz lang bei uns ist und wir hoffen, dass Samy noch eine kleine Ewigkeit bei uns bleiben wird. Es macht echt viel Spaß mit diesem tollen Hund zusammen zu sein.

Volker am Rad der Dragon – ein bisschen Fremdgehen ist erlaubt

Spaß hat es mit heute auch gemacht, auf einem besonderen Schiff mit zu segeln, einem sehr schnellen Katamaran, der noch ein paar Zentimeter länger ist als unserer und den passenden Namen “Dragon” am Heck führt.

Dragon in voller Schönheit

Wenn man an Drachen denkt, kommen fliegenden Saurier aus der Urzeit in den Sinn, doch Dragon ist ein supermodernes Schiff in Vollkarbonbauweise mit allem Higtech, das es braucht, um so ein schnelles Gefährt, das gute 4,5 Tonnen weniger wiegt als die Hexe, sicher mit kleiner Crew durch die Wogen des Meeres zu segeln. Meistens zeigte die Geschwindigkeitsanzeige zweistellige Werte an und wir waren fast immer schneller als der Wind unterwegs. Topspeed am heutigen Tag waren fantastische 19 Knoten Speed over Ground und das mit der kleinen Stagfock und einem Reff im Großsegel bei flacher See. Der Unterschied zur Hexe, die ja nun nicht wirklich langsam segelt, war deutlich zu spüren.

Sauber läuft das Wasser am Heck ab

So ein schnelles Schiff braucht eine professionell erfahrene Schiffsführung und die hat es mit Gary und Tina, die die Trimmklaviatur, bestehend aus Traveller, Großschot, drehendem Mast und Schwertern, die Auftrieb produzieren, bestens beherrschen. Herzlichen Dank für den coolen Tages-Trip.

Freitag, der dreizehnte!

Heute Abend waren wir bei Monika und Walter zum Abendessen eingeladen und haben super leckeres Osso Buco mit Polenta gegessen. Es war zudem ein erstes Zusammentreffen an Bord von deren super liebem Bordhund Gipsy und Samy, den wir mitbringen durften. Die  Hunde haben sich gut verstanden – oder in Ruhe gelassen, wir haben uns gut unterhalten, vielen Dank an euch für den schönen Abend. Besser als heute kann ein Freitag, der dreizehnte, nicht vorüber gehen…

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Wer gewinnt?

Zurück an Bord vom Gute-Nacht-Spaziergang mit unserem neuen Hundeleichtmatrosen, springt Samy, so als wäre es selbstverständlich, direkt aufs Salonsofa und legt sich hin. Ich will ihn am Halsband hinunter zerren, weil er dort definitiv nicht hingehört Er fletscht die Zähne, knurrt mich an, ich werde laut und drück ihn auf kurz auf den Boden. Die erste Runde geht an mich.

Heute geht es auf eine große Spaziergehrunde hinter die Halbinsel vom Auditorium. Erster Gehversuch ohne Leine, weil der Hund bisher fabelhaft dicht neben uns her gelaufen ist. Samy läuft hin, wo er will und hört kein Stück. Klarer Punktsieg für den Hund.

Cornelia insistiert und meint, der Versuch ohne Leine sei zu kurz gewesen, der Hund muss sich erst an seine Freiheit gewöhnen. “Let the Dog out”, Teil zwei – Leine los. Vom Hunger (oder besser Gelüsten) getrieben, sucht der arme Samy das Gelände nach Essbarem ab und findet magischer Weise etwas Fleischiges, das sich später als eine riesige Scheibe Serranoschinken herausstellt. Er hat also einen guten Geschmack und will das Stück Schinken nicht mehr hergeben. Bei jedem Versuch, ihn anzuleinen, haut er flugs ab. Kluges Tier, ganz klar, aber irgendwann haben wir ihn mit viel List und Kraft vom Schinken getrennt. Da der Vorgang lange gedauert hat, kann man diese Runde als unentschieden durchgehen lassen.

Es folgt ein kurzer Strandbesuch, um mal zu sehen, ob sich der mittlerweile angeleinte Hund direkt ins Wasser stürzt. Tut er nicht, eher läuft er vor den Wellen weg, lässt sich dann aber doch auf eine kurze Salzwasserdusche ein.

