Gesellenstück

Save our sea!

Save our sea!

Oder soll ich lieber sagen, ein Meisterstück, hat die liebe Capitania aus meinen mitgebrachten Videosegmenten vom Trimaransegeln gemacht. Das Video ist meiner Ansicht nach rundum gelungen. Jede Menge Arbeit steckt drin, über 3 Stunden rumexperimentieren. Immer wieder einzelne Segmente anschauen, aussuchen,aneinanderreihen, wieder anschauen, verbessern, Texte schreiben, Musik aussuchen, Suchwörter definieren, zum letzten Mal anschauen und schließlich und endlich auf Youtube hochladen. Wer das mal gemacht hat, weiß, wovon ich spreche, und wir reden immer noch von einer kurzen Videosequenz von vier Minuten. Aber wichtig ist ja bekanntlich, was “hinten rauskommt”. Gefilmt habe ich diesmal mit meinem Eiphone 4, weil die kleine Go-Pro-Kamera sich selbst entladen hatte und komplett leer war, und daher im entscheidenden Moment nicht filmen konnte, leider. Halb so wild, dafür arbeitet das Telefon doch ganz anständig und der Go-Pro-typische gewölbte Horizont entfällt so nebenbei. Werden wir jetzt öfter machen, das Telefon ist ja fast immer dabei.

Hafenpromenade von Sète

Hafenpromenade von Sète

Sète macht einen guten Eindruck. Was man halt so nach einem 1-stündigen Rundgang sagen kann. Der Blick vom “Haushügel” hinter dem Ortskern ist grandios. Zumindest ging es immer bergauf bis aufs Plateau. Das Abendessen fand in einem Fischrestaurant statt, was hier kein Wunder ist. Jedes Restaurant hat Fisch und Muschelspezialitäten. Die Fangflotte ist riesig, so viele Fischtrawler auf einem Fleck habe ich noch nicht gesehen. Die meisten fischen auf roten Thunfisch.

senza parole

senza parole

In unserem Restaurant gab es neben leckeren Meerespezialitäten für die Capitania und trockener Ente für mich noch zwei nette kanadische Paare, die eine Frankreichrundreise machen. Wir haben ein paar Ausflugstipps für die nächsten Tage ausgetauscht und uns zum Bier am Dienstagabend in der Hotelbar verabredet.
Die “Meeresspezialitäten” waren “Tielles” zur Vorspeise, das ist kleingeschnittener Tintenfisch, geschmort und zwischen zwei Teigscheiben gesteckt, enorm lecker, sowie “Rouille de Seiches”, ebenfalls geschmorter Tintenfisch mit Tomatensauce und Gemüse, ein Festessen für mich!

Der Adenauer nunmehr diebstahlsicher am Achterstag

Der Adenauer nunmehr diebstahlsicher am Achterstag

Nette Menschen trifft man, Gott sei Dank, fast überall. Nicht so nette Menschen haben in der letzten Nacht in La Grande Motte unseren Flaggenstock samt Flagge vom Heck geklaut, und wir haben nichts mitgekriegt. Wahrscheinlich waren das Deutschlandfans, die für die bald anstehende Europameisterschaft schon mal das passende Fanequipment organisieren wollten. Wir hatten noch ein Ersatzflagge die jetzt stolz, mit Kabelbindern gespannt und gesichert, vom Achterstag weht.

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Mein allererstes Mal

Der Wasserläufer

Der Wasserläufer

Es hat geklappt, ich durfte mit, auf den reinrassigen Renntrimaran, dem Rahmenprogrammschiff der Katamaranmesse in La Grande Motte. Mal kurz vorab, schnell wie der Wind waren wir, der deshalb spürbar immer von vorne ins Gesicht geweht hat. Die Bedingungen am gestrigen Tag: ideal, 10 bis max. 18 Knoten Wind aus Nordwest, dazu flaches Wasser – keine Wellen. Um 15 Uhr ging der Trip vom Messesteg los, neben mir gab es den Skipper und seinen Maat sowie noch weitere fünf Mitsegler an Bord des optisch stark an einen Wasserläufer erinnernden Gefährts. Gleich vorm Hafen gingen die Segel hoch, das Leeschwert nach unten und die Luzie ab.

