Autor: Skipper Volker

  • Bald wieder

    Die Urlaubstage an Bord mit unserer Enkeltochter haben offensichtlich nicht nur der stolzen Oma und dem stolzen Opa viel Spaß gemacht. Denn Zoey hat schon für sich entschieden, dass sie in den Herbstferien wieder zu uns an Bord kommen möchte. Ab jetzt müssen auch wir uns leider wieder ein bisschen nach den Schulferienzeiten richten, wenn wir mit unserer Enkeltochter verreisen möchten. Ihr neuer Lebensabschnitt, die Schulzeit, hat vor ein paar Tagen begonnen, und die ganze Familie war mit von der Partie, bei dem Großereignis, der Einschulung. Die Turnhalle der Grundschule war rappelvoll, mit schulttütenbewehrten Erstklässlern und der Verwandtschaft.

    Landart am Rheinufer

    Ansonsten genießen wir zur Zeit, den wunderbaren Sommer im Rhein-Main Gebiet, mit Baden am Rhein oder im Baggersee, kleinen Fahrradtouren, Grillfesten und Besuchen in den Biergärten der Region. Seglerisch können wir daher ruhig von einem Sommerloch oder von einer Sommerpause sprechen, da spielt sich nix ab. Schade, dass das Rhein-Main-Gebiet so weit weg ist vom Wasser. Was wäre es doch schön und praktisch, wenn unsere Hexe, sozusagen vor unserer Haustüre liegen würde. 

    Jedoch ist schon der Weg nach Holland, gefühlt, leichter zu planen, als ein festes Datum, an dem geflogen wird, oder besser gesagt, geflogen werden muss. Einfach ab ins Auto und fünf Stunden später sind wir am Wasser und an Bord. Doch noch ist der nächste Ausflug zum Boot ein paarTage weg, und wenn man sich erst mal in das Landleben wieder eingefunden hat, kann auch dieses sehr schön, abwechslungsreich, oder entspannend sein. Je nach Tagesform oder Aktivität. 

    Damit wir dann nicht zu viel rasten, gibt es für Cornelia regelmäßige Zoom-Yogaeinheiten, mit Katja aus Lanzarote, und ich übe mich in Liegestützen, Sit-ups und kurzen Fitnesseinheiten. 

    Was ja der reine Flop war, war das Beobachten der Perseiden, eigentlich das schönste Meteoritenspektakel dieses Sommers. Und wer ist schuld daran? Der Mond, denn der war voll und schien so hell, dass die Sternschnuppen am nächtlichen Himmel, bis auf paar besonders helle, nicht zu sehen waren. Sowohl in der Nacht zum 12., als auch zum 13. August, haben wir uns vergeblich die Augen ausgeguckt. Einen schwachen Trost gibt es, die Nacht zum12. August 2026 wird mondfrei sein.

    Mit Dank an http://www.sternwarte-rodewisch.de/

    Eines merkt man nun deutlich, der Zenit des diesjährigen Sommers ist überschritten. Die Tage sind spürbar kürzer, und die letzten und die kommenden Nächte sind mit 13, bzw. 14 Grad schon merklich kühler. Außerdem sind schon die Felder gemäht und die großen Sonnenblumen verblüht.

    Für uns stellt sich nun so langsam die Frage: wo wollen wir das Boot im nächsten Winter parken? Eventuell ein weiterer Winter in Hoorn, oder an der atlantischen Küste in der Gegend von La Rochelle, oder doch wieder ein langer Segeltörn nach Lanzarote. Noch ist nichts entschieden und trotzdem ist vieles im Wandel.

    Doch dazu mehr im nächsten Beitrag!

  • Volles Boot, volle Hütte, full house

    Nach ein paar Tagen in Deutschland, und nach der Geburtstagsfeier unserer nun 6-jährigen Enkeltochter, geht es wieder zurück nach Hoorn und zurück zu unserer Hexe. Diesmal nicht ohne großen Schrecken, denn noch auf der Autobahn liest mir Cornelia die Mail von unserem Hafenmeister vor, der uns benachrichtigt, dass ein Gastlieger mit seinem Boot unsere Hexe gerammt und beschädigt hat. Das Stimmungsbarometer im Auto sinkt unmittelbar auf null und wir machen uns Gedanken, wie groß wohl der Schaden ist. 

