Autor: Skipper Volker

  • Beinah abfahrtsklar

    Entspannung zwischen der Arbeit mit Architektur im Hintergrund

    sind wir und unser Katamaran. Arbeitsreiche Tage liegen hinter uns und der Werftmannschaft von Outremer. Die endlos waschende Waschmaschine wurde durch eine neue ersetzt, die Überspannung durch den Blitz hat wohl einen unentdeckten Schaden in der Elektronik hervorgerufen und es wurde garnicht erst versucht, diesen zu beheben. Gut so, jetzt habe wir eine neue Clementine ohne Blitzschaden. Der Segelmacher hat die lange Vorderseite unseres Leichtwindsegels gekürzt und das modifizierte Segel gestern zurückgebracht. Heute haben die Elektriker formschöne Leselampen im Salon installiert, wir sehen beide noch sehr gut ohne Brille, brauchen jedoch deutlich mehr Licht beim Lesen. Die heutigen Led-Spots sind für diesen Zweck geradezu ideal, da sie mit ihrem hellen gebündelten Lichtstrahl punktgenau auf den richtigen Fleck beleuchten. Die Solarpaneele haben neue Relingshalter bekommen, die Rettungsboje ist an der Reling montiert, die alte Außenborderhalterung ebenso, Cornelia hat genau wie auf der alten Hexe die Geschirrschränke mit lackschonenden Antirutschunterlagen ausgelegt und für die Halterung von der Autopilotfernbedienung am Steuerstand haben wir ein neues Ladekabel montiert. Der Nordwind hat in den letzten Tagen kräftig durch die Straßen von LGM geweht und den Blütenstaub der Bäume gleichmäßig auf dem Boot verteilt. Egal, was man außen anfasst, alles fühlt sich leicht schmierig an, jedoch ist das Zeug glücklicherweise entgegen dem üblichen Regensaharastaub, farblos.

    Abends ist der Turm angeleuchtet

    Gestern Abend haben wir mit Trevor und Kay einen kleinen Ausflug ins benachbarte Palavas-les-Flots gemacht, sind dort rauf auf den Ausflugsturm, anschließend durch die engen Gassen des Fischerdörfchens gepilgert und haben im Restaunrant “Bilig”, dem lokalen Italiener, total gut zu Abend gegessen.das Restaurant heißt tatsächlich “Bilig“, ist dabei nicht billig, aber 100 Prozent preiswert.

    Ja, und morgen, wollen wir dann endlich in See stechen, bei einem vorhergesagten moderaten Wind, der geradezu ideal für Katsegelanfänger ist. Nicht zu stark, nicht zu schwach, vom Land her wehend, ohne Wellen und hoffentlich mit einer gewissen Konstanz. Wir sind sehr gespannt.

  • Plus oder Minus

    verkabelt!

    miteinander zu verbinden, Reihen-oder Parallelschaltung, das waren heute die Fragen, die uns u.a. beschäftigt haben. Worum es geht? Ganz einfach um unsere Solarpaneele, die wir von unserer alten Hexe mit gebracht haben und bei denen es sich um zwei 12-Volt-Solarpaneele zu je 100 Watt handelt. Unser Kat hat, entgegen den Vorgängerbooten, ein 24-Voltsystem an Bord, verschiedene Vorteile – und, wie das bei Vorteilen so ist, auch Nachteile hat. Wir wollen da jetzt nicht zu tief einsteigen, aber um mal ein paar Nachteile zu nennen, muss z.B der 24-Volt-Strom durch spezielle Umwandler wieder in 12-Volt umgewandelt werdenn für alle handelsüblichen Navigationsinstrumente. Es braucht also spezielle Geräte, die das tun, was das ganze System  teuer und natürlich bei Elektropannen auch anfällig macht. Ein Vorteil ist, dass nur halb so hohe Ströme fließen und Kabeldurchschnitte verwendet werden müssen wie beim 12-Volt-Sysrem und das dadurch Kabelgewicht eingespart wird.

    Jetzt zurück zum Solarpaneel, wir mussten also aus den 12-Volt-Paneelen 24-Volt-Paneele machen. Wir haben also ganz einfach die beiden 12-Volt-Paneele in einer sog. Serienschaltung miteinander verbunden, weil  2 mal 12 Volt schon rein mathematisch 24 Volt ergeben (aber nur, wenn sie in Reihe geschaltet werden, nicht etwa parallel!)