Leider ohne Nummerngirl wie beim Boxkampf wird die nächste Runde zwischen Mensch und  Hund eingeläutet. An einer Bank lösen wir noch einmal die Leine, Samy findet prompt eine halbleere Austernschale, zerbeisst diese in einer affenartigen Geschwindigkeit und schluckt Teile davon.

Fazit: Nach zwei ereignisreichen Spaziergehstunden mit Samy suchen wir fieberhaft nach öffentlichen Fördergeldern im Internet für unseren Hund, weil der systematisch und konsequent Santa Cruz vom organischen Müll befreien möchte. Wenn wir keine Fördertöpfe finden, werden wir eine Petition starten.

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Ein Tag so…

Unabhängig voneinander haben wir beide in der Nacht wachgelegen und die Für-und-Widers bedacht, ob wir uns wieder einen Hund anschaffen sollen. Am frühen Morgen liegen wir nebeneinander und Volker fragt: „Was denkst Du?“ „Ei, ja, was denkst Du denn?“ „Klar, warum nicht?“

Samy – selbstbewusste Schönheit

Eindeutige Kommunikation zwischen Ehepaaren, noch vor dem Aufstehen, bedeutet: Wir fahren jetzt dorthin, holen den Hund, und schauen mal, ob er von uns geholt werden möchte. Und ob der wollte! Die ganze Meute der kleinen Hunde war aufgeregt, als wir die Papiere fertig machen lassen, damit wir Samy mitnehmen können, zuerst einmal ein paar Tage zur Probe. Den Hundepass bekommen wir normalerweise erst nach einer Probezeit von vierzehn Tagen, aber wir verhandeln auf den kommenden Sonntag, denn am Dienstag könnte das Wetter gut sein, um nach Gran Canaria oder Lanzarote zu segeln, und das machen wir nur mit gültigen Papieren.

Und Samy hat, ganz gegen seine Gewohnheit, heftig gebellt heute morgen, als wollte er sagen: „Heute müsst Ihr mich aber wirklich mitnehmen“. Gestern beim Abschied hat er schon soooo traurig geschaut, nach dem Motto: „Wie, Du nimmst mich jetzt nicht mit?“ Dabei muss man sagen, den Hunden im Refugio Internacional de los Animales geht es gut, sie werden hervorragend versorgt, der Tierarzt kümmert sich um sie, und die angestellten Tierpfleger sind den ganzen Tag damit beschäftigt, für der Tiere Wohl zu sorgen.

Selva hätten wir auch genommen

Wir bezahlen 105,00 €, gehen noch eine Runde mit Samy und drei anderen Hunden spazieren, alle süß, alles Kandidaten für einen Platz an der Hexensonne, Sancho, der quirlige junge Mix, Olga, ein bisschen älter, klein, aber oho, und Selva, keine Schönheit, von der man noch nicht viel weiß, weil sie gerade erst ins Heim gekommen ist, die aber, so denke ich, unglaublich intelligent ist; man könnte sie alle mitnehmen.

Samy – in ganzer Länge

Wir aber haben uns entschieden, Samy soll mit uns kommen. Samy ist zwölf Jahre alt, sein Herrchen ist verstorben, deshalb kam er ins Heim. Samy ist hübsch und ein ruhiger Charakter. Und er hat unser Herz gefangen. Warum sollte er sein Alter im Tierheim verbringen? Ein paar schöne Jahre noch mit uns sind viel besser. Findet er auch.

Nach obligatorischen Abschiedsfotos verlassen wir mit Samy das Heim, er steigt gerne ins Auto, muss überzeugt werden, dass er im Fußraum sitzt und nicht auf dem Beifahrersitz, irgendwann legt er sich hin. In La Laguna besorgen wir uns in der örtlichen Zoohandlung ein Körbchen, Dog-Shit-Beutel, eine Wasserschale und Spielbälle.

neues Terrain

zum Erkunden

Problemlos lässt Samy sich in Santa Cruz aufs Boot heben, erkundet es neugierig, in jede Schublade, die ich aufziehe, steckt er seine Nase und folgt uns auf Schritt und Tritt. 

Gute Nacht!

Erst als der Skipper sich zum späten Mittagsschlaf auf die Couch legt, macht der Hund es sich im Körbchen bequem. Im Moment kämpfen wir noch damit, Samy zu erklären, dass das Sofa den Menschen gehört und nicht dem Hund…

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Heavy Metal

so ein kleiner Hund!