    Kaum am Boot angekommen, inspizieren wir die außenliegende Steuerbordseite von dem zu Wasser gelassenen Beiboot aus. Das Segelpaar hat mit seinem Anker unser Gelcoat an mehreren Stellen beschädigt, es gibt Kratzer vom Bug bis zum hinteren Fenster. Ich bin stinksauer über soviel Unvermögen. Die Segler sind rückwärts durch die Boxengasse gefahren und haben zuerst unser Boot im Bugbereich beschädigt. Aber anstatt den nicht erfolgreichen Rückfahrversuch nach der ersten Kollision zu beenden, und nach vorne wegzufahren, oder sich gegen unsere sechs dafür ausgebrachten Fender zu legen und mal nachzudenken, fahren sie noch zehn Meter weiter rückwärts und beschädigen die arme Hexe wieder an mehreren Stellen. Mir fehlen die Worte! Und um nicht dabei ausfallend zu werden, halte ich besser den Mund. Jedenfalls wurde der Schaden beim Hafenmeister gemeldet, und die Gastlieger lagen auch noch im Hafen, hinter uns,  und sie waren kooperativ, soviel zum Positiven. Hilft auch nicht viel… wir haben den Schaden und alle holländischen Gelcoatexperten scheinen in Urlaub zu sein. Ich bin mal gespannt, wer schlussendlich die Macken und Kratzer reparieren wird.

    Eigentlich müsste ich ja auch Schmerzensgeld für meinen erlittenen seelischen Schaden verlangen, oder?

    Aber drei Tage nach dem Ereignis, und nach dem Geburtstag unserer lieben Enkeltochter, stand dann mein Geburtstag an, und den wollten wir in guter alter Tradition an Bord verbringen. Unsere älteste Tochter Allegra hatte sich mit beiden Enkelkindern zu Besuch angekündigt. Auch Axel und Petra wollen ein paar Tage mit uns an Bord verbringen. Was für eine Freude!

    Soviel Besuch auf der Hexe hatten wir schon ewig nicht mehr, alle Kabinen waren belegt. Die beiden Enkelkinder hatten von Anbeginn einen Riesenspaß am Beiboot fahren und dem Stand-Up-Paddeln. Erstaunlich, selbst die 2-jährige Isabella konnte nicht genug davon bekommen, mit dem SuP durch Hafengebiet gepaddelt zu werden. Jedesmal, wenn ich zurück zur Hexe paddeln wollte, schrie sie: „mehr, mehr!“ Selbstverständlich haben beide Kinder ihre gut sichtbare orange Schwimmweste an. 

    Es folgt eine Dinghytour zum Strand, eine Dinghytour durch die Stadt, mit Brombeerpflücken an einer Hecke, die nur vom Kanal aus zu erreichen ist. Die Tage sind gefüllt mit zahlreichen Aktivitäten, und die Zeit vergeht wie im Flug. 

    Und schon ist Geburtstags-Tag. Zu den vielen lieben Menschen, die eh an Bord sind, finden sich noch Sabrina und Boris zur Feier ein, und so wurde mein Geburtstag zu einem echten Jubeltag. Danke an alle!

    Mit Axel und Petra habe ich in den letzten beiden Tagen die Hexe einmal komplett, von oben nach unten und hinten nach vorne, händisch poliert. Jetzt glänzt nicht nur unser großer Hexenaufkleber am Bug in frischem Glanz, auch auf den gesamten glatten Gelcoatflächen perlt das Wasser nach dem letzten großen Regenschauer geschmeidig ab.

    Gestern Abend ging es  zur Belohnung aller in den historischen Turm, dem Wahrzeichen von Hoorn, um die besten Spareribs der Welt zu essen. Heute früh sind  Axel und Petra leider nach Hause gefahren. Dafür ist unsere jüngste Tochter Larissa nebst Ehepartner, auf dem Weg zu uns, mit unendlich vielen Staus. Die Betten für die beiden sind frisch bezogen. 

    Mit Zoey haben wir heute ein paar schöne Stunden am Stadtstrand von Hoorn verbracht. Dieser Strand ist der größte Binnenstrand von Holland, hat einen gut 80 Meter langen Anlegesteg und eine, einige tausend Quadratmeter große Schwimmfläche, mit verschiedenen Wassertiefen, die durch gelbe Markierungsbojen abgetrennt sind. Wahnsinn was die Gemeinde da für ihre Bürger und für Besucher erschaffen hat. 

    Hoorn bietet halt echt viel, eine superschöne attraktive Altstadt mit zahlreichen Gaststätten und Einkaufsmöglichkeiten; ein historisches Hafenviertel mit vielen Gebäuden und Wohnhäusern aus dem frühen 16. Jahrhundert, die Gefängnisinsel mit Hotel und Kino, dem Restaurationszentrum für Plattbodenschiffe, die historische Dampfbahn, die Hoorn mit Medemblik verbindet, sowie nun seit drei Jahren eben jenen besagten Stadtstrand. Man kann echt ins Schwärmen geraten.