So spritzt das Wasser am Leerumpf

So spritzt das Wasser am Leerumpf

Nach ein paar Eingewöhnungsminuten und -erklärungen waren alle Manöverpostionen besetzt. Ich war für die Steuerbordvorschotwinsch eingeteilt und bei den Wenden und Halsen für das Absenken und bzw. Aufholen der Schwerter verantwortlich. 90 Quadratmeter Segelfläche am Wind, bei gerade mal 1,8 Tonnen Bootsgweicht, plus Crew. Bereits nach dem ersten Segeltrimm standen 13 Knoten auf der Logge und die erste kleine Bö beschleunigte uns schon ganz flott auf über 15 Knoten. Der Leerumpf durchpflügte mit kleinen, aufstiebenden Wasserfontänen filigran das tiefblaue Meer, der Luvrumpf war ca. einen Meter hoch freischwebend in der Luft. Das Ganze gefühlt – und hoffentlich real – ein stabiler Zustand. Der Wind nahm zu, unsere Geschwindigekeit dito. Topspeed waren flinke 18,7 Knoten am späten Nachmittag.

Platz für einen Steuermann

Platz für einen Steuermann

Einmal nur haben die Hydrodynamik  des Leerumpfs und der Großsegeltrimmer gleichzeitig gepatzt, ersterer tauchte daraufhin tief ins bremsende Blau ein und es gab einen abrupten Stopp. Verwunderte und fragende Blicke bei uns Trimarannovizen, ein  gedeuteter „nicht-so-tragisch“-Blick vom Käpt’n und weiter gings im Gleichtakt.

Ein enger Einstieg in die Kabine

Ein enger Einstieg in die Kabine

Kurz danach wurde der Wind schwächer, aber das Leistungsvermögen des Dreirumpfers war noch deutlicher sicht- und spürbar. Wie das? Wir haben die Fock gegen das deutlich größere Leichtwindsegel, den Gennaker, getauscht und das Geschoss segelte immer auf Windgeschwindigkeit. 6 Knoten Wind – 6 Knoten Fahrt, 9 Knoten Wind – 9 Knoten auf der Logge, 12 Knoten – schwupp auf 12 Knoten beschleunigt. Die Aufzählung ließe sich jetzt noch bestimmt beliebig fortsetzen, aber leider erschien allzuschnell die Hafeneinfahrt vor unserem Bug und drei Stunden adrenalinhaltiger Segelspaß waren vorüber.

Trampolin

Trampolin

Nur mal ‘ne kleine Zahl noch am Rande: Mit Gennaker und Großsegel stehen fast 200 Quadrameter Segelfläche für den schnellsegelsüchtigen Skipper parat. Unglaublich. Und wer jetzt denkt, dass es sich  bei der Formula 40, so die Klassenbezeichnung, um ein neumodisches Schiff handelt, der liegt falsch. Das Spaßding wurde bereits 1986 gebaut und ist somit schon ein echter Segeloldtimer, wenn auch ein ganz schneller. Anstrengend ist die Segelei auf so einem Schiff, ständig wird getrimmt, die Segel nach oben zu ziehen ist eine Plackerei und bei richtig Welle bockt der Wasserläufer bestimmt wie wild. Trotzdem: Supergeil war es und ein nachhaltiges Erlebnis, das ich nicht missen möchte, bestimmt nicht vergessen werde und jederzeit gerne widerholen würde!

Kein Job für schwache Hände

Kein Job für schwache Hände

Zurück am Ufer, voll mit Adrenalin und Euphorie, habe ich erstmal minutenlang Cornelia zugetextet und hatte ein Riesengrinsen auf dem Gesicht.

Heute ging es dann bei moderaten bis böigen Amwindbedingungen ins 20 Seemeilen entfernte Sète. Schönes Segeln, sehr intensiv, sonnenreflektiertes Glitzerwasser und bis acht Knoten Speed. Das Ruder ruhig, kein Lagerspiel mehr spürbar, die Reparatur war ein Erfolg.

Ein Besuch in Sète soll lohnen, so die Empfehlung unserer Freunde,sowohl in der Stadt, als auf dem Friedhof und beim Leuchtturm, der hoch über Stadt drohnt.