Seit gestern haben wir wieder die täglichen Spaziergehrunden mit den Tierheimhunden in Los Realejos in unserem Tagesprogramm. Seit unserem letzten längeren Aufenthalt im Februar auf Teneriffa wurden viele der kleineren Hunde in ein neues Zuhause vermittelt. Die Arbeit der Tierschützer vor Ort wird wohl dennoch niemals enden, denn es gab ebenso viele Neuzugänge. Vor ein paar Tagen wurden drei gerade mal sechs Wochen alte Welpen bei einer Polizeistation abgegeben und von dort ins “Refugio internacional de los animales” vermittelt. Die drei schwarzen Babywelpen sind sooooo süß und genießen jede menschliche Zuwendung. Larissa, der wir ein paar Fotos zugesandt haben, meint, dass es sich eventuell um Bulldogwelpen handeln könnte.

“Sinfonia de las gambas”, lecker!

Gestern Abend waren wir unglaublich leckere Tapas in Puerto de la Cruz essen. Abschiedsessen sozusagen, nicht für uns, aber für Simone Jochen und Reik, deren Urlaub auf Teneriffa sich dem Ende zuneigte. Die „Bodega Julian” ist nicht nur wegen ihres leckeren Essens bekannt, es werden zwischendurch von dem Chef des Hauses und der stimmgewaltigen Tochter spanische Balladen gesungen und mit Gitarre begleitet.

Die ganze Familie macht Musik

Nicht umsonst glänzt die Bodega mit Top-Bewertungen im Netz und ohne Tischreservierung bekommt man auch keinen Platz.

Heute Nachmittag ging es mit unseren Schweizer Freunden, Walter und Monika, zu einem Probeschlag hinaus auf den Atlantik. Die beiden haben in Eigenleistung in 17 Jahren ein 42 Fuß langes Stahlschiff gebaut. Das Hauptaugenmerk bei der Ausfahrt war, was man trimmtechnisch am Schiff noch verbessern kann, um noch ein paar Zehntelknoten mehr raus zu kitzeln. Das Schiff ist als Langkieler konzipiert, braucht ein bisschen mehr Wind, bis es los segelt, dafür setzt es wundervoll weich in die Wellen ein und vermittelt so ein ganz anderes, ruhigeres Segelgefühl als die gewohnten Performance-Yachten. Trotz anfänglicher Schräglage beim Amwindkurs hatte Cornelia deshalb das Einrumpfersegeln sehr genossen.

brrrrr…

Das Wetter ist fast noch wie zur Winterszeit, es regnet hin und wieder, die Temperaturen liegen zwischen 18 und 20 Grad, und der Wind weht kühl aus nördlicher Richtung. Insgesamt  haben wir uns das ein bisschen wärmer vorgestellt oder vielmehr erhofft.

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Punktlandung

Der Teide, deutlich sichtbar beim Anflug

Sanft setzt die Boing 737 auf der Asphaltpiste des Flughafens auf, Applaus von den Fluggästen gibt es diesmal nicht. Irgendwie scheint es bei den Passagieren der Flugzeuge kein erkennbares System zu geben, ob nach einer glücklichen Landung geklatscht wird oder eben nicht –Zufallsprinzip anscheinend. Nur Cornelia wollte applaudieren, weil es eine ganze sanfte Landung der weiblichen Copilotin nach wirklich wackeligem Anflug war. Frauensolidarität eben.

Simone mit Jochen und Sohn Reik, die die Osterferien auf Teneriffa verbringen, holen uns vom Flughafen mit deren Leihwagen ab. Los geht es zum Schiff. Die Hexe liegt weiß glänzend im Hafenbecken und sieht hübsch aus. Cristino, unsere „Putzfee“ hat in unserer Abwesenheit ganze Arbeit geleistet, ohne das geht es auf den Kanaren nicht. Einfach so mal das Schiff wochenlang ohne Reinigungsfee liegen zu lassen, ist nicht empfehlenswert. Zu sehr setzt der Wüstensand der Sahara, der schwarze Staub aus dem Anagagebirge und der Ruß von den Armasfähren der weißen Gelcoatoberfläche zu.

Unser kleines Handgepäck ist schnell eingeräumt, die Cockpitpolster im selbigen plaziert und das Cockpitzelt eingezippt. (Es grüßen die Camper die Pastis :-). Danach geht es zu fünft in die Altstadt und Einkaufsgassen von Santa Cruz und endet in unserem Lieblingstapasbarrestaurant mit lokalen Köstlichkeiten.