  • Binnentörn

    Hoch am Wind segeln wir in Richtung Norden, wo wir hinwollen, wissen wir nicht genau. Hauptsache segeln und das bei wunderbaren Bedingungen. Flaches Wasser, 8-12 Knoten Wind und blauer Himmel, mit ein paar Tüpfelwolken. Seit Mittwoch sind wir wieder an Bord, und ein paar aufregende Tage liegen hinter uns. Die Capitania wurde 70 Jahre alt und es gab eine große Feier, zusammen mit unserer gerade 30 gewordenen Tochter. Runde 100 Jahre haben die Jubilarinnen gefeiert, schön im heimischen Garten, mit vielen lieben Freunden und ebenfalls bestem Wetter. Ich durfte mich am Grill so richtig austoben und habe über 70 Hamburgerpattis gegrillt. Bis tief in die Nacht haben wir mit unseren Gästen zusammengesessen und das neue Lebensjahrzehnt für Larissa und Cornelia gebührend gefeiert.

    Jetzt, zurück an Bord, ticken die Uhren wieder etwas langsamer und ruhiger. Doch die Lebensuhr der im vorigen Bericht erwähnten Hochdruckpumpe von Cat Pumps schien wohl endgültig abgelaufen zu sein, obwohl neun Leben versprochen waren. Zu sehr hat der Verschleiß an der Pumpe genagt. Kolben und Lager waren soweit eingelaufen und mit Abnutzungsspuren versehen, dass eine neue Cat Pump bestellt werden musste, die wir auf dem Weg nach Holland in Idstein abholen konnten. Die sitzt jetzt, wieder eingebaut, zwischen den 24-Volt- und 220-Volt-Motoren der Wassermachereinheit und wartet auf ihre Inbetriebnahme. Das können wir jedoch erst ausprobieren, wenn wir wieder Salzwasser unter unseren Rümpfen haben, weil Süßwasser, das unter Druck gesetzt wird, die Membrane zerstören würde. 

    Zwei Stunden später und nach einigen Wenden erreichen wir Enkhuizen und können, was für ein Glück, direkt mit zwei Plattbodenschiffen in die Schleuse einlaufen. Der Schleusenvorgang selbst ist total unspektakulär, da es in der Regel keine unterschiedlichen Wasserstände zwischen dem südlichen Markermeer und dem nördlichen IJsselmeer gibt. Kurz nach der Schleuse begegnet uns ein Charterschiff der sogenannten braunen Flotte unter Vollzeug. Immer wieder ein faszinierender Anblick. 

    Die Fortuna, im Anlaufkanal von Enkhuizen, unter Vollzeug

    Bei uns geht das Großsegel am weißen Carbonmast hoch und die Genua wird ausgerollt. Zu gut sind die Bedingungen, um jetzt schon einen Hafen anzulaufen. Hoch am Wind mit nördlichen Kurs, segeln wir weiter. Und bei diesen perfekten Bedingungen schaffen wir auch ein Höhe von deutlich unter 50 Grad am wahren Wind, und mit dem höheren Speed, den wir dabei laufen, überholen wir fast alle Boote, die in die gleiche Richtung unterwegs sind. Ein Segelfest sozusagen, fast wie bei einer Regatta, ein Kreuzschlag folgt dem nächsten, jeder Winddreher wird ausgenutzt.

    Nach weiteren zwei Segelstunden sind wir in der Höhe von Stavoren, doch wir haben noch immer nicht genug von der Segelei. Das Segelfieber lodert weiter, erst kurz vor 18 Uhr machen wir die Leinen in IT Soal bei Workum fest. Was für eine schöne Überraschung, treffen wir doch gleich auf unsere alten Segelfreunde, Christian, Steffi, Enrique und Britta, die schon bei einem Bierchen zusammen sitzen. 

    Und der eigentlich berentete Hafenmeister Jan, der viele Jahre für das Wohl der Boote und deren Eigentümer in IT Soal gesorgt hat, macht ausnahmsweise einen Vertretungsdienst im Hafenbüro. Es gibt viel zu erzählen, doch irgendwann knurrt uns der Magen und meine Gedanken kreisen um das chinesische Restaurant in Workum, das mit leckerer, knusprig gebratener Ente auf uns zu warten scheint. Jan leiht uns ein paar Fahrräder, wir haben unsere in Hoorn vergessen, und kurz drauf sitzen wir am gedeckten Tisch.

    Heute hat, gegenüber gestern, der Wind nochmal um einen Tacken zugelegt. Noch vor dem langen Ende der Ausfahrt aus dem Workumer Hafenkanal binde ich ein Reff ins Großsegel ein, um gut auf die Bedingungen vorbereitet zu sein, die wir vorfinden werden. Wir weichen noch ein paar Booten auf dem gut gefüllten IJsselmeer aus, bevor auch wir mit gerefften Segeln durchs Wasser pflügen, das mit seinen kurzen und steilen Wellen heute anders aussieht als gestern. Wir kreuzen nach Makkum auf. Das weitflächige Ankergebiet unterhalb des Abschlussdeiches ist unser Tagesziel. Nach einem kurzen, zweistündigen Segeltörn gräbt sich der Anker in den schlickigen Grund.

    Um uns herum und im Zufahrtskanal nach Makkum wird noch kräftig gesegelt. Ein schöner Anblick.