Morgen gibt es mehr Infos über Sète, jetzt erstmal viel Spaß mit dem Video vom Trimarantrip.

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Gute Nachrichten

sowohl von Bord als auch von unseren Lilien. Oh Lilien, oh Lilien, oh Lilien. Sensation am Böllenfalltor, die Darmstädter Equipe hat das Heimspiel gegen Ingolstadt, sehr verdient,  2:0 gewonnen und befindet sich im Moment auf dem 10. Tabellenplatz. Der Klassenerhalt in der Bundesliga rückt damit in greifbare Nähe. Das Tabellentief scheint endlich überwunden!

Das Ruderlagerproblem ist auch gelöst, nur unseren geplanten Messetermin bei der Katamaranshow mussten wir heute mehrmals nach hinten schieben. So schnell wie gedacht ging die Reperatur dann doch nicht vonstatten. Zuerst wurden die auf Maß geschnittenen Aluplatten eingeklebt und später festgeschraubt. Besonders letzteres erwies sich als ziemlich schwierig, da der Kleber noch nicht vollständig ausgehärtet war und der Bohrer beim Durchbohren des Alus immer wieder die Platten verschob. Zudem hat unser Akkubohrer mittendrin den Geist aufgegeben, was dem lokalen Baumarktleiter einen Umsatzzuwachs bescherte. Das ist innerhalb einer kurzen Zeit das zweite ernsthafte Problem mit unserer Bosch-Akkubohrmaschine aus der sog. Profilinie.

Jetzt haben wir einen Akkubohrer mit Lithium-Ionen-Akku für unschlagbare 69 Euro erstanden und der tut es echt gut. Die Platten sind drin und verschraubt, morgen kommen noch dickere Schrauben in die Schraubenlöcher und das war’s dann. Ich würde mal sagen, dass das Ganze ewig hält. Danke an alle, die mitgedacht haben. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Nachmittags waren wir noch ein paar Stunden auf der Messe und haben Schiffe angeschaut, die wir so noch nicht gesehen haben. Darunter ein relativ kleiner 10 Meter langer Katamaran aus Amerika, die Gemini 35, mit kluger Innenaufteilung, der so schon mehr als 1.200 mal gebaut wurde.

Es gab einen in der Türkei gefertigten Zweirumpfer der Firma Swiss Tech und einen schönen 11 Meter langen Kat von der italienischen Traditionswerft Comet, die damit versucht, auf dem Mehrrumpfermarkt Fuß zu fassen. Es ist gut, dass bei so einer Veranstaltung nicht nur die Großen der Branche vertreten sind, sondern dass auch Nischenanbieter den Markt bereichern.

Das Beste jetzt mal zum Schluss! im Hafen liegt ein 40 Fuß puristischer Renntrimaran.

Der Mast ist 22 Meter hoch, reichlich Segelfläche und das bei gerade mal 1,8 Tonnen Bootsgewicht. Wenn alles gut geht, darf ich da morgen nachmittag ‘ne Runde mitsegeln. Die Kamera hängt schon am Ladestecker, die Spannung steigt. Hoffentlich gibt es ein bisschen Wind, obwohl, viel braucht es nicht, um das Geschoss zu beschleunigen.

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Man(n) muss geduldig sein

Heute morgen wurde ich gleich um 9 Uhr in der Schlosserei vorstellig. Mit maßstabsgerechtem Muster. Der Chefschlosser, ganz Fachmann, hat unser Problem und das Muster sofort verstanden und eine baldige Fertigung der Aluplatte zugesichiert, nur ganz so schnell geht es nicht, und unsere ausgeschlagene Halterung des oberen Ruderlagers muss noch bis Samstag auf ihre Reparatur warten. Eine Schwachstelle, die wir im letzten Sommer auf dem Rückweg von Korsika erstmalig bemerkt hatten. Plötzlich hatten wir so ein „schwammiges” Steuergefühl, vor allem bei höheren Geschwindigkeiten. Bei genauerem Hinsehen konnte man feststellen, wie sich die obere Führungsbuchse des Ruderlagers hin und her bewegte.

