Zurück am Rhein

Sogar eine Fahnenstange haben wir aufgestellt

Sogar eine Fahnenstange haben wir aufgestellt

In früheren Zeiten haben wir gerne – wegen der eher weiten Entfernung zum Meer – einen schönen Wochenendtag in „unserer“ Bucht am Rhein verbracht. Zuerst mit Auto und den Rest zu Fuß, auch mal mit dem Fahrrad, schlussendlich mit dem Motorboot, sind wir gern dorthin gefahren, auch schon mal an Ostern, wenn es noch kalt war, und haben gechillt, gerillt und gebadet. Nun, da wir ja eigentlich auf dem Boot leben, ist uns das Meer näher gekommen, im letzten Jahr besonders das Mittelmeer. Aber in den Zeiten, in denen wir in Südhessen gestrandet sind, wird der Rheinstrand wieder attraktiv.

und ein selbst gestalteter Esstisch

und ein selbst gestalteter Esstisch

Und so haben wir uns mit Thomas und Steffi verabredet, das waren die beiden, die uns vor vielen Jahren auf den Geschmack gebracht und uns diese traumhafte Bucht gezeigt haben. Am ersten schönen Tag der letzten Wochen machen wir uns auf, man fährt mit dem Auto bis Groß-Rohrheim, Außerhalb heißt die Straße, bis hinunter zum Parkplatz am Rhein führt. Dort lässt man den Wagen, packt den Rucksack, beladen mit Getränken, Brot und Würstchen, Anglerstühlchen, Handtuch (optimistisch), und einem Grillrost auf den Rücken, und macht sich auf den langen Weg zur Bucht.

Selbst an den Füßen ist es kalt

Sogar an den Füßen ist es kalt

Der Rhein ist jetzt nicht mehr so hoch wie noch vor ein paar Tagen, es ist also genug Platz für unseren Sonntagmittag. Schon auf dem Weg sammeln wir trockenes Holz, kurz nach uns treffen auch Steffi und Thomas ein, dann sorgen die Jungs für ein professionelles Grillfeuer, während Steffi und ich die letzten Informationen austauschen müssen, schließlich haben wir uns schon mindestens einen Monat nicht mehr gesehen.

wunderschöne Rheinmuscheln

wunderschöne Rheinmuscheln

 

Es ist was los auf dem Rhein. Viele Frachtschiffe ziehen manchmal das Wasser aus der Bucht, vereinzelt gibt es auch schon Pleasure-Motorboote, und sogar vier Kanuten ziehen an unserer Bucht vorbei. Als erstes kamen allerdings die lärmenden Jetskies, davon gab es deutlich mehr als von den anderen Vergnügungsbooten. Das langsam zurückgehende Wasser hat viele – geöffnete – Rheinmuscheln zurückgelassen, es sieht wunderschön aus, nur die Büsche sind leider noch nicht grün.

Die Jungs am Feuer, Steffi strampelnd im Wasser

Die Jungs am Feuer, Steffi strampelt im Wasser

Der Strand ist noch ungeplündert, es gibt trockenes Holz in Massen. Das ist auch gut so, und nach einer Weile ist das Feuer richtig durchgeglüht, die Würstchen braten auf dem heißen Grill, auch das Brot wird angeröstet, wir genießen die Sonne und die Wärme. Steffi stürzt sich sogar für 20 Sekunden ins 10,5 Grad kalte Wasser, bei Volker und mir reicht der Mut nur bis zu den Knien. Hund Nico hat viel Spaß, er traut sich ins Wasser, und hin und wieder kommen Spaziergänger mit Hunden vorbei, diesmal waren es fast nur Hundeweibchen, und Nico liegt heute Abend völlig erschöpft auf dem Sofa.

erstes Kennenlernen auf hündisch

erstes Kennenlernen auf hündisch

Zum Kaffee geht es ins Gernsheimer Fährhaus, dort steppt die Luzie, oder der Bär, wie man will, es ist voll, aber wir ergattern noch einen Tisch auf der Terrasse. Wie immer kommen ganz viele – eher ältere – Motorradfahrer mit ihren wunderschönen, meist älteren Maschinen an (Harley Davidson, NSU, und was weiß ich noch), die Gernsheimer fahren ja jeden Tag einmal zum Rhein, am Sonntag eben gerne nachmittags, wenn sie auch gesehen werden können.

Drei Kanus fahren mit dem Strom

Drei Kanus fahren mit dem Strom

Was für ein wunderschöner Tag am Rhein!

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