  • Nachgetragen

    Zu recht beschwert sich Kees, dass wir noch garnicht davon geschrieben haben, dass die Hexe wohlbehalten in Hoorn liegt. Und nicht in irgendeinem Hafen, denn wir hatten Glück, der WSV Hoorn, also mein holländischer Segelverein, in dem ich nun seit über 20 Jahren Mitglied bin, hatte tatsächlich einen freien Liegeplatz für unseren großen Katamaran. Wir sind sehr froh, wieder in Hoorn und wieder beim WSV zu sein. Viele Freunde und Bekannte kennen wir hier schon seit vielen Jahren, und die wunderschöne Altstadt lädt zum Bummeln und Verweilen ein.

    Dazu ist es sommerlich warm, das Wasser ist warm und lädt zum Schwimmen ein. Holland und Hoorn im Speziellen zeigen sich von ihrer besten Seite. Doch wir sind nicht nur zum Vergnügen hier. Es gibt einiges an Bord zu reparieren, bzw. auszutauschen. Bei einem Zwischenstopp in Workum, unserem früheren Sommerhafen, habe ich mit Freund Wolfgang bereits die leckende Hochdruckpumpe vom Wassermacher ausgebaut. Und siehe da, die Pumpe ist „Made in Germany“ und auf der Frontseite steht Cat Pump (das ist der Hersteller), „the Pump with nine Lifes“ (die Pumpe mit neun Leben).

    Wolfgang und ich müssen lachen und kommen zu dem Schluss, dass ein Leben der Pumpe jetzt zu Ende ist, sie aber glücklicherweise noch acht weitere haben muss. Bei der weiteren Recherche stellte sich dann sogar heraus, dass der Hersteller ebenfalls in Hessen angesiedelt ist, und wir die Hochdruckpumpe dort persönlich zur Revision vorbeibringen können, was wir vorgestern auch taten. Jetzt warten wir auf den Kostenvoranschlag von Cat Pumps und die anschließende Reparatur.

    Hier in der Werkstatt vom Segelverein konnte Lukas dann noch mit seinem neuen Edelstahlschweißgerät den abgebrochenen Navistuhl wieder anschweißen. Das war garnicht so einfach und ziemlich trickreich, da das relativ günstige Schweißgerät nicht so wollte, wie er das gerne gehabt hätte. Am Ende hat dann noch ein Vereinskamerad mit einem wegführenden Hinweis maßgeblich zum Erfolg beigetragen. Der Navistuhl ist wieder an seinem Platz und er hat bis jetzt auch mehreren Sitzversuchen von mir Stand gehalten.

    Am zweiten Arbeitstag haben wir dann erfolgreich den leckenden Hydraulikzylinder vom Autopiloten gegen eine neue Einheit ausgetauscht, anschließend das Leitungssystem entlüftet und denAutopiloten, wenn auch nur im Hafen, ausprobiert. Weiterhin haben wir den alten Teppich, der noch als Muster für einen neuen dienen soll, zum Auto gebracht, ebenso unseren alten 6-PS-Tohatsu-Außenborder, dann noch überflüssige Leinen und Ersatzteile. Zudem hat die Capitania tief in den diversen Bilgeabteilen gewühlt und lang abgelaufene Lebensmittel aussortiert. Da kamen echt Dosen und Verpackungen zum Vorschein, die schon mehr als drei Jahre über dem Mindesthaltbarkeitsdatum waren und auch ziemlich seltsam rochen, nachdem wir sie testweise geöffnet hatten. Samstag ging es dann nach Hause, denn am letzten Sonntag wurde unsere jüngste Tochter Larissa 30 Jahre alt. Die Folgetage sind dann nur so dahin geflogen, und es blieb echt noch nicht mal genügend Zeit, um einen aktuellen Blogbeitrag zu erstellen. 

    Insgesamt sind wir auf dieser Reise von Lanzarote bis Hoorn 2300 sm gesegelt, waren an 21 Tagen, davon über 12 an einem Stück, auf See (oder dem Ijsselmer), und sind nun sehr froh, mit dem Boot mal wieder in heimischen Gefilden zu sein.

    Jetzt sind wir wieder für ein langes Wochenende auf unserer Hexe, und nehmen uns die Zeit.

  • Süßwassersegler

    Gerade als wir uns bettfein gemacht und uns hingelegt haben, beginnt irgendwas außen an unseren Rumpf zu tackern. Tack, tack, tack, dann ist es wieder kurz still und dann geht es anderen Stellen weiter. Etwas verwundert gucken wir uns an, was oder wer verursacht dieses Geräusch? 