Total veralgt

Der heutige Tag begann recht früh für die Capitania und mich. Gemäß dem Motto, “es gibt viel zu tun, packen wir es an”, starten wir in den Tag. Die Springfestmacherleine hat in unserer Abwesenheit im Hafenwasser geschleift und war zum Kleinbiotop, mit dickem Algenbewuchs, mutiert, da half nur schrubben mit der Wurzelbürste, die Capitania packt die Bettwäsche für einen Auffrischungswaschgang in die Waschmaschine, fährt mit Simone zum Supermarkt, damit im Kühlschrank das Licht nicht umsonst brennt und serviert uns allen ein leckeres spätes Pizzafrühstück.

Ausflug zum Strand Las Teresitas

Ab der Mittagszeit bekommen wir noch mehr Besuch an Bord des Hexenkat. Wolfram und Malgiosa, eine Seglerfamilie, die wir auf La Gomera kennengelernt haben, kommen mit ihren zwei Söhnen auf einen Kurzbesuch nach Santa Cruz.

An Tagen wie diesen geht die Zeit so schnell vorbei, nach einem kleinen gemeinsamen Nachmittagsausflug und dem abendlichen Lotusgrillen mit Simone, Jochen und Reik liegen wir faul auf dem Salonsofa rum und lassen den Tag Revue passieren. An Tagen wie diesen wünscht man sich Unendlichkeit…

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Abflug

Dunkel und monochrom grau ist es an diesem Mittwochmorgen, monoton klingend, mit einem ploppenden Geräusch, treffen die Regentropfen auf die metallene Fensterbank. Ganz anders wettermäßig war der gestrige Abend. Wir waren zu Axel und Ute in die Allee eingeladen. Es wurde angegrillt, Cecile und Gerhard waren mit von der Partie und alle Kinder. Obwohl “Kinder” klingt fast zu niedlich für die über einmeterachtzig großen Jungs, die ihrer Kindheit sichtbar entwachsen sind. Nach dem Freiluftessen auf der Terasse gab es noch angeregte Gespräche im beheizten Wohnzimmer.

Nach einer kurzen Nacht, in der ich wegen meines üblichen Reisefieber schlecht geschlafen habe, sitzen wir nun auf unseren gepackten Rucksäcken und warten auf den Bus. Nicht auf den Linienbus, sondern auf den VW-Bus, mit dem uns Larissa zum Flughafen bringen wird. Um 12.10 Uhr soll der Tuiflieger nach Teneriffa starten, und um 16.10 Ortszeit auf der Kanareninsel landen.

Morgen wollen wir die Hexe in einen segelklaren Zustand bringen und bei günstiger Windprognose am Freitag nach Lanzarote schippern. Obwohl das noch nicht ganz klar und sicher ist, weil es unterschiedliche Windprognosen für das Seegebiet rund um die Kanaren gibt. Wir hoffen, dass die für uns günstigste der Windvorhersagen eintrifft, andernfalls bleiben wir noch ein bisschen länger in Santa Cruz. Die blogfreie Zeit ist mit diesem kleinen Beitrag beendet. Wir freuen uns auf schöne Segelreisen mit unserem Kat und natürlich auf viele gute Zeiten mit befreundeten Seglern und auf neue Kontakte in 2018.

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Eine (traurige) Liebesgeschichte

Schnee auf dem Balkon im März

Wir sind noch immer im winterlich kalten Darmstadt. Heute morgen hat es noch heftig geschneit! Zumindest soll es zum Wochenende hin ein wenig wärmer und am Samstag auch durchweg sonnig werden.

Ein frühlingshafter Lichtblick, auf den wir uns freuen. Die Uhr wird am Wochenende auf die von uns favorisierte Sommerzeit umgestellt. Diese späte kühle Phase im März scheint wohl ein bekanntes Wetterphänomen zu sein und wird dementsprechend als Märzwinter bezeichnet. Ca. alle 5 -10 Jahre bleibt es im März winterlich kalt, dass es ausgerechnet dann sein muss, wenn wir zu dieser Zeit im Lande sind, ist schlicht und einfach Pech.