Hier muss die Platte hin

Hier muss die Platte hin

Beim Krantermin im Oktober wurde das Problem von den Mechanikern in Villeneuve Llobet behoben. Leider anscheinend nicht dauerhaft, denn auf dem langen Weg nach Villeneuve trat das gleiche Problem wieder auf. Ursächlich dafür ist das nicht ausreichend starke Laminat, in dem das Gleitlager eingebettet ist. Der Plan ist daher, eine Aluplatte um das Gleitlager herum zu befestigen, die dauerhaft verhindern soll, dass sich das Ding weiterhin bewegt. Das ist ziemlich wichtig, weil das ein sehr sicherheitsrelevantes Teil ist und eine sich bewegende Ruderachse im schlimmsten Fall das Schiff aufreißen kann, durch die großen auftretenden Kräfte.

Den Umfang muss man erst einmal messen!

Den Umfang muss man erst einmal messen!

Auf dem Bild ist das der äußere sichtbare schwarze Flansch, nur zum besseren Verständnis. Lange haben wir darüber nachgedacht, wie eine adäquate Abhilfe aussehen muss, Ralf, Joachim und Wolfgang haben mit überlegt und die Lösung ausgearbeitet. Lösungsorientiertes Networking.

Jetzt heißt es erst mal abwarten, bis Samstag, und dann geht es so richtig los. Bis dahin packen wir die Gelegenheit beim Schopfe und bummeln aisführlich übler die Katamaranmesse und klettern auf jedes ausgestellte Schiff.

Messefahnen

Messefahnen

Allegra war heute bei leichten Winden mit der Outremer 45 zum Probesegeln, und hat das ruhige Dahinsegeln auf dem Zweirumpfer sehr genossen. Mit Gennaker, einem Leichtwindsegel, ging es trotz nur ein bis zwei Windstärken flott voran. Ich habe nachmittags das gute sonnige Wetter ausgenutzt, um den Bootskeller, die Bilge, zu reinigen und unseren Teppich mal gründlich auszuklopfen. Frühjahrsputz sozusagen.

Morgen früh bringen wir Allegra in aller Herrgottsfrühe zum Zug. Ihre Zeit bei uns an Bord ist leider schon vorbei, und sie war sehr schön.

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Doppelt undicht

Nicht nur der Heißwasserschlauch war durchgescheuert, sondern auch ein Stück Schlauch vor der Abwasserpumpe. Cornelia hat es genau dort, bewaffnet mit der Taschenlampe, und in der hintersten Ecke tropfen sehen. Und das war dann auch schon des Rätels Lösung. Beinahe jedenfalls, denn bis dass wir das zweite Schlauchstück ersetzt hatten, verging noch ein bisschen Zeit. Jetzt ist alles dicht und trocken, ganz so, wie es sein soll.

Heute haben wir mit Allegra unsere Freunde Eric und Nany in Montpellier besucht und, bis zum einsetzenden Gewitterregen, einen ausgiebigen Spaziergang durch den großen Altstadtkern unternommen. Bei einigen Gebäuden in der Stadt sind noch mittelalterliche Bausubstanzen zu erkennen. Nach einem späten nachmittäglichen Mittagessen und folgendem Klönschnack mit unseren Freunden ging es zurück zu unserer Hexe. In La Grande Motte hatte heute der “Salon de Multicoque”, eine Katamaranmesse (wörtlich übersetzt Mehrrumpfermesse) seine Toren für Besucher und Aussteller aus der ganzen Welt geöffnet. Über 50 Katamarane sind in ihrem Element ausgestellt und zu besichtigen, dazu zahlreiche Yachtzulieferer und ein umfangreiches Rahmenprogramm.

Die Austellung geht noch bis zum 17. April und ist mit so vielen ausgestellten Katamarnen die weltweit größte Messe ihrer Art. Vom Raumwunderzweirumpfer bis zum sportlichen bewohnbaren Katamaran ist alles verteten, was Rang und Namen in der Mehrumpferwelt hat.

Allegra und Cornelia werden morgen früh mit anderen interessierten eine brandneue Outremer 45 probesegeln. Beide sind schon sehr gespannt, auch weil es für Allegra das erste Mal ist, dass sie mit einem Zweirumpfer segelt. Ich habe morgen früh um neun ein Rendezvous mir einem Schlosser, um unser zweites großes Problem zu lösen.