    Gestern früh haben wir unsere Leinen in Vlieland losgeworfen und sind rasend schnell im 2. Reff durch die Wattfahrwasser des holländisches Wattenmeeres in Richtung Harlingen gesegelt. Mit einlaufender Gezeit und 25 Knoten Wind von der Seite zeigt das GPS flotte 13 Knoten Fahrt an. Eine 60 Fuß große Motoryacht, die uns überholen will, muss ihre stählernen Herzen schon auf Drehzahl bringen, damit sie in Gleitfahrt an uns vorbeiziehen kann. Die Wattsegelei kann so krass schön sein und sportlich, weil die Fahrwasser immer mal  abknicken und die Segel getrimmt werden müssen.

    Vier wunderbare und erholsame Tage auf Vlieland liegen hinter. Wir hatten endlich, nach Jahren, wieder die Fahrräder ausgepackt und sind in den Ort und zum Kaffee trinken zum Posthuys geradelt. Dünenlandschaften wechseln isch dabei ab mit Kiefernwald oder Flächen mit Büschen und Sträuchern. Das Meer ist immer nur einen Steinwurf weit entfernt, und wenn man eine der endlos vielen Dünen besteigt, bietet sich dem Betrachter ein grandioser Ausblick. Die Nordsee liegt auf der Nordseite, das Wattenmeer auf der Südseite von Vlieland. 

    auf dieser Insel haben wir in vielen Jahren, sehr viele Wochenenden und Urlaubstage mit unseren Kindern verbracht. Wir schwelgen in Erinnerungen. Ein Paradies ist Vlieland für uns und anscheinend auch für andere Segler, denn der Hafen ist rappelvoll, Alle Plätze sind belegt, und an den Längsseitsstegen wird in Päckchen gelegen. Und so treffen wir auch Freunde aus unserem früheren Heimathafen in Workum, von der SY Camelot und SY Scampy. Ein schönes Wiedersehen nach vier Jahren, die so schnell ins Land gezogen sind.

    Jetzt liegen wir für zwei Tage in Workum, ItSoal. Das war früher unser Heimathafen und auch hier wandeln wir auf alten Spuren. 

    Heute sind wir mit dem Fahrrad zum Zentrum von Workum gefahren, die Stadt zählt zu den ältesten friesischen Städten und der Altstadtkern ist super schön. Wir genießen das quirlige Leben, trinken einen Kaffee auf dem kleinen Marktplatz und versichern uns immer wieder gegenseitig, wie hübsch doch alles so ist

    Jetzt wollen wir doch noch das Rätsel um die mysteriösen Tack-Geräusche auflösen. Es war schlichtweg eine Stockente, die den grasähnlichen Bewuchs an unserem Wasserpass abgefressen hat. Sehr löblich von der Ente, finden wir.

  • Freiheit

    Das war so nicht geplant, dass wir genau an diesem denkwürdigen Tag hier vorbeisegeln, dessen am Ende glücklicher Ausgang die Weltgeschichte zum Positiven verändern sollte. Deswegen gibt es heute keinen gewöhnlichen Blogbeitrag, sondern nur ein stilles Gedenken an alle gefallenen Soldaten vom 06.06.1944. 

    Am heutigen Datum, genau vor 81 Jahren, startete mit dem D-Day die Befreiung Europas von der Naziherrschaft. An dem ersten Tag der Landungsmission stürmten mehr als 150.000 alliierte Soldaten die Strände und Küstenabschnitte Nordfrankreichs, am Sword Beach, am Juno Beach, am Gold Beach, dem Omaha Beach und dem Utah Beach. An diesem śdenkwürdigen Tag verloren mehr als zehntausend Männer auf beiden Seiten ihr Leben. Die Strände und die Erde waren blutgetränkt. Und doch war es der Anfang von einer neuen Zeitperiode, eines neuen Friedens, ein Frieden, den es vielleicht ohne dieses schreckliche Blutvergiessen nie gegeben hätte. 

    Wir sind heute entlang dieser Strände gesegelt, an denen, zumindest vom Wasser her, nichts mehr an den D-Day erinnert. Trotz der Freude auf die heute Nacht bevorstehende Ankunft in Nieuwpoort spürten wir eine Last in unseren Herzen, nachdem uns Rolf daran erinnert hat, welch wichtiger Gedenktag heute ist.

    Frieden für alle!

  • Code Zero

    Montag, 2. Juni 2025
    Baro um 06:00 Uhr 1024, um 15:30 1020, bewölkt  mit einzelnen Lücken, Wind NNO um 3 – 4 Beaufort
    Etmal 11:15 171 sm

    Wenn sich wirklich eins bewährt hat auf diesem langen Törn, der jetzt bereits 7 Tage andauert, und uns bis genau jetzt, um 18:00, 1090 sm näher zu unserem Ziel gebracht hat, dann  ist es unser Code Zero-Segel. Diese freifliegende übergroße Genua, gefahren mit einem untersetzten Fall auf der Endlos-Rollanlage, macht uns wirklich viel Freude und sorgt bei etwas tieferen Kursen, zwischen 60-130 Grad Windwinkel, für einen super starken Vortrieb. 