Der Lorbeerwald auf La Gomera

Richtiggehend Pech hatten der tragischen Legende nach auch die Prinzessin Gara von La Gomera und ihr Geliebter Jonay. Die beiden Jugendlichen verliebten sich auf einem Fest, bzw. einer Zusammenkunft der Stammeshäuptlinge von La Gomera und Teneriffa. Ein Priester sagte den beiden und den Inseln ein großes Unheil vorher, wenn sie an ihrer Liebe festhalten sollten. Doch Gara und Jonay ließen sich davon nicht beeindrucken, und der Jüngling überquerte in einem Boot aus Ziegenfellen die Meeresenge zwischen Teneriffa und La Gomera, um seine geliebte Prinzessin in die Arme zu schließen. Gemeinsam floh das Liebespaar in den Lorbeerwald von La Gomera. Als beide keine Zukunft für ihre Liebe mehr sahen, schnitzen sie eine beidseitig angespitze Lanze aus Lorbeerholz, hielten diese zwischen sich und umarmten sich zum letzten Mal, während die Lanze ihr Leben auslöschte. Seit dieser Zeit, so sagt man, heißt der Nationalpark und Nebelwald auf La Gomera “Garajonay”

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Festes Wasser, auch Schnee genannt

Zauberhafte Bergwelt

Viele Pistenkilometer und auch Höhenmeter liegen hinter uns und alle Knochen sind glücklicherweise heil geblieben. Alle Zutaten, die man für eine perfekte Skifahrwoche braucht, haben wir in Maria Alm vorgefunden: Enorm viel Schnee auf gut präparierten Pisten, wenig Menschen an den Liften und auf den Pisten, fast jeden Tag Sonne, nette Pistenlokale zum Einkehren, oder die eine oder andere Après-Ski-Party.

Rezept für Kaspressknödel, lecker!

Für mich war Maria Alm mit seinen angrenzenden und über Lifte, Gondeln und Bergbahnen verbundenen Skiorten wie Diemen, Hintermoos, Hintertal und Mühlbach eines der schönsten Skigebiete der letzten Jahre. 32 Pistenkilometer umfasst dieser “Hochkönig” genannte Teil der Österreichischen Alpen. Abends wurden wir in den landestypischen Restaurants mit österreichischen Spezialitäten, wie Speckknödelsuppe,  Gröstl, Wiener Schnitzel, Haxen oder Gebirgsbachforelle lukullisch verwöhnt.

Bereit für die Abfahrt!

Auch Hund Nana
liebt den Schnee
… und die großen Stöcke

Nur einen kleinen Pferdefuß gab es dann doch, wir waren alle mehr oder minder die ganze Woche erkältet, verschnupft oder von Husten geplagt. Die lokale Apotheke wurde mehrfach frequentiert, um Nasenspray, Schleimlöser oder Halsschmerztabletten käuflich zu erstehen. Eins ist sicher, wir wollen im nächsten Winter wieder nach Maria Alm zurück.

Auch am Skilift gibt es Hexen …

Seit Freitag Abend sind wir wieder im mittlerweile frühlingshaften Darmstadt, heute war es tatsächlich 16 Grad warm. Da wir im Moment leider nicht wissen, wann es zurück zu den Kanaren geht, werden wir eine Blogpause einlegen.

 

Mitte rechts der Großglockner

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Ein bisschen Kultur

Die letzten zwei Tage in Darmstadt haben wir genutzt, um mal wieder ins Theater zu gehen. Unser Spanisch wird ja jeden Tag besser, aber ob das für einen ganzen Theaterabend ausreichend wäre, wage ich zu bezweifeln. Das machen wir lieber auf deutsch. So sind wir Freitag Abend ins Darmstädter Mollerhaus gezogen, ein Ein-Personen-Stück stand auf dem Programm: “Inneres Ensemble”, von und mit Anouschka Sarafzade. Um es gleich vorweg zu nehmen, ein großartiges Stück!