    Schließlich haben wir wegen der Größe des Bootes noch die Anschlusskabel mit ein paar Kabelverbindern und Solarstromkabeln auf gut 20 Meter verlängert, damit wir unsere mobile Solarpaneeleinheit immer und überall ohne irgendeine Beschattung netreiben können. Natürlich nur, wenn die Sonne scheint 😀⚓️😀.

    Rollos, angebracht

    Und wenn die Werkzeugkiste schon mal offen ist und wir arbeitswütig sind, haben wir gleich weitergemacht. Die Standardverdunklung der großen Panoramafenster in den Rümpfen hat uns nicht so ganz zugesagt und wir haben uns “Faltverdunklungen/Jalousien” auf Maß von der Firma Oceanair anfertigen lassen. Heute kamen die mit viel Sorgfalt und gutem Augenmaß an ihren angestammten Platz. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Das ganze Schiff wird nicht zu letzt dank solcher Aktivitäten immer mehr zu unserem Zuhause. Zu guter Letzt haben wir die (Hexen)-Gangway klargemacht und können nun ganz bequem über diesen Laufsteg an Bord gelangen.

    Jetzt ist Feierabend mit kühlem Feierabendbier, wir senden herzliche Geburtstagsgrüße an Volkers Mama, an Bord der Mittelmeerkreuzfahrt. Morgen ist ein neuer Tag

  • Die Waschmaschine,

    Clementine wartet brav im Schrank auf ihren Einsatz

    die wir jetzt auf dem Boot haben, ist ja schon an sich ein Luxus und macht uns in Zukunft unabhängig von den Waschsalons dieser Welt. Bei denen wird die Wäsche eine halbe Stunde gewaschen und kommt danach nicht wirklich sauber aus der Maschine, nur der Duft der Wäsche ist besser. Unsere Waschmaschine hingegen hat das mit dem gründlich Waschen heute mehr als ernst genommen und sich anscheinend in ihrem Waschprogramm so wohl gefühlt, dass sie einfach nicht mehr aufgehört hat. Macht zwar sogar tagelang getragene dunkle schmutzige-weiße Socken wieder blütenrein strahlend, aber acht Stunden Waschzeit sind dafür doch ganz schön lang, vor allem an Bord.

    aber sie macht es uns nicht leicht

    Da es sich um ein französisches Modell mit eben jener Beschriftung handelt, war das vielleicht nur ein Kommunikationsfehler zwischen dem Nutzer, also uns, und der französischen Waschfee. Dafür kam am frühen Abend die Wäsche sogar wohlduftend und schranktrocken aus der silbernen Trommel. Wir haben uns jetzt die Bedienungsanleitung vorgenommen und tauchen in die Geheimnisse der französischen Waschtechnik ein,  morgen früh werden wir einen neuen Versuch wagen.

    Brüder im Geiste…

    Heute gab es das Abschlusstraining mit Jean-Pierre, und die Capitania hat tapfer den großen Kat im engen Hafengewässer bewegt. Am Ende gab es ein ganz dickes Lob vom Trainer und jetzt sind wir selbst an der Reihe, mit unserem zweibeinigen Segelgerät die sieben Weltmeere unsicher zu machen. (Unsicher machen wir mit mir am Steuer eher die Häfen als die Meere:-) Aber Danke an Jean-Pierre für die Geduld, es wird sich auszahlen!!!)

  • Erste Berührungen

    La cuisine

    Es ist jetzt schon zwei Tage her, aber es gab so unendlich viel zu tun und auszuprobieren, dass wir noch garnicht dazu gekommen sind, einen neuen Blogbeitrag über die Katamaranübergabe zu schreiben. Zunächst einmal die gute Nachricht an alle Leser, alles ging gut und das Schiff ist schlichtweg eine Wucht -sowohl von den Dimensionen her, was jedoch viel wichtiger ist, von den inneren Werten. Wie man einen Katamaran optisch von außen her empfindet, ist persönliche Geschmacksache. Der eine mag mehr schlanke alte klassische Holzyachten mit ihren großen Überhängen, des anderen Herz schlägt für moderne Rennyachten mit steilem Steven und überbreitem Heck. So ein Kat hat schlichtweg Platz und Raum, gefühlt grenzenlos.