    Klar ist es eine Schufterei, das 35 kg schwere Segel aus dem Stauraum zu wuchten und es am Fall zu setzen, es dann unter Umständen wieder wegzupacken, wenn der Wind nicht passt, nur um es bei abermals geändertem Wind wieder rauszuholen. Manchmal lassen wir es dann faulerweise einfach gerollt und gesetzt stehen. Hin und wieder gucken wir uns wie zwei Kinder an und fragen uns dann, wie wir all die Jahre ohne dieses fantastische Segel zurecht gekommen sind. Klar in vielen Fällen würden wir dann den Gennaker gesetzt haben. Doch der Code Zero braucht ,vom Trimm und der Einstellung her, viel weniger Aufmerksamkeit und Zuwendung. 

    Und wen es interessiert: Das Segel ist ein Laminatsegel, das seine enorme Festigkeit,  bei minimalen Tuchgewicht, aus horizontal angeordneten Kevlar- und Dyneemafasern bezieht. Unser Code Zero ist 135 Quadratmeter groß. 

    Weg vom Segeln hin zur Kulinarik. Da die leckeren Kaffeestückchen vom Pingo Doce in Madeira seit gestern aufgegessen sind, hat die Capitania heute mit einer Fertigbackmischung (noch aus der Karibik vom LeaderPrice Supermarkt) einen Kuchen gebacken. Eine Art Browniekuchen, sehr lecker, braun und fluffig. 

    Ja und dann war gestern wieder so ein komischer Tag. Nix hat gepasst, der Wind nicht zu den Wellen, die Windrichtung nicht zur Vorhersage, der Himmel komplett grau, immer genau gegenan, hoch am Wind, Ihr wisst, was ich meine. Bis die Cornelia gesagt hat, dass wir vom Wettermodell her auch etwas abfallen können. Und zack, läuft der Kahn und irgendwie fühlte sich alles gleich besser an.

    Jetzt warten wir auf den Wind, nicht dass der nicht schon da wäre. Nein, wir warten auf den starken Wind, der von einer kleinen Störung, also einem Tief kommen soll. Bis zu 27 Knoten Wind soll es dann geben und das  genau von hinten. Wir lassen uns überraschen. Keine Überraschung gibt es zum Abendessen, denn ich habe mir Pizza gewünscht und die Capitania hat mein Flehen erhört.

    Noch eins, bei so einem Boot geht ja immer was kaputt, auch wenn man es selbst nicht verursacht. Heute ist ein Datenumwandler, unser ITC 5, plötzlich ausgestiegen und es gab keine Winddaten mehr und alle bisher gesegelten Seemeilen sind gelöscht. Crazy denkt man, doch der war vor vier Jahren schon mal kaputt. Unser holländischer Freund Matthijs hat dankenswerterweise,gleich einen neuen ITC 5 bestellt, und wenn wir in Holland ankommen, gibt es dann endlich was zu basteln. Vielleicht ist der iTC 5 auch der Grund, warum die Logge nicht mehr anzeigt. Wir werden davon berichten.

    So jetzt mal bitte Daumen drücken, dass der kräftige Wind kein zu stürmischer Wind wird.

    Bis morgen!

  • Haben wir einen Vogel?

    Samstag, 31. Mai 2025, Tag 5 auf See
    Baro 10122, leicht bewölkt, Wind W um 3, die See 1 m
    Etmal um 11:15 Uhr 155 sm

    GESTERN war irgendwie ein langweiliger Tag, keine Sonne, kein Wind, dafür Langeweile.

    Heute sieht die Welt besser, eben anders aus. Die Tage auf See sind ja alle irgendwie relativ gleichförmig, solange es keine Ereignisse, wie zu viel Wind, etwas geht kaputt, Beinahe-Kollisionen, oder Seetiere gibt. Aber als Segler bevorzuge ich eine gewisse Monotonie auf dem Wasser, statt der unerwünschten Ereignisse. Gleichförmigkeit an Bord bedeutet Seelenfrieden und den gibt es nirgends besser als fernab vom Land und dem Weltgeschehen. 

    HEUTE aber ist ein besonders schöner Tag auf dem Meer, mit positiven Ereignissen ohne Monotonie, Langeweile, Gleichklang oder Chaos.

    Zunächst einmal ist das Meer super friedlich, keine chaotischen oder hohen Wellen, nur eine leichte Dünung bewegt uns und das Boot. Nach einem halb bewölkten Sonnenaufgang verziehen sich die dunklen Wolkengebilde und geben den Blick frei auf einen strahlend blauen Himmel. 

    Punkt sieben Uhr ist die Capitania wach geworden und mit ihr der Wind. Der Code Zero zieht uns ab da flott durchs Wasser und das Lärmen des Motors hat ein Ende. Um 9 Uhr hat Cornelia Kontakt mit Intermar über die Kurzwelle, zumindest kurzfristig, die Tage davor war im Äther nur ein Rauschen. Um Punkt 10 Uhr macht der Friseursalon auf, und ich verpasse mir einen schönen Sommerhaarschnitt und rasiere mich noch. Aussehen an Bord wird ja oft unterschätzt. Kurz danach, das Wasser ist ja noch schön warm vom motoren, öffnet pünktlich der Duschbereich und es gibt eine ausgiebige Dusche. 