Eine Schauspielerin und eine Leinwand und ganz wenige Requisiten, aber viele Kostüme.
Bei der Generalprobe eines Stücks ist die Regisseurin vollkomen genervt: Die Schauspielerinnen machen, was sie wollen, keine Szene läuft ungestoppt durch, und sie sucht immer nach dem roten Faden des Ganzen. Am Anfang ist auf der Leinwand im Video ein Zuschauerraum zu sehen, langsam füllt er sich mit den Frauen, alles verschiedene Facetten der Autorin oder der Regisseurin, “eine Reise durch die Vielfältigkeit des eigenen Ichs”, nennt es Sarafzade. Prominent ist die lustige Figur der “Pausenfüllerin”, es gibt die Handwerkerin, die Nichtskönnerin, die Schlussdramatikerin, und und und…

In Real und auf der Leinwand

Immer spielt die Schauspielerin mit der Leinwand, läuft in die gefilmte Szene hinein oder die Regisseurin redet mit dem gefilmten Schauspieler-Ich, sehr spannende siebzig Minuten. Das Publikum war begeistert, wir auch, ein schöner Abend und sehr empfehlenswert, sollte das Stück auf Tournee in Eure Stadt kommen.
Gestern Abend, nachdem die Koffer für unsere Skiwoche gepackt waren, haben wir uns noch in das Darmstädter Jazz-Institut im Achteckigen Haus aufgemacht, und uns bei der Musik der Gruppe “Don’s Bag” mit Gast Jan Belling am Saxophon einen entspannenden Abend zu gönnen. Klassische Jazzstücke aus den sechzigern und Jazzsounds zu Prince, ebenfalls ein gelungener Abend.

Seit sieben Uhr sind wir mit dem Auto unterwegs, durch dicke Nebelfelder in den Niederungen und sonnige Höhenlagen, die Wiesen sind noch leicht mit Schnee bedeckt, nach Österreich zum Skifahren.

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Krabbelt da was?

Eine gewisse Ruhe ist wieder im Hafen eingekehrt. Das Geschaukel der Boote in den letzten Tagen hat nicht nur an den Leinen, sondern auch an unseren Nerven gezerrt. Jetzt ist der Schwell aus dem Süden verschwunden, der Wind hat sich gelegt Frieden im Schiff und im Hafen. Nur über eine Sache sind wir seit gestern mehr als beunruhigt und hoffen inständig, dass es nur ein bedeutungsloses Kleintier war, das ich gesehen habe.

Die Kanaren sind leider unter Fahrtenseglern dafür bekannt, dass sie die Heimat der gefürchteten Küchenschaben oder auf spanisch Cucarachas sind. In jeder Pappverpackung oder in Salat und Obst können Eier oder Larven der Plagen hängen, und unentdeckt mit den Einkäufen an Bord gelangen.

La Cucaracha gibt es auch als Lied…

Jedenfalls, gestern Nacht, in den frühen Morgenstunden, krabbelt ein kleines rötliches Krabbeltier an der Innenverkleidung von unserer Kajüte lang. Noch halb im Schlaf versuche ich, das „Tierchen“ mit der flachen Hand zu erschlagen, erwische es aber nicht richtig, und das Insekt rutscht zwischen Matratze und Bordwand nach unten. Ich war sofort aus dem Bett, die eilig geweckte Capitania kurz danach. Wir haben die Lattenroste aufgestellt, alles abgesucht und abgeleuchtet, doch das vermaledeite Tier war nicht zu finden. Nachdem alles zurück am Platz – und die Capitania wieder eingedöst war, habe ich im Netz nach Bildern von Küchenschaben gefahndet. Soviel sei gesagt, rötlich sind sie fast alle, doch ob das nur ein harmloser Käfer oder eine Cucaracha war, kann ich beim besten Willen nicht sagen. Gelesen habe ich jedenfalls, dass es leider auch kleine fliegende Kakerlaken gibt. Im Tageslicht haben wir dann alle Bilgenabteile durchsucht und nix tierisches gefunden, außer vielen möglichen Verstecken, in Kabelrohren und nicht erreichbaren Durchbrüchen.

Fallen extra für Cucarachas gibt es zu kaufen

Nicole hat heute fünf Cucaracha-Fallen im Supermarkt gekauft und an verschiedenen Stellen im Schiff aufgestellt. Doch die Unsicherheit bleibt. Was, wenn das Krabbeltier irgendwo seine Eier abgelegt hat, kurz bevor es verendet ist, und die gefürchteten Schaben sich epidemieartig im Schiff verbreiten? Wenn wir nur eine in den aufgestellten Fallen finden, wissen wir, dass wir ein super ernstes Problem an Bord haben. Jetzt heißt es abwarten und die Nerven bewahren. Im schlimmsten Fall muss ein Kammerjäger das Schiff, bzw. die Plage ausräuchern…

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