    Einräumen
    volle Kisten

    Obwohl wir jetzt beinahe alles, was wir von Deutschland aus mitgenommen und darüberhinaus bei Outremer gelagert hatten, an Bord verstaut haben, gibt es noch Platz ohne Ende an Bord. Und ein wichtiges Argument, das uns überhaupt zum Katkauf “verführt” hat, trifft voll und ganz zu – wenn man abends, oder egal wann, im Salon sitzt, hat man einen 360-Grad-Rundumblick über den ganzen Hafen. Doch dafür bleibt im Moment leider nicht viel Zeit.

    Morgenblick

    Morgens haben wir Theorieunterricht und werden in alle Systeme eingewiesen, die sich an Bord befinden. Um 14 Uhr steht  pünktlich Jean-Pierre vorm Boot und dann gibt es praktischen Unterricht im Bootshandling und es geht hinaus aufs azurblaue Mittelmeer. Obwohl man den letzten Satz natürlich ein bisschen revidieren muss. Denn nicht nur auf dem Meer werden Segelmanöver einstudiert, vor allem im sicheren Hafen steht das Bootshandling an oberster Stelle.

    Die Capitania mit Lehrer-Unterstützung am Steuer

    Die Capitania muss ein Anlege- oder Drehmanöver nach dem anderen fahren und dabei die riesigen Dimensionen des Bootes im Auge behalten um “Feindberührung” zu vermeiden und zentimetergenau zu fahren. Dass dazu noch neugierige Landurlauber vom sicheren Ufer aus alles genau betrachten, trägt nicht zur Nervositätsminderung bei. Doch unser französischer Segellehrer bleibt stets ruhig und souverän und am Ende gelingen Cornelia alle Manöver. Die Manöverkritik von Jean-Pierre fällt daher erwartungsgemäß sehr positiv aus und bestärkt uns im vorher beschlossenen Rollentausch, was ganz simpel meint, dass ab jetzt Cornelia alle Hafenmanöver fährt, während ich das Leinenhandling übernehme. Macht auch Sinn, weil ich ich ein bisschen schneller und stärker bin, die schweren Leinen mir nichts ausmachen und ich flotter hin und her huschen kann als sie.

    Wie groß ein Genacker sein kann
    und wie schön
    und wie verpackt?
  • Der Countdown

    läuft seit heute um 15 Uhr 28. Genau zu diesem Zeitpunkt kam die erlösende Mail von Claudine aus der Outremer Werft, auf die wir so lange gewartet haben. Unser neues Boot, unser Traum auf zwei Rümpfen, unser neues schwimmendes Zuhause und was nicht noch alles, ist beinahe klar zu Auslieferung. In dieser zurückliegenden Woche wurde das Boot erfolgreich seitens der Werft probegesegelt, und einer Auslieferung zum 27. März an uns steht nun fast nichts mehr im Wege. Kurz nach dem  Eintreffen der Mail macht sich spontan bei uns beiden eine innere Unruhe breit. Wir sollen zum letzten Mal die mitgesandte Optionsliste durchchecken, damit auch keines der bestellten Extras irgendwo in irgendwelchem E-Mail-Verkehr oder anderen dunklen Datenkanälen verloren gegangen ist. Zudem benötigt die Werft für den Eintrag ins französische Schiffsregister den Versicherungsnachweis von uns, sowie eine Meldebestätigung aus Darmstadt. Der wiehernde Bürokratieschimmel macht auch vor der heiligen Seefahrt nicht halt.

    Die Capitania ist kräftig am Wirbeln, und stellt die Unterlagen zusammen, damit alles glatt geht. Ich ziehe erst mal meine Laufschuhe an und und jogge die Aufregung im nahegelegenen Westwald ab – Aufgabenteilung kann man das offensichtlich nicht nennen. Doch wie wohl bei allen Paaren, die länger zusammen sind, haben auch wir gemäß unseren Stärken, oder auch den Schwächen, getrennte Aufgabengebiete. Das hat sich eingeschliffen, das hat sich bis jetzt bewährt und jeder von uns beiden ist damit zufrieden. Überwiegend jedenfalls.