    Nach soviel Aktivität wird es Zeit für ein ausgiebiges Frühstück, Toast, gebackene Brötchen, Spiegelei, Rilette aus Fronkreisch, frisch gepresster O-Saft, paradiesische Zustände hier. Damit man doch nicht zu übermütig wird, gibt es nach dem Abwasch ‘ne Bastelstunde in schönster Harmonie mit meiner Liebsten. Der Abfluss des Waschbecken in der Gästekabine ist komplett mit Haaren zugesetzt und das nach schon 8 Jahren?

    Dann kommt er angeflogen, der Vogel, die Rauchschwalbe, wie aus dem Nichts und flattert gleich mal in den Salon. So natürlich nicht, draußen darf der Piepmatz sein, aber nicht im Boot. Das Rein-Raus-Spiel wiederholt sich mehrfach, bis der Vogel endlich seinen wahren Platz an Bord gefunden hat und das Ruder übernimmt. Währenddessen rauschen wir weiter zum englischen Kanal, 8 Knoten schnell und Ouessant ist noch 680 Seemeilen entfernt.

    Irgendwann ist der Vogel davon geflogen, es gibt leckere Kaffeestückchen, noch aus Madeira, da die relativ fett sind, halten sie sich auch noch am Tag 5 auf See prächtig.

    Gekocht wir später auch, Gulasch, selbstgemachte Semmelknödel mit Speck und Lauch und Rotkohl.

    So ein Tag, so wunderschön wie heute…

  • Vorerst entschieden

    Heute überlasst die Capitania mal wieder mir die Computertastatur, damit ich meine Gedanken zu Papier oder besser gesagt, zu Bildschirm, bringen kann. Erstmal eine kurze Zusammenfassung der letzten Nacht: zwei Wörter würden reichen, bäng bäng.

    Hohe Wellen, kombiniert mit viel Wind, dazu der Kurs, haben doch zu einigen unsanften Aufschlägen der Rümpfe auf dem Wasser und zu einer verkürzten Nachtruhe geführt. Seit dem wolkenverhangenen Tagesanbruch segeln wir, weiterhin im 2. Reff, hoch am Wind.

    So richtig Spaß macht das auch nicht, doch wir bewegen uns in die gewünschte Richtung, hin zum Tiefdruckgebiet, das weiter nordwärts auf uns wartet. Das soll uns dann planmäßig in Richtung Festland Europa, irgendwo zwischen A Coruña und Brest bringen. Dazwischen gibt es eine Flautenzone, die wir durchmotoren werden, und dann noch ein weiteres kleines Tief weiter nördlich. 

    Kleiner Zeitsprung zurück! Vorgestern habe ich mit Wes noch einen gründlichen Mastcheck durchgeführt. Ich bin den Mast hoch, habe alle Beschläge, Terminals, Wanten und Verstagungen inspiziert und fotografiert. Danach haben wir uns die hochaufgelösten Bilder zusammen am großen Computerbildschirm angeschaut. Fazit, es gibt nix zu beanstanden, wir können glücklicherweise auf große Fahrt gehen. Klar gilt eine Mastinspektion immer nur für den Moment wider, in dem sie ausgeführt wird. Risse oder kleine Brüche durch Überlastung oder Materialfehler können schon beim nächsten Segeln entstehen, doch es beruhigt erstmal ungemein, wenn man nix Auffälliges findet. 

    Solche hübschen Schuhchen bräuchten wir für die Logge

    Danach haben wir noch die Ankerwinsch zerlegt und gereinigt. Alles ist soweit technisch top in Ordnung an Bord. Obwohl, es ist ja immer was. Heute früh fällt plötzlich die Logge aus und zeigt keine Geschwindigkeit durchs mehr Wasser an. Damit fällt auch der wahre Windwinkel und die wahre Windgeschwindigkeit weg, weil das nun die Elektronik nicht mehr berechnen kann. Aber es stört uns nicht. So einen Schnickschnack hatten wir früher auch nicht an Bord, das hält uns daher nicht vom Weitersegeln ab. On Top, eine Ersatzlogge haben wir dabei, nur nicht die richtigen kleinen Kabelschuhe. Man kann ja nun auch wirklich nicht jeden Mist mit sich rumschleppen, oder?

    Jetzt sieht es so aus, als ob wir gleich das 2. Reff ausschütten können, wie der Segler so schön sagt, der Wind lässt wie vorhergesehen etwas nach. Zum Ende der kommenden Nacht wird gewendet werden, dann liegt Nordost-Kurs an. Insgesamt werden wir wohl weitere 6-7 Tage segeln, bis wir wieder festes Land unter die Füße bekommen werden.

  • Positiv …

    … gestimmt sind wir seit gestern in der Hinsicht, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis wir wieder startklar sein werden, und zu neuen, oder altbekannten Horizonten mit unserer Hexe aufbrechen können. Alle haben sich mächtig ins Zeug gelegt und eigentlich könnten wir drei neue Drähte in den nächsten acht Tagen auf Madeira haben, um den gebrochenen Draht zu ersetzten. Miguel und Francesco waren so hilfsbereit seit unserer Ankunft und haben hier eine Firma auf Madeira aktiviert, die einen neuen Draht pressen könnte, die Materialien würden von Festland-Portugal kommen. 

    Outremer, sowohl Maud Aleci als auch Christoph Commard, sind sofort in die Bresche gesprungen und haben einen Draht beim original Hersteller, dem Mastenbauer in Frankreich, der Firma Sparcraft, organisiert.

    Und last but not least hat unser Freund Wes von Lanzarote mit einem Rigger auf den Kanaren Kontakt aufgenommen, der einen neuen und stärkeren Dyformdraht, mit 25 statt 19 Einzeldrähten, in Spanien bestellt hat, der dann bei dem Rigger in Teneriffa gepresst wird. Dort will Wes ihn am Donnerstag abholen.

    Klar, wir brauchen keine drei Drähte, die ja auch ein paar Euros kosten werden. Aber um ganz sicher zu sein, dass nix schief geht mit der Lieferkette, haben wir uns, rein zur Sicherheit für zwei Lösungen parallel entschieden und hoffen damit auf der berühmten sicheren Seite zu sein. Das Original von Spacraft über Outremer und die Lösung aus Teneriffa haben wir ausgewählt.

    Da liegt die Hexe (danke für das Photo an Beate und Dieter)

    Bis zum Ende der nächsten Woche „müssen“ wir uns dann irgendwie auf der schönen Ferieninsel Madeira die Zeit, segelfrei, vertreiben.

    Wir haben uns dazu erstmal in den Arbeitsmodus begeben. Der aufmerksame Leser kennt es schon; wir polieren und wachsen alles, was aus Edelstahl und Gelcoat ist, Cornelia hat den Salon massiv aufgeräumt, geputzt und ausgemistet, die Rümpfe sind ebenfalls perfekt aufgeräumt worden. Aßen ist das Teak  außen mit Holzschutzmittel eingepinselt, das Dinghy vom Lanzarotestaub befreit, die Füllstände der Motoren sind kontrolliert, die Starlinkantenne hat eine hübsche neue Abdeckung genäht bekommen, zwei kleine Stellen am Cockpitzelt sind nachgebessert, und die dazugehörigen Haltegummis wurden ausgetauscht. Weitere Arbeiten werden folgen.

    Aber abgesehen von der Arbeit haben wir es hier doch sehr nett. Wir haben die Bekanntschaft mit Dieter und seiner lieben Frau Beate gemacht, beides Saarländer, sehr sympathisch. Dieter ist sogar wie ich in Völklingen geboren, was für ein netter Zufall. (Und sie haben den halben Abend darüber gesprochen, wo sie damals in welchen Kneipen und Discos waren, und wer wen aus dem Segelclub kennt, usw., da war ich erstmal außen vor!)

    Der Soßenkoch am Werk

    Was liegt doch nichts näher, als heute Abend saarländisch für uns vier zu kochen. Es gibt gefüllte Knödel, mit dunkler Bratensauce und einer Speck-Sahnesauce. Dazu gibt es Sauerkraut, das die beiden dazu beisteuern werden. Das wird ein Fest für die saarländischen Gaumen, und die Frankfurter Capitania, leider nicht der größte Fan von diesem Gericht,   findet es dennoch in Ordnung. Da muss sie jetzt durch, die saarländische Küche ist schon große Klasse, einfach mal die leckeren Gerichte, wie Dibbelabbes, gefüllte Knödel oder Geheiratete ausprobieren. Das Internet hilft bei den Rezepten weiter.

    Neben all den beschriebenen Jobs am Boot haben wir gestern eine kurze Dinghytour zu den Wasserfällen gemacht, die uns von See aus bei der Hinfahrt an der Küste aufgefallen sind. Der Dinghyanker hielt das Beiboot fest am Grund, ab ging es ins Wasser, dann noch über ein paar Steine kraxeln und schwupp stand ich unterm Wasserfall, der sich prasselnd und kühl auf mich ergoss. Was für ein schönes Ereignis! Das hatte ich so zum letzten Mal in der Karibik. Nach einiger Zeit kletterte ich zurück. Vorsichtig stieg ich in die Brandungszone, da sind schon Wellen!, und schwamm zurück zur wartenden Capitania mit Beiboot, die fleißig den Ausflug fotografiert hat.

    Wir wünschen allen ein schönes Wochenende!