Kurz nach 12 Uhr legen wir am Sonntag, 9. August in Workum ab. Unter Motor fahren wir an Stavoren vorbei, lassen auch den Vrauwezand links liegen. In der Mitte der Strecke legen wir eine kleine Segelprobe ein, aber der Wind reicht nicht aus, außerdem kommt er genau von vorne, und wir müssten kreuzen, das macht bei 3,5 Knoten Fahrt keinen Spaß, auch noch Umwege zu fahren. Also werden die Segel schnell wieder geborgen.


Nach unserer Segel-Einlage wird es auch auf dem Ijsselmer weniger voll, südlich von Lemmer auf der einen und Enkhuizen auf der anderen Seite des Ijssemers ist die Streckefür ist für die meisten Urlauber nicht so attraktiv, es sei denn, sie wollen nach zu dem schönen alten Fischerdorf Urk, oder eben – wie wir – nach Lelystad. Die meisten Segler mit Zielen im Markermer nehmen den Weg über das weiter nördlich gelegene Enkhuizen, und gehen dort durch die Schleuse. Und die Wochenendsegler, meist aus dem nahen Nordrhein-Westfalen fahren nun wieder nach Hause.



Wir waren am frühen Abend in der Flevo Marina in Lelystad, diese liegt noch vor der Schleuse zum Markermer,. An Steg 12B legen wir an, der hiesige Hafenmeister hatte uns dort schon einen Platz reserviert und hoffen, dass morgen früh die Arbeiten beginnen können, zumindest wurde uns das von dem Reparaturbetrieb bestätigt. Eines unserer Probleme habe ich, dank KI, selbst herausgefunden. Auf unserem Plotter haben wir hier im Ijsselmer nur AIS Signale in einem sehr begrenzten Raum, und wir haben uns gefragt, was da nun wieder kaputt oder falsch eingestellt sein kann. Aber beim Nachforschen fand ich heraus, dass so ein AIS auf dem Bildschirm nicht mehr als 100 Signale anzeigen kann, und da wird eben der Radius viel kleiner.


Um 18:15 waren die Leinen fest in der großen Flevo Marina in Lelystad. Noch beim Anlegen mach ich den Mückenvorhang zu, es ist so viel kleines fliegendes Getier unterwegs, obwohl hier überall Spinnennetze mit großen fetten Spinnen hängen, die die Mücken eigentlich fangen und auffressen sollten. Volker kocht uns ein leckeres Abendessen mit eingelegter Hühnchenbrust und Risotto, und nach einem kleinen Spaziergang durch die große Marina gabt es noch einen – alkoholfreien – Sekt und schon war es Zeit fürs Bett, denn am nächsten Morgen kam Martin, der Techniker, schon früh an Bord.
Volker wird ja – wie im letzten Blog versprochen – über die Details der Arbeiten ausführlich berichten.