    Nun wird es also bald wirklich ernst mit der Zweirumpfsegelei, wer hätte das gedacht? Immerhin sind jetzt seit Vertragsunterzeichnung gut 14 Monate ins Land gegangen. Aber allein, dass es zurück zum Meer, zurück aufs Boot, und zurück in die Wärme des Südens geht, ist fantastisch – wir sind, wie man so schön sagt, total aus dem Häuschen.

  • Wie lange noch???

    In der zurückliegenden Woche gab es ein kurzes Update von Outremer, dass am kommenden Montag der Mast von unserem Katamaran wieder gestellt werden soll, der glücklicherweise vom Blitzschlag nicht betroffen war. Danach werden die Segel angeschlagen und das Werftteam wird erste Probeschläge auf dem blauen Mittelmeer unternehmen und alle Systeme an Bord überprüfen. Das soll nach Aussage vom Werftdirektor bis zum Ende der kommenden Woche abgeschlossen sein, wenn beim Probesegeln keine weiteren gravierenden Elektronikfehler gefunden werden. Das heißt auch im Umkehrschluss, dass wir bis zum Ende der nächsten Woche noch auf glühenden Kohlen sitzen werden und nur hoffen können, dass der angepeilte Bootsübergabetermin am 27. März vbestehen bleibt. Situativ passend geht mir der Megahit, “sit and wait” von Sydney Youngblood nicht mehr aus dem Sinn, der hat sich seit ein paar Wochen als Ohrwurm tief in meinem Kopf eingenistet. Dieses doch relativ monoton gesungene, sit and wait – sitzen und (ab)warten – passt emotional ganz gut zu der seglerischen Leerlaufphase, in der wir uns seit einiger Zeit befinden.

    Das zweite “wie lange noch” scheint seit dem letzten, bzw. vorletzten Bundesligaspiel doch entschieden zu sein. Wunder gibt es – besonders beim Fußball  – ja immer wieder und von einigen hat der SVDarmstadt 98 in den letzten Jahren auch kräftig profitiert. Nur momentan sieht es danach aus, dass der Verbleib im Oberhaus der Liga nur bis zur Ligasommerpause geht und dass danach das Darmstädter Fußballmärchen in der zweiten Bundesliga weitergehen wird. Abschieds- oder Abstiegsblues gibt es trotzdem nicht, und die Lilienequipe will es den Gegnern bis zum buchstäblichen (Saison)-Ende so schwer wie möglich machen.

    Heute geht es gegen Mainz – Regionalderby sozusagen. Hoffentlich ist das Spieleresultat so, dass die Mainzelmännchen am Ende des Spiels traurig sein werden. (Oder wenigstens nicht zu fröhlich ,-)) )

  • Ausquartiert

    In den zurückliegenden kalten und dunklen Wintertagen hat sich ein unliebsamer raumgreifender Mitbewohner eingeschlichen, den wir nun nach und nach aus dem Haus werfen. Wenig habe wir getan, in sportlicher Hinsicht, dafür keine Feier ausgelassen und reichlich gutes Essen konsumiert und einigen alkoholischen Getränken zugesprochen. Und das, leider, leider, bei gleichzeitiger Bewegungsstarre, wer will schon bei kalter Winterluft zum Lauftreff, um dann durch den Winterwald zu hecheln, oder wer läuft schon gerne auf Schusters Rappen, dick vermummt und eingepackt, zum Shopping-Bummel, in die eigentlich nahegelegene Innenstadt? Wir sicherlich nicht.

    So hat der Schweinehund immer mehr Besitz von uns ergriffen und sich so richtig bei uns eingenistet. Doch wie wird man diesen unliebsamen fest eingenisteten Bewohner wieder los? Gut, dass die Natur da kräftig mithilft, mit steigenden Temperaturen, Sonnenschein und Glückshormonen. Und so fällt es nicht sonderlich schwer, dem Schweinehund so richtig in den Hintern zu treten und ihn endgültig auszuquartieren, und damit die teuer bezahlten Speckröllchen abzutrainieren. Praktisch gesehen heißt das, das ich zweimal in der Woche den regionalen Lauftreff aufsuche und dass die Capitania und ich bei jeder möglichen Gelegenheit kräftig in die Pedale treten, statt das bequeme Automobil zu benutzen. 24 Kilometer haben wir seit Sonntag zu Fuß zurückgelegt, einmal eine Stunde Squash gespielt und damit ist der solide Grundstein für weitere sportliche Aktivitäten gelegt. Der Winterschweinehund hat sich getrollt und macht sich mit eingekniffenem Schwanz von dannen  – wir werden seiner gedenken😀

    Hier noch ein Link, dass auch bei Segelprofis was schiefgehen kann. (Für die Nichtsegler: Das Boot, das von links kommt, hat Vorfahrt! Backbordbug vor Steuerbordbig, danke Patrick!) YOUTUBE

  • Bootlos…

    Immer wieder schön …

    seit der letzten Woche ist unsere alte “Hexe”, definitiv verkauft. Alle, die zu lange gezögert haben, unser nettes und adrettes Boot zu kaufen, gehen jetzt leer aus… An diesem Wochenende haben wir Abschied genommen und die letzten Sachen von Bord geräumt. Mittlerweile schwimmt sie wieder in ihrem vertrauten Element und im Moment wird gerade alles für die Übergabe an das neue holländische Eignerpaar vorbereitet.

    Es war also definitiv ein letzter Besuch auf unserer Dehler 41. Viele viele glückliche Meilen mit der Dehlerhexe liegen nun endgültig für immer im Kielwasser,  und eine gute Portion Wehmut macht sich bei uns breit.

    Letztes Foto

    Unser Yachtmakler von Sailing World Lemmer versucht, tröstende Worte zu finden und versichert uns glaubhaft, dass die neuen Bootseigner samt Kindern schon jetzt total happy mit dem Boot sind und sich auf zukünftige Segelabenteuer sehr freuen. Und das ist doch was, kein kompliziertes ewiges Hickhack und Hin und Her, wie bei den spanischen Kaufinteressenten im letzten Jahr. Wir wünschen den neuen Eignern jetzt und hier,eine “altijd behouden Vaart en heel veel plezier met deze fantastische Zeilboot, en as uw ons en mailtje stuurt zullen wij dit leuk finden”.

    Sonnenuntergang am Ysselmer

    Und damit das Wochenende nicht allein im leicht traurigen Schatten des Abschieds abläuft, hatten wir zur Verstärkung Petra mit dabei. Mit ihr sind wir von Lemmer nach Hoorn gefahren und haben dort mit Kees, Grey und natürlich Petra einen wunderschönen Abend und der Stadt und auf Petras Boot verbracht. Hoorn ist wirklich immer eine Reise wert und wer diese malerische alte Stadt noch nicht gesehen und erlebt hat, hat echt was verpasst.

    Lecker genieten: Abendessen in Hoorn

    Heute ging es dann zurück nach Darmstadt. Ein wichtiges Kapitel unseres Lebens ist jetzt abgeschlossen, viele Jahre in Holland und einige Jahre mit der Hexe liegen hinter uns – wir schauen  mit Spannung und Vorfreude der Doppelrumpferzeit entgegen.

    Ein ganz großes Dankeschön zum Schluss dieses Beitrages geht an Robin de Snoo, Yachtmakler und Inhaber von Sailing World in Lemmer: „Sie sind mit Abstand der beste und seriöseste Yachtmakler für Gebrauchtschiffe, den wir kennen und es war uns zu jedem Zeitpunkt des Verkaufsprozesses eine echte Freude, mit Ihnen zusammen zu arbeiten. DANKE!“

  • Lebenswunsch und Narrenzeit

    Die Capitania hat einen Lebenswunsch und der soll jetzt endlich erfüllt, zumal der Wunsch der Wünsche mit wenig Aufwand zu realisieren ist. Katze aus dem Sack – die Capitania will den Rosenmontagszug in Mainz Live miterleben. Der karnevalistische Umzug im nahegelegenen Mainz gilt als der größte seiner Art in Europa und hat eine fast 200 Jahre währende Tradition. Jahr für Jahr strömen mehrere hundertausend Feierwillige nach Mainz am Rhein, um das närrische Treiben am Rosenmontag anzuschauen
    Eigentlich sind wir keine richtigen Fastnachter, die ab dem 11.11. in karnevalistischer Vorfreude, verkleidet in Kostümen, von einer närrischen Sitzung zur nächsten ziehen. Feiern tun wir dennoch sehr gern und damit wir nach dem jecken Großereignis nicht nach Hause fahren müssen, haben wir uns in ein Mainzer Hotel eingemietet und vom Hotelzimmer sogar Rheinblick. Karneval und fließend Rheinwasser zugleich – wie schön!

    Und als was sich Cornelia verkleidet, wenn wir morgen zum montäglichen närrischen Lindwurm gehen, dürfte sicher auch jedem Leser/ jeder Leserin unsere Bloges längst klar sein.
    Tatatataaaa, der Hexenhut der steht ihr gut! Bilder folgen natürlich.

    Während wir noch von unserer zukünftigen Weltumsegelung träumen, haben andere diesen Lebenstraum bereits hinter sich gebracht und zudem schöne Filme davon gemacht, die einmal mehr die einzigartige Schönheit unseres blauen Planeten beispielhaft zeigen.
    Bei der Durchsicht einer englischsprachigen Segelwebsite bin ich über dieses wunderschöne, gutgemachte und sehenswerte Video “gestolpert”. Die Familie ist in 5 Jahren einmal um die Welt gesegelt und hat aus dem gesammten Filmatereial einen atemberaubenden 5-minütigen Film zusammengeschnitten. hier der Link

    Alaaf, Helau und Allez Hopp – ihr lieben Menschen weit und breit, wir wünschen euch allen – eine schöne Narrenzeit😀❤️😀

  • Dens

    Die Krokusse wagen sich hervor

    = lateinisch für Zahn, ist genau das, was mich seit acht Tagen auf Trab hält. Und um es genauer zu beschreiben, geht es nicht nur um einen, sondern um fünf von meinen Zähnen. Die sind nicht alle schlecht, nur deren alte Füllungen werden langsam porös und bröckelig. Aufgefallen ist das “meiner“ Zahnärztin, nachdem sie einen kariösen Zahn in der letzten Woche neu verfüllt hat und im Anschluss zwei Seitenaufnahmen meiner Kauleisten gemacht hat. Jetzt ist mein Terminkalender mit ein paar Zahnarztterminen aufgefüllt und mein langjährig tradierter zahnärztlicher Angstpegel steigt soweit in die Höhe, dass ich ernstlich am Überlegen bin, ob ich mich einmal in eine kleine Narkose versetzen lasse, damit dann alles auf einen Schlag, im Mund saniert wird. Beim Thema “Zahnarzt” war ich schon immer leider alles andere als heldenhaft.

    Mir fällt jetzt kein gelungener Themenschwenk, von den  Zähnen hin zum Segeln ein,  und darum lass ich es einfach sein.

    Jedenfalls wurde uns vor zwei Tagen der neue Liefertermin für unseren Katamaran mitgeteilt und leider ist der nicht so bald wie gedacht, oder, besser gesagt, wie gehofft. Es werden viele Teile der Regelelektronik an Bord ausgetauscht. Vieles davon ist schon bestellt, manches auch schon geliefert. Der Mast ist überprüft worden und glücklicherweise in seiner Struktur, nicht von der Überspannung betroffen gewesen. Dennoch soll es nochmal ganze fünf Wochen dauern, bis wir die stolzen Eigner des Kat werden. Da hilft halt alles nichts in dieser Angelegenheit, die Natur hat gesiegt und wir müssen uns eben gedulden – wat mutt dat mutt ( bitte nachgucken).

    Und die Schneeglöckchen blühen auch schon

    Das Wetter in Südfrankreich ist bereits mediterran frühlingshaft und wir freuen uns schon auf die Zeit in den sogenannten wärmeren Gefilden. Auch wenn hier in Darmstadt der Winter deutlich sicht- und hörbar dem nahenden Frühling weicht. Seit ein paar Tagen begeistern die Vögel im angrenzenden Park mit ihrem frühmorgendlichen Gesang und erste Frühlingsblüher wie Schneeglöckchen und Krokusse entfalten ihre Blütenpracht.