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Und jetzt ?!

eng sind die Löcher für die Schläuche

eng sind die Löcher für die Schläuche

Nachdem wir am gestrigen Tag die alten wasserführenden Leitungen mühevoll extrahiert hatten, sollte am heutigen Tag eigentlich der Rückbau erfolgen. Um es kurz zu machen, ja, wir haben wieder alles eingebaut. nein, es war leider nicht erfolgreich und sobald man den Duschwasserhahn aufdreht, sammelt sich so ganz ganz langsam Wasser unter dem Waschbecken. Aber zunächst mal der Reihe nach. Heute Morgen haben wir alle Händler im Ort abgeklappert, aber anscheinend ist unser Warm-Wasserschlauch mit 10 Millimeter Innendurchmesser ein echter Exot, keiner kennt das Produkt, keiner hat das Maß. Aber völlig egal, wir haben heute eine wirkliche Sternstunde von einem perfekten Kundendienst erfahren, die wir als ein super positives Erlebnis immer in guter Erinnerung behalten werden. Und das ging so – der Heißwasserschlauchhersteller ist die Firma Trelleborg, da denkt man eigentlich an Schweden und Michel aus Löneberga. Aber der Betrieb stellt Dichtungen und industrielle Schläuche für alle möglichen Anwendungen her. So auch für uns Segler.

Nach ein bisschen Recherche im Internet hatten wir die Zentrale in Mettmann am Telefon und wurden zu Frau Jahn verbunden. Und die hat sich so ins Zeug gelegt, dass es uns glatt die Sprache verschlagen hat. Normalerweise liefert die Firma nur an Firmenkunden und hat keinen Endkundenkontakt.Frau Jahn und ihre Vertriebskollegin haben jedoch für ganz Europa recherchiert, wer in den letzten Wochen und Monaten die von uns benötigten Schläuche bestellt hat, damit wir dort anrufen, hinfahren, oder sonstwie bestellen können. unglaublich was für ein Zeitaufwand für unser Anliegen investiert wurde. Eine Firma in Sète wurde ermittelt, leider ist der Schlauch erst ab nächster Woche Mittoch vorrätig.  Wir haben uns erst mal für eine Übergangslösung entschieden, eingekauft und das halbe Bad zerlegt. Was wir da geshen haben, hat uns die Sprache verschlagen. Kein Wunder, dass bei so einem Pfusch ein Schlauch durchscheuern muss, eher ein Wunder dass er überhaupt so lange gehalten hat. Leider leckt unser Provisorium noch immer und so langsam stellt sich Ratlosigkeit ein. Aber morgen ist ein neuer Tag, der vielleicht auch neue Ideen bringt.

Leckere Gnocchi mit Gambas für die Capitania

Leckere Gnocchi mit Gambas für die Capitania

Nach einem leckeren Abendessen sieht die Welt nun schon wieder ganz anders aus.

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Kaputt ist kaputt

Bunte Drachen:

Bunte Kites

Wie man so schön sagt, und manchmal ist das auch garnicht so tragisch. Neues Teil gekauft, eingebaut und fertig ist die Lauge. Alles ganz easy, leicht erreichbar, überschaubarer Zeitaufwand, wie im Fall unseres alten Mülleimers. Stand einfach im Weg rum, ich bin draufgetreten. Plastik bricht, Skipper flucht. Das Internet hilft weiter, und kennt den Lieferanten. Bestellt und wegen Ortsnähe von Darmstadt sogar direkt beim Hersteller abgeholt, zwei Löcher für die Halterung reingebohrt, tatata: Erfolgserlebnis!

Beim nächsten Problem sieht das, zumindest im Moment noch ein bisschen anders aus. Es handelt sich um, sagen wir mal, ein eher schleichendes Problem. So eins, das klein, kaum wahrnehmbar beginnt. Das anfänglich noch leicht zu ignorieren ist, und sich dann soweit ausbreitet bis ein Eingreifen unabdingbar ist. Leider haben wir zwei solcher “Problemzonen” gerade an Bord.

Behelfsbecher zum Auffangen eventueller Restwasser

Behelfsbecher zum Auffangen eventueller Restwasser

Das eine, nennen wir es das „Sanitärproblem”, ist erstmals Ende Februar in unser Bewusstsein gerückt. Nach jedem Duschen stand unter dem Waschbecken Wasser, an einer Stelle, wo vorher keins war, und auch keins hingehört. Anfänglich wirklich nur ein paar Tröpfchen, danach für eine lange Weile ziemlich stabil ein paar Schwämme voll.

Doch nach der heutigen Reinlichkeitsaktion stand dort soviel warmes Duschwasser, dass es über einen Rand in die Bilge geschwappt ist. Also genau der richtige Zeitpunkt zum Handeln, natürlich nicht, ohne vorher die Problematik zu analysieren. Gesagt getan, schnell stand fest dass nur eine komplette Demontage der Duscharmatur und ein herausziehen der wasserführenden Schläuche zur Lösung des Problems führen werden. Leider. Denn, was dann folgte, ist in Worte kaum zu fassen.

Aufräumen der Baustelle

Aufräumen der Baustelle

Man bräuchte, um die notwendigen Stellen zu erreichen, die Statur eines kleinen Kindes, die Dehnbarkeit einer Katze und die Kraft eines Bodybuilders . So verwinkelt sind die Schläuche, Schlauchschellen und Verzweiger, dass nur mit viel Gefluche und Gesuche und nach drei Stunden rumwurschteln die Wurzel des Übels zum Vorschein kommt. Der Warmwasserschlauch hat sich an einer Stelle im Laufe der Zeit durchgescheuert, wahrscheinlich waren beim Einbau noch kein Möbelstück, kein Waschtisch oder andere Installationen vorhanden. Anders kann ich mir dieses umwegige schlauchverlegen nicht vorstellen.

Jetzt steht für morgen erstmal Ersatzteilbeschaffung auf dem Programm, neuer Warmwasserschlauch und Ersatz für die zerbrochenen Plastik-T-Stücke. Dann wird das Ganze wieder zusammengebaut und leicht erreichbar verlegt. Über das andere Problem wollen wir noch gar nicht reden, das ist noch viel gravierender.

Bei chönstem Wetter

Bei schönstem Wetter

fliegen sie

fliegen sie

Am späten Nachmittag ging es zum Strand. Heute war der Tag für Kitesurfer und Windsurfer. Viel Wind, nicht zuviel Welle und Sonne pur. Was für ein Spektakel auf dem Wasser und in der Luft. Einige Kitesurfkönner vollführten wahre Luftsprünge und flogen sekundenlang, von ihren Kiteschirmen sicher getragen, durch die Luft.

Lecker, lecker…

Lecker, lecker…

Heute Abend haben wir mal wieder gegrillt. Cornelia hat frischen Spargel dazu besorgt, genauer gesagt, Spargel aus der Camargue. Lecker, dazu gab es zwei Doraden, einen Rinderspieß und eine heimatliche Bratwurst, frisch vom Grill. Lecker!

 

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Von zu Hause nach Zuhause?

Hartnäckig bemühen sich die Blüten an den Bäumen im regnerischen Park

Hartnäckig bemühen sich die Blüten an den Bäumen im regnerischen Park

Arbeitsreiche drei Wochen in Darmstadt liegen hinter uns, aber auch schöne Ostertage und en Sonntag am Rhein, und viele Abende mit lieben Freunden, jetzt aber sind wir wieder auf dem Weg zu Hexe. Die Forsythien sind aufgeblüht in unserer Zeit in der Heimat, zartes Grün zeigt sich an den Bäumen im Wald und verschönt die Autobahnfahrt in Deutschland. Die ersten Tage waren durch „Usselwetter“ geprägt, die Wege im Park aufgeweicht von dem vielen Regen, ich traue mich nur mit dem langen Wintermantel vor die Tür. Wenn die Sonne sich mal zeigte, wurde es gleich deutlich wärmer, Ende März hat sie schon wieder Kraft. Und seit letzen Sonntag ist das Wetter immer besser geworden, die Krokusse verblühen langsam, und die Magnolien sind explodiert.

Nico mit Hundefreundin im Park

Nico mit Hundefreundin im Park

Gestern hatten wir  noch ein trauriges Erlebnis: Morgens um sieben klingelt mein Handy, Aysen, die mit ihrem süßen Hund schon so früh Gassi geht, war dran. Sie hatte einen kleinen Igel gefunden, dem es offensichtlich nicht gut ging, und die Gerüchte im Park sagten, ich hätte mich doch schon mal um die Igel gekümmert.Und sie habe schon die Feuerwehr angerufen, die sei aber nicht zuständig, und im Tierheim nimmt noch keiner das Telefon ab. Die wirkliche Igelspezialistin, auch eine Hundemama aus dem Park, ist auch nicht zuhause, also schaue ich mir den Igel einmal an. Er liegt zusammengerollt und schnauft, noch klein ist er, aber er atmet und ich lasse ihn gehen.

Mittags gehe ich noch einmal hin, er liegt immer noch am gleichen Fleck, ich stelle ihm ein bisschen Katzenfutter vor die Nase, das mögen Igel normalerweise sehr gerne. Unser kleiner Freund zeigt kurz mal seine Schnauze, ich freue mich schon, denke, er will bestimmt was essen, aber dann sehe ich, dass da ganz viel Blut ist. Mit bloßen Händen kann ich das Stacheltier nicht anfassen, ich rufe Volker an, er kommt mit Handschuhen, aber als er ihn hochnimmt, rollt sich der kleine Kerl mit so viel Kraft zusammen, dass wir uns die Verletzung nicht anschauen können.

Später gehen Volker, diesmal mit der richtigen Igelspezialistin, noch einmal hin, da ist der Kleine schon ganz schwach, und man kann sehen, dass eine Krähe ihm das ganze Gesicht zerstört hat, er hat keine Chance mehr. Da erlöst Volker ihn und befördert ihn in den Igelhimmel, sehr traurig.

Gestern Abend waren wir zum Abschied mit Allegra, Larissa und Johannes in der Stadt zum Essen, eigentlich schon auf dem Heimweg, als Volker meint, er sei in all den langen Jahren in Darmstadt noch nie in der „Krone“ gewesen, das ist das Lokal, in dem alle Schüler und Studenten Darmstadts verkehren, eines der ältesten Häuser der Stadt, wo auch oft Livemusik ist, halt „Die Krone“. Also räumen wir auch dieses Versäumnis aus, Larissa bestellt ihrem Papa erst einmal einen „Mexikaner“, puhhh, da verzieht Volker aber schon das Gesicht, als er das Gemisch aus Tomatensaft, Gin und Tabasco heruntergeschluckt hat. Auf ex, denn so Larissas Spruch: „Nich schnacken, Kopf in’n Nacken!“

Unsere Hexe aus der Vogelperspektive

Unsere Hexe aus der Vogelperspektive

Jetzt sind wir also auf dem Weg zu unserem anderen Zuhause. Wir freuen uns drauf, zumal die Wetteraussichten gut sind, natürlich regnet es auch in der Löwenbucht mal im Frühjahr, aber die Temperaturen sind deutlich höher als in Südhessen und die Sonne zeigt sich häufiger. Nächste Woche findet in La Grande Motte, wo die Hexe auf uns wartet, eine große Katamaranmesse statt, deswegen müssen wir heute Abend dort sein, und unser Boot an einen anderen Platz legen, aber natürlich werden wir uns die zweibeinigen Schätzchen mal genau ansehen und vielleicht auf dem einen oder anderen auch mal abends mitsegeln. Allegra kommt für ein paar Tage mit uns, sie will in der Hängematte in der Sonne liegen, und wir werden mit ihr die Schönheiten von Montpellier, Nimes und der Camargue erkunden.

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Zurück am Rhein

Sogar eine Fahnenstange haben wir aufgestellt

Sogar eine Fahnenstange haben wir aufgestellt

In früheren Zeiten haben wir gerne – wegen der eher weiten Entfernung zum Meer – einen schönen Wochenendtag in „unserer“ Bucht am Rhein verbracht. Zuerst mit Auto und den Rest zu Fuß, auch mal mit dem Fahrrad, schlussendlich mit dem Motorboot, sind wir gern dorthin gefahren, auch schon mal an Ostern, wenn es noch kalt war, und haben gechillt, gerillt und gebadet. Nun, da wir ja eigentlich auf dem Boot leben, ist uns das Meer näher gekommen, im letzten Jahr besonders das Mittelmeer. Aber in den Zeiten, in denen wir in Südhessen gestrandet sind, wird der Rheinstrand wieder attraktiv.

und ein selbst gestalteter Esstisch

und ein selbst gestalteter Esstisch

Und so haben wir uns mit Thomas und Steffi verabredet, das waren die beiden, die uns vor vielen Jahren auf den Geschmack gebracht und uns diese traumhafte Bucht gezeigt haben. Am ersten schönen Tag der letzten Wochen machen wir uns auf, man fährt mit dem Auto bis Groß-Rohrheim, Außerhalb heißt die Straße, bis hinunter zum Parkplatz am Rhein führt. Dort lässt man den Wagen, packt den Rucksack, beladen mit Getränken, Brot und Würstchen, Anglerstühlchen, Handtuch (optimistisch), und einem Grillrost auf den Rücken, und macht sich auf den langen Weg zur Bucht.

Selbst an den Füßen ist es kalt

Sogar an den Füßen ist es kalt

Der Rhein ist jetzt nicht mehr so hoch wie noch vor ein paar Tagen, es ist also genug Platz für unseren Sonntagmittag. Schon auf dem Weg sammeln wir trockenes Holz, kurz nach uns treffen auch Steffi und Thomas ein, dann sorgen die Jungs für ein professionelles Grillfeuer, während Steffi und ich die letzten Informationen austauschen müssen, schließlich haben wir uns schon mindestens einen Monat nicht mehr gesehen.

wunderschöne Rheinmuscheln

wunderschöne Rheinmuscheln

 

Es ist was los auf dem Rhein. Viele Frachtschiffe ziehen manchmal das Wasser aus der Bucht, vereinzelt gibt es auch schon Pleasure-Motorboote, und sogar vier Kanuten ziehen an unserer Bucht vorbei. Als erstes kamen allerdings die lärmenden Jetskies, davon gab es deutlich mehr als von den anderen Vergnügungsbooten. Das langsam zurückgehende Wasser hat viele – geöffnete – Rheinmuscheln zurückgelassen, es sieht wunderschön aus, nur die Büsche sind leider noch nicht grün.

Die Jungs am Feuer, Steffi strampelnd im Wasser

Die Jungs am Feuer, Steffi strampelt im Wasser

Der Strand ist noch ungeplündert, es gibt trockenes Holz in Massen. Das ist auch gut so, und nach einer Weile ist das Feuer richtig durchgeglüht, die Würstchen braten auf dem heißen Grill, auch das Brot wird angeröstet, wir genießen die Sonne und die Wärme. Steffi stürzt sich sogar für 20 Sekunden ins 10,5 Grad kalte Wasser, bei Volker und mir reicht der Mut nur bis zu den Knien. Hund Nico hat viel Spaß, er traut sich ins Wasser, und hin und wieder kommen Spaziergänger mit Hunden vorbei, diesmal waren es fast nur Hundeweibchen, und Nico liegt heute Abend völlig erschöpft auf dem Sofa.

erstes Kennenlernen auf hündisch

erstes Kennenlernen auf hündisch

Zum Kaffee geht es ins Gernsheimer Fährhaus, dort steppt die Luzie, oder der Bär, wie man will, es ist voll, aber wir ergattern noch einen Tisch auf der Terrasse. Wie immer kommen ganz viele – eher ältere – Motorradfahrer mit ihren wunderschönen, meist älteren Maschinen an (Harley Davidson, NSU, und was weiß ich noch), die Gernsheimer fahren ja jeden Tag einmal zum Rhein, am Sonntag eben gerne nachmittags, wenn sie auch gesehen werden können.

Drei Kanus fahren mit dem Strom

Drei Kanus fahren mit dem Strom

Was für ein wunderschöner Tag am Rhein!

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Frohe Ostern!

Die bunten Eier bringen Farbe in den grauen Garten

Die bunten Eier bringen Farbe in den grauen Garten

Nachdem es gestern tatsächlich einmal schön warm und sonnig war, hat – ausgerechnet am Ostersonntag – die Farbe Grau wieder Oberhand gewonnen, zumindest in Mittelhessen.

Wir wünschen aber trotzdem allen unseren Lesern ein schönes Osterfest mit Familie und Freunden, gutem Essen und ein paar geruhsamen Stunden!

Frühlingsblumen

Frühlingsblumen

 

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