Am Pfingstsonntag, 24. Mai sind wir in Puerto Calero losgefahren, Richtung Madeira, dort sind wir am 26. Mai angekommen. Von dort aus sind wir am 7. Juni Richtung Azoren gestartet, nicht wissend, ob wir dort stoppen werden oder lieber weiter fahren. Wir haben dann doch zwei Nächte vor Santa Maria geankert, in der Nacht zum 10. Juni sind wir dort angekommen und am 11. Juni haben wir den Anker wieder gelichtet für das große Stück über den Atlantik. Am 21. Juni sind wir am 10. Tag der Fahrt über den Atlantik, die Nordsee und den Ärmelkanal in Nieuwpoort, Belgien, angekommen. Dort wurden wir von unseren Freunden Ria und Jan lieb empfangen, verbrachten ein paar Tage in der Marina der belgischen Luftwaffe. Anschließend gab es noch einen Stopp in Blankenberge, ehe wir am 27. Juni an der Schleuse zum Ijsselmer im Süßwasser angekommen sind.


Die Reise dauerte insgesamt 35 Tage, davon insgesamt 17 Tage auf See, es waren 2.468 Seemeilen bis von Puerto Calero bis nach Workum. In Workum haben wir viele Jahre im Sommer gelegen, von 1998, noch mit der Sherazade, dann mit den „halben“ Hexen (weil sie nur einen Rumpf haben) bis 2012. Wir wurden freundlich begrüßt von Jan, dem langjährigen Hafenmeister, der nunmehr in Rente ist, aber noch zwei Tage in der Woche der Marina erhalten bleibt. Wir haben den schönsten Platz im Hafen, liegen am Meldesteiger mit voller Übersicht über alle ein- und ausfahrenden Boote, und einen sensationellen Blick auf den Kanal und die majestätisch vorbei segelnden Plattbodenschiffe.




Noch am gleichen Abend bekamen wir was geboten: Zwei Stunden lang entluden sich endlos viele Blitze über Friesland, der Himmel war ein einziges Feuerwerk, und der Donner hatte die Wucht von vielen Dezibel. Es dauerte fast bis Mitternacht, bis wir in unserer Koje lagen.
Schon am nächsten Tag hatte sich der Himmel aufgeklärt, es gab schönsten Sonnenschein, der Strand am Ijsselmer war voller Familien, die den warmen Sonntag genossen. Wir haben den vielen Kitern zugeschaut und ihre waghalsigen Sprünge bewundert. Der Wind war frisch, also haben wir für heute auf ein Bad in dem, zugegebenermaßen mit 24º richtig warmem Wasser verzichtet.



Viele frühere Bekannte waren im Hafen, so ergab sich immer ein Schwätzchen, wir fühlten uns nicht einsam. Und dann kamen erst Monika und Günther mit ihrem schicken neuen Motorboot, und Wolfgang und Ute aus Heppenheim, Auch Ralf und Tochter Pia waren da, später kamen noch Arthur und Iris, wir haben schöne (natürlich Grill-) Abende in großer Runde bei uns an Bord erlebt, insgesamt ein wunderbarer Empfang.

Auch ein Ausflug mit dem Beiboot zu der Fischbude am Hafen von Hindelopen durfte natürlich nicht fehlen, wo wir den großartigen Matjes Hering sehr genossen haben. Aber leider hatte unser Lieblingscafé geschlossen, sonst hätten wir auch noch die Appeltaart verspeist. Am nächsten Tag sind wir noch nach Workum geradelt, haben dort auch den Matjes probiert.
Jetzt sind wir auf der Heimfahrt. Wir hatten Glück, Wolfgang und Ute nehmen uns in ihrem Wohnmobil mit, denn wir hatten natürlich kein Auto in Workum am Hafen